Bill Warner: Scharia für Nicht-Muslime - Kapitel 5: Der Kafir

16 Dezember 2013

Sharia Law for Non-Muslim Von Bill Warner Übersetzung von EuropeNews • GRATIS: Ganzes Buch Als Download / PDF

Bisher haben wir uns eine Übersicht über die Scharia verschafft und zuletzt die Position der Frau in der Scharia betrachtet. Wir kommen jetzt zu einem neuen Thema – dem Ungläubigen oder Nicht-Muslim.

In Übersetzungen der Scharia wird das Wort "Nicht-Muslim" verwendet, aber das eigentliche arabische Wort dafür ist "Kafir". Das Wort "Kafir" bedeutet allerdings weit mehr als nur"Nicht-Muslim". Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes ist "Verschleierer", derjenige, der die Wahrheit des Islam verschleiert.

Der Koran sagt, dass man den Kafir betrügen kann, sich gegen ihn verschwören kann, man darf ihn hassen, versklaven, verspotten, foltern und Schlimmeres. Das Wort wird üblicherweise mit dem Begriff "Ungläubiger" übersetzt, aber diese Übersetzung ist falsch.

Das Wort "Ungläubiger" ist logisch und emotional neutral, wohingegen Kafir in jede Sprache so übersetzt werden kann, dass es den abgrundtiefsten Beleidigungen, schlimmsten Vorurteilen und hasserfülltesten Worten entspricht.

Es gibt viele religiöse Begriffe für den Kafir: Polytheist, Götzendiener, Leute der Schrift (Christen und Juden), Buddhisten, Atheisten, Agnostiker und Heiden.

"Kafir" deckt all diese Bedeutungen ab,denn egal wie die eigentliche religiöse Bezeichnung lautet, man darf sie alle gleich behandeln. Was Mohammed über die Polytheisten sagte und ihnen antat, kann man auch jeder anderen Kategorie der Kafire antun.

Der Islam widmet einen großen Teil seiner Energie dem Kafir. Der größte Teil des Koran (64%) beschäftigt sich mit dem Kafir und beinahe die gesamte Sira (81%) handelt von Mohammeds Kampf mit ihnen. Die Hadithe (Überlieferungen) widmen 37% ihres Textes dem Kafir. Im Ganzen widmet die Trilogie 60% ihres Gesamtinhalts dem Kafir.

MENGE DES TEXTES, DIE DEM KAFIR GEWIDMET IST:

• Gesamter Koran 64% (Mekkanischer Koran 68% - Medinensischer Koran 57%) • Sira 81% • Hadith 37% • Gesamte Trilogie 60%

Die Scharia räumt dem Kafir längst nicht soviel Platz ein, weil das Schariagesetz hauptsächlich für Muslime gedacht ist. Abgesehen davon hat der Kafir wenig Rechte, insofern gibt es kaum etwas darzulegen.

Religiöser Islam ist das, was die Muslime tun, um ins Paradies zu kommen und die Hölle zu meiden. Was Mohammed mit den Kafiren gemacht hat, war nicht religiöser, sondern politischer Natur. Wichtig für die Kafire ist der politische Islam, nicht die Religion. Wen interessiert es schon, wie ein Muslim seinen Gott verehrt – aber jeden von uns sollte interessieren, was sie mit uns tun und was sie über uns sagen. Der politische Islam sollte jeden Kafir etwas angehen.

Hier sind zwei Referenzen aus der Scharia über die Kafire:

w59.2 [...] Und dies klärt die koranischen Verse und Hadithe über den Hass um Allah willenund die Liebe um Allah willen, Al Walaa wa al Baraa, unnachgiebig zu sein gegenüber den Kafiren, hart zu sein gegen sie und sie zu verabscheuen, während man das Schicksal Allahs, des Allerhöchsten, annimmt, insofern als es das Gebot Allahs des Mächtigen und Majestätischen ist.

Der Hass um Allah willen und die Liebe um seinetwillen wird Al Walaa wa al Baraa genannt, ein grundlegendes Prinzip der islamischen Ethik und der Scharia. Ein Muslim muss hassen, was Allah hasst und lieben, was Allah liebt. Allah hasst den Kafir, daher muss ein Muslim dementsprechend handeln.

(Koran 40:35) Solche [Kafire], die über die Zeichen Allahs [Koranverse] streiten, ohne dass irgendeine Ermächtigung (dazu) zu ihnen gekommen wäre. Äußerst hassenswert ist dasfür Allah und für jene, die gläubig sind (die Muslime) . Also versiegelt Allah das Herz eines jeden Überheblichen, Gewalttätigen.

h8.24 Es ist nicht gestattet, einem Kafir Zakat [Almosen] zu geben oder jemandem, dem man verpflichtet ist zu helfen, etwa einer Ehefrau oder einem Familienmitglied.

Hier einige Koranreferenzen:

Man darf einen Kafir verspotten –

(83:34) Heute sind es die Gläubigen, die über die Ungläubigen lachen. Sie sitzen behaglich auf Liegen und lassen ihre Blicke umherschweifen. Sind nicht den Ungläubigen ihre Untaten vergolten worden?

Man darf einen Kafir köpfen –

(47:4) Wenn ihr auf die stoßt, die ungläubig sind, so haut (ihnen) auf den Nacken; und wennihr sie schließlich siegreich niedergekämpft habt, dann schnürt ihre Fesseln fest.

Man darf sich gegen einen Kafir verschwören –

(86:15) Die Ungläubigen schmieden unablässig Pläne. Doch Ich schmiede unschlagbare Pläne. Gewähre also den Ungläubigen Aufschub, einen kurzen Aufschub!

Man darf einen Kafir terrorisieren –

(8:12) Da gab dein Herr den Engeln ein: "Ich bin mit euch; so festigt denn die Gläubigen. In die Herzen der Ungläubigen werde Ich Schrecken werfen. Trefft (sie) oberhalb des Nackens und schlagt ihnen jeden Finger ab!"

Ein Muslim darf sich nicht mit einem Kafir befreunden –

(3:28) Die Gläubigen dürfen nicht die Ungläubigen (zum Nachteil ihrer Gemeinde) zu Vertrauten nehmen. Wer das doch tut, hat sich völlig von Gott abgewandt, es sei denn, ihr schützt euch dadurch vor ihnen. Gott warnt euch vor Sich selbst (vor Seiner Strafe). Bei Gott endet ihr alle.

Ein Kafir ist böse

(23:97/98) Und sprich: "Mein Herr, ich nehme meine Zuflucht bei Dir vor den Einflüsterungen der Satane [Kafire]. Und ich nehme meine Zuflucht bei Dir, mein Herr, damit sie sich mir nicht nähern."

Ein Kafir wird erniedrigt –

(37:18) Sprich: "Jawohl; und dabei werdet ihr [Kafire] gedemütigt."

Ein Kafir ist verflucht –

(33:61/62) Verflucht seien sie [die Kafire]! Wo immer sie gefunden werden, sollen sie ergriffen und rücksichtslos hingerichtet werden.

So geschah der Wille Allahs im Falle derer, die vordem hingingen; und du wirst in Allahs Willen nie einen Wandel finden.

KAFIRE UND DIE ANHÄNGER DER BUCHRELIGIONEN

Muslime sagen, dass Christen und Juden etwas Besonderes seien. Sie seien "Leute der Schrift" und daher Brüder im abrahamitischen Glauben. Aber im Islam ist man nur dann ein Christ – und nur dann – wenn man daran glaubt, dass Christus ein Mensch und ein Prophet Allahs war; es gibt keine Dreifaltigkeit; Jesus ist weder gekreuzigt worden, noch ist er wiederauferstanden, und Er wird wiederkommen, um die Scharia einzuführen. Um ein wahrer Jude zu sein, muss man glauben, dass Mohammed der letzte in der Reihe der jüdischen Propheten ist.

Hier ein positiver Vers:

(Koran 5:77) Sprich: "O Leute der Schrift, übertreibt nicht zu Unrecht in eurem Glauben und folgt nicht den bösen Neigungen von Leuten, die schon vordem irregingen und viele irregeführt haben und weit vom rechten Weg abgeirrt sind."

Die islamische Doktrin ist dualistisch, also gibt es auch eine entgegengesetzte Sicht der Dinge. Hier sind die letzten Verse, die über die "Leute der Schrift" geschrieben wurden. (Ein späterer Vers widerruft und ersetzt einen früheren Vers. Siehe Kapitel 7) Dies ist das letzte Wort. Es ruft die Muslime dazu auf, Krieg zu führen gegen die "Leute der Schrift", die nicht an die Religion der Wahrheit, den Islam, glauben.

(Koran 9:29) Kämpft gegen jene unter den Schriftbesitzern [Juden und Christen], die nicht an Gott und den Jüngsten Tag glauben und die nicht verbieten, was Gott und Sein Gesandter verbieten und die sich nicht zum wahren Glauben bekennen, bis sie die Dschizya- Steuer freiwillig und folgsam entrichten.

Der Satz "und die nicht verbieten, was Gott und sein Gesandter verbieten" bedeutet, dass sie das Schariagesetz nicht anerkennen; "die Dschizya-Steuer freiwillig und folgsam entrichten" bedeutet, dass sie sich der Scharia unterwerfen. Christen und Juden, die Mohammed nicht als den letzten Propheten anerkennen sind Kafire. Muslime beten fünfmal am Tag und das Eröffnungsgebet beinhaltet immer die Formel:

(Koran 1:7) Nicht (den Weg) derer, die (Deinen) Zorn erregt haben [der Juden], und nicht (den Weg) der Irregehenden [der Christen].

Die Trilogie verwendet viel Platz auf die Juden. In Mekka wurden sie im Allgemeinen freundlich bedacht. Aber in Medina waren sie die Feinde des Islam, weil sie Mohammed nicht als letzten Propheten anerkannten. Hier einige Daten zum Text der Trilogie und den Juden.

Bemerkenswert ist, dass die Trilogie mehr Judenhass beinhaltet als "Mein Kampf".

SPRACHE

Da das ursprüngliche arabische Wort für Ungläubige "Kafir" lautet und genau dieses Wort im Koranund in der Scharia benutzt wird, wird der Begriff aus Sorgfalt und Genauigkeit hier ebenfalls verwendet.Es ist ganz einfach: wenn Sie Mohammed und seinem Koran nicht glauben, dann sind Sie ein Kafir.

- Ende Kapitel 5 -

Bill Warner: Scharia für Nicht-Muslime - Kapitel 1: Einführung

Bill Warner: Scharia für Nicht-Muslime - Kapitel 2 - Was ist Scharia?

Bill Warner: Scharia für Nicht-Muslime - Kapitel 3: Frauen

Bill Warner: Scharia für Nicht-Muslime - Kapitel 4: Familienrecht

Bill Warner: Scharia für Nicht-Muslime - Kapitel 5: Der Kafir

Bill Warner: Scharia für Nicht-Muslime - Kapitel 6: Der Dschihad

Bill Warner: Scharia für Nicht-Muslime - Kapitel 7: Unterwerfung und Dualität

Bill Warner: Scharia für Nicht-Muslime - Kapitel 8: Der Dhimmi

Bill Warner: Scharia für Nicht-Muslime - Kapitel 9: Sklaverei

Bill Warner: Scharia für Nicht-Muslime - Kapitel 10: Freiheit der Anschauungen

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