Aufbau des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Tübingen schreitet voran

JuraForum - 03 Mai 2011 - Von Pressemitteilung
Aufbau des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Tübingen schreitet voran

von links: Bernd Engler, Rektor der Universität Tübingen, Erdinc Altuntas, Vorsitzender DITIB-Landesverband Württemberg, Suleyman Tenger, Vorsitzender des Beirats des Tübinger Zentrums, Harun Eksin, Landesverband der islamischen Kulturzentren Baden-Württemberg e. V., Muhamed Bascelic, Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland e. V.

Mit der Berufung eines siebenköpfigen Beirats erreicht das Zentrum für Islamische Theologie der Universität Tübingen die nächste Aufbaustufe. Der Beirat soll den Prozess der Akademisierung und Institutionalisierung der islamischen Theologie an der Universität Tübingen begleiten. Das Tübinger Zentrum wird auf Empfehlung des Wissenschaftsrats eines von vier bundesweiten Zentren für Islamische Theologie sein.

Mit der Berufung eines siebenköpfigen Beirats erreicht das Zentrum für Islamische Theologie der Universität Tübingen die nächste Aufbaustufe. Der Beirat soll den Prozess der Akademisierung und Institutionalisierung der islamischen Theologie an der Universität Tübingen begleiten. Das Tübinger Zentrum wird auf Empfehlung des Wissenschaftsrats eines von vier bundesweiten Zentren für Islamische Theologie sein.

Die Förderung von Bund und Land Baden-Württemberg wird bereits in den ersten Jahren rund 1,3 Millionen Euro jährlich betragen. Zum Wintersemester 2011/12 soll der Lehrbetrieb für die ersten 40 Studierenden aufgenommen werden. Die ersten vier Professuren wurden bereits im Februar ausgeschrieben. Insgesamt gingen auf die Ausschreibung 46 Bewerbungen aus aller Welt ein.

Die Berufungsverfahren laufen derzeit. Der neue Studiengang "Islamische Theologie" wird berufsqualifizierend sein für künftige Imame sowie für Personen, die als Muslime eine konfessionsbezogene Tätigkeit in verschiedenen Berufsfeldern, insbesondere im interkulturellen Bereich von Wirtschaft und Gesellschaft, anstreben. Eine Ausbildungsmöglichkeit auch für das Lehramt an Schulen wird vorgesehen.

Die drei Verbände (in alphabetischer Reihenfolge) DITIB (Diyanet Isleri Türk-Islam Birligi), IGBD (Islamische Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland) sowie VIKZ (Landesverband der islamischen Kulturzentren) und die Universität Tübingen haben einen konfessionsgebundenen Beirat für ein Zentrum für Islamische Theologie der Universität Tübingen eingerichtet. Seine Zusammensetzung folgt den Empfehlungen des Wissenschaftsrats, indem er zwei muslimische Theologen mit akademischer Laufbahn und Erfahrung im akademischen Umfeld aufweist. Darüber hinaus besitzen auch alle anderen Beiratsmitglieder theologische Kompetenz. Fünf Vertreter werden von den Verbänden vorgeschlagen.

Dabei entfallen auf DITIB drei Stimmen, auf VIKZ und IGBD je eine Stimme. Die zwei nicht-organisierten Muslime mit je einer Stimme werden vom Rektor vorgeschlagen. Der Beirat entscheidet ausschließlich in bekenntnisrelevanten Fragen. Die Wissenschaftsfreiheit der Hochschule wird dabei gewahrt. Bei Berufungen wird entsprechend dem Landeshochschulgesetz verfahren: Die Berufungskommission wird vom Rektorat einberufen. Ihr gehören islamische Theologen (derzeit sind hier nur externe Vertreter möglich) sowie Wissenschaftler anderer Fakultäten und Repräsentanten der unterschiedlichen universitären Gruppen an.

Das Auswahlverfahren in der Berufungskommission erfolgt nach den hochschulintern geltenden Regeln und nach ausschließlich wissenschaftlichen Kriterien. Nach Abschluss des Auswahlverfahrens in der Berufungskommission ist in Analogie zu Berufungsverfahren bei den christlich-theologischen Fakultäten die Zustimmung des Beirates einzuholen.

Die Arbeit des Tübinger Zentrums wird sich im Kontext einer Universität vollziehen, deren Theologien, Islamwissenschaft, Politikwissenschaft, Religionswissenschaft und weitere affine Bereiche dem Projekt sehr offen und wohlwollend gegenüberstehen. Mit der Etablierung eines Zentrums für Islamische Studien erwarten sich auch die Tübinger (nicht konfessionsgebundenen) Islam- und Orientwissenschaften eine deutliche Steigerung der studentischen Nachfrage sowie der inner- und außeruniversitären Vernetzung.

Der neu eingerichtete Forschungs- und Lehrbereich der konfessionsgebundenen Islamischen Theologie wird über die inneruniversitäre Zusammenarbeit hinaus auch Kooperationen mit anderen Hochschulen (z. B. der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg sowie diversen Pädagogischen Hochschulen, an denen bereits islamische Religionspädagogik unterrichtet wird) sowie mit Universitäten suchen, an denen die Islamischen Studien bereits etabliert sind bzw. werden (Osnabrück, Münster, Frankfurt, Erlangen-Nürnberg). Die Kooperation mit anderen Universitäten wird insbesondere im Rahmen der wissenschaftlichen Betreuung von Doktoranden und Habilitanden durch die Einrichtung eines gemeinsamen interuniversitären Promotionskollegs durch die Stiftung Mercator realisiert werden. Die Stiftung Mercator will den wissenschaftlichen Nachwuchs im Bereich islamische Theologie mit insgesamt 3,6 Mio Euro in sechs Jahren fördern.

Um diese Förderung können sich auch Nachwuchswissenschaftler des Zentrums für Islamische Theologie der Universität Tübingen bewerben. Ergänzt werden diese Bemühungen durch die Etablierung eines Netzwerks mit Universitäten in der islamischen Welt (Ankara, Istanbul, Izmir, Sarajevo, Kairo, Rabat etc.), mit denen bereits wissenschaftliche Kooperationen bestehen.

Beiratsmitglieder des Tübinger Zentrums für Islamische Theologie

Muhamed Bascelic Geboren in: Bosnien-Herzegowina Aktuelle Funktion: Generalsekretär der Islamischen Gemeinschaft der Bosniaken in Deutschland e.V. und Doktorand an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen Ausbildung: Studium der Theologie und des Lehramts an der Universität in Sarajevo, Bosnien

Dr. Fatma Bayraktar-Karahan Geboren in: Türkei Aktuelle Funktion: Predigerin im Raum Essen und Referentin im Projekt ProDialog Ausbildung: Studium der Theologie und Religionspädagogik an der Universität Ankara, Türkei, Promotion zum Thema "Beziehung zwischen Gebet und Schicksal" am Institut für Geisteswissenschaften der Universität Ankara

Serkan Ince Geboren in: Deutschland Aktuelle Funktion: Masterstudium der Religionswissenschaft mit Schwerpunkt religiöse Gegenwartskultur an der Universität Bayreuth Ausbildung: Studium Wirtschaftsrecht an der Universität Köln, Studium der Islamischen Theologie an der Universität Ankara

Ismail Kuvvet Geboren in: Deutschland Aktuelle Funktion: Gemeindeleiter und Erzieher am Kulturzentrum der Deutsch-Türkischen Integration und Islam Bildung e. V. (KDTI) Herrenberg Ausbildung: Ausbildung in islamischer Theologie; staatlich anerkannter Jugend- und Heimerzieher

Professor Dr. Abdullah Takim Geboren in: Türkei Aktuelle Funktion: Stiftungsgastprofessor für Islamische Religion an der Universität Frankfurt; Mitorganisator des Theologischen Forums Christentum – Islam der Diözese Rottenburg-Stuttgart Ausbildung: Studium der Orientalistik, Islamwissenschaft und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum; dort Promotion über "Koranexegese im 20. Jahrhundert"

Suleyman Tenger, Vorsitzender Geboren in: Türkei Aktuelle Funktion: Religionsbeauftragter an der Zentral Moschee der Türkisch Islamischen Union (DITIB) und Religionspädagoge und Referent am Dokumentationszentrum für islamische Relgionspädagogik (DITIB) Ausbildung: Studium der Theologie und Religionspädagogik an der Universität Ankara, Promotionsstudent an der Universität Bayreuth

Dr. Halise Kader Zengin Geboren in: Deutschland Aktuelle Funktiion: Wissenschaftliche Assistentin an der Theologischen Fakultät der Universität Ankara, Türkei Ausbildung: Studium der Philosophie und Religionswissenschaft an der Universität Ankara, Promotion zum Thema "Die islamisch religiösen Unterrichtsmodelle in Deutschland (Beispiel Bayern)" an der Universität Ankara

Eberhard Karls Universität Tübingen Hochschulkommunikation Myriam Hönig Leitung

Michael Seifert Abteilung Presse, Forschungsberichterstattung, Information

Telefon +49 7071 29-76789 Telefax +49 7071 29-5566

Michael.Seifert@uni-tuebingen.de www.uni-tuebingen.de/aktuelles



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