Die Wahre Agenda hinter der Verbreitung des Begriffs Islamophobie

07 April 2014
 Die Wahre Agenda hinter der Verbreitung des Begriffs Islamophobie

The real agenda behind the push for "Islamophobia” Gatestone Institut, Von Raheel Raza Übersetzt von Alfred Omann

Die Islamisten waren sehr erfolgreich darin, eine regelrechte Islamophobie-Industrie aufzubauen: Sie lenkt die Aufmerksamkeit von Aktivitäten ab, die man besser nicht bemerken sollte. Darunter fallen unter Anderem die Förderung der Scharia im Westen, der heimliche Dschihad und der Versuch ein globales islamisches Kalifat einzuführen.

Der Hype um die Bezeichnung "Islamophobie" durch die Mitglieder des OIC (Organisation für Islamische Zusammenarbeit) ist ironisch und scheinheilig. Das ist leicht an der Doppelmoral zu erkennen, mit der sie Minderheiten in ihrem eigenen Land behandeln.

In Saudi-Arabien, Pakistan, Ägypten, Türkei, Mauretanien, Nigeria, Sudan, Bangladesch, Irak, Kuwait, Syrien, Iran und den Palästinensergebieten, allesamt Mitglieder des OIC, gibt es beängstigende Menschenrechtsverletzungen gegen Minderheiten.

Die Islamophobie ist beinahe wie ein Wahn für eine bestimmte Gruppe von Akademikern und Muslimen in Nordamerika geworden. 2013 war ein Rekordjahr für Islamophobie-Konferenzen in Amerika und außerhalb.

"Islam, politischer Islam und Islamophobie: eine internationale Konferenz" wurde vom 29. bis 30. März 2013 an der Universität von Indiana in Bloomington abgehalten.

"Islam, Politik und Islamophobie", eine internationale Konferenz des Lehrstuhls für‚ Osmanen und moderne türkische Studien‘, wurde an der ‚Indiana Memorial Union ‘ Fakultät ausgerichtet.

Die "Internationale Konferenz über Islamophobie: Recht und Medien" wurde vom Direktorium für Presse und Informationen und dem OIC im September 2013 in Istanbul organisiert und abgehalten. Schirmherr war Herr Bulent Arinc, der stellvertretende Premierminister der Türkei. Auf der Konferenz-Webseite heißt es: "Islamophobie, ein Ausdruck, der die unbegründete Angst und Intoleranz gegenüber dem Islam und Muslimen beschreibt, ist über die Welt hinweggefegt und hat insbesondere in den letzten Jahren einen schädlichen Einfluss auf den internationalen Frieden gehabt."

Die IWIC (International Women in Communications) Konferenz 2013 über "Frauen im Islam", die vom 22. bis 24. November in Atlanta stattfand, stand unter dem Thema "Islamophobie ausrotten".

Man könnte meinen, dass vier Konferenzen in einem Jahr den internationalen Gruppen und Sprechern genug Möglichkeiten böten intensivst darüber zu diskutieren, dass sich - aus ihrer Sicht - eine Epidemie islamfeindlicher Haltungen in Nordamerika ausgebreitet hat.

Trotzdem scheint es so, als wären diese Konferenzen nicht ausreichend, um der Agenda der Islamisten gerecht zu werden. Deswegen wurde für dieses Jahr vom 14. bis 19. April an der Universität von Kalifornien in Berkeley die fünfte alljährliche‚ internationale Konferenz über das ‚Studium der Islamophobie‘ angesetzt.

Es ist beängstigend zu verstehen, dass dies bereits die fünfte derartige Konferenz ist. Auf der Webseite der Konferenz heißt es: "Die zwanghafte Voreingenommenheit gegenüber allem, das mit dem Islam und Muslimen in Verbindung steht, die Anhörungen in Kongressen und Parlamenten, in denen Muslime kriminalisiert werden, die Verstöße gegen ihre Bürgerrechte und Freiheiten, inländische und internationale Überwachungsprogramme speziell gegen Muslime und Araber, außergerichtliche Gewaltanwendungen gegenüber Muslimen und Arabern, Interventionen, Militärkampagnen und Gesetze, die ihre Ausübung rechtfertigen, sind in ihrer Essenz das, was wir in der muslimischen Welt sehen und bezeugen. Es sind direkte Folgen einer latenten Islamophobie."

Die Universität von Kalifornien in Berkeley ist auch die Heimat von Professor Hatem Bazian, der das Projekt "Islamophobieforschung und Dokumentation" leitet und eine Vorlesung mit dem Titel "Asiatisch-Amerikanische Studie 132AC: Islamophobie" hält.

Ernsthaft? Eine Vorlesung über Islamophobie? Kürzlich forderte Professor Barzian 100 Studenten in seiner Vorlesung dazu auf, über Islamophobie zu twittern – alles wird getan, um eine Darstellung der ‚Unschuld der Muslime‘ zu fördern.

Offensichtlich finden die Konferenzen über Islamophobie, die Lehrveranstaltungen und der twitternde Professor Unterstützung für ihre eigennützige Propaganda. Ein Teil dieser Unterstützung kommt von der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), einer internationalen Gemeinschaft aus 57 arabischen und muslimischen Staaten, unter ihnen auch die Palästinensergebiete. Die Organisation behauptet, "das Sprachrohr der muslimischen Welt" zu sein und arbeitet daran die "Interessen der muslimischen Welt zu verteidigen und den Gedanken von internationalem Frieden und Harmonie zu fördern." Der Ausdruck der "muslimischen Welt" ist offensiv gewählt: Keiner spricht für alle Muslime und der Gedanke der OIC das "Sprachrohr der muslimischen Welt" zu sein, ist extrem diktatorisch.

Es ist keine Überraschung, dass ihre Webseite ein Islamophobie-Observatorium enthält, in dem die Unterstützung der Resolution 16/18 des Menschenrechtsrats von 2011 bekundet wird, mit der "Intoleranz, negative Stereotypisierung, Stigmatisierung und Diskriminierung, Anstiftung zu Gewalt und Gewalt gegen Personen aufgrund von Religion oder Weltanschauung" bekämpft werden soll.

Vor dem Hintergrund des Hypes um Islamophobie durch die Mitglieder des OIC (Organisation für Islamische Zusammenarbeit) ist die Doppelmoral, mit der sie Minderheiten in ihrem eigenen Land behandeln, ironisch und scheinheilig. In Saudi-Arabien, Pakistan, Ägypten, Türkei, Mauretanien, Nigeria, Sudan, Bangladesch, Irak, Kuwait, Syrien, Iran und den Palästinensergebieten, allesamt Mitglieder des OIC, gibt es beängstigende Menschenrechtsverletzungen gegen Minderheiten, die unter der Resolution 16/18 des UN-Menschenrechtsrats routinemäßig ignoriert werden.

Lassen Sie uns einen Moment Zeit nehmen, um Islamophobie näher zu beleuchten. Laut einem Bericht von 1997 des britischen "Runnymede Trust" existiert der Begriff seit den 1980er Jahren und wurde erstmals im Jahr 1991 in Schriftform verwendet. Runnymede definierte Islamophobie als "Angst oder Hass gegenüber dem Islam - und damit auch Angst oder Abneigung gegen alle Muslime". Er fügte hinzu, dass dies "in Großbritannien bedeutet, dass Muslime häufig vom wirtschaftlichen, sozialen und öffentlichen Leben der Nation ausgeschlossen werden … und häufig Opfer von Diskriminierung und Belästigung sind".

Ist die Mehrheit der Muslime wirklich vom wirtschaftlichen, sozialen und öffentlichen Leben in den USA und Kanada ausgeschlossen? Es gibt keine Statistiken, die eine solche Aussage bestätigen. Im Gegenteil, die meisten nordamerikanischen Muslime leben als Teil ihrer sozialen Netzwerke in voller Freiheit, bis sie sich freiwillig selbst gettoisieren – was viele auch tun.

Viele Muslime im Westen benutzen "Islamophobie" als rote Karte gegen die Redefreiheit, wann auch immer es Kritik an Muslimen gibt. Diese reflexartige und reaktionäre Antwort erstickt Dialog, Debatte und Diskussion - allesamt Zeichen einer gesunden, gedeihenden Demokratie - was immer stärker ein vorrangiges Ziel zu sein scheint. Nordamerika ist eine Region, in der die Meinungsfreiheit ein bedeutender Wert ist. Das schließt die Freiheit ein, die Anhänger eines Glaubens zu kritisieren, wenn sie Gewalt, Intoleranz und Radikalisierung frönen.

Wie ist diese Islamophobie-Theorie zum Mainstream und so beliebt geworden? In Nordamerika existiert bereits ein kollektives Schuldgefühl - man könnte es als "weiße liberale Schuld" bezeichnen. Es ist eine Schuld, die Christen bereits in ihren Glauben eingebaut haben und auf die andere Nordamerikaner durch ihre Behandlung von Ureinwohnern aufmerksam gemacht wurden. Die Kanadier fühlen sich schuldig wegen der sog. Residential Schools [das waren Internatschulen, in denen die Kinder der Indianer von ihrer Kultur entwöhnt werden sollten, AdÜ] und der Internierung der Japaner im Krieg; und die Europäer fühlen sich schuldig wegen der Misshandlung von Menschen in ihren Kolonien, sowie der Mittäterschaft, weil viele ihrer Großeltern dabei mithalfen die Juden und andere während des deutschen Dritten Reichs in den Tod zu senden und mit den Nazis kollaborierten.

Die Islamisten bauen bereitwillig und eifrig auf dieser Schuld, wenn sie die "Opfer-Karte" spielen und sich mit Wissenschaftlern zusammenschließen, die an dieses Konzept glauben, um die hoch profitable Industrie der angeblich Geschädigten aufzubauen – mit Hilfe der "Islamophobie".

Die Islamisten waren erfolgreich darin, die Islamophobie-Industrie aufzubauen: Sie lenkt die Aufmerksamkeit von Aktivitäten ab, die besser nicht bemerkt werden sollen. Darunter fallen unter Anderem die Förderung der Scharia im Westen, der heimliche Dschihad und der Versuch ein globales islamisches Kalifat einzuführen. Jeder Nicht-Muslim, der die Absichten der Islamisten hinterfragt, um die Agenda der Muslimbruderschaft zu fördern, wird sofort mit einer Islamophobie-Fatwa [religiöses Gutachten] versehen. Somit werden selbst die manierlichsten und bürgerlichsten Menschen im Westen zum Schweigen gebracht und in eine Rechtfertigungsposition versetzt.

Das ist nicht nur rassistisch, sondern vor allem eine Form der emotionalen Erpressung, um besondere Zugeständnisse von gut gemeinten, aber leichtgläubigen Menschen im Westen zu bekommen.

Islamophobie ist auch ein bequemer Pseudo-Grund, um junge Anhänger um sich zu sammeln und anzuheizen: Ihnen wird suggeriert - ob wahr oder nicht - dass sie einen Grund haben, sich benachteiligt zu fühlen und dass die einzige Lösung darin liegt, die freie Rede zu beschneiden, alle zu dämonisieren, die eine Meinung haben könnten, die sich von der ihren unterscheidet oder die "unbequeme" Fragen stellen und eine autoritäre politische Bewegung zu kreieren, in der sie sich als bedeutender Teilnehmer fühlen können.

Doch auf lange Sicht kann dies nur die Köpfe und Herzen junger Muslime betäuben, die im Westen aufwachsen, und jeden Funken des Hinterfragens und unabhängigen Denkens zerstören - so wie es in zunehmendem Maße eins ihrer Ziele zu sein scheint.

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