Bat Ye'or: Das weltumspannende Kalifat steht uns bevor

18 August 2011

EuropeNews 18 August 2011 Original: Bat Ye'or: 'The universal caliphate stands before us', The American Thinker, Von Andrew Bostom Übersetzung von Liz/EuropeNews

In ihrem Buch Eurabia: the Euro-Arab Axis aus dem Jahr 2005 portraitierte Bat Ye'or die sich immer weiter verschlimmernde Dhimmitude des westlichen Europas in einer Echtzeitchronik, ein Werk unserer am besten informierten zeitgenössischen Gelehrten für Dhimmiangelegenheiten. Sie ist Augenzeugin und lebt in Genf – einem europäischen Zentrum mit den Vereinten Nationen, einigen NGOs und anderen internationalen Foren – und Bat Ye'or beschreibt in detaillierter Akribie die andauernde Verwandlung Europas in „Eurabia“, einem kulturellen und politischen Anhängsel der arabisch/muslimischen Welt.

Der Gebrauch des Begriffs „Eurabia“, so stellt sie fest, wurde zum ersten Mal triumphierend im Jahr 1975 eingeführt, als Titel eines Magazins Eurabia (katalogisiert bei WorldCat, 1975-1977), herausgegeben von dem Präsidenten der Vereinigung der Franko-Arabischen Gemeinschaft, Lucien Bitterlein und veröffentlicht in Zusammenarbeit mit der Groupe d'Etudes sur le Moyen-Orient (Genf), dem France.Pays Arabes (Paris) und dem Middle East International (London). Die Artikel und Leitartikel in dieser (1975-77) Publikation riefen zu gemeinsamen euro-arabischen Positionen auf, auf jeder Ebene – der sozialen, wirtschaftlichen und gewerblichen Ebene – und waren abhängig von den grundlegenden politischen Bedingungen einer europäischen Unterstützung für den Djihad der arabischen (und nicht-arabischen) muslimischen Umma gegen Israel. Diese konkreten Vorschläge waren keine Träumereien einzelner Theoretiker – sie repräsentierten tatsächlich politische Entscheidungen, die getroffen wurden im Zusammenhang mit und verwirklicht von europäischen Staatsmännern, ihren Außenministern sowie den europäischen Parlamentariern.

Heute, nur sechs Jahre später, bringt Bat Ye'or ihre Analysen in ihrem neu erschienenen Buch „Europe, Globalization, and the Coming Universal Caliphate," auf den neuesten Stand um aufzuzeigen, wie es in Westeuropa weitergegangen ist, wie die moralische groteske eurabische Metamorphose aktiv – insbesondere durch die Vereinten Nationen - das ewige Verlangen des Islam nach weltumspannender Herrschaft unter der Scharia, d.h. einem globalen Kalifat weiter vorantreibt.

Bat Ye'ors nüchterne Schlussfolgerungen aus diesem unverzichtbaren neuen Werk (S. 183-185) werden nachfolgend abgedruckt:

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Während ich diese Analyse schrieb, musste ich mich an eine Frage erinnern, die mich vor fünfundzwanzig Jahren beunruhigt hatte, als ich “Les Chretientes d'Orient entre jihad and dhimmitude" (1991).untersuchte. Wie waren christliche Völker und Staaten, darunter einige mit machtvollen Armeen und den reichsten Kulturen ihrer Zeit, zusammengebrochen, als sie vom siebten bis zum fünfzehnten Jahrhundert mit dem Ansturm des Djihads und der Dhimmitude konfrontiert waren? Heute stelle ich mir diese Frage nicht mehr. Der Prozess des Zusammenbruchs, den ich anklagte, als ich alte Chroniken studierte und dokumentierte, habe ich im heutigen Europa wiedererkannt. Als ich die Vergangenheit untersuchte, erkannte ich, wie sie sich in der Gegenwart wiederholt, genau unter meinen Augen. In der Tat, die gegenwärtige Situation erinnert an diejenige, die der muslimischen Eroberung folgte. Indem man die Christen offiziell in ihren Positionen beließ, wurde der Anschein einer Kontinuität erweckt. Unter dieser vernebelten Oberfläche konnte die Islamisierung innerhalb jede Schicht der besiegten Gesellschaften vordringen. Allerdings mit der Zeit deckte der Zusammenbruch dieses Gebäudes die wahre Rolle dieser Minister auf, deren Aufgabe es war, die Befehle des Kalifats umzusetzen, ständig bedroht mit dem Tod. Mir hatte eine entscheidende Verbindung in dieser Kausalkette gefehlt: Die Motivation der Menschen, die sie unbeirrbar in eine Richtung zog innerhalb der chaotischen Ereignisse, der unbeirrbare Weg hin zu einem ultimativen Ziel. Nun hat sich mir diese Verbindung in dieser Mischung aus Furcht, Feigheit, Korruption, Hass und kurzfristigem Ehrgeiz geoffenbart, die Europa in einem Zeitraum von vierzig Jahren auf den Weg nach Eurabia geführt haben, von einem vorübergehenden Stadium hin zu einem noch grundsätzlicheren Wechsel.

Gibt es eine Moral für diese Geschichte? Für die jüdisch-christlichen Gesellschaften ist die Antwort 'ja', denn die Bibel, die spirituelle Grundlage dieser Gesellschaften, garantiert den Menschen Freiheit und Würde, wie auch der daraus folgenden Tugend: Verantwortlichkeit. Das biblische Verständnis von Gut und Böse hat jeden Aspekt der Christenheit durchdrungen, die letztere kann ihren Hass auf Israel nicht länger überleben  als ein sich selbst zugefügtes  Gift.

Durch das aktive Streben nach der eigenen Islamisierung wurde Europa ermutigt, die hebräische Bibel zurückzuweisen. Die Loyalität zu ihren eigenen Wurzeln war ein Nachhutgefecht das von mutigen Widerständlern geführt wurde. Unter dem Druck der Regierungen haben die Kirchen die palästinensische Häresie des Sabeel Liberation Theology Centers unterstützt, das eine islamisierte markionistische Gesellschaft prophezeit, die nicht nur alle hebräischen biblischen Wurzeln entfernt hat, sondern die auch das jüdische Volk seines immerwährenden zeitlosen Erbes beraubt und es an die Palästinenser weitergegeben hat. Das „arabische Palästina“ und nicht mehr länger die Kirche, sind zum neuen Israel geworden. Diese Mehrheitsbewegung im heutigen Europa ist die Waffe der OIC [Organisation der Islamischen Konferenz; seit dem 28. Juni 2011 Organisaton der Islamischen Kooperation, die 57 muslimische Staaten repräsentiert, und die der stärkste Abstimmungsblock innerhalb der Vereinten Nationen ist]. Solchermaßen von seinen Wurzeln abgeschnitten kann das Christentum also vom Islam zurückgefordert werden. Das scheint die Mission des Jerusalemer Sabeel Center und der Arabischen Östlichen Kirchen zu sein.

Neben diesem Hasskult auf Israel und die Bibel hat es noch andere dynamische Entwicklungen gegeben bei dem Zerfall Europas. Aber für mich scheint dieser Aspekt ein Hauptelement der Allianz Europa-OIC darzustellen, denn die Preisgabe Israels ist eine wesentlicher Punkt für die OIC bei der Eroberung des christlichen Westens. Israel wurde erschaffen aus der Befreiung der Männer und Frauen von der Sklaverei, und mit dieser Freiheit kamen die moralischen Verantwortlichkeits-Charakteristiken, die wesensgleich sind mit der Bedeutung von Israel, seit der Antike. Die Zurückweisung und sogar hasserfüllte Trennung von diesem freiheitlichen Geist öffnete den Weg in die Dhimmitude, die von den arabischen Kirchen gepredigt wird und die für die Christen die totale Leugnung ihrer Identität bedeutet. Die Erneuerung der euro-arabischen Allianz, die von den Faschisten und den Nazis gebildet wurde gab den Palästinensern mehr Gewicht, ein muslimisch-christlicher Kult zur Abschaffung Israels. Der Kampf gegen Israel, der durch die Wahl Palästinas angelegt ist, bietet die Grundlage für die Errichtung Eurabiens. Diese Ideologie manifestierte die Leugnung eines Djihad und unterstützte die selbstzerstörerische Politik einer moralischen und ideologischen Islamisierung innerhalb Europas.

Es ist offensichtlich, dass solche Entscheidungen, die innerhalb christlicher Gesellschaften vorherrschend sind, den gegenwärtigen Lauf der Dinge bestimmen, der unvermeidlich zur Zerstörung der jüdisch-christlichen und aufklärerischen Werte führen wird. Die Wahl der Sklaverei über die Freiheit wurde festgelegt, das können wir heute beobachten. Denn es gibt keinen Kompromiss zwischen der eigenen Identität und der Freiheit, wenn man nicht schon zum Sklaven geworden ist … oder zu einem Dhimmi.

Europa hat seine Wette verloren. Es ist die Geisel für den Hass gegen Israel, man dachte, man könnte den Frieden retten indem man sich dem palästinensischen Terrorismus seit den späten 60er Jahren beugte. Indem man die Instrumente für den eigenen Untergang polierte hat man bezweifelt, dass der Terrorismus nicht durch militärische Maßnahmen besiegt werden kann, sondern eher durch Dialog, Multilateralismus und Multikulturalismus, dem wesentlichen Kennzeichen des aufkommenden Kalifats. Man hat jene Instrumente schlau benutzt, um die Kapitulaitionsstrategie zu rechtfertigen und um Israels militärische Erfolge in politische Niederlagen zu verwandeln, und indem man zu seinen unversöhnlichen Feinden geeilt ist um sie zu retten um den Konflikt weiter am Leben zu erhalten.

Die Palästinisierung Europas hat das Kalifat in die Städte Europas gebracht. Sie hat Fortschritte gemacht durch die Verleugnung der Gefahren und der sich verfinsternden Geschichte. Sie ist vorangeschritten auf den vergoldeten Teppichen auf den Korridoren des Dialogs, den Netzwerken der Allianzen und Partnerschaften, der Korruption seiner Führungskräfte, der Intellektuellen und NGOs, insbesondere bei den Vereinten Nationen. Das Kalifat ist zum Leben erwacht und wächst innerhalb von Europa, durch die Auslöschung der grundlegenden Freiheiten, der Kontrolle der Gedanken, Meinungen, Kulturen, durch die Zerrüttung der demokratischen Gesetze durch die Scharia, durch Selbstzensur und Angst – untrennbare Gefährten der Dhimmitude.

Das weltumspannende Kalifat, für das sich Europa als Sprungbrett bei der UN darbietet, steht uns unmittelbar bevor, es bringt die politische und die religiöse Macht zusammen. Es hat sich selbst zum Beschützer der muslimischen Migrantenmassen auf der Welt ernannt und verlangt, dass sie fest in den islamischen Traditionen von Koran und Sunna verwurzelt bleiben, indem sie das Schariarecht befolgen, während die Europäer dazu aufgefordert werden ihre historischen Werte preiszugeben und sogar ihre Identität, die man als Islamophobie verurteilt. Heute schon hört man ein dumpfes Donnergrollen von den Völkern Europas, das sich jenen ankündigt, die diese Situation erschaffen haben, dass sie dem Richtspruch der Geschichte nicht entkommen können.

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