Die islamische Zukunft Großbritanniens

12 Juni 2013
 Die islamische Zukunft Großbritanniens

Gatestone Institute, Von Soeren Kern Übersetzt von EuropeNews

In dem Moment, in dem die britische Gesellschaft zur Minderheit wird, wird dies einen riesigen Transfer von Macht symbolisieren – kulturell, politisch, wirtschaftlich und religiös – einen ''irreversiblen Wandel in der britischen Gesellschaft, so wie er zumindest ein Jahrtausend lang nicht da gewesen ist" – David Coleman, Professor für Demographie an der Universität Oxford.

Der Islam befindet sich auf Kurs innerhalb der nächsten Generation zur dominierenden Religion in Großbritannien zu werden.

Die Zahlen zeigen, dass das Christentum, obwohl es noch die Hauptreligion in Großbritannien stellt – über 50% der Bevölkerung beschreibt sich selbst als christlich – beinahe die Hälfte aller Christen in Großbritannien älter als 50 Jahre als sind und zum ersten Mal überhaupt, beschreiben sich weniger als die Hälfte der unter 25-jährigen als Christen.

Im Gegensatz dazu haben sich Zahlen bei den unter 25-jährigen Muslime in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt: Einer von zehn unter 25 Jahren ist muslimisch, das ist eine Steigerung im Vergleich zu 2001, als es noch einer von 20 war.

Wenn sich der gegenwärtige Trend fortsetzt – ein Boom bei der muslimischen Bevölkerung in Kombination mit einer alternden christlichen Bevölkerung und einer steigenden Säkularisierung der britischen Ureinwohner – dann wird der Islam, nach Angaben der Demographen, ganz sicher das Christentum in Großbritannien innerhalb der nächsten 20 Jahre überrunden.

Eine neue Studie, die im Mai vom nationalen Statistikbüro herausgegeben wurde (ONS), bietet zusätzliche Analysen der Volkszählung aus dem Jahr 2011, die im Dezember 2012 veröffentlicht worden waren.

Bei der Erhebung im Jahr 2011 war das Christentum immer noch die größte religiöse Gruppe in England und Wales mit 33,2 Millionen Menschen (59% der Bevölkerung). Die zweitgrößte Gruppe war der Islam mit 2,7 Millionen Menschen (5% der Bevölkerung). Der Anteil der Menschen die sagten, die haben keine Religion erreichte 14,1 Prozent, ein Viertel der Bevölkerung (25%).

Obwohl die Gesamtbevölkerung von England und Wales zwischen 2001 und 2011 um 3,7 Millionen wuchs, um jetzt bei 56,1 Millionen zu liegen, gab es im Jahr 2011 4,1 Millionen Menschen weniger, die sagten, sie seien Christen (von 72% auf 59% der Bevölkerung). Im Unterschied dazu sagten 1,2 Millionen mehr sie seien muslimisch (von 3% auf 5%) und 6,4 Millionen Menschen sagten sie hätten keine Religion (von 15% auf 25%).

Diese neue Studie zeigt jedoch, dass die Anzahl der britischen Christen tatsächlich viel schneller zurückgeht als man zunächst dachte. Die frühere Analyse der Statistik zeigte einen etwa 15%gen Rückgang bei der Anzahl der Christen im Verlauf der vergangenen Dekade, aber ONS fand heraus, dass diese Zahl künstlich beeinflusst wurde durch die Ankunft von Christen aus Ländern wie Nigeria und Polen.

Nach dem neuesten Bericht fiel die Anzahl der weißen britischen Christen tatsächlich um 5,8 Millionen Menschen zwischen 2001 und 2011. Der Rückgang wurde durch einen Anstieg bei der Anzahl der Christen verschleiert, die nicht in Großbritannien geboren wurden im selben Zeitraum, aber die trotzdem da waren auf Grund der Einwanderung.

Bei der Zählung im Jahr 2011 hatten die Christen das höchste Altersprofil der Haupt- Religionsgruppen. Mehr als einer von fünf Christen (22%) war unter 65 Jahre alt und darüber und beinahe jeder Zweite (43%) war 50 Jahre und älter. Nur ein Viertel (25,5%) war unter 25 Jahren alt.

Im Unterschied dazu hatten die Muslime das niedrigste Altersprofil der wichtigsten Religionsgruppen. Beinahe die Hälfte aller Muslime (48%) war unter 25 Jahren (1,3 Millionen) und neun von zehn (88%) waren unter 50 Jahren (2,4 Millionen).

Auch waren die Muslime ethnisch diverser als Christen. Zwei Drittel aller Muslime (68%) hatten asiatischen Hintergrund, einschließlich Pakistaner (38%) und Bangladeshi (15%). Der Anteil der Muslime, die schwarz/afrikanisch/karibisch/schwarze Briten waren(10%), war ähnlich jenen, die als ''andere" ethnische Gruppe bezeichnet wurden (11%). 93% (13,1 Millionen) aller Menschen ohne Religion hatten weißen Hintergrund.

Die Anzahl der Muslime stieg in allen ethnischen Gruppen, aber es gab insbesondere unter den asiatischen Muslimen einen Sprung nach vorne. Die pakistanischen Muslime wuchsen um 371.000 (von 658.000 auf über eine Million) und die Muslime aus Bangladesh um 142.000 (von 260.000 auf 402.000).

Knapp über die Hälfte aller Muslime (53%) waren außerhalb von Großbritannien geboren. Die Anzahl hat sich innerhalb eines Jahrzehnts beinahe verdoppelt mit einem Anstieg von mehr als einer halben Million (599.000) von 828.000 auf 1,4 Millionen im Jahr 2011. Ein ähnliches Muster kann man bei der Anzahl Muslime erkennen, die in Großbritannien geboren wurden, auch dort gab es einen Anstieg von über einer halben Million (560.000) von 718.000 auf 1,2 Millionen im Jahr 2011.

Die Muslime hatten den niedrigsten Grad an wirtschaftlichen Aktivitäten (55%) im Vergleich zu Christen (60%). Die Zahl ist etwas schief, jedoch ist das Alter der Hauptfaktor bei der wirtschaftlichen Aktivität. Da die meisten Christen in Großbritannien älteren Jahrgangs sind, bedeutet dies, dass ein großer Anteil der Christen nicht mehr im Arbeitsprozess und ''in Rente" ist (69%).

Im Unterschied dazu haben die Muslime das jüngste Altersprofil und waren auch wirtschaftlich die Inaktivsten, weil sie ''zu Hause waren und die Familie betreuten" (31%) oder weil sie ''Studenten" (30%) waren. Nach diesen Zensusdaten, waren nur 13% aller Muslime in Großbritannien ''in Rente".

In einem Interview mit dem Telegraph sagte Professor Fraser Watts, der Theologie an der Universität Cambridge lehrt, dass es ''absolut möglich" sei, dass Christen innerhalb des nächsten Jahrzehnts zu einer Minderheit würden. ''Es ist ziemlich offensichtlich," sagte er, ''und es ist ein beunruhigender Trend und bestätigt was jeder beobachten kann – dass in vielen Kirchen die Mehrheit der Gemeinde über 60 Jahre alt ist."

David Coleman, Professor für Demographie an der Universität Oxford sagte, die Befunde zeigten, dass das Christentum mit jeder weiteren Generation abnimmt. ''Jede große Altersgruppe," sagte er. ''erhält wenn die Zeit fortschreitet, weniger Verankerung im Christentum als die vorherige Generation zehn Jahre zuvor."

Coleman kontrastierte den Niedergang des Christentums durch die Generationen mit dem was unter den Muslime geschieht. ''Wir haben einen muslimischen Glauben, über den die meisten Studien behaupten, dass die Anhängerschaft zum Islam nicht nur durch die Generationen übertragen wird, sondern es stärker zu werden scheint," sagte er. ''In der Tat scheint es Beweise dafür zu geben, dass die zweite Generation Muslime in Großbritannien muslimischer ist als deren Eltern."

In einer vor kurzem veröffentlichten Studie sagte Coleman voraus, dass bis zu 40% der Bevölkerung Großbritanniens innerhalb der nächsten 50 Jahre ausländisch, oder aus einer ethnischen Minderheitengruppe stammen wird, wenn der gegenwärtige Trend anhält. Zu dieser Zeit, wird die britische Bevölkerung an der Schwelle stehen zur Minderheit zu werden.

Nach Coleman wird um 2070 herum diese kombinierte Bevölkerung ethnischer Minderheiten die weißen Briten übertrumpft haben. Die nichtweiße Bevölkerung könnte auf 24 Millionen anwachsen und andere auf sieben Millionen bis 2050.

In dem Moment in dem die britische Bevölkerung zur Minderheit wird, wird dies einen riesigen Transfer von Macht darstellen. Coleman sagt, dies werde einen Wechsel der nationalen Identität bedeuten – kulturell, politisch, wirtschaftlich und religiös. ''Eine ältere weiße Bevölkerung müsste mit einer jüngeren ethnischen Bevölkerung zusammenleben, die unzweifelhaft für ihre Unterstützung benötigt wird," sagte er.

Coleman warnte vor den Konsequenzen dieser ethnischen Transformation, die gerade in Großbritannien und anderen Teilen Europas stattfindet. ''Die Geschichte ist nicht optimistisch hinsichtlich der Aufnahmefähigkeit ethnischer Gruppen oder Religionen, um ihre Schwierigkeiten zu überwinden. Die ethnische Transformation, die in den gegenwärtigen Trends implizit ist, wäre ein gewaltiger, unvorhergesehener und irreversibler Wandel in der britischen Gesellschaft, der beispiellos ist, zumindest seit einem Jahrtausend."

Davon unabhängig wurde kürzlich bekannt, dass beinahe ein Drittel aller Kinder, die in England und Wales geboren werden, heute zumindest, einen im Ausland geborenen Elternteil haben. Im Jahr 2011 hatten 224.943 Babies einen oder beide Elternteile, die außerhalb Großbritanniens geboren waren – 31% der Gesamtzahl. Dies ist ein substantieller Anstieg der Zahl von 2000, als 21,2% aller Neugeborenen zumindest einen Elternteil hatten der nicht in Großbritannien geboren wurde.

Da Mohammed der bei weitem populärste Vorname für Neugeborene in England und Wales im Jahr 2011 war, kann man annehmen, dass viele dieser im Ausland geborenen Eltern Muslime sind.

Das politische korrekte Statistikbüro ONS erklärte, dass Harry der beliebteste Vorname bei Jungen war, mit 7523 Neugeborenen im Jahr 2011. Wenn man aber die 22 verschiedenen Schreibweisen des Namen Mohammed in Betracht zieht (Mohammed, Muhammad, Mohammad, Muhammed, Mahammad, Mohamed, Mohamud, etc.) dann ergibt sich eine Gesamtzahl von 8146 männlichen Neugeborenen, die im Jahr 2011 nach dem muslimischen Propheten benannt wurden.

Sir Andrew Green, der Direktor von Migration Watch, einem Thinkantk, der sich auf Migration spezialisiert hat, sagte zusammenfassend: "Dies ist das klare Resultat der Masseneinwanderungspolitik der Labour Partei, die die Natur unserer Gesellschaft verändert, und zwar mit einer Geschwindigkeit, die für die Bürger, die natürlich niemals dazu befragt wurden, unannehmbar ist."

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