''Islamophobie'' Lexika, neue Megamoscheen und andere Ereignisse

14 Oktober 2013
 ''Islamophobie'' Lexika, neue Megamoscheen und andere Ereignisse

Islamophobia dictionaries, New Megamosques And Other Recent Events... Von Soeren Kern Übersetzt von Inge Wasam

In Dänemark haben Bauarbeiter am 3. September das allererste Minarett im Lande errichtet, das die Kopenhagener Skyline, die eher flach aussieht, verändern wird

Die sogenannte Großmoschee wird die größte Skandinaviens werden, finanziert unter anderem durch einen ca 20 Millionen Euro Kredit aus Katar. Dieses Geschenk, so sagen Kritiker besorgt, wird zum Sprachrohr des radikalen Islams in Dänemark werden. Von Großbritannien bis Griechenland und von Spanien bis Slowenien, die muslimische Einwanderung und der damit zusammenhängende Aufstieg des Islams verändern das Leben in Europa auf eine Weise, die man noch vor einigen Jahren für undenkbar gehalten hätte.

Im folgenden erhalten Sie eine kurze Zusammenstellung der wichtigsten Geschichten rund um den Islam in Europa, die sich in nur einem Monat, dem September 2013, ereignet haben.

In Großbritannien enthüllte das Bildungsministerium jüngst, dass man ehemalige Agenten des britischen Geheimdienstes MI5 rekrutiere, um die angebliche Infiltration britischer Schulen durch islamische Extremisten zu untersuchen. Die Agenten werden eine Art neuer Einheit zum Kampf gegen den Extremismus bilden, die gebildet werden um in Schulen zu ermitteln, in denen man radikale Aktivitäten vermutet.

Am 29. September sagte Bildungsminister Michael Grove gegenüber der Sunday Times, dass einige Schulen von muslimischen Hardlinern ''übernommen worden'' seien, in der Hoffnung, das Personal sowie die Schüler zu radikalisieren. Er sagte auch, er wäre fest dazu entschlossen solche Schulen "auszusortieren" deren Praktiken nicht mit den britischen Werten übereinstimmten.

Eine Studie, die die BBC am 25. September veröffentlichte, enthüllte, dass mehr als ein Viertel der jungen Briten den Muslimen misstraue und meinen, dass Großbritannien besser dran wäre, wenn es weniger im Land gäbe.

Von den 1000 jungen Befragten in der Studie, die von ComRes, einem führenden Markt- und Meinungsforschungsinstitut durchgeführt wurde, sagten 27% der 18-24jährigen, dass sie den Muslimen nicht trauen, während 28% sagten Großbritannien wäre besser dran mit weniger Muslimen.

Auch kam heraus, dass 60% dachten, die britische Öffentlichkeit habe ein negatives Bild von Muslimen und 44% sagten, Muslime hätten nicht dieselben Werte wie der Rest der Bevölkerung.

Eine Studie, die am 1. September von Lord Ashcroft Polls veröffentlicht wurde, zeigte, dass sechs von 10 Briten denken, dass die Einwanderung mehr Nachteile als Vorteile für ihr Land gebracht habe; nur 17% dachten, dass die Vor- die Nachteilen überwiegen.

Die größten Sorgen drehten sich dabei um Migranten, die Sozialleistungen fordern oder die öffentliche Dienstleistungen in Anspruch nehmen, ohne jemals etwas eingezahlt zu haben.

Anderswo in Großbritannien entschied ein Richter am 16. September, dass eine muslimische Angeklagte ihren Gesichtsschleier abnehmen müsse, um vor Gericht auszusagen. Aber er erlaubte der Frau – in einem Verfahren, das juristische Geschichte schreibt - , den Schleier während aller anderen Termine ihres Verfahrens aufzubehalten.

Richter Peter Murphy sagte dazu, das Gericht solle "die Freiheit des religiösen Ausdrucks" anerkennen, aber die Erlaubnis, ihren Niqab während ihrer Aussagen an zu behalten, bedeute "mit einer mehrspännigen Kutsche durch die englische und walisische Rechtsprechung zu fahren".

Murphy sagte, "der Niqab ist zum Elefant im Gerichtssaal geworden", und es gab eine weitreichende Furcht unter den Richtern, wie man dieses Thema angehen sollte. Er fügte hinzu, er hoffe, dass "das Parlament oder ein höheres Gericht bald eine definitive Antwort zu der Frage geben wird"; und "wenn Richter in verschiedenen Fällen an verschiedenen Stellen verschiedene Ansätze (bezüglich des Niqab) vertreten, würde das Ergebnis rechtliche Anarchie sein".

Laut anderer Nachrichten wird die britische Regierung von insgesamt 186 muslimische Insassen dreier verschiedener Gefängnisse verklagt.

Sie behaupten, dass ihre Menschenrechte verletzt wurden, nachdem Tests bestätigt hätten, die ihnen servierten, als "halal" bezeichneten Lebensmittel würden Schweinefleisch enthalten. Insgesamt stellen die 11.248 muslimischen Gefangenen 13,1% der Gesamtbelegung britischer Gefängnisse dar.

Diese Gerichtsfälle entstehen inmitten von Ängsten einer wachsenden "Kultur des Entschädigt-Werdens" unter Gefangenen. Mehr als 60 Millionen Pfund (97 Millionen Dollar) wurde in den letzten vier Jahren an Kriminelle, Gefängnispersonal und Besucher in britischen Gefängnissen für Vorfälle in Gefängnissen gezahlt.

Am 12. September wurde vom Birmingham Metropolitan College ein Verbot widerrufen, das für den islamischen Schleier galt, nachdem muslimische Studenten sich darüber beschwerten, dass dies eine Diskriminierung sei und eine Online-Petition starteten, die über 8.000 Unterschriften in nur zwei Tagen ergab.

Das College schreckte von seinem eigenen Verbot zurück, wenige Stunden, bevor eine Demonstration mehrerer Hundert muslimischer Studenten den normalen Betrieb des College zu unterbrechen drohte.

In Kopenhagen / Dänemark errichteten Bauarbeiter am 3. September das erste Minarett des Landes. Das 20 m (65 Fuß) hohe turmartige Bauwerk, welches Kopenhagens eher niedrig gestaltete Silhouette verändern wird, ist der letzte Schritt des kolossalen Projekts, in Skandinavien die größte Mega-Moschee zu bauen.

Die sogenannte "Große Moschee", die für sunnitische Muslime vorgesehen ist, wurde dank einer Spende über 150 Millionen Kronen (26 Millionen Dollar) vom Emirat Katar am Persischen Golf möglich gemacht. Dieses Geschenk veranlasste Kritiker besorgt zu äußern, dass die Moschee ein Sprachrohr für den radikalen Islam in Dänemark werde.

In Frankreich fasst das neue "Lexikon der Islamophobie", veröffentlicht am 13. September, systematisch Worte und Aussagen von französischen Politikern, Journalisten, Intellektuellen, Künstlern und Autoren zusammen und behauptet beweisen zu können, dass "Islamophobie heutzutage normal sei". Jeder Eintrag auf den 366 Seiten des Lexikons liefert den Kontext und die Erklärungen zu den kränkenden Worten. Das Buch fordert "Wachsamkeit", um das Konzept des "Zusammenlebens" weiter nach vorne zu bringen.

In Deutschland unterschrieb das Bundesland Niedersachsen am 30. September einen vorläufigen Staatsvertrag mit kommunalen muslimischen Vertretern, in dem der Islam als offizielle Religion anerkannt wird.

Dieses Dokument geht auf 30 genau bezeichnete Beschwerden durch die muslimische Gemeinschaft ein, die 7% der gesamten Bevölkerung des Bundeslandes stellt. Gemäß dem Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Stephen Weil, "herrschte in der Vergangenheit eine gegenseitige Skepsis vor, und unsere Regierung wünscht mit diesem Vertrag ihren Respekt gegenüber den Muslimen zu zeigen." Ähnliche "Verträge" wurden vor kurzem auch in Bremen und Hamburg unterzeichnet.

Ebenfalls in Deutschland ordneten Richter am Verwaltungsgericht in Leipzig am 11. September an, dass ein muslimisches Schulmädchen am gemischten Schwimmunterricht teilzunehmen habe. Die Eltern des 13jährigen Mädchens bestanden darauf, dass ihre Tochter nicht am Schwimmunterricht ihrer Schule in Frankfurt teilnimmt, weil sie sich "unwohl" fühle, gemeinsam mit Jungen mit "nackter Brust" in ihrer Nähe schwimmen zu gehen.

Sie wolle entweder den Unterricht ausfallen lassen, oder Einzelunterricht speziell für sie. Das Gericht urteilte, dass die "soziale Realität in Deutschland über ihrem religiösen Glaube stehe" und ordnete an, dass sie am Schwimmunterricht teilzunehmen habe, allerdings in einer den ganzen Körper verhüllenden Bekleidung, bekannt als "Burkini", um Rücksicht auf ihren Glauben zu nehmen.

In der Zwischenzeit wurde am 19. September ein von Multikulturalisten angestrebter Streit, Weihnachten abzuschaffen, beigelegt, als Bürgermeister Klaus Wowereit förmlich erklärte, Weihnachten sei immer noch legal. Als die linkslastige Partei "die Grünen/Bündnis 90" im Stadtteil Kreuzberg ankündigte, dass der traditionelle Weihnachtsmarkt, der in dem Viertel seit Generationen stattfindet, von nun an mit dem religiös neutralem Begriff "Winterfest" bezeichnet werde, brach ein Tumult los.

Die Bevölkerung in Kreuzberg besteht ungefähr zu einem Drittel aus Muslimen. Wowereit sagte dazu, er habe Beschwerden über das Verbot von wütenden Menschen aus ganz Deutschland erhalten und dieser Streit habe dem Ruf Berlins geschadet.

In Griechenland kündigte der Infrastruktur-Minister Michalis Chrysochoidis am 17. September die vierte Ausschreibung für das Bauprojekt einer steuerfinanzierten Mega-Moschee in Athen an. Die drei vorangegangenen Ausschreibungen für den Bau der Moschee im Athener Stadtteil Votanikos fanden am 9., 18. und 26. Juli statt. Hier gingen keine geeigneten Gebote ein; einige Firmen gaben an, Drohungen von gegnerischen Gruppierungen der Moschee erhalten zu haben.

Kritiker der Moschee sagen, dass Athen, das aus dem Staatsbankrott gerettet werden soll, nicht eine Million Euro (1,4 Millionen Dollar) entbehren könne, die es kosten soll; vor allem in Anbetracht der seit sechs Jahren andauernden Finanzkrise mit einem Rekordhoch an Arbeitslosigkeit und sinkenden Lebensstandards.

In Island genehmigte der Stadtrat von Reykjavik am 19. September eine Bauerlaubnis für den Bau der ersten Moschee im Land. Mitglieder des Stadtrats – geführt vom Bürgermeister Reykjaviks, Jón Gnarr, der sich selbst als Anarchist bezeichnet – äußern ihre Hoffnung darüber, dass die erstklassige Position die Moschee zu einem herausragenden Wahrzeichen lassen wird.

Kritiker der Moschee sagen hingegen, dass das Projekt von Spendern aus dem Nahen Osten finanziert wird, die die Kontrolle – und die Radikalisierung – der wachsenden muslimischen Gemeinschaft Islands anstreben.

Im italienischen Mailand, dem industriellen, geschäftlichen und finanziellen Herz des Landes, ist "Mohammed" nun der am meisten genutzte Name unter Kleinunternehmern. Gemäß einem neuen Bericht, der von der Handelskammer Mailands am 3. September veröffentlicht wurde, wurden in den vergangenen 12 Monaten mehr Firmen von Männern namens "Mohammed" als mit dem Namen "Joseph" (zweiter Platz) und "Marco" (dritter Platz) gegründet. "Mohammed" übertrifft auch zahlenmäßig andere traditionelle italienische Namen wie Guiseppe, Luca, Andrea, Roberto und Antonio.

Diese Entwicklung, die die weitgehenden Veränderungen reflektiert, die in der italienischen Gesellschaft aufgrund von Masseneinwanderung erfährt, macht zum ersten Mal kenntlich, dass muslimische Geschäftsinhaber einheimische Italiener vom ersten Platz der jährlichen Liste der Firmengründungen verdrängt haben.

Zwischenzeitlich, am 13. September, sagte der Flüchtlingsrat der UN, dass fast 6.000 Syrer dieses Jahr in Italien angekommen sind, eine massive Steigerung gegenüber 369 Flüchtlinge im Jahr 2012.

Am 25. September landeten drei Boote mit mehr als 700 Asylsuchenden auf der Mittelmeerinsel Lampedusa an, dem südlichsten Punkt Italiens und dem Hauptzugangspunkt für illegale Einwanderer in die Europäische Union.

Am 14. September sagte die italienische Küstenwache, dass sie 800 Migranten vor der Küste Siziliens auf drei verschiedenen Schiffen gerettet habe. Am 7. September fing die Küstenwache weitere 700 Asylsuchende vor der Küste von Syrakus ab.

In Slowenien legten Muslime am 14. September den Grundstein zur ersten Moschee des Landes in der Hauptstadt Ljubljana. Der eigentliche Beginn der Baumaßnahmen wird für November erwartet und ist auf drei Jahre und auf 12 Millionen Euro Kosten (16 Millionen Dollar) hochgerechnet. Über 70% der Kosten wird, wieder einmal, von Katar bezahlt. Slowenien, als ein hauptsächlich katholisches Land mit 2 Millionen Einwohnern, hat eine muslimische Bevölkerung von 50.000 Menschen.

In Spanien besagt ein jährlicher Bericht des Büros des Generalstaatsanwalts vom 19. September, dass der radikale Islam in Spanien an Stärke gewinnt; er warnt vor dem "hohen Risiko" von Jihadisten inspirierter terroristischer Angriffe.

Der Bericht erklärt, das Spanien wiederholt auf Webseiten von Jihadisten auftaucht und im Fokus von irredenten Forderungen bezogen auf "Al Andalus", das ist der arabische Name einer Region von Spanien, Portugal und Frankreich sei, die von muslimischen Eroberern (auch als "Mauren" bekannt) in den Jahren 711 bis 1492 besetzt war.

Ebenfalls in Spanien nahm die Polizei am 16. September Yassin Ahmed Laarbi fest, den angeblichen Rädelsführer eines Jihadisten-Netzwerks, das Kämpfer für den Krieg in Syrien rekrutiert. Laarbi, alias Pistu, wurde in Ceuta festgenommen, einer spanischen Enklave in Nordafrika. Er wird für den Anführer einer aus acht Männern bestehenden Zelle gehalten, die am 21. Juni in einer Polizeiaktion festgenommen wurden. Zu dieser Zeit entzog sich Laarbi erfolgreich der Polizei.

Das Netzwerk war bei der Rekrutierung, Indoktrinierung und Reiseunterstützung von Dutzenden Islamisten zu Trainingscamps und Kriegsgebieten, besonders in Syrien, aktiv. Die spanische Polizei meldet, sie habe Beweise, dass Dutzende Jihadisten von Ceuta und Marokko aus mit Hilfe dieses Netzwerks nach Syrien reisten.

Zwischenzeitlich stürmten am 17. September Hunderte von Einwanderern die spanische Grenze zu Marokko, das Neueste ist eine Welle von Tausenden Migranten, die Spanien erreichen wollen. Etwa 300 Migranten rissen einen Teil eines sechs Meter (20 Fuß) hohen Zauns bei Melilla ein, eine spanische Enklave, die an Nord-Marokko angrenzt; etwa 100 schafften es auf die andere Seite. Bei einem anderen Vorfall versuchten 350 weitere Migranten, das andere spanische Gebiet in Nordafrika, Ceuta, zu erreichen, indem sie von der nahegelegenen marokkanischen Küste zum Strand auf der spanischen Seite schwammen.

In der Schweiz ist Ticino das erste schweizerische Kanton, das am 22. September ein Verbot von gesichtsbedeckender Kleidung auf öffentlichen Plätzen erlässt und damit eine Abstimmung umsetzt. Über 65% der Abstimmenden aus dem italienischsprachigen Kanton stimmten für diese Änderung der Gesetze.

Die Initiative aus Ticino zielt nicht ausdrücklich auf Muslime ab – die Formulierung fordert, dass "niemand auf öffentlichen Straßen und Plätzen sein Gesicht verschleiern oder verstecken darf" - , in der Praxis sind hier jedoch Frauen in islamischen Burkas und Niqabs gemeint.

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