Andrew Bostom: Wilders der Kämpfer

11 Juni 2012
 Andrew Bostom:  Wilders der Kämpfer

Wilders Agonsist, Right Side News; Von Dr. Andrew Bostom Übersetzung von Beate & Liz

Eine Buchbesprechung von Geert Wilders neuem Buch Marked for Death: Islam’s War Against the West and Me , Regnery Publishing, 1. Mai 2012, 256 Seiten. Wie ich bereits dem Herausgeber von The American Thinker, Tom Lifson sagte:

"Diese Buchbesprechung ist zwar sehr ausführlich geworden, aber sie wird den Lesern ein letztendliches Verständnis über den wichtigsten politischen Führer im Westen bringen, dessen Verständnis der djihadistischen Bedrohung unserer Zivilisation und seinen Willen dies zu bekämpfen, der beispiellos ist."

Beide Teile, 1 und 2, wurden auch bei The American Thinker veröffentlicht, das gesamte Essay wird nachfolgend wiedergegeben.

Die gegenwärtige Ausstellung "Ottomania” im Amsterdamer Rijksmuseum unterstreicht die andauernden Gedenkfeiern, die die 400-jährigen holländisch-türkischen Beziehungen hervorheben sollen. Mit deprimierender Vorhersehbarkeit brachen die türkischen Medien wegen eines dort ausgestellten Drucks aus dem Jahr 1683 in einen Sturm der Entrüstung aus, der die Niederlage der osmanischen Djihad Kampagne gegen Wien zum Thema hatte.

Auf einer Linie mit den abfälligen Bildern, die im späten 17. Jahrhundert allgemein üblich waren, zeigt dieser Druck den osmanischen Sultan Mehmet IV (1648-1687) wie er einsam und verlassen auf seinem Bett liegt, nach der schmachvollen Niederlage seines Großvisiers Merzifonlu Kara Mustafa Pasha bei Wien. Ein hervorspringendes Detail des Drucks zeigt die königliche Betttoilette direkt neben einem Koran, der scheinbar als Toilettenpapier dort platziert wurde.

Kurz danach, während seines letzten Besuchs in Niederlanden im Rahmen derselben Gedenkfeiern, bezeichnete der türkische Präsident Abdullah Gül den Vorsitzenden der Freiheits Partei Geert Wilders als einen "Islamophoben". In einem Interview des holländischen Massenblattes De Telegraaf behauptete Gül, dass Wilders "eine extrem Stimme [repräsentiere], die die Radikalen nährt". Weiterhin beschuldigte Gül Wilders "ein negatives wir-gegen-sie Klima zu erzeugen, [dass] sich in ganz Europa ausbreitet, und dass den Grundstein einer ethnischen religiösen Diskriminierung bildet." In seiner Antwort auf Güls Angriffe twitterte Wilders mit angemessener Verachtung, "Türkischer Humor: Christen stichelnder, Kurden schlagender Hamas Freund und Islamist Gül beklagt sich über Toleranz."

Im Jahr 2009 verweigerte die Türkei den Empfang einer Delegation holländischer Parlamentarier, wenn unter ihnen Wilders sei. Damals bestand ein türkischer Regierungssprecher darauf, dass Wilders "ein solcher Faschist [sei] dass er neben der Türkei auch in anderen europäischen Hauptstädten nicht Willkommen sei." Im Gegenzug konterte Wilders im vergangenen November 2011 geschickt:

Güls islamisches Regime und sein Parteikollege, der türkische Premierminister Erdogan sind keine Freunde des Westens und daher auch nicht der Niederlande. Präsident Gül ist hier nicht Willkommen.

Die Türkei hat keinen Platz in einer europäischen Wertegemeinschaft und es gibt auch keinen Grund zu feiern. Jeder, der etwas über seine Nasenspitze hinausblickt kann erkennen, dass das Regime von Gül und Erdogan der türkischen säkularen Verfassung den Todesstoß versetzt, um das Land zu re-islamisieren.Am 28. August 2007, dem selben Tag an dem Abdullah Gül zum neuen türkischen Präsidenten ernannt wurde – seinen säkularen Vorgänger ersetzte und den Griff zur Macht der regierenden islamischen Adalet ve Kalkinma Partei (AKP) weiter festigte – veröffentlichte MEMRI Ausschnitte aus einem abschreckenden scharfen judenhassenden Interview, das mit Güls und Premierminister Erdogans Mentor, dem verstorbenen (gest. Februar 2011) ehemaligen türkischen Premierminister Necmettin Erbakan geführt wurde. Das Interview wurde im Original am 1. Juli 2007 gesendet als Teil einer Wahlkampfkampagne Erbakans zur Unterstützung der islamischen fundamentalistischen politischen Sache vor den Parlamentswahlen am 22. Juli 2007, als die AKP einen durchschlagenden publikumswirksamen Wahlsieg über ihre schärfsten Rivalen, die "Säkularisten", errungen hatte.

Erbakan, Gründer der fundamentalistischen islamischen Milli Görüs (Nationale Sicht; entstanden 1969) Bewegung, war der Mentor der gegenwärtigen AKP Vorsitzenden Präsident Gül und Premierminister Erdogan, beide waren zuvor aktive Mitglieder in Erbakans verschiedenen fundamentalistischen politischen Parteien, und hatten Bürgermeister- Ministerial- und Parlamentsposten inne.

Die moderne fundamentalistische islamische Bewegung die Erbakan gegründet hat produziert auch weiterhin den niederträchtigsten antisemitischen real existierenden Druck in der Türkei, und traditionelle islamische Motive, d.h. häufige Zitate aus dem Koran und den Hadith bleiben die zentralen Themen seines Hasses, genährt von einer früheren grundsätzlichen Feindschaft des Islams gegenüber dem Judentum. In der Tat, die geteilte allumfassende Weltanschauung Erbakans und seiner Zöglinge Gül und Erdogan ist charakterisiert durch ihren Hass auf Juden und die anderen nicht-muslimischen Ungläubigen, begleitet von der Zurückweisung der westlichen jüdisch-christlichen Werte sowie der Aufklärung und der Wiederbelebung eines aggressiven, neo-osmanischen, schariabasierten Islam in der Türkei. Der „Erfolg“ ihrer verschiedenen Bewegungen – die Apotheose eines islamischen fundamentalistischen Erwachens, das innerhalb eines säkularen autokratischen Jahrzehnts nach Atatürks Tod 1938 zu Tage trat – kann insbesondere durch die Fundstücke aus einem längeren Bericht der U.S. Kommission über Religiöse Freiheit (USCIRF), der im März 2012 veröffentlicht wurde, abgeschätzt werden.

Der Bericht empfahl der US Regierung die Türkei als einen der 16 abscheulichsten Verletzer religiöser Freiheit zu bezeichnen, den Status der Türkei auf einer vorgeschalteten „Überwachungs“ Liste in die Kategorie der schlimmsten Verletzungen herunterzustufen, in der Länder zusammengefasst sind die Grund zu „besonderer Besorgnis“ geben. Spezifische Vergehen umfassen folgendes:

• Einmischung in „die Angelegenheiten „religiöser Minderheitengesellschaften“; gesellschaftliche Diskriminierung und gelegentliche Gewalt gegen religiöse Minderheiten;

• Einschränkung auf religiöse Kleidung; und Antisemitismus in der türkischen Gesellschaft und den Medien.“

• Verweigerung „des Rechts nicht-muslimischer Gemeinschaften Priester auszubilden, eine religiöse Erziehung anzubieten und Orte der Anbetung zu besitzen und zu unterhalten“.

• Die andauernde, jahrelange Politik, die „die Überlebensfähigkeit und Existenzfähigkeit religiöser Minderheitengesellschaften in der Türkei bedroht.“

• Einschränkung der religiösen Freiheit der „griechischen, armenischen und syrischen orthodoxen Kirchen, der römisch katholischen und protestantischen Kirchen und der jüdischen Gemeinschaft“.

Im Hinblick auf das von der Türkei besetzte Nordzypern, „die Einführung zahlloser willkürlicher Regeln mit Unterstützung durch die Türkei, durch örtliche türkisch-zypriotische Behörden..... [die] die religiösen Aktivitäten aller nicht-Muslime, die in Nordzypern leben, einschränken, diesen religiösen Gemeinschaften ihr Recht verweigern frei zu beten und ihre religiösen Besitztümer zu restaurieren, zu unterhalten und zu nutzen und das langfristige Überleben nicht-muslimischer religiöser Gemeinschaften in diesem Gebiet bedrohen.“

Der USCIRF Bericht schlug weiterhin vor dass die US Regierung die Türkei dazu veranlassen sollte „Artikel 301 des türkischen Strafrechts abzuschaffen, der die Gedankenfreiheit, sowie die Meinungsfreiheit einschränke und die Religions- und Glaubensfreiheit negativ beeinflusse“. (In dem USCIRF Bericht wurde die Tatsache nicht erwähnt, dass sich die Verweigerung der Gedanken- und Meinungsfreiheit in Überstimmung mit der Grundströmung der islamischen Scharia befindet – wie dies beispielsweise in der Kairoer Erklärung steht, die die Türkei unterschrieben hat.)

Zusätzlich erkennt der Bericht an, dass „sogar der Beginn einer Diskussion über den Genozid an Christen [Anmerkung: ein Djihad Genozid] der vor hundert Jahren stattgefunden hat, ein kriminelles Delikt in der Türkei ist.“ Und die USCRI vermerkte in einer düsteren Schlussfolgerung,

Jedes Jahr das ohne substantielle religiöse Reformen vorbeizieht, bringt diese Minderheiten in noch größere Gefahr und hilft ihr Schicksal zu besiegeln. Im arabischen Frühling präsentierte sich die Türkei als islamistisches Modell. Aber es ist kein Modell für religiöse Freiheit. Wir haben zehn Jahre lang gewartet, ob die AKP einen wirklichen Unterschied für das christliche Schicksal darstellt. Wir können nicht länger sitzen und nur - beobachten.
Geert Wilders Beobachtungen hinsichtlich Güls und Erdogans gegenwärtiger Türkei werden von den Fundstücken der ESCIRF bestätigt und zusätzliche Daten zeigen auf, dass die islamische um das vierzehnfache angestiegen ist 'Ehren'mordrate seit dem Aufstieg der AKP im Jahr 2002. Darüber hinaus, wie Wilders ebenfalls basierend auf den Berichten des holländischen Ermittlers Emerson Vermaat bemerkt, als der verstorbene Erbakan als Hauptredner am europäischen „Bruderschafts und Solidaritätstag“ im Juni 2002 in Arnheim in den Niederlanden war, verkündete er triumphierend – sogar unheilverkündend – seinem aus 23.000 Menschen bestehenden hauptsächlich türkischen Publikum:
Ganz Europa wird islamisch werden. Wie die Armee des Sultans werden wir Rom erobern.
Später wies Premierminister Erdogan bei zwei Gelegenheiten innerhalb der vergangenen vier Jahre (in den Jahren
2008 und 2011 ) während er zu einer ziemlich großen türkischen Auswanderergemeinschaft in Deutschland sprach – allerdings etwas weniger offensichtlich chauvinistisch als sein Mentor Erbakan – das Ansinnen zurück, dass muslimische Türken sich innerhalb der deutschen nicht-islamischen Gesellschaft assimilieren sollen .

Ungeachtet von Wilders` unwiderlegbarer, akkurater, wenn auch direkter, Beurteilung der Konsequenzen der aktuellen türkisch-islamischen „Widergeburt“, wurden die Türkei und Präsident Gül gelobt, während Wilders von uninformierten, feigen holländischen Politikern und ihren geistlosen Unterstützern in den niederländischen Medien, an den Pranger gestellt wurde. Herr Gül wurde in den Niederlanden von Königin Beatrix am Dienstag, 17.4, 2012 wärmstens empfangen, die Königin pries die Türkei sogar als „eine Inspiration und ein Beispiel“. Im Gegensatz dazu, beklagte der holländische Außenminister Uri Rosenthal, dass die Haltung Wilders` und seiner Freiheitspartei „nicht sehr nett und willkommen heißend einem befreundeten Staatschef gegenüber“ sei. Rosenthals Gewimmer, wurde im Gegenzug als irgendwie „ adäquate Wiedergutmachung“ für Wilders` nachvollziehbaren Gegenangriff auf Gül, kritisiert – der holländische sozialdemokratische Abgeordnete Frans Timmermans, kommentierte, dass „das Kabinett von Wilders als Geisel genommen wird.“ Und die holländische Presse -- Güls hetzerische Verleumdungen gegen Wilders weglassend – beschwor das „Gespenst Geert Wilders“, während sie sich fragte, wie viele Beleidigungen durch die PVV (Freiheitspartei) einzustecken, von Gül erwartet werden könne.“

Was ist die Erklärung für diese, von den holländischen Politikern und Medien Eliten zur Schau gestellten kognitive Dissonanz - ihre simultane kriecherische Ehrerbietung gegenüber Güls islamischem Herrenmenschentum und die giftige Denunziation des eigenen Landsmannes und politischen Führers Geert Wilders? Diese feigen, selbstgeißlerischen Reaktionen sind krankheitstypisch für den westlichen, vorsätzlichen, soziopolitischen Transformationsprozess der vergangenen vier Dekaden, den Bat Ye`or in schmerzhafter Detailliertheit beschrieb: die Metamorphose Europas in „Eurabia“, einen kulturellen und politischen Appendix der moslemischen Welt. Eurabias Anfang und kontinuierliche, allumfassende Entwicklung erklärt die Myriaden persönlicher Mühsal, die Wilders in „Marked for Death“ beschreibt. Von Europe zu Eurabia

Es gibt eine nahezu universale Unwissenheit über die Ursprünge des Begriffs „Eurabia“, entgegen seiner weiten Verbreitung und sorgfältigen Dokumentation der Genesis des Begriffes durch die Historikerin Bat Ye`or. Der damit eng verbundene Euro-Arabische Dialog (EAD) wurde aus der Niederlage der Arabischen Liga, 1973 in deren Jom Kippur Krieg gegen Israel, geboren und dem anschließenden Öl Embargo. Der EAD hat eine Flut von Akronymen von der Europäischen Gemeinschaft und später von der Europäischen Union finanzierte Organisationen erschaffen, die mit der Aufgabe der Planung gemeinsamer politischer, kultureller, sozialer, industrieller, kommerzieller und wissenschaftlich technischer Projekte betraut sind. Er brachte auch schnell eine europäische parlamentarische Assoziation für die europäisch-arabische Kooperation hervor, deren Mitglieder ein breites Spektrum politischer Gruppen der europäischen Gemeinschaft repräsentieren. Halbjährige Europäisch-Arabische parlamentarische Treffen werden abwechselnd von europäischen und arabischen Nationen einberufen. Etwa 100 europäische und arabische Mitglieder ihrer jeweiligen Parlamente nahmen, neben Beobachtern der Europäischen Gemeinschaft/ Kommission der Europäischen Union, der Arabischen Liga und weiterer internationaler Organisationen teil. Während eines der ersten Treffen in Damaskus, vom 14. – 17. September 1974, machten die arabischen Delegierten ihre Vorbedingungen für wirtschaftliche Abkommen mit Westeuropa geltend. Speziell forderten sie: 1. Israels bedingungslosen Rückzug hinter die Waffenstillstandslinien von 1949 2. Arabische Souveränität über die Altstadt Jerusalems 3. Die Teilnahme der palästinensischen Befreiungsbewegung (PLO, geführt von Yasser Arafat) bei allen Verhandlungen. 4. Druck der Europäischen Gemeinschaft auf die USA um diese von Israel loszulösen und deren Politik der der arabischen Staaten anzunähern.

Eurabia war der Titel eines Journals, das in der Mitte der 70er Jahre von dem europäischen Komitee zur Koordinierung der Freundschaftsverbände mit der arabischen Welt, herausgegeben wurde. Eurabias Herausgeber war Lucien Bitterlein, Präsident der Vereinigung der Franko-arabischen Solidarität; das Journal wurde gemeinschaftlich von euro-arabischen Organisationen in London, Paris und Genf, herausgegeben. Einfach gesagt, Eurabia diente als euro-arabisches Sprachrohr. Lassen Sie mich nur eine der alarmierenden Röhren-Funktionen des europäisch-arabischen Dialoges illustrieren. Während eines Treffens der Organisation der Islamischen Konferenz, 1974 in Lahore, Pakistan, hob der Generalsekretär der OIC, Mohammed al-Tohami zwei der wichtigsten Ziele hervor: (1) Vordringliche Einberufung einer Versammlung von Spezialisten für die Verkündung des Islam auf Weltebene und die Einrichtung eines Fonds für den Jihad… der Fond ist offen ohne Einschränkungen… in allen Feldern des Jihad.(2) Pflege der Angelegenheiten kultureller Zentren in Europa und die Gründung [zusätzlicher] Kulturzentren auf dem Kontinent.

Einen heimtückischen Aspekt des Jihad, auf den al-Tohami anspielte, i.e. den kulturellen Jihad, reflektierend, führte der Euro-Arabische Dialog die Bildungs-und Kulturprogramme der europäisch-islamischen Zentren in europäischen Schulen ein.

Bereits im Jahr 1978 war der große Historiker des mittelalterlichen Islam, Charles Emmanuel Dufourcq besorgt über die Konsequenzen derartiger historisch und kulturell revisionistischer Trends. Er überlegte traurig ob

…in den schwindenden Jahren unseres 20.Jahrhunderts…mag die Gefahr einer Wiederkehr des Aufruhrs in der unmittelbaren Zukunft bestehen, unter anderen Modalitäten, der vor mehr als tausend Jahren durch das islamische Eindringen in unseren Kontinent provoziert wurde.
Im Jahr 1982, elf Jahre nach Dufourcqs Tod, wiederholte Bat YeŽor dessen intuitive Sorge über eine Reislamisierung Europas (in einem französischen Interview von 1982, das in englischer Übersetzung 1994 veröffentlicht wurde) und warnte noch deutlicher,
Ich sehe nirgendwo ernsthaften Anzeichen einer Europäisierung des Islam, eine Bewegung, die sich in einer Relativierung der Religion ausdrücken würde, einer selbstkritischen Sicht auf die Geschichte des islamischen Imperialismus…Wir sind Lichtjahre von so einer Entwicklung entfernt…Im Gegenteil, ich denke, dass wir an der Islamisierung Europas teilnehmen, gespiegelt in beidem, den täglichen Vorkommnissen und in unserer Art zu denken…All der rassistische Fanatismus, der die arabischen Länder und den Iran durchdringt, hat sich in den letzten Jahren in Europa manifestiert…

Die Studie von 1977 des deutschen Islamwissenschaftlers Karl Biswanger, Untersuchungen zum Status der Nichtmuslime im Osmanischen Reich des 16. Jahrhunderts : mit einer Neudefinition des Begriffes "Dimma", war eine bahnbrechende Untersuchung der Dhimmitude unter der osmanischen Herrschaft. Anschließend analysierte er den islamischen Fundamentalismus im Iran, Syrien und innerhalb Deutschlands selbst.

Binswangers reiche Analyse examiniert die diskriminierenden und erniedrigenden Bedingungen, zu denen die nicht-moslemischen „Dhimmis“ – hauptsächlich Christen – im 16.Jahrhundert, unter der osmanisch-türkischen Scharia unterjocht wurden. Seine Studie beleuchtet die Schlüsselfunktion, die die Kreation moslemischer „Satelliten“ Kolonien während der Islamisierung dieser besiegten christlichen Gesellschaften hatte:

Die geografische Integrität wird durch das Implantieren islamischer Kerne /Nuklei zerschmettert; der konfessionelle Bezugspunkt der Dhimmis wird entfernt und weitere Beschneidungen erfolgen, im Einklang mit islamischen Standards. Die Autonomie der Dhimmis wird auf eine substanzlosen Sache reduziert...Sie werden in dem Moment vertrieben, in dem ein islamischer Nukleus in dem Gebiet auftaucht. Der Besitz der Kirchen ist den Dhimmis garantiert. Sie werden geschlossen oder dem Erdboden gleichgemacht, sobald eine Moschee in der Nachbarschaft errichtet wird…Vorschriften im sozialen Umfeld… demoralisieren das Individuum: [sie]werden bewusst zu deren Erniedrigung eingeführt. Das soziale Umfeld der Dhimmis ist durch Furcht, Unsicherheit und Erniedrigung charakterisiert.
Im Jahr 1990 veröffentlichte Binswanger drei bemerkenswert vorausschauende Essays zur (hauptsächlich türkischen) moslemischen Migrantengemeinschaft Deutschlands. Binswanger beginnt sein Essay, „Islamischer Fundamentalismus in der Bundesrepublik Deutschland: Entwicklung, Perspektiven,“ mit diesem verstörenden Beispiel:
„Wir lehnen Reformen und Modernisierung ab. Wir werden weiter kämpfen, bis die göttliche Ordnung etabliert ist.“ Diese Zitat stammt nicht von Cemalettin Kaplan, dem ŽKhomeini von Köln`, sondern vielmehr von Kadir Baran, dem westdeutschen nationalen Vizevorsitzenden der „Idealistenvereine“, in anderen Worten, von einem ŽGrauen Wolf`. Bis zum Herbst 1987 war die Ideologie dieser Föderation rein nationalistisch, chauvinistisch türkisch, wie dies symptomatisch für eine Entwicklung ist, die man, auch unter Türken der Bundesrepublik Deutschland beobachten kann, seit Khomeinis Sieg über den Schah: Islamischer Fundamentalismus ist auf dem Vormarsch…
Binswanger zeigt dann, wie die durchdringende Bejahung der islamischen Identität innerhalb Deutschlands türkischer Migrantenpopulation… „eine zunehmend intensive Dämonisierung der kulturellen, rechtlichen und sozialen Ordnung der Gastgebergesellschaft: das Image der Deutschen als Feinde“ erzeugt. Zentral in diesem verstörenden Prozesses war das Einimpfen rechtsgültiger islamischer (i.e. koranischer) Motive, die die Feindschaft gegenüber nicht-Moslems propagieren. Als wohl umfassendster (und auf jeden Fall unmissverständlichster) Gelehrter darüber wie die osmanischen Türken zunehmend die Scharia über nicht-Moslems verhängten, wurde Binswanger durch die offensichtlichen modernen Parallelen zu diesem Phänomen, das er im Verhalten ihrer kontemporären türkischen Nachfahren in Deutschland beobachtete, alarmiert.

Jean- Claude Barreaus plötzliche Entlassung im November 1991, nach der Veröffentlichung seines Buches, „Über den Islam im Allgemeinen und die moderne Welt im Besonderen“, war ein Vorgeschmack darauf, wie die um sich greifende islamophile eurabische Mentalität eine kritische Debatte des Islam ächtet. Barreau, ein früherer katholischer Priester, wurde seiner Pflichten als Direktor des Büros für internationale Migration enthoben, einer Agentur, die die Ein- und Ausreise von in Frankreich lebenden Ausländern überwachte und Gesetze zur Einschränkung der Beschäftigung illegaler Ausländer erließ. Barreaus Rauswurf wurde vom Rektor der größten Moschee Marseilles, Hanj Alili, gelobt der schwärmte,

Ich kann mich über diese Maßnahme nur freuen, denn sie zeigt, egal wer du bist, du kannst in Bezug auf ein Buch, das so universal und heilig ist wie der Koran, nicht sagen was du willst.
Bei einer Pressekonferenz verteidigte Barreau sein Buch und nannte seinen Rauswurf „einen Fehler“. Er benannte den „Druck aus arabischen und moslemischen Botschaften als den entscheidenden Faktor“. Barreau schlussfolgerte, dass das Vorgehen gegen ihn zeige, dass es Intellektuellen verboten sei, den Islam zu kritisieren.
Es ist einem hohen Beamten gestattet, die Göttlichkeit Jesu Christi zu bezweifeln, aber es ist untersagt, Fragen über den Propheten Mohammed zu stellen.
Eurabia versus Wilders Agonisten

„Kaum halb schein ich zu leben, tot mehr als halb.“ Samson Agonisten, Vers 79 Simson der Kämpfer, John Milton

Vom 26. bis 28. April 2006 feierte das Pariser Institut der arabischen Welt drei Jahrzehnte des euro-arabischen Dialoges. Das Ereignis wurde als euro-arabisches Dialogforum angepriesen, mit dem Thema (wie von Arab News berichtet) überschrieben, „Perspektiven und Inhalte einer euro-arabischen strategischen Partnerschaft.“ Der Außenminister des früheren Präsidenten Chirac, Philippe Douste Blazi, hielt am 26.April die Abschlussrede der Eröffnungsrunde. Die Zielrichtung des Forums, so die Website des Forums (zitiert im Vorwort der 7.Auflage von Bat Ye`ors Eurabia), lautet:

Zur Wiederbelebung des euro-arabischen Dialogs, im Einklang mit neuen strategischen Perspektiven zur Konstituierung des zukünftigen bilateralen Pfeilers der internationalen Ballance und zur Teilnahme bei der Schaffung einer neuen Weltordnung.
Zwei Jahrzehnte nach der Barreau Affaire 1991, ist der niederländische Parlamentarier Geert Wilders, als ein kühner, höchst sachkundiger populistischer Herausforderer des fest verschanzten eurabischen Establishments und dessen unheilvoller, paradigmatischer Schreckensvision, aufgetaucht. Nicht überraschend, wie in Marked for Death aufgezeichnet, wurde auf Wilders mit durchdachter, offener Kritik des gesamten eurabischen „Projekts“, mit unablässigen Schmähattacken auf ihn, durch die etablierten Medien und politischen Gegner, mit abwegigen juristischen Versuche gegen sein Recht auf freie Rede, und unzähligen Todesdrohungen, die konstante, intensive, nahezu selbst inhaftierende persönliche Vorsichtsmaßnahmen erfordern, reagiert.

Geert Wilders wurde am 6.September 1963, in Venlo, einer Stadt in der südlichsten niederländischen Provinz Limburg, geboren. Als Jugendlicher, sah Wilders sich selbst als „einen der 15% der als nicht religiös eingestuften Limburger“ an (nach den Zensusdaten von 2003 zitierend, die anzeigen, dass 78% der Einwohner Limburgs katholisch, 2% protestantisch, 5% nicht christlich-religiös und 15% nicht religiös waren). Wilders bekennt, dass sein jugendlicher „radikaler Atheismus“ zu einem bescheideneren Agnostizismus reifte, durchtränkt von Friedrich Hayeks Gottesverständnis als der „Personifikation dieser Tradition von Moral oder Werten, die die Gemeinschaft am Leben halten.“ Wenn auch nicht in einer politischen Familie aufgewachsen, unterstützte Wilders` Vater den niederländischen anti-Nazi Widerstand während des zweiten Weltkrieges und war sehr pro amerikanisch - Haltungen, die den niederländischen Parlamentarier stark beeinflussten. Wilders` eigene antitotalitäre Weltanschauung, beleuchtet die verblüffende Ähnlichkeit von nicht-religiösen, ideokratischen und religiösen theokratischen Totalitarismen – Inbegriff des letzteren – der Islam.

Ideokratische Staaten wie Nazi Deutschland werden von Regierungen geführt, deren Legitimität in der Behauptung gründet, Wächter von Moral und Wahrheit zu sein. Jeder, der solch einen Staat ablehnt, wird als Feind der Wahrheit, ein Träger der Unmoral und Lüge betrachtet, der es verdient, zum Schweigen gebracht zu werden. Das erklärt, warum solche Staaten - sei es das revolutionäre Frankreich, die Sowjet Union oder Nazi Deutschland – ihre wahrgenommenen Feinde mit der Guillotine, Gulags oder Gaskammern auslöschten. Es gibt keinen fundamentalen Unterschied zwischen ideokratischen Staaten und theokratischen Staaten, denn der totalitäre Impuls löscht die Unterschiede zwischen Staat und Religion aus. Ein Staat kann die Religion benutzen um drakonische soziale Kontrolle auszuüben, wie im Iran oder Saudi Arabien heute, oder er kann ohne religiösen Rahmen totalitär sein, wie die Sowjet Union oder Nazi Deutschland.
Wilders unterscheidet darüber hinaus zwischen diesen säkularen, oder islamischen totalitaristischen Gesellschaften und den nicht theokratischen USA, „in religiösen Prinzipien wurzelnd“ im Glauben ihrer Herleitung vom Gott der individuellen Freiheit – einer Konzeption der Gottheit, antithetisch zum rücksichtslos, willkürlichen Allah des Islam.
… Die Vereinigten Staaten [sind] ein stark religiöses Land, dass sich stolz „eine Nation unter Gott“ nennt, wie der Treueschwur lautet. Dieser Gott ist der jüdisch-christliche Gott. „Unser Erlöser …lehrte uns, den Baum an seinen Früchten zu erkennen,“ schrieb Thomas Jefferson, Amerikas dritter Präsident, an Martin Van Buren, Amerikas achten Präsidenten. Das ist genau, was wir im Blick auf den Islam, der heute die größte politische Bedrohung gegenüber dem Westen darstellt, tun sollten. Viele Menschen unterschätzen die Bedrohung. Manche sehen sie überhaupt nicht, glauben, der Islam sei nur eine Religion wie jede andere. Die Bedrohung aber ist politisch, denn der Islam versucht Kontrolle über jeden Aspekt des Lebens auszuüben. Islam beansprucht alles: Gottes Teil aber auch den Caesars.
Letztlich ist Wilders, wenn auch gegenüber dem Westen nicht unkritisch, in seiner Überzeugung unerschrocken, dass die Werte westlicher Gesellschaften überlegen sind und standfeste Verteidigung verdienen.
Verteidiger der westlichen Zivilisation, ob religiös oder nicht, sollten gemeinsam unsere Lebensart schützen. Der Kritizismus unserer traditionellen Kultur, der westliche Gesellschaften heute durchzieht, ist disproportional und selbstzerstörerisch. Ohne Zweifel ist die judeo-christliche Zivilisation nicht perfekt, aber es ist falsch, ihre Fehler in einem historischen Vakuum anzuprangern. Wenn man den Westen mit irgendeiner anderen Kultur, die heute existiert, vergleicht, wird klar, dass wir die pluralistischste, humanste, demokratischste, wohltätigste Kultur der Erde sind.
Als logische Folge seiner Weltanschauung, bestärkt durch zahlreiche Besuche in Israel, ist Wilders ein erklärter, offener, energischer Unterstützer des jüdischen Staates. Wilders hat ohne Ausflüchte argumentiert, dass Israel das einzige Land des Nahen Ostens ist, dass die jüdisch-christliche Identität, und die Werte des Westens
teilt. Desweiteren versteht Wilders, und formuliert eloquent, die Lehre und die historischen Realitäten – die,wurzelnd in der überzeitlichen Institution des Jihad Krieges gegen nicht-Moslems – für das Dilemma Israels verantwortlich sind.
Israel ist einfach dem islamischen Vormarsch im Weg. So wie West Berlin während des Kalten Krieges. Israel empfängt nur die Schläge, die uns allen zugedacht sind. Gäbe es kein Israel, würde der islamische Imperialismus andere Orte gefunden haben, seine Energie und seine Leidenschaft zu erobern, freizusetzen. Daher ist der Krieg gegen Israel kein Krieg gegen Israel. Es ist ein Krieg gegen den Westen. Es ist der Jihad.

… Aber trägt Israel Schuld an der Not der palästinensischen Flüchtlinge? Meine Antwort ist „Nein“. Die arabischen Führer sind schuldig – und der Islam ist schuldig. Wir müssen die Wahrheit aussprechen. Die Wahrheit, dass Jordanien Palästina ist, die Wahrheit, dass Samaria und Judäa Teile von Israel sind, die Wahrheit, dass Jerusalem nicht fallen darf, die Wahrheit, dass Israel die einzige Demokratie in einer dunklen, tyrannischen Region ist, die Wahrheit, dass Israel ein Stützpfeiler des Westens ist.Diese unverzeihlichen Sünden gegen die eurabische Ordnung. - seine entschiedene Verteidigung des westlichen Exzeptionalismus, und ungeteilte lautstarke Unterstützung für Israel – haben nicht endende rhetorische, rechtliche Angriffe und sogar die Androhung tödlicher Gewalt gegen Wilders nach sich gezogen, von Moslems und nicht-moslemischen Avataren Eurabiens.

Lange bevor die Kontroverse um Wilders` kurzen Dokumentarfilm „Fitna" ausbrach und sogar vor der Ermordung des niederländischen Filmemachers Theo van Gogh im November 2004, erhielt Wilders, im September 2003, eine Todesdrohung weil er gefordert hatte, dass die niederländische Regierung eine Moschee (in der Stadt Eindhoven, etwa 80 Meilen südöstlich von Amsterdam) überprüfen solle, die verdächtigt wurde, zum islamischen Jihad aufzuhetzen.

Zusätzliche Todesdrohungen tauchten im nächsten Jahr auf – ausdrückliche Aufrufe zu seiner Enthauptung – als Wilders die VVD Partei, wegen deren Unterstützung des Beitritts der Türkei zur Europäischen Union, verließ.

Theo van Gogh wurde am 2. November 2004, von dem niederländischen Moslem marokkanischer Abstammung, Muhammad Bouyeri, brutal ermordet. Dieser selbsterklärte Akt jihadistischen Terrors, wurde verübt kurz nachdem Bouyeri sein Morgengebet in der Amsterdamer El-Tawheed Moschee beendet hatte, einer islamischen Einrichtung, die zu überprüfen Wilders und die frühere niederländische Parlamentarierin Ayaan Hirsi Ali, die Behörden gebeten hatten. Am selben Abend wurden Wilders und Ayaan Hirsi Ali, zusammen mit Wilders` Ehefrau, in regierungsamtliche Schutzhaft in einer niederländischen Militärkaserne, in der Nähe der belgischen Grenze, genommen. Die Charakterisierung dieser Ereignisse durch die Medien und die Reaktion der niederländischen Mainstream Politiker, spiegelte die herrschende eurabische Denkweise oder passender, das wieder, was der Historiker Robert Conquest, im Bezug auf die destruktiven Apologeten des Totalitarismus und Terrors des Sowjet Kommunismus „mindslaughter“, psychische Vernichtung, nannte :

Inzwischen berichteten die internationalen Medien, dass Ayaan und ich, zwei „anti-moslemische Politiker“, uns „nach Morddrohungen versteckt“ hätten. Sie portraitierten uns als davongelaufene Feiglinge, die sich vor der Verantwortung unseres vermeintlichen Hasses auf Moslems drückten. In der Realität, befanden wir uns, für die bloße Tatsache, dass wir uns gegen die Feinde des Westens ausgesprochen hatten, in unserem Land praktisch inhaftiert.

…Am 10.November 2004, kaum eine Woche nach der Ermordung Theo van Goghs, schrieben Justizminister Piet Hein Donner, ein Christdemokrat und Innenminister Johan Remkes,VVD, einen Brief an den Sprecher der Tweede Kamer [niederländisches Parlament], mit dem Vorschlag, die Niederlande sollten, durch unter Strafe stellen von „Beleidigung und Blasphemie, einer islamischen Radikalisierung vorbeugen und begegnen“.Sein eigenes Los seit der Ermordung Van Goghs beschreibend, spielt Wilders auf das Schicksal des dänischen Mohammed Turbanbomben- Karikaturisten, Kurt Westergaard an:

Anders als Kurt Westergaard, wurde ich nie von einem Axt schwingenden islamischen Fanatiker durch mein Haus gejagt. Dennoch lebe ich mit dieser Art der Bedrohung jeden Tag, daher habe ich, wie Westergaard, einen Schutzraum in meinem Haus, in dem ich Zuflucht finden soll, wenn einer der Angehörigen der „Religion des Friedens“ es schafft, die permanenten Sicherheitsmaßnahmen zu durchdringen und in mein Haus hinein kommt. Tatsächlich ist es überhaupt nicht wirklich mein Haus – ich lebe in einer Schutzeinrichtung der Regierung, schwer bewacht und kugelsicher. Seit dem November 2004, als ein Moslem den niederländischen Filmemacher Theo Van Gogh für das Verbrechen ermordete, den Islam beleidigt zu haben, bin ich von Polizisten umgeben und fast jeder Privatsphäre entledigt. Ich werde jeden Tag von meiner Schutzunterkunft aus in gepanzerten Polizeifahrzeugen, mit Blaulicht und Sirene zu meinem Büro im niederländischen Parlamentsgebäude gefahren. Ich trage eine schusssichere Weste, wenn ich in der Öffentlichkeit spreche. Immer von Beamten in Zivil umgeben, seit mehr als sieben Jahren, bin ich nicht mehr allein durch die Straßen gegangen.

…Weshalb brauche ich diesen Schutz? Ich bin kein Präsident oder König; ich bin nur ein Mitglied des holländischen Parlaments, einer von 150 gewählten Parlamentariern der Tweede Kamer, des Abgeordnetenhauses der Niederlande, eines kleinen Landes in West Europa, mit 16.5 Millionen Einwohnern. Dennoch habe ich mich Westergaard und einer rasch wachsenden Gruppe von Menschen in der Welt angeschlossen, die für das Kritisieren des Islam dem Tod geweiht sind. Für das Geltend machen unseres Rechts, zu sagen was wir wirklich über diese politische Ideologie denken, die sich als Religion verkleidet, werden wir von Moslems gejagt, die versuchen ein Exempel an uns zu statuieren. Beleidige uns, sagen sie der Welt und du wirst in einem Versteck enden wie Wilders, angegriffen wie Westergaard oder tot wie Van Gogh. Dr. Tina Magaard – eine an der Sorbonne ausgebildete linguistische Spezialistin der Textanalyse – veröffentlichte im Jahr 2005 detaillierte Untersuchungsergebnisse (zusammengefasst 2007, hier) die die Grundtexte von zehn bedeutenden Religionen verglichen. Sie schrieb, beispielsweise in Bezug auf den Koran:

Im Koran gibt es 36 Referenzen zu Begriffen, die von der Wurzel qa-ta-la abgeleitet sind, als kämpfen, töten oder getötet werden bezeichnet. Die Begriffe die von der Wurzel ja-ha-ha abgeleitet sind, von dem das Wort Jihad abgeleitet ist, sind vieldeutiger, denn sie bedeuten eher „kämpfen“ oder „sich einer Mühe unterziehen“ , als töten. Doch fast alle der Referenzen, die von dieser Wurzel abgeleitet sind, sind in Geschichten zu finden, die keinen Raum für Zweifel über die gewalttätige Natur diese Kampfes lassen. Nur eine einzige ja-ha-da Referenz (29:6) präsentiert den Kampf als ein inneres, spirituelles Phänomen, nicht als nach außen gerichtetes (üblicherweise militärisches) Phänomen. Aber diese einzige Referenz hat nicht viel Gewicht gegenüber den mehr als 50 Referenzen im Koran zum tatsächlich bewaffneten Kampf (und noch sogar mehr in den Hadithen.)“
Magaard schloss aus ihren durch harte Daten ermittelten Analysen:
Die Texte des Islam unterscheiden sich von den Texten anderer Religionen durch die Ermutigung zur Gewalt und Aggression gegen Menschen anderen religiösen Glaubens in einem größeren Maß. Es finden sich darin auch ausdrückliche Aufrufe zum Terror. Dies war in der Islamforschung lange ein Tabu, aber es ist ein Faktum, mit dem wir umgehen müssen.

Apropos zu Dr. Magaards Befund und trauriger Warnung, Geert Wilders` kurzer Dokumentarfilm Fitna zeigt nur, wie solche koranischen Verse – basierend auf ihrer orthodoxen, islamischen Mainstream Exegese oder Interpretationen – von islamischen Klerikern und politischen Führern benutzt werden, um die moslemische Bevölkerung zur Gewalt aufzuhetzen. Es war mehr als orwellartig, Wilders – der der islamischen Gesellschaften nur den Spiegel vorhielt – dafür anzuklagen, in irgendeiner Weise verantwortlich für die koranische Hetze und moslemische Gewalt zu sein, die seine Dokumentation ehrlich aufzeichnete und die er angemessen verurteilt. Nichtsdestotrotz, wie der niederländische Staatsanwalt Otto Van Bijl CNN im Januar 2009 erklärte, verfertigten Ankläger, nachdem ein Häuflein von neun Personen Klagen beim Apellationsgericht einreichten, eine Klageschrift, die Wilders auf Grund der Inhalte von Fitna und Wilders` Erörterungen zu dem Film der „Aufhetzung zur Gewalt“ beschuldigte. Wilders` damit verbundener Vergleich von Koran und Mein Kampf wurde als inakzeptabel bezeichnet, trotz der Tatsache, dass Winston Churchill, in historisch völlig angemessener Weise, früher den Koran mit Mein Kampf gleichsetzte. Ausdrücklich erklärte Churchill (S. 50 in „ From War to War“, dem ersten Teil der ersten Bandes seiner sechs Bände umfassenden Second World War Reihe) Hitlers Mein Kampf sei „… der neue Koran des Glaubens und des Krieges: hochtrabend, weitschweifig, formlos aber bedeutungsgeladen mit seiner Botschaft.“

Während eines Abendessens im Mai 2010, versuchte Tom Schalken, einer der Richter, der die Anweisung Wilders anzuklagen an das Büro der Staatsanwaltschat gegebn hatte (OM) den Islamwissenschaftler Professor Hans Jansen, einen Gutachter für Wilders` Verteidigung, zu überzeugen, dass der niederländische Parlamentarier schuldig sei. Jansen beharrte:

…wieder und wieder lenkte [Schalken] die Konversation in Richtung des Wilders Prozesses… um mich zu von der Richtigkeit seiner [Schalkens] Entscheidung Wilders vor Gericht zu zerren, zu überzeugen.
Dementsprechend entschied eine Sonderkammer des Amsterdamer Bezirksgerichts, dass das laufende Verfahren gegen Wildes, unter anderer Zusammensetzung der Jury, noch einmal von vorn beginnen müsse. Aber selbst nach diesen Vorfällen machte ein weiterer „objektiver“ Jurist – der Präsident des Obersten Gerichtshofes der Niederlande höchst selbst - seine eigene hässliche Voreingenommenheit deutlich und verkündete, dass Wilders Verteidigung der Redefreiheit, und erst recht einer fairen Gerichtsbarkeit, irgendwie das niederländische „Rechtswesen“ untergrabe.

Trotz aller kafkaesken Drehungen und Wendungen des Verfahrens, wurde Wilders letztlich freigesprochen, wie er in einem Artikel des Wall Street Journal vom 24.Juni, 2011 darlegt, „nach einer juristischen Marter von nahezu zwei Jahren.“ Wilders persönlichen Heroismus angemessen hervorhebend, charakterisierte Bat YeŽor dessen Freispruch als „Kopernikanische Wende“, erreicht durch einen „einzelnen, unbewaffneten, andauernd mit dem Tod bedrohten Mann, dessen einzige Verteidigung seine mutige und unbeugsame Verpflichtung war, die Wahrheit zu sagen.“ Wilders gab später diese zurückhaltende, nüchterne Bewertung ab:

Das Gericht sprach mich frei, weil ich den Islam, nicht Moslems, kritisiert habe und weil ich als ein gewählter Politiker an einer öffentlichen Debatte teilnahm, ich hatte ein Anrecht auf mehr Meinungsfreiheit, als der Normalbürger.
Wilders Agonisten versus Scharia Vor zwanzig Jahren verurteilte Jean-Claude Barreau, anlässlich seines Rauswurfs aus dem französischen Ministerium für Soziale Angelegenheiten, die unkritische Behandlung des Islam in Europa durch beide, Moslems und europäische Intellektuelle. Dieses rigide durchgesetzte Tabu erschütternd, enthüllte er die offensichtliche Heuchelei der herrschenden europäischen Mentalität, in dem er schrieb,
Heutzutage wird kein einziger Christ Ihnen sagen, dass die Inquisition zulässig war. Aber nicht ein einziger Moslem wird es wagen öffentlich zu sagen, die Scharia sei unzulässig.
Barreu
mahnte islamische Gelehrte und die moslemische Intelligenzia, die totalitäre Scharia zurückzuweisen, speziell die drakonischen „Hadd Strafen“: tödliche Strafen für Apostasie und Unzucht – letztere unverhältnismäßige oft gegen Frauen verhängt, und verstümmelnde Amputationen von Gliedmaßen für Diebstahl. Die Analyse G.H.Bousquets (gest.1978) ein herausragendes Werk des 20.Jahrhundert für islamisches Recht, erklärt, weshalb Barreaus dringliche Mahnung – auch wenn sie schon lange zuvor hätte beachtet werden müssen – weiterhin vom institutionellen Maintream Islam ignoriert wird.

Bousquet beleuchtet in seinem bahnbrechenden Werk „L`Etique sexuelle de l`Islam“ (Die Sexualethik des Islam) die „doppelt totalitäre“ Natur des Islam – seinen ewigen Anspruch einer universalen Herrschaftsordnung durch Jihad Kriege aufzuzwingen – und die permanent verkümmerte „Evolution“ dieser „Ordnung“, i.e. des islamischen Rechts, der Scharia. Die islamische Scharia, so argumentierte Bousquet, ist analog zu einer unterschiedslosen Kloake, (in der zoologischen Anatomie die hintere Körperöffnung, bestimmter Tierarten, die als gemeinsame Öffnung für beides, den Darm und den Blasentrakt dient), was das haarspalterische Durcheinander erklärt. Bousquet sah die Entstehung der Scharia als rückschrittliche Entwicklung an – verglichen mit der Entwicklung einer klaren Unterscheidung zwischen „rituellem Recht, moralischer Doktrin, guter Sitten in Gesellschaften usw.“, innerhalb der westeuropäischen Christenheit – die vollständig inkompatibel mit modernen westlichen Konzepten von universellen, individuellen Menschenrechten war.

Marked for Death zeigt, dass Wilders Bousquets Analyse des doppelt totalitären Wesens des Islam vollständig erfasst. Darüber hinaus ist Wilders von den großen westlichen Staatsmännern der letzten zwei Jahrhunderte inspiriert, die ebenso wie er umfassende Kenntnisse über den Islam und die Gefahr des Jihadismus, besaßen. Diese politischen Führer sind: John Adams und Thomas Jefferson, die im späten18. und frühen 19. Jahrhundert, der nordafrikanischen Jihad Piraterie begegneten; John Quincy Adams und Theodore Roosevelt, die die osmanischen, massenmörderischen, jihadistischen Massendeportationen gegen die indigenen, vorislamischen, christlichen Bevölkerungen des Balkans und Kleinasiens während des 19. und frühen 20.Jahrhunderts, erkannten und verurteilten; Alexis de Toqueville, der detaillierte Studien zu den koranischen Aufrufen zum Jihad Krieg unternahm, bevor er Mitte des 19.Jahrhunderts, als Diplomat in Algerien diente; und Winston Churchill, der als junger britischer Offizier, am Ende des 19. Jahrhunderts, die fanatischen, jihadistischen Anhänger des sudanesischen Mahdi bekämpfte.

Die zeitlosen Einsichten zum Islam, die diese klugen, klaren westlichen Staatsmänner ausdrückten auf die heutige Zeit anwendend, zählt Wilders vier notwendige Handlungen auf, um unsere westlichen Freiheiten vor dem islamischen Vordringen und der Verhängung der Scharia, zu schützen.

Der erste Schritt sollte eine energische Verteidigung der Meinungsfreiheit sein, einschließlich der Abschaffung aller bestehenden Gesetze gegen Verhetzung, die vorsätzlich geschneidert wurden, um vernünftige Kritik am Islam verstummen zu lassen, gleichzeitig ein europäisches Äquivalent zum ersten Verfassungszusatz der USA zu erlassen, um „den Menschen zu erlauben, den Islam frei zu diskutieren, so wie jede andere öffentliche Angelegenheit.“

Zweitens fordert Wilders die Zurückweisung „aller Formen des Kulturrelativismus“, und die Bejahung der Überlegenheit der westlichen Kultur – basierend auf judeo-christlichen und humanistischen Werten“ im Bezug auf den Islam, - dem der Westen „nichts schuldet“. Er fügt hinzu, dass wir aufhören müssen mit der vorherrschenden

...…politischen Indoktrination unserer Kinder und stolz damit anfangen sollten, sie die wirkliche Geschichte des Westens zu lehren, statt der multikulturellen Lügen, die entworfen wurden, um Scham über das eigene Erbe anzuerziehen. Wir müssen die kommende Generation auch auf die schweren Zeiten, die vor uns liegen vorbereiten, indem wir die wahre, blutige Geschichte des Islam erklären.
Die dritte und umfassendste Maßnahme, die Wilders beschreibt, ist die Islamisierung zu stoppen. Auf den ersten zwei Schritten aufbauend, insistiert Wilders, müssen wir Tabus brechen, die die duale Realität der islamischen Migration, oder der „Hijra“ vernebeln ; deren vorrangig entwickelte Rolle als Instrument der Islamisierung und die logische Folgerung ziehen, dass durch Raum und Zeit, „mehr Islam weniger Freiheit bedeutete“.

Ausdrücklich schlägt Wilders ein Moratorium jeglicher Migration aus islamischen Ländern und energische Bemühungen bei der Integration der moslemischen Einwanderer vor, die der Westen zu Millionen bereits willkommen hieß. Als sine qua non dieses Integrationsprozesses, fordert Wilders moslemische Migranten auf, „assimiliert euch in unsere Gesellschaften, nehmt unsere Werte an und befolgt unsere Gesetze.“ Entsprechend lehnt Wilders „… die Einführung der Scharia, oder islamischen Rechts, wo auch immer in unseren Ländern“ ab. Er fügt hinzu,

Für Immigranten , die auf der Scharia bestehen, sollten wir uns an die Feststellung des britischen Premierminsters William Gladstone über die Osmanen erinnern: ”Lasst die Türken nun ihre Misshandlungen in der einzig möglichen Weise wegtragen, nämlich indem sie sich selbst wegtragen.“
Wilders bittet die westlichen Gesellschaften und ihre Führer inständig
…hört auf zu behaupten, dass der Islam nur eine Religion sei - er ist primär eine totalitäre Ideologie, die darauf abzielt den Westen zu erobern. Eine freie Gesellschaft sollte jenen keine Freiheiten gewähren, die sie zerstören wollen.
Er argumentiert danach für die Schließung islamischer Schulen und radikaler Moscheen, den Stopp neuer Moscheebauten und das Verbot der gesichtsverhüllenden Burkas, letzteres denn „…es sind unsere Gesichter, die uns unsere Identität geben und unser fundamentales Mittel der Kommunikation mit Anderen.“

Wilders verbindet diese innenpolitischen Forderungen mit der Forderung, der Westen solle intolerante islamische Regime konfrontieren.

Sie [die islamischen Regime] sollten erkennen, dass Menschenrechte zum Schutz von Individuen existieren, nicht zum Schutz von Religionen. Mitgliedsstaaten der Organisation für islamische Kooperation, die die Kairoer Erklärung [die orwellartige Allgemeine Deklaration der Menschenrechte im Islam], die das Gesetz der Scharia über die Menschenrechte stellen,, sollten von den Vereinten Nationen ausgeschlossen werden. Bis das geschieht, sollten westliche Nationen es ablehnen, irgendwelche finanziellen Beiträge an die UN zu leisten… westliche Länder sollten alle Gelder für Entwicklungshilfe an OIC Länder, die an der Kairoer Erklärung festhalten, kürzen und die bilateralen Beziehungen minimieren.
Wilders mahnt westliche und globale nicht-moslemische Solidarität gegen die weltweiten Verwüstungen des Jihad an.
Da der Islam globale Ambitionen hat, sind wir alle in Gefahr und wir sollten zu jeder Nation und jedem Volk stehen, das vom Jihad bedroht ist. Das schließt Israel ein, die einzige Demokratie des Nahen Ostens. Wir sollten erkennen, dass es im Konflikt Israels mit den Palästinensern nicht um Land geht; es ist ein ideologischer Konflikt zwischen Freiheit und Tyrannei. Wir müssen mit allen unterdrückten nicht-moslemischen Gruppen, die ungehört überall in der islamischen Welt leiden – den Christen, Zoroastriern, Animisten und Säkularisten in Nationen wie Ägypten, Iran, dem Sudan, Nigeria, Indonesien und anderswo, zusammenstehen.
Schließlich ruft Wilders zur Restauration des westlichen nationalstaatlichen Ideals auf, der Verkörperung und dem Wächter unserer demokratischen und politischen Freiheiten. Gemeinsam, sagt Wilders, muss diese Renaissance des Nationalstaates „einem neuen Aufblühen eines westlichen Geistes vorstehen .“

Zum Ende des Jahres 2010, wurde ein beunruhigender Kommentar eines führenden niederländischen Politikers und früheren EU Kommissars, Fritz Bolkenstein veröffentlicht, Auszug aus Manfred Gerstenfelds Studie „Der Zerfall: Juden in einem führungslosen Holland.“ Den virulenten islamischen Hass auf Juden der marokkanischen (und türkischen) moslemischen Migranten in den Niederlanden quittierend, wie auch die Unfähigkeit der niederländischen Regierung diese Seuche zu bekämpfen, schlug Bolkenstein vor, dass „erkennbare Juden“ ihren Kindern raten sollten, nach Israel oder in die Vereinigten Staaten auszuwandern.

Ich sehe keine Zukunft für erkennbare Juden, insbesondere wegen des Antisemitismus speziell bei niederländischen Marokkanern, deren Zahl kontinuierlich wächst… Ich sehe keine rasche Lösung und der Antisemitismus wird weiterhin existieren. Marokkanische und türkische junge Leute werden sich um die Maßnahmen nicht kümmern [diesen Judenhass durch die holländische Regierung zu bekämpfen].

Wilders, die Bemerkungen seines vermeintlichen Mentors Bolkenstein kommentierend erklärte,

Nicht die Juden sollten emigrieren, die antisemitischen Marokkaner sollten es.
Seine Reaktion war konsistent mit Wilders ausgenommen einiger vernünftiger Ansichten zur Assimilation moslemischer Migranten.
Die Botschaft an alle Neuankömmlinge in unserer Gesellschaft sollte klar sein: wenn du unsere Gesetze und unsere Werte unterschreibst bist du willkommen zu bleiben und alle Rechte genießen, die unsere Gesellschaft garantiert; wir werden dir sogar helfen dich zu assimilieren. Wenn du aber Verbrechen begehst, gegen unsere Gesetze verstößt oder den Jihad führst, wirst du ausgewiesen.
Bolkensteins passive Resignation auf die Auswirkungen des eifernden islamischen Vorherrschaftsdenkens, wird durch Wilders` Anrufen der Herrschaft des westlichen Rechtes, zur Bekämpfung dieses gewalttätigen islamischen Hasses, kontrastiert.

Wie Wilders trotzig, in Bezug auf den Angriff auf den Cartoonisten Kurt Westergaard bemerkt,

Freie Männer und Frauen überall müssen dieser gewaltsamen Einschüchterung um jeden Preis widerstehen. Bewaffnet nur mit unseren Federn, müssen wir den Äxten und Messern des Islam trotzen. Wir müssen fortfahren unsere Meinung zu sagen, im Wissen, dass es nichts mächtigeres gibt als die Wahrheit. Daher schreiben wir unsere Bücher und Reden, zeichnen unsere Cartoons und machen Filme und Dokumentationen. Diese Wahrheit macht uns frei. Das ist es was wir wirklich glauben.

Geert Wilders – informiert, ehrlich und hoffnungsvoll – ist ein einzigartig couragierter Vorkämpfer der westlichen Freiheit gegen den islamischen Totalitarismus.

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