Islam versus Juden- und Christentum

06 März 2008

„Islamismus, Dialog und Euro Islam“ Das Ende der Illusionen - Teil 4

Von Thomas Tartsch 05 März 2008

Der Islam steht in einem strikten Antagonismus zum Juden- und Christentum. Indem der Prophet an Abraham anknüpfte, verloren Juden- und Christentum ihre Heilswirksamkeit, was Sure 3, Vers 64ff. klar zum Ausdruck bringt, da Abraham weder Jude noch Christ war, sondern ein „Rechtsgläubiger“, der sein Gesicht Allah zuwandte, womit Abraham den ersten Muslim darstellt.

Gleichzeitig verweist der Prophet hier auf Sure 9, Vers 30f, in denen Juden und Christen vorgeworfen wird, entweder Esra oder Jesus als Gottes Sohn zu verehren und den Rabbinern und Mönchen einen Kult zuzugestehen, der nur Allah zusteht.

Damit sind Juden und Christen dem Vorwurf von „shirk“ im Sinne von Beigesellung als Polytheismus ausgesetzt, was im Gegensatz zum Prinzip des „tauhid“ (Einheit Allahs) steht, wie ihn Sure 112, Vers 3 festschreibt: „[…] Er zeugt nicht und ist nicht gezeugt.“

Der Islam als jüngste monotheistische Religion sieht sich seit seiner Etablierung beständig einem Rechtfertigungsdruck ausgesetzt, was die frühe Historie von der Hidschra bis zum Tod des Propheten verdeutlicht.

Während dieser zehn Jahre änderten sich die Aussagen der Suren, die sich von der Werbung für die Lehren des Propheten bezüglich der ansässigen Juden und Christen zu einer scharfen Abgrenzung und Gegnerschaft wandelten, die anderen Angehörigen monotheistischer Buchreligionen bei Anerkennung der Überlegenheit des Islam nur die inferiore Stellung als „Schutzbefohlener“ (Dhimmî) erlaubt, die (da sie als Nichtmuslime nicht zum islamischen Gemeinwesen gehören) durch einen Vertrag gegen Zahlung der Kopfsteuer (jizya) eine niedere Stellung mit eingeschränkter Handlungsautonomie neben den Muslimen im islamischen Herrschaftsgebiet einnehmen, was Sure 9, Vers 29 aussagt.

Daneben gebietet der Koran den uneingeschränkten Kampf gegen die Polytheisten, der durch die als „Schwertvers“ bekannte Sure 9, Vers 5 den Status eines göttlichen Auftrages erhält, was Sure 2, Vers 216 bekräftigt, da der Djihad zur Pflicht der Muslime erklärt wird.

Das sind drei von über 200 Stellen im Koran, die zum Kampf gegen die Ungläubigen aufrufen und durch Abrogation (al-nâskh wal-mansûhk) die früheren Suren ersetzten, welche im Dialog zum Beweis der Friedfertigkeit des Islam herangezogen werden.

Die Aussagen der Suren können aber nur aus einer historisierenden Perspektive verstanden und ausgelegt werden, da sie im Zusammenhang mit den damaligen Ereignisse zu sehen sind.

So beziehen sich die Suren 2 und 8 auf die Ereignisse der Schlacht von Badr 624 n.Chr. zwischen den medinensischen Muslimen und den mekkanischen Polytheisten der Banu Quraish und Sure 9 auf den erfolglosen Feldzug des Propheten gegen die Garnisionsstadt Tabuk im byzantinischen Reich 630 n.Chr.

Thomas Tartsch ist Promovierter Sozialwissenschaftler und Mitglied der „Forschungsgruppe-Sicherheit“


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Literatur:

Thomas Tartsch: "Da’wa und Jihad – Islamischer Fundamentalismus und Jihadismus. Bedrohung der inneren Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland?" Eine vertiefende Analyse unter Einbeziehung aktueller und empirischer Daten

Tartsch: Islamismus, Dialog und Euro Islam




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