Die Affäre um Diana West und ihr Buch American Betrayal

09 September 2013
 Die Affäre um Diana West und ihr Buch American Betrayal

Heftig umstritten, insbesondere in konservativen Kreisen der USA, ist zur Zeit Diana Wests Buch American Betrayal, in dem die Autorin die kommunistische Infiltration der amerikanischen Regierungen aufzeigt. Regelrecht beklemmend wird die Geschichte aber dadurch, dass nun auch Kritiker, die Dianas Buch positiv besprechen, geblockt bzw sogar, wie im Fall Clare Lopez, vom Gatestone Institut entlassen werden

Aber der Reihe nach.

Die amerikanische Journalistin Diana West schrieb ein sehr gut recherchiertes Buch, in dem sie den kommunistischen Einfluss auf die verschiedenen Regierungen in einem Zeitraum vom Zweiten Weltkrieg bis jetzt aufdeckt, und insebsondere die Anerkennung der ehemaligen UdSSR durch die amerikanische Roosevelt Administration. Eine positive Rezension ihres Werks erschien zunächst auf dem Blog Front Page Magazine, die aber rasch wieder vom Netz genommen und durch eine ausführliche, aber negative Rezension von Ronald Radosh ersetzt wurde.

Radosh warf West unter anderem Sensationsjournalismus vor, sowie mangelnde Quellen, und damit einhergehende Unwissenschaftlichkeit. Radosh schreibt beispielsweise, dass West die Verlässlichkeit der Quellen oder Beweise nicht überprüft habe. Auch habe sie die Fundstellen derjenigen Quellen nicht beachtet, die ihren konspirativen Ideen widersprachen.

American Betrayal enthält 900 und mehr Quellenangaben, die West minutiös aufgelistet hat. Insbesondere geht es um die Rolle von Harry Hopkins, einem Topberater Franklin D Roosevelts während es Zweiten Weltkriegs, der ein Spion der Kommunisten gewesen sein soll. So hinterfragt West, wie es sein konnte, dass die Amerikaner sich mit Stalin verbündet hatten, in vollem Wissen, dass man es mit einem Massenmörder zu tun hatte. Hopkins prägte die pro-sowjetische Linie in der damaligen Politik maßgeblich.

Allen negativen Rezensionen der Diana West Buchs war gemeinsam, dass die Rezensenten sagten, das Buch nicht gelesen zu haben, so auch Rebecca Bynum auf dem Blog New English Review. Umso erstaunlicher, dass alle zum selben ablehnenden Ergebnis kamen.

Die virtuelle Auseinandersetzung gipfelte letztendlich in ener Kündigung der Zusammenarbeit mit der hervorragenden ehemaligen CIA Analystin Clare Lopez durch das Gatestone Institut, die bei dort als Senior Fellow schrieb. Lopez' Artikel mit dem Titel Recognizing the Wrong People schlug einen Bogen von der amerikanischen Regierung zur Zeit des Zweiten Weltkriegs bis hin zu den Aufständen in Libyen, Ägypten und jetzt aktuell in Syrien. Sie beschrieb eine Analogie der damaligen Regierung, die 1933 formal die damalige UdSSR diplomatisch anerkannte bis hin zur heutigen Anerkennung der Muslimbruderschaft/Al-Kaida Rebellen und Oppositionskräften in Ägypten, Libyen und Syrien durch die gegenwärtigen Obama Administration.

Kurz nach dem Erscheinen wurde der Artikel von Gatestone von der Webseite entfernt und Lopez wurde von Chefredakteurin Nina Rosenwald die Zusammenarbeit aufgekündigt. Der Grund, so sagen gut informierte Quellen, die Clare Lopez nahe stehen, sei unter anderem das Zitieren des West Buchs gewesen. Der Vorstand von Gatestone, unter Vorsitz des ehemaligen UN Botschafter John Bolton, entschied in einer raschen Aktion, die Zusammenarbeit mit Lopez zu beenden.

Hier ein paar Ausschnitte aus dem Lopez Artikel, der nach der Veröffentlichung wieder zurückgezogen wurde: Wenn man die Falschen anerkennt

Es ist höchste Zeit, dass wir damit aufhören denjenigen an die Macht zu verhelfen, die uns Böses wollen: Nicht nur ein Regime der blutigen Hände anzuerkennen, sondern dies immer weiter so zu tun.

Franklin D. Roosevelt [FDR] hatte im Jahr 1933 die Politik der Nicht-Anerkennung des Sowjetregimes von fünf Präsidenten und sechs Außenministern umgekehrt und ''normale diplomatische Beziehungen'' zur Sowjetunion, dem totalitären Schlachthaus Josef Stalins, aufgenommen. Dies wurde von Diana West in ihrem akribisch recherchierten Buch American Betrayal: The Secret _Assault on Our Nation's Character, dargestellt. Der Grund für Roosevelts Meinungsumschwung ist niemals ganz klar geworden. Nach Angaben von Alexander Solzhenitsyn, dem Autor von Archipel Gulag, erschoss das stalinistische Regime in den späten 1930er Jahre jeden Monat zehntausende Menschen. Aus Gründen, die im Dunkeln lagen, war FDR irgendwie dazu überredet worden die Beziehungen zu Stalin zu normalisieren, im Austausch für ein Dokument mit sowjetischen Konzessionen, dass das Papier nicht wert war, auf dem es geschrieben stand.

West dokumentiert den darauffolgenden Prozess der Infiltration, Einflussnahme und ''Besetzung'' durch eine Armee kommunistischer Agenten und Mittäter. Lopez dagegen betont die Bedeutung für zukünftige Generationen, insbesondere die jetzige, wenn sie vor der Entscheidung steht, ob man Feinde, die kein Geheimnis aus ihrer Feindschaft und ihrer Absicht machen uns zu zerstören, anerkennen soll.

Lopez schlägt den Bogen zur Muslimbruderschaft des Jahres 2010, als Mohammed Badi Israel und den Vereinigten Staaten wortwörtlich den Krieg erklärt. Er sprach von einer ''Jihad Generation die den Tod anstrebt, so wie die Feinde das Leben anstreben". Die Botschaft ist eindeutig. Die Muslimbruderschaft hat von ihrer Gründung im Jahr 1928 an immer zielstrebig ihr Ziel der islamischen Vorherrschaft und der weltweiten Eroberung, verfolgt.

Ein weiterer Baustein kam im Jahr 2011 an seinen Platz: Eine Fatwa der al-Azhar Universität, dass "der offensive Jihad erlaubt sei, um die Grenzen des Islams zu sichern, um Gottes Religion an die Menschen zu verbreiten, … und jede Religion außer dem Islam von der arabischen Halbinsel zu entfernen.

Wie wir aus dem Schariagesetzbuch der Sunniten "Reliance of the Traveller" wissen, bedeutet Jihad den Krieg gegen Nichtmuslime und stammt etymologisch aus dem Wort mujahada, was Kriegsführung zur Verbreitung einer Religion bedeutet. Es gibt also keinen Zweifel, dass nach dieser theologische Sanktionierung durch al-Azhar die militante Phase des Jiahds gegen den Westen eingeläutet wurde und das grüne Licht dazu wurde von Barack Obama im Jahr 2009 in seiner berühmten Kairoer Rede gegeben.

Im Jahr 2011 war es dann Hillary Clinton, die die offizielle Politik der Vorgängerregierungen änderte, indem sie die Muslimbruderschaft anerkannte.

Das nächste Beispiel einer anscheinend endlosen Fähigkeit des Selbstbetrugs war 2011 die Entscheidung der amerikanischen Regierung sich in den libyschen Bürgerkrieg einzumischen, an der Seite von al-Kaida. Darunter auch die LIFG (Libysch-islamische Kampfgruppe), die später für den Mord an Botschafter Stevens verantwortlich war, wie auch die Ansar al-Shariah. Mitte Juli 2011 hatte Amerika die libysche Führung der Rebellen als rechtmäßige Regierung des Landes anerkannt – al-Kaida, die Muslimbruderschaft und alle anderen.

Wem kann diese Perversion von Verstand und Realität des gesunden Menscheverstandes zugeschrieben werden, fragt Lopez. Ist es vielleicht die schädliche Langlebigkeit des ersten Betrugs, die Anerkennung des Stalinregimes aus dem Jahr 1933?

Es ist höchste Zeit, so Clare Lopez, dass wir damit aufhören jenen zur Macht zu verhelfen, die uns Schaden wollen.

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