Als die Linke nicht von Christenverfolgung sprechen wollte

Kath.Net - 28 November 2010

Europaparlament fordert fast einstimmig Schutz für Christen im Irak - Vertreter der Linken im Straßburger Plenum wollten den Begriff der Christenverfolgung nicht in den Mund zu nehmen.

Straßburg - In einer fast einstimmig verabschiedeten Dringlichkeitsentschließung, die die CSU-Europaabgeordneten Bernd Posselt und Martin Kastler gemeinsam mit ihrem italienischen Kollegen Mario Mauro initiiert hatten, hat das Europäische Parlament am Freitag seine "tiefe Besorgnis über die jüngsten Angriffe auf Christen und andere religiöse Gemeinschaften im Irak" zum Ausdruck gebracht und "den Mißbrauch der Religion durch die Angreifer" scharf mißbilligt.

Die Abgeordneten forderten den irakischen Staat auf, "seine Anstrengungen zum Schutz der Christen und anderer verletzlicher Minderheiten deutlich zu erhöhen", die für die Verbrechen Verantwortlichen gerichtlich zur Rechenschaft zu ziehen und den Kampf gegen den Terrorismus zu verstärken. Rat und Kommission der EU, insbesondere aber die Hohe Vertreterin für Außen- und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton, müßten bei den Vorbereitungen für das Partnerschafts- und Kooperationsabkommen mit dem Irak "das Problem der Sicherheit der Christen ... als vorrangiges Thema ansprechen."

Bernd Posselt nannte es in der Plenardebatte "einen himmelschreienden Skandal, daß nach zweitausend Jahren der Präsenz christlicher Gemeinschaften im heutigen Irak diese ausgerechnet nach einer Intervention des so genannten Westens und unter einer demokratischen, von uns (...)

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