Anti-Islamisierungskongreß. Straße frei dem Antifa-Mobi-Mob!

Gudrun Eussner - 03 Mai 2009 - Von Dr. Gudrun Eussner
Anti-Islamisierungskongreß. Straße frei dem Antifa-Mobi-Mob!

Eines muß man den Pro-Kölnern lassen, sie sorgen für die Entlarvung des Kölner Klüngels und seines brutalen Vorgehens, Kritik, Sorgen und Bedenken der Bevölkerung zu verdrängen und, wenn das nicht geht, sie als rechtsextrem zu denunzieren und von willigen linksradikalen Helfern aufmischen zu lassen.

Die Regierung der Stadt Köln und ihre Behörden sind unfähig, sich einer Demokratie würdig mit Pro-Köln auseinanderzusetzen und ihrem Anti-Islamisierungskongreß angemessen zu begegnen. Sowohl die Pro-Bewegung als auch ihren Kongreß haben sie selbst zu verantworten, ihre Skandale, Handlungen und Unterlassungen führen dazu, daß sich die Pro-Bewegung in ganz NRW und inzwischen auch darüber hinaus verbreitet und festigt. Die regierende Kölner und die NRW-CDU setzen der Pro-Bewegung nichts entgegen, kein Programm, keine Strategie, Fritz Schramma, Jürgen Rüttgers, Armin Laschet sind die besten Werber. Konservative bis liberale Bürger erkennen in der CDU keine politische Heimat mehr, sie treten entweder direkt der Pro-Bewegung bei wie Jörg Uckermann, oder sie ziehen sich zurück und üben Wahlenthaltung.

Was soll die Bevölkerung von einer Bezirksvertretung wie der von Köln-Ehrenfeld halten, in der es so zugeht: SPD, CDU, Grüne und FDP hätten ohne jede stichhaltige Erklärung den Pro-Köln-Fraktionsvorsitzenden Jörg Uckermann von der Teilnahme an der Sitzung ausgeschlossen: Bezirksbürgermeister Josef Wirges und die Mehrheitsfraktionen im Stadtbezirk machten schlicht von der Geschäftsordnung Gebrauch und von der ihnen formal gegebenen Möglichkeit, einen Bezirksvertreter auszuschließen, ohne sich mit Fragen nach der materiellen Begründung aufzuhalten. Pro-Köln klagt nun dagegen und moniert, die Steuerzahler müßten für das Verfahren aufkommen. (1)

Einsatz der Geschäftsordnung zur Ausschaltung unliebsamer Politiker sowie die duldende bis positive Reaktion des Kölner Klüngels auf die Unterdrückung der Meinungsfreiheit und auf die Verwüstungen anläßlich des verhinderten ersten Anti-Islamisierungskongresses, vom 20. September 2008, treiben weitere Menschen zur Pro-Bewegung, sie wächst mit jeder Äußerung des Einvernehmens mit Protestgruppen, die nicht nur ungeniert im Internet ihre Strategien zur Störung und Verhinderung des Kongresses erläutern, sondern auch noch Rückendeckung der versifften Kölner MSM bekommen.

Derweil hetzt der Kölner Stadt-Anzeiger (KStA) die Bevölkerung auf: Tanzbrunnen fällt Pro-Köln zum Opfer. (2)

Auf der Site der Stadt Köln jedoch lautet die Erklärung für den Ausfall der Veranstaltung, die hinter dem Messegelände, an den Deutzer Rheinterrassen, stattfinden sollte: Der Grund für die Entscheidung der Tanzbrunnen-Verantwortlichen ist jedoch nicht die im Rahmen des "Anti-Islamisierungs-Kongresses" nach Deutz verbannte Pro-Köln-Demonstration selbst, sondern die weiträumige Absperrung durch Polizeikräfte: Diese umfasst unter anderem auch die Zufahrtswege zum Tanzbrunnen sowie den öffentlichen Nahverkehr in Deutz. Der Tanzbrunnen wäre dadurch nicht mehr zu erreichen. ... Die Absperrungen der Polizei am 9. Mai gelten weniger den Demonstranten von Pro Köln und Pro NRW als vielmehr den Gegendemonstranten: Bei der Polizei rechnet man mit gewaltsamen Ausschreitungen des politischen Gegners, wie es bereits beim geplatzten Anti-Islamisierungs-Kongress im September 2008 der Fall war. (3)

Die Kölner Polizei, die der Regierung der Stadt Köln untersteht, schafft die Situation. Eine klare Absage an die Gewalt der Chaoten, statt Ermunterung und Lob fürs angeblich demokratische Verhalten, und eine weiträumige Absperrung wäre gar nicht nötig. Den Kölnern wird laut KStA der Spaß genommen, auf den sie abonniert sind, von wem? Von Pro-Köln. GehtŽs noch primitiver?

Ja, es geht, nämlich durch die katholische und evangelische Kirche, die sich auf gotteslästerliche Art und wider das Zweite Gebot mit Gottesdiensten und Diskussionen positionieren, Köln stellt sich quer, und so dokumentieren, daß sie gegen die Islamisierung der westlichen Gesellschaft nichts einzuwenden haben. Anstatt sich der Mühe zu unterziehen, die Veranstaltung und ihre Organisatoren, Redner und Anhänger zu analysieren und intellektuell auseinanderzunehmen, schließen sie sich den undemokratischen Machenschaften an. Es wird nicht ihren Kirchen, sondern der Pro-Bewegung Zulauf bringen. (4)

Genauso gotteslästerlich und schamlos wird eine Pfarrerin die Pro-Köln Veranstaltung segnen. So ist es jedenfalls angekündigt. (5)

Es kostet Zeit und Mühe, inhaltliche und personelle Zusammenhänge zu recherchieren, Querverbindungen offenzulegen, und den Menschen, die meinen, es sei heuer angesagt, sich der Pro-Bewegung anzuschließen, Informationen über Programm und Personal zu geben, damit sie sich klar werden können, auf was sie sich einlassen würden bei einer Mitgliedschaft. Ich habe das mit dem Artikel Der Anti-Islamisierungskongreß und seine Redner versucht; es ist ein weites Feld. (6)

Wo hätte man im KStA über die Redner gelesen? Man gebe in die KStA-Suchfunktion nacheinander ein: "Carl Lang", "Mario Borghezio", "Robert Spieler". Ihre Suche ergab keine Treffer im Online-Archiv. Da liest man mehr auf der Site Anti-Islam-Kongress 2009, der im Untertitel eine objektive Berichterstattung zur Rassistenkonferenz vom 8. bis 10. Mai ankündigt. (7)

Mit der Objektivität ist allerdings bereits im Titel Schluß. Die Veranstaltung heißt Anti-Islamisierungskongreß, und daß es sich um eine Rassistenkonferenz handelt, sollte die Analyse ergeben. Aber bei Linken ist es klar, daß sie die Wahrheit bereits im vorhinein wissen. Ihre Wahrheit berechtigt sie dazu, dem Kongreß die von Pro-Köln gewählte Bezeichnung abzuerkennen, oder muß man davon ausgehen, daß die Autoren der Site der deutschen Sprache nicht mächtig sind?

Sie bestimmen auch die Toleranzgrenze, in dem sie zum Redner Mario Borghezio, der übrigens auf Grund der anstehenden Europaratswahlen nicht zur Konferenz anreist, erklären: Im kommenden Mai wird auch er am geplanten Anti-Islam-Kongress in Köln teilnehmen - wie andere seiner rassistischen Kameraden auch. pro Köln kann sich glücklich schätzen, solch prominente Politiker höchst extremistischer Couleur in die tolerante Stadt am Rhein holen zu können. Bleibt nur noch die Frage, wo die Toleranz ein Ende hat... (8)

Man darf gespannt sein, wie sie und ihre Freunde das Ende der Toleranz am 9. Mai markieren werden.

Die als Rednerin eingeladene Pamela Geller, von Atlas Shrugs, verlinkt auf meiner Site, ist für diese objektive Site, die anscheinend noch nie vorher von ihr etwas vernommen hat, ein ominöser Gast, sie wird vorgestellt als "Islamkritikerin", in Anführungszeichen. Das ist die objektive Berichterstattung von Linken, die bestimmen, was Islamkritik ist, und wer ein Islamkritiker, die über die dänischen Mohammed-Karikaturen meinen, sie wären berühmt-berüchtigt. Meinungsfreiheit billigen sie nur sich selbst und ihren islamischen Freunden zu. Diese, die nichts von der Meinungsfreiheit für uns, die Kuffar, halten, dürfen drei Monate nach der Veröffentlichung der Zeichnungen, nicht nur in Jyllands Posten, sondern auch in Al Fagr, einer weit verbreiteten ägyptischen Zeitung, im Februar 2006 getrost und gewaltsam ihre Meinung kundtun, so wie die linken Zerstörer, am 20. September 2008. (9)

Sie, im Schulterschluß mit Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbänden und ihren Medien befinden sich im Dienst an Pro-Köln. Alle machen sie mit, daß die Bewegung weiter Zulauf erhält. Der Polizeipräsident ist dabei vornweg. Der für den 9. Mai 2009 geplante Demozug von pro NRW vom Kundgebungsort des Anti-Islamisierungskongresses zur Großmoschee ist vom Kölner Polizeipräsidium verboten worden. (10)

Der Pro-NRW-Vorsitzende Markus Beisicht ist empört: "Begründet wird dies alles mit drohenden linksextremen Ausschreitungen und einem daraus resultierenden polizeilichen Notstand. Aber anstatt die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, die linksextremen Chaoten in die Schranken zu weisen, sollen stattdessen unsere verfassungsmäßig garantierten Grundrechte aufgehoben werden." (11)

Wo er Recht hat, hat er Recht. Es wiederholt sich alles wie am 20. September 2008. Die Stadt Köln ist grundsätzlich nicht demokratiefähig, oder warum weist sie Bürgern legaler Parteien und Bewegungen und deren Anhängern für ihre Kundgebung einen abseits gelegenen Platz hinter dem Bahnhof Köln-Messebahnhof zu, im rechtsrheinischen Deutz, auf der schael Sick, den Barmer statt den Roncalli Platz, im Zentrum? Man google "köln deutz" "barmer platz" und betrachte das von Google Maps angebotene Bild der öden Gegend, in der sich Gegendemonstranten anders als im Stadtzentrum ungestört zum Angriff aufstellen können.

Bestimmen linksradikale Chaoten, wer bei uns wo demonstrieren darf, ihnen wird gestattet, das Gewaltmonopol des Staates zu brechen, die Polizei geht selbstverständlich davon aus? Antifa-Mobi-Block und wie sie alle heißen, betrachten das als Aufforderung seitens staatlicher Institutionen, zur Tat zu schreiten, der Kölner Stadt-Anzeiger wird sie wiederum mit der Ehrenbezeichnung Kölner Bürger belegen. Mit dem Hinweis auf drohende linksextreme Ausschreitungen stellt sich die Kölner Polizei ein Armutszeugnis aus; denn sie sagt bereits jetzt, daß sie den randalierenden Gegendemonstranten nicht gewachsen sein wird. Diese beherrschen die Straße. Welchen Anforderungen ist die Kölner Polizei gewachsen? Der Verhaftung korrupter Kölner Politiker?

Warum duldet die Stadt Köln andererseits am Dom eine permanente hetzerische Anti-Israel-Ausstellung? Warum verwehrt sie der Pro-Bewegung das Recht, zur Baustelle der DITIB-Großmoschee zu ziehen? Der Umzug lasse sich nicht schützen, habe der Kölner Polizeipräsident Klaus Steffenhagen erklärt; das liest man, unkommentiert übernommen von einer Nachrichtenagentur, im Kölner Stadt-Anzeiger. Für den 9. Mai 2009 genehmigte Veranstaltungen von Pro-Köln-Gegnern, die nicht geschützt zu werden brauchen, sorgen dafür, daß der Anti-Islamisierungskongreß nicht geschützt werden kann. Orte und Daten der Gegenveranstaltungen erfährt man auf der Site des Kölner Friedensforums. Sie befinden sich für den 8. Mai 2009 in zentraler Lage, für den 9. Mai 2009 ist eine kurze Kundgebung im Zentrum, am Heumarkt, vorgesehen. Die Kundgebung wird nicht lange dauern, danach kann jeder entscheiden, was er/sie weiter macht. Dort sollen sich also die Gegendemonstranten sammeln, eine Kurzindoktrination erhalten, man nannte es früher auch "Schnellbesohlung", und dann gehtŽs friedlich, durchsetzt mit ein paar gewaltbereiten Gegendemonstranten, immer geradeaus, über die Deutzer Brücke, dann links, in die Mindener Straße zum Ottoplatz und zum Deutzer Bahnhof, in die unmittelbare Nähe des Pro-Köln zugewiesenen Barmer Platzes. Das Bündnis "abgepfiffen" wartet auf die Genehmigung einer Kundgebung auf dem Deutzer Ottoplatz. Der Krawall ist somit gewollt, eingeplant und vorbestimmt. (12)

• 8. Mai 2009, von 15-18 Uhr, Gürzenich, Köln. Mit OB Schramma, dem Kölner DGB-Vorsitzenden Kossinski, Vertretern der Kirchen, des Ford-Managements u.v.a. Die Veranstaltung will ein Zeichen setzen gegen den für den nächsten Tag von pro-Köln angekündigten neonazistischen sogenannten "Anti-Islamisierungs-Kongress".

• 8. Mai 2009, 19 Uhr, Mahnmal Hansaring (Klingelpütz-Gelände), Köln. Antifaschistische Gedenkkundgebung

• 9. Mai 2009, ab 9.00 Uhr, Köln. Aktionen (sic!) gegen Neonazis

• 9. Mai 2009, 9.00 Uhr, Deutzer Bahnhof bzw. vor dem Landschaftsverband Rheinland, Köln. DGB-Jugend und andere Jugendorganisationen wollen sich hier (nicht weit vom Barmer Platz) sammeln

• 9. Mai 2009, 9.30 Uhr, Heumarkt, Köln. Kundgebung gegen Neonazis und "Anti-Islamisierungs-Kongress", veranstaltet vom Bündnis "Köln stellt sich quer" (in dem u.a. der DGB führend vertreten ist).

Hingegangen.Mobi, von Aufgestanden! Hingegangen! Abgepfiffen! meint deutsch und türkisch, letzteres für diejenigen türkischen Zuwanderer, die sich zwar erfolgreich geweigert haben, unser Idiom zu lernen, aber dennoch mittun möchten bei der Verhinderung von Informationen über den Islam: Hingehen und abpfeiffen (sic!)! Ayaklan! Oraya git! Engelle! (13)

• Es sind nur noch wenige Tage bis zum 2. Kongress-Versuch von "pro Köln". Nach dem erfolgreich blockierten Kongress im September 2008 zeigen wir diesmal, wie begehrt ein Platz auf ihrer Kundgebung wirklich ist!

• Ziel ist es, einen solchen Andrang an den Einlassstellen des Kundgebungsortes zu produzieren - indem wir alle "hingehen und Žreinwollen" - dass wir entweder alle auf den Kundgebungsplatz gelangen oder durch unser aller Interesse die Eingänge verstopfen.

• Sind wir erst einmal da, gibt es genügend Möglichkeiten, Protest zu äußern, Alternativen zu Rassismus und Ausgrenzung aufzuzeigen und den Kongress kreativ zu beenden!

Wer die Site www.hingegangen.mobi betreibt, bleibt im Dunkeln. Es wird eindeutig mitgeteilt, daß der Mobi-Mob gewillt ist, den Kongreß zu verhindern und somit die Meinungsfreiheit außer Kraft zu setzen. So stehtŽs da, am 28. April 2009. Da man nicht davon ausgehen kann, daß die Pro-Bewegung, ihre Anhänger und diejenigen, die sich auf der Veranstaltung informieren lassen wollen, dieses unwidersprochen dulden, wird es wieder Krawalle und Zerstörungen geben. Hingegangen.Mobi informiert, wie man am besten an den Kundgebungsort kommt, und am 6. Mai gibtŽs ein Aktionstraining vor dem Haupteingang des Bahnhof Köln Messe-Deutz. Ab 17:00 werden dort noch mal Tipps zum Konzept gegeben.

Der Leitende Polizeidirektor Udo Behrendes gibt in der Sendung Lokalzeit des WDR die Einschätzung der Polizei zu der Frage, ob man auf den Platz gehen dürfe, um dort zu stören. Nicht alle wollten das, antwortet er, aber es gebe Gruppierungen, deren Strategie dies sei. Er belehrt über die Meinungsfreiheit, Pro-Köln habe zum sogenannten Anti-Islamisierungskongreß eingeladen, und da könnten auch solche Menschen hingehen, die anderer Meinung sind. Wer hätte das gewußt? Nun gibt er Anleitung, wie man dort seine abweichende Meinung äußern kann.

Wie aber, fragt die Interviewerin, darf man trillerpfeifen, buhrufen? - Ja, solange die Veranstaltung in ihrer Durchführung nicht gründlich gestört wird, so die Formulierung im Gesetz. Man kann kommunikativ Protest äußern, zwischenrufen, auch mit Plakaten und Transparenten eine andere Meinung kundtun. Nur in dem Moment, wo man versucht, die gesamte Veranstaltung dann von innen heraus zu verhindern oder auch völlig umzufunktionieren, da kippt das Ganze letztlich in eine Straftat über, nämlich die Verhinderung einer anderen Versammlung. Man darf sein Demonstrationsrecht nicht dazu benutzen, das Demonstrationsrecht anderer zu verhindern.

Der Grad ist wahrscheinlich schmal, wirft die Interviewerin ein. Auf der einen Seite will man ja stören, auf der anderen Seite will man friedlich bleiben, ist das nicht gefährlich?

Ja, das ist immer schwierig, sich auf einem schmalen Grad zu bewegen zwischen dem, was erlaubt ist, was aber in einer bestimmten Intensität strafbar werden kann. Nicht unfriedlich, aber auch rechtswidriges Handeln wie die Störung einer anderen zulässigen Demonstration ist letztlich mit Strafe bedroht und muß dann auch zu einem polizeilichen Einschreiten führen.

Auf die Frage, ob es nötig sei für die Demonstranten, ihre Ausweise dabei zu haben, antwortet der Leitende Polizeidirektor, das sei ratsam, sowie auch sein Handy mitzunehmen. In Deutschland ist es in der Tat so, daß ab dem 16. Lebensjahr eine Ausweispflicht besteht, eine gesetzliche Mitführpflicht jedoch nicht. Die Polizei habe im Vorfeld eine Informationsveranstaltung durchgeführt, da sie gesehen habe, daß bei der Verhinderung des ersten Anti-Islamisierungskongresses die Jugendlichen - teilweise auch gezielt - falsch informiert gewesen seien über die Folgen rechtswidriger Aktionen. Die Veranstaltung war allerdings spärlich besucht. Die Interviewerin macht das schöne Wetter verantwortlich. Kann es sein, daß sich die von der Polizei angesprochenen Jugendlichen lieber von Hingegangen.Mobi einschwören lassen?

Das letzte Mal waren es überwiegend Blockaden, die eingesetzt worden sind, damit Versammlungsteilnehmer von Pro-Köln den Ort gar nicht erreichten; auch das ist problematisch, zum Teil erlaubt, aber auch, ab einer gewissen Intensität, nicht erlaubt. Das war damals das Problem, und es kursierten Falschinformationen in Flyern für Jugendliche, die sagten, solches Verhalten ist wie Falschparken zu bewerten. Damit wurde es verharmlost, und darauf haben sich dann Schülerinnen und Schüler eingelassen. (14)

Nun darf man gespannt sein auf die teilweise Verwirklichung des Rechts auf Hinderung von Konferenzteilnehmern, den Versammlungsort zu erreichen, der Leitende Polizeidirektor Udo Behrendes selbst gibt Grünes Licht dazu. Nach gesundem Menschenverstand wäre jede einzelne Hinderung als Nötigung und Verstoß gegen Versammlungs- und Meinungsfreiheit anzusehen, aber bei der Kölner Demokratie weiß man das nicht so genau. Hingegangen.Mobi gibt die Anleitung, zu versuchen, auf den Barmer Platz zu gelangen, oder durch Gedränge die Einlassstellen des Kundgebungsortes zu verstopfen, dort Protest zu äußern, Alternativen zu Rassismus und Ausgrenzung aufzuzeigen und den Kongress kreativ zu beenden!

Den Aufruf zur Nötigung findet man in dieser Präzision nicht mehr, sondern heute gibt Hingegangen.Mobi konkrete Anweisungen, wo sich diejenigen einfinden sollen, die sich nicht trauen, direkt auf den Barmer Platz zu gehen. Es wird betont, dass man, wenn möglich, direkt den Kundgebungsplatz von "pro Köln" ansteuern soll. Wem das nicht möglich ist oder wer weitere Infos braucht bekommt diese an den Anlaufkundgebungen. Achtet hier in den nächsten Tagen auf weitere Treffpunkte und Details/Änderungen. Im Kollektiv ist man eben stärker, da fallen Hemmungen und Bedenken schon leichter.

Wie man die Rechte der Sympathisanten von Pro-Köln bzw. von Personen, die einfach nur hören wollen, was die Redner zu sagen haben, schon vor ihrem Eintreffen aushebeln kann, teilt Hingegangen.Mobi ebenfalls mit: Außerdem hat "pro Köln" als Anreisepunkt für ihre Sympathisanten den ICE-Bahnhof Siegburg genannt, wer will kann natürlich auch von dort mit anreisen.

Damit dem Hingegangen.Mobi die Hoheit über die protestbereiten Jugendlichen nicht entgeht, heißt es: Besucht regelmäßig diese Seite hier und haltet euch dem Laufenden über Änderungen und zusätzliche Infos! Das wäre für den politischen Kampf ein Verlust, wenn sich die vielleicht noch nicht ideologisch gefestigten Jugendlichen selbständig auf den Weg machten und gar verliefen. Dann entglitte dem Hingegangen.Mobi die Macht über sie. Selberdenken ist nicht angesagt, sondern Indoktrination. Ein Blick auf meinen Falkplan Köln-Bonn-Aachen zeigt mir, wie und von wo ich auf den Barmer Platz käme, um den Ausführungen der Redner zuzuhören. Das aber ist nicht beabsichtigt, sondern der Angriff auf die Veranstaltung vom Ottoplatz und sonstigen kurzfristig am Heumarkt bekanntgegebenen Ausgangspunkten aus.

"Von der CDU zur pro-Bewegung" wird weiter Zulauf erhalten, die Nummer des CDU-Aussteiger-Telefons ist auf der Site von Pro-NRW notiert. Weitere Updates werden laufend auf der Site von Pro-Köln und Pro-NRW sowie der des Kölner Stadt-Anzeigers veröffentlicht.

Ertragen kann man die Ruinierung der Demokratie von links und rechts nur noch mit Humor, aber diese doppeldeutige Feinheit wird das Gefolge von Hingegangen.Mobi nicht verstehen:

Na, mein Kleiner, willste etwa auf die Anti-Islam-Veranstaltung? - Nein, Herr Wachtmeister, ich wollte auf die Pro-Köln-Veranstaltung. (15)

1. Mai 2009

Quellen

(1) "DDR light" als Provinzposse. Pro-Köln e.V., 28. April 2009 http://www.pro-koeln-online.de/artikel09/280409_ddr.htm

(2) Tanzbrunnen fällt Pro-Köln zum Opfer. Von cle, Kölner Stadt-Anzeiger, 30. April 2009 http://www.ksta.de/html/artikel/1240406287745.shtml

(3) Tanzbrunnen verschiebt Eröffnungs-Party, Koeln.de, 30. April 2009 http://tinyurl.com/c7mh58

Tanzbrunnen. Koeln.de http://tinyurl.com/cltod4

(4) Kirchen demonstrieren mit. Von kna, Kölner Stadt-Anzeiger, 1. Mai 2009 http://www.ksta.de/html/artikel/1240406287116.shtml

Die Zehn Gebote in ihrer Kurzfassung. MDR, 8. Juni 2005 http://www.mdr.de/kultur/647735-hintergrund-661112.html#absa tz4

(5) Kirchlicher Segen und weitere hochkarätige Zusagen zum Anti-Islamisierungskongreß, Pro-Köln und Pro-NRW Anti-Islamisierungskongress, 23. April 2009 http://www.kongress.pro-nrw-online.de/content/view/383/1/

(6) Der Anti-Islamisierungskongreß und seine Redner. 3. und 27. April 2009 http://www.eussner.net/artikel_2009-04-03_02-02-33.html

(7) Anti-Islam-Kongress 2009. Objektive Berichterstattung zur Rassistenkonferenz vom 8. bis 10. Mai http://ao-wipperfuerth.blogspot.com/

(8) Deutscher Fitna-Film von Pro-Köln veröffentlicht. Anti-Islam-Kongress 2009, 31. März 2009 http://ao-wipperfuerth.blogspot.com/search?q=robert+spieler

(9) Weitere ominöse Gäste beim Anti-Islam-Kongress, Anti-Islam-Kongress 2009, 23. April 2009 http://tinyurl.com/cygadj

Solidarität mit Dänen-Zeitung Jyllands Posten! Fundsachen, 26. Januar 2006 http://www.eussner.net/fundsachen_2006-01-26_12-40-39.html

(10) Pro-NRW darf nicht zur Moschee. Von ddp, Kölner Stadt-Anzeiger, 28. April 2009 http://www.ksta.de/html/artikel/1240406286713.shtml

(11) Linksextreme Gewaltandrohungen zahlen sich aus. Pro-Köln e.V., 28. April 2009 http://www.pro-koeln-online.de/artikel09/280409_demozug.htm

(12) Kölner Friedensforum. Termine http://www.friedensforum-koeln.de/pages/termine.html

(13) Neuer rassistischer Kongress von "pro Köln" am 9. Mai? Hingehen und abpfeiffen! Antifa-Mobi http://www.hingegangen.mobi/cms-/

(14) www.hingegangen.mobi - Interview mit der Polizei. Lokalzeit aus Köln, WDR, 29. April 2009. Video. YouTube http://www.youtube.com/watch?v=CwbQE1ymK_s

(15) Moishes Meinungsfreiheit. Von Daniel Haw, Politically Incorrect, 1. Mai 2009 http://www.pi-news.net/2009/05/moishes-meinungsfreiheit/

(...mehr)
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