Islam soll Kampfaufrufe Mohammeds für ungültig erklären

Kath.Net - 11 Januar 2015
 Islam soll Kampfaufrufe Mohammeds für ungültig erklären

Nach dem Attentat auf die Redaktion des Satiremagazins "Charlie Hebdo" in Paris hat die Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher (Bonn) eine drastische Reform der islamischen Theologie angemahnt.

"So lange die Kampfaufrufe Mohammeds und der Kalifen nicht für alle Zeiten für ungültig erklärt werden, wird der Islam sein Gewaltproblem nicht loswerden", sagte Schirrmacher der Zeitung Rheinische Post (Düsseldorf). Der politische Islam berufe sich auf die wesentlichen islamischen Quellen, die kein grundsätzliches Verbot von Kriegsführung und Gewalt zur Verteidigung des Islam formulieren, so Schirrmacher.

Auch das Vorbild des Propheten Mohammed als Kriegsherrn und das grundsätzliche Gebot, ihn in allem nachzuahmen sei von der islamischen Theologie "nie grundsätzlich relativiert worden".

Bedford-Strohm: Extremismus geschlossen entgegentreten

Zahlreiche Vertreter der Kirchen verurteilten den Terrorakt. Der EKD-Ratsvorsitzende, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (München), mahnte im Kampf gegen Extremismus Geschlossenheit an: "Wir müssen und wir werden alle zusammenstehen und gegenüber Extremisten aller Art Flagge zeigen", schrieb er auf Facebook. Er hoffe, dass die Attentäter von Paris bald gefasst würden. Neben der Polizeiarbeit brauche es aber auch "viele Menschen, ein ganzes Volk jenseits aller religiösen oder weltanschaulichen Grenzen, das eintritt für die Menschenwürde. Ich wünsche mir, dass Deutschland, dass ganz Europa, genau das jetzt zeigt." Papst Franziskus hat sich in einem Telegramm an die Hinterbliebenen der zwölf Ermordeten gewandt. Zuvor hatte er dazu aufgerufen, sich "dem Verbreiten von Hass und Gewalt entgegenzustemmen". Diese zerstörten "das grundlegende Gut des friedlichen Zusammenlebens zwischen Menschen und Völkern". (weiterlesen...)

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