Das Breivik Portfolio, Teil zwei: die Tschetschenien Verbindung

29 August 2011
 Das Breivik Portfolio, Teil zwei: die Tschetschenien Verbindung


Original: The Breivik Portfolio, Part Two: The Chechen Connection Gates of Vienna; Von Baron Bodissey Übersetzung von Claudia für EuropeNews

Wie ich in meinem ersten Beitrag dieser Serie erwähnt habe, erhielt Anderse Behring Breivik angeblich ein Training in einem geheimen paramilitärischen Camp in Weißrussland :

Breivik "nahm an parmilitärischem Training in Weißrussland teil"

Norwegens Doppelterrorverdächtiger Anders Behring Breivik trainierte in einem parmilitärischen Feldlager in Weißrussland zu Beginn dieses Jahres, sagte ein weißrussischer Oppositionspolitiker am Donnerstag, und zitierte Geheimdienst Quellen. "Breivik besuchte Weißrussland mehrere Male. Dieses Frühjahr besuchte er Minsk, als Teil seiner Vorbereitungen für seinen Doppelanschlag, wo er an einem Training in einem geheimen paramilitärischen Feldlager teilnahm," erzählte Mikhail Reshetnikov, Führer der oppositionellen Partei der Weißrussischen Patrioten, der Online Zeitung Gazeta.ru.

Er zitierte Quellen innerhalb weißrussischer "Sicherheitsorgane."

Zu Beginn dieses Monats grub "Niccolo Machiavelli” tiefer nach Details in Breiviks weißrussischen Aktivitäten für einen Bericht in Big Peace . Die östlichen Aktivitäten des Killers enthüllen mysteriöse Unterweltver- bindungen, die über Weißrussland nach Russland, Tschetschenien und noch weiter führen.

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Das Breivik Portfolio - Teil Eins: Die amerikanische Verbindung

Das Breivik Portfolio - Teil Zwei: die Tschetschenien Verbindung

Das Breivik Portfolio - Teil Drei: Die Verbindung zur OIC

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Eine polnische Seite berichtet, dass das parmilitärische Lager – das Herr Breivik wohl drei Mal besucht hat – von einem pensionierten KGB Oberst namens Valery Lunev organisiert wurde. Der Real Russia Blog schreibt mehr :

Norwegischer Terrorist Anders Breivik trainierte in weißrussischen Militär Lagern Yuri Mamchur

Während U.S. amerikanische Nachrichten Informationen davon bringen, dass Breivik Munition von einem U.S. amerikanischen Lieferanten bezogen hat, sind die osteuropäischen Quellen voll von Details über Breiviks mehrfache Ausflüge nach Weißrussland, die Änderungen in seinem Verhalten und seinem Vermögen, und dem Training, an dem er in weißrussischen Militärlagern teilnahm. Tatsächlich haben das strenge weißrussische Regierungsregime und ihr aktiver Geheimdienst einem großen Zweck gedient, dieses Mal. Obwohl Breivik zu dieser Zeit nichts Verdächtiges getan hat, machte der weißrussische KGB genaue Aufzeichnungen über Breivik, der in den Geheimdienstberichten "Wikinger" genannt wird.

Zum ersten Mal besuchte Anders Breivik Minsk am 4.März 2005. Er flog von Wien nach Minsk und wieder zurück, und verließ Weißrussland am 11. März 2005. An der Grenze erzählte Breivik den Zollbeamten, dass er gekommen sei um die Wikingergräber zu besuchen. Vor Jahrhunderten kamen die Wikinger mehrere Male durch dieses Gebiet und tatsächlich gibt es viele historische Gräber, die von den Vorfahren der Wikinger besucht wurden. Deshalb erregte der erste Besuch keinen Verdacht. Man weiß noch immer nicht, ob Breivik die Gräber besucht hat, aber er erforschte die weißrussiche Regierungsform, die politische Struktur und die Folgen der nuklearen Katastrophe von Tschernobyl. Die Reiseführer, die Breivik 2005 begleiteten, erinnern sich, dass er Angst hatte durch radioaktives Essen vergiftet zu werden – ein normales touristisches Verhalten für westliche Touristen, wie sie sagen. Da wir nun den Salat haben, schaute der weißrussische Geheimdienst genauer hin, was Breivik wirklich in ihrem Land getan hat.

Es scheint, dass der norwegische Terrorist am militanten Terroristen Training unter der Leitung des 51 jährigen Valery Lunev teilgenommen hat, einem früheren Oberst der weißrussischen Spezialeinheit, der nun in den Niederlanden lebt, aber regelmäßig Weißrussland besucht. Nach Mikhail Reshetnikov, dem Führer der oppositionellen Partei der Weißrussischen Patrioten, der mit den Berichten des Geheimdienstes vertraut ist, "hat Breivik Weißrussland drei Mal besucht. Letztes Frühjahr, während er aktiv an der Vorbereitung der Terroranschläge arbeitete, reiste er mit seinem eigenen Pass in Polen ein, und reiste dann mit dem Pass eines anderen europäischen Landes nach Minsk. Seit kurzem hatte er eine weißrussische Freundin und erlangte Zugang zu einer erheblichen Geldsumme."… Die Tatsache, dass Herr Breivik vom weißrussischen Geheimdienst beobachtet wurde und mit einem pensionierten KGB Oberst in Verbindung gebracht werden kann, bedeutet, dass er dem undurchsichtigen internationalen Spionagenetzwerk gut bekannt war, auch schon vor den Ereignissen des 22.Juli 2011. Wenn der weißrussische Sicherheitsdienst auch nur ansatzweise fähig ist – was wahrscheinlich ist, da er Erbe des KGB Apparates ist – dann können wir davon ausgehen, dass Herr Breiviks "Freundin" in Wirklichkeit eine Agentin des Staates war, deren Aufgabe es war seine Bewegungen und Aktivitäten zu beobachten als er östlich von Talinn war. Das war die übliche Praxis des KGB, der sovielen westlichen Geschäftsleuten und Diplomaten wie möglich "Freundinnen" zu Verfügung gestellt hatte.

Aber die Verbindungen von Anders Breivik zur früheren Sowjetunion gingen weit über Minsk hinaus. Big Peace spürt den Verbindungen zwischen Herrn Breivik und einer Organisation nach, die "Slawische Union" genannt wird, wie auf einer tschetschenischen Webseite kurz erwähnt wird:

Russische Behörden in Oslo…warnten zuvor die norwegische Sicherheitspolizei PST, dass Vyacheslav Datsik und seine Anhänger der Slawischen Union einen Terroranschlag planten (nun scheint es so, als hätten die Russen dies absichtlich getan, um die Aufmerksamkeit der Polizei von Breivik abzulenken – KC)
Aber wer ist Vyacheslav Datsik? Die Tschetschenische Propagandamühle ist nicht die einzige Informationsquelle über ihn. Entsprechend des norwegischen TV2, wie es von einem norwegischen englischsprachigen Nachrichten Service übersetzt wurde:
Der Sender TV2 hat berichtet dass herausgekommen ist, dass Breivik den russischen Neonazi Vyacheslav Datsik in Olso getroffen hat, der zuvor beim Versuch eines Asylantrags in Norwegen abgewiesen wurde, nachdem er aus einer russischen Psychatrieanstalt entflohen war. Datsik kam ins Gefängnis und wurde letztendlich wegen verschiedener Straftaten abgeschoben. Berichten zu folge hatte Breivik enge Verbindungen zu Datsiks Organisation, der Slawischen Union, bei denen der Besitz von Messern Schusswaffen, und Brandbomben festgestellt wurde, als die Polizei in einem Tattooladen in Oslo eine Razzia durchgeführt hatte. Man glaubt, dass Breivik große Teile dieser Ausrüstung in Russland gekauft hat.
Die Geschichte wird noch seltsamer wenn wir uns einen Bericht von letztem Jahr genauer ansehen, der sagt, dass Datsik behauptet vom russischen Geheimdienst nach Norwegen geschickt worden zu sein, um einen tschetschenischen Separatistenführer zu töten:
Vjateslav Datsik, ein russischer Neonazi, der in Oslo festgenommen wurde nachdem er aus einer psychiatrischen Anstalt in St.Petersburg geflohen war, wurde am Donnerstag wegen Verletzung des Waffengesetzes zu acht Monaten Haft verurteilt. Er war schwer bewaffnet als er zu Beginn dieses Jahres versuchte in Norwegen Asyl zu beantragen.

Datsik, der 29 Jahre alt ist, hat sich selbst in allen Punkten für schuldig erklärt. Früher hatte er behauptet, dass er solange wie möglich in Norwegen bleiben möchte, und verglich das Gefängnis in dem er festgehalten wurde mit einem "Luxushotel."

Auch bekannt als "Roter Tarzan”, sagte Datsik, dass er über die Ostsee gerudert sei nachdem er aus einer psychiatrischen Klinik geflohen sei und behauptete, dass er gefoltert wurde Er erzählte Reportern und dem Gericht auch, dass er von staatlichen Agenten in Russland nach Norwegen geschickt wurde, die wollten, dass er den tschetschenischen Separatistenführer Akhmed Zakajev umbringen sollte.[Hervorhebung hinzugefügt]"Einen Moment, Baron!” sagt Ihr jetzt. "Dieser Datsik hört sich an wie ein gewöhnlicher Wahnsinniger. Wahrscheinlich haben ihn die Russen aus gutem Grund ins Irrenhaus gesperrt."

Und vielleicht stimmt das. Aber die Verbindungen zu Russland und Tschetschenien hören hier noch nicht auf, und alle Fäden scheinen sich mit islamisch radikalen Terroristen zu verknüpfen. Noch ein weiter Bericht aus tschetschenischer Quelle :

Akhmed Zakayev [das Ziel des mutmasslichen Mordanschlages] mußte Norwegen gleich nach dem Welt Tschetschenen Kongress in Warschau besuchen. Seit diesem Zeitpunkt war er das Ziel russischer Agenten. Gemäß Quellen, die das Tschetschenien Zentrum erhalten hat, wurde Monate zuvor ein russischer Agent namens Viacheslav Valerievich Datsik nach Norwegen geschickt um Herrn Zakayev zu ermorden.

Datsik erhielt eine Waffe vom russichen FSB und erhielt den Auftrag den tschetschenischen Führer, den diplomatischsten Politiker Europas, zu eliminieren. Datsik versorgte das höchste norwegische Gericht mit solchen Informationen und fügte auch hinzu, dass seine Freunde ihn dazu gezwungen hätten sich der lokalen Polizei zu ergeben und ihr seine Situation zu erklären.

Wie manchen Behörden bekannt sein dürfte, ist Viacheslav Datsik nun verhaftet und muß durch einige Gerichtsprozesse hindurch. Der höchste Gerichtshof Norwegens plant, Datsik für acht Monate zu verurteilen. Datsik scheint zufrieden damit zu sein acht Monate in Haft zu verbringen und möchte den russischen KGB loswerden. Datsik sagt, dass der KGB (FSB) ihn anonym dazu gedrängt hat, etwas Schlechtes zu tun.

Viacheslav Valerievich Datsik ist ein früherer Kickboxer und Gewinner vieler Kampfsportmeisterschaften, einschliesslich des "Ultimate Fighting"…Wenn wir also den Geschichten Glauben schenken, wurde Herr Datsik vom FSB nach Norwegen geschickt, um einen tschetschenischen Separatisten umzubringen. Aber dann änderte er seine Meinung und lieferte sich den norwegischen Behörden aus.

Würde die Spur hier enden, könnten wir die Sache abschliessen und die Leser wären enttäuscht. Aber es gibt noch mehr.

Lassen Sie uns die Verbindungen von Valery Lunev genauer anschauen, von denen berichtet wurde, der ein früherer KGB Oberst war und unter dessen Führung Anders Breivik ein paramilitärisches Training in Weißrussland erhalten haben soll. Unter anderem lesen wir, dass Oberst Lunev zum Islam konvertierte als er eine Verwandte des verstorbenen Dzhokhar Dudayev geheiratet hat, einem früheren General der sowjetischen Luftwaffe und des ersten Präsidenten der tschetschenischen Republik Itschkeria.

Er hat auch Verbindungen zu den Golf Emiraten. Er ist ein Offizier einer privaten Geheimdienstfirma, Far West LLC, deren Sitz in Dubai ist, wie man aus einem übersetzten russischen Bericht entnehmen kann. Der Bruder eines seiner Kollegen im russischen Geheimdienst war Berichten zufolge in Dubai ermordet worden

Die Intrige wird sogar noch verwickelter. Der Besitzer des größten Aktienanteils von Far West ist Prinz Turki al-Faisal, der frühere Führer des saudischen militärischen Geheimdienstes, und ein früherer Botschafter sowohl in Großbritannien als auch in den USA. Andere prominente Aktienbesitzer sind ein General des ukrainischen militärischen Geheimdienstes und eine frühere Tochter des US Unternehmens Halliburton. Ruslan Saidov, ein pensionierter Major der Sowjetarmee und ein muslimischer Tschetschene, hält 25% der Aktien.

Nach diesem russischen Bericht gehören sowohl Saidov als auch Lunec den Grauen Wölfen an, einer radikalen nationalistischen türkischen Untergrundgruppe, die Verbindungen zu tschetschenischen Separatisten hat.

Derselbe Bericht führt einge Far West Kunden auf: Die größte chinesische staatliche Ölgesellschaft; Ein Familienkonsortium aus Saudi Arabien, Libanon und Pakistan;

Iranische Exportfirmen mit High-Tech mit Verbindungen zum Sprecher des iranischen Parlaments ; und Eine Gruppe von ukrainischen Kohleminen Magnaten , die in Verbindung mit Deutschen Herstellern von Atomernergieanlagen stehen.

Das alles ist eine undurchsichtige Geschichte, wie es Geheimdienstangelegeneiten meist sind, besonders wenn Russland darin verwickelt ist. Es ist schwer die zugrunde liegenden Muster zu erkennen.

Lassen sie uns aber das was wir gerade gehört haben, nochmal rekapitulieren (natürlich in der Annahme, dass irgendetwas von dem ganzen Material der Wahrheit enspricht, was wir nicht wissen):

• Anders Behring Breivik nahm angeblich an einem paramilitärischen Trainigslager unter der Schirmherrschaft eines früheren KGB Offiziers teil, der zum Islam konvertiert ist und Verbindungen zu tschetschenischen Separatisten hat .

• Es wird auch gesagt, dass Herr Breivik in Kontakt mit einem Russen stand, den man mit der Slawischen Union in Verbindung bringen kann, und der nach Norwegen geschickt wurde, um einen tschetschenischen Separatisten zu ermorden.

• Verfolgt man diese Vereinigungen zurück, stößt man auf eine private Geheimdienstfirma am persischen Golf, die keine Scheu hat mit einer Vielzahl von Kunden Geschäfte zu tätigen.

Aus diesem Mischmasch kann kein schlüssiger Gesamtplan abgeleitet werden.

Pro-tschetschenisch oder anti-tschetschenisch? Gibt es eine islamische Verbindung? Wer weiß?

Aber eins ist sicher: schaut man sich die beteiligten Personen und Organisationen an, muss man sehr leichtgläubig sein um zu denken, dass westliche Geheimdienste vor dem 22.Juli 2011 noch nie etwas von Anders Behring Breivik gehört haben.

Um es etwas stärker zu formulieren: Es ist undenkbar, dass die PST und die CIA nie auf den Namen des Mörders von Oslo gestossen sind, bevor er seine Taten begangen hat.

Nehmen wir an, dass die amerikanischen, britischen und norwegischen Geheimdienste während der Zeitspanne in der Herr Breivik sich mit all diesen Spionen und Mördern rumgetrieben hat aktiv waren, dann muss eine der Dienste auf ihn gestossen sein. Wenn es keiner von ihnen tat, müssen sie tatsächlich sehr inkompetent sein

Big Peace führt die losen Enden zusammen:

Untersuchungen führen auch zu Breiviks Finanzen (über $700.000 durch seine Investitionsanlagen verdient), vermutlich in Steuerparadiesen wie Bermuda oder anderen in der Karibik, aber diese Untersuchungen sind erst ganz am Anfang.

[…]

Mit einem russischen Mörder (mit dem sich Breivik Berichten zufolge getroffen hat) der angeblich in Oslo war, um einen tschetschenischen Führer zu töten, und einer vermehrten Anwesenheit der CIA in Oslo, die Demonstrationen begleitete, um potenzielle Terroristen zu fotografieren und die mit wenigstens einigen Zweigen der norwegischen Rechtsbehörden zusammenarbeiteten, ist es sicher wert zu untersuchen, ob nicht ein Hinweis auf Breiviks Pläne der Terroranschläge von einem dieser Geheimdienste entdeckt worden ist.Was auch immer die Geheimdienste zu der Zeit gewußt haben, sie sind derzeit sehr damit beschäftigt jegliches solches Wissen zu leugnen.

Für alle, deren Gutgläubigkeit schon überstrapaziert ist, bleibt dennoch die grundsätzliche Frage: Warum?



Das Breivik Portfolio. Teil Eins: Die amerikanische Verbindung



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