Bomben in Manchester: Es ist Krieg kein Verbrechen

• EuropeNews - 01 Juni 2017 - Von Henrik R Clausen
Bomben in Manchester: Es ist Krieg kein Verbrechen

Die Bomben von Manchester am 22. März waren keine kriminelle Handlung, sondern es war ein Kriegsakt. Darüber hinaus war es der erste Schuss einer angekündigten „totalen Konfrontation“ mit dem Westen. Henrik R Clausen liefert eine vertiefte Analyse der Situation.

 

Quelle: 10News
Übersetzt von EuropeNews

 

Es sollte ein glücklicher und erinnerungswürdiger Event sein, der in der Manchester Aren stattfand, als der Popstar Ariana Grande ihr Konzert beendet hatte und ihre Fans auf dem Nachhauseweg waren. Aber in der Lobby wartete ein Soldat des Islamischen Staats, in seinem Rucksack befand sich Sprengstoff. Er zündete es um 22:30 mit verheerendem Ausgang, tötete 22 Fans und verwundete 119, als sie friedlich nach Hause gehen wollten.

 

Der natürlich Terror dieses Attentats mischt sich mit Angst und Verwirrung, führt zu Fragen und Aussagen wie „Warum nur?“, „Wird es wieder passieren?“ und „Wir sollten unsere Lebensart nicht ändern!“ Diese Reaktionen sind zur Routine geworden zusammen mit symbolischen Handlungen wie das Licht am Eiffelturm zu löschen. Offensichtlich haben unsere „Kerzen und Teddybären“ Reaktionen bis jetzt nichts geholfen und wir benötigen etwas völlig anderes.

 

Dies ist kein Verbrechen – es ist Krieg

 

Die britische Polizei und Geheimdienste werden natürlich ihre Arbeit aufnehmen und Netzwerke aufdecken und Verbindungen zu dem 22-jährigen libyschen Bürger Salman Abedi. Wie tausende islamische Krieger vor ihm opferte er sein Leben um so viele Feinde zu töten wie möglich. In islamischer Tradition macht ihn dies zum 'Shaheed' (oft als Märtyrer falsch übersetzt), eine Person, die in dem andauernden Krieg mit Nichtmuslimen stirbt.

 

Die Untersuchungen von Polizei und Geheimdienst sind notwendig, aber nicht ausreichend. Denn da der direkte Täter die erste Person war, die bei dem Attentat ums Leben kam, ist keine weitere Bestrafung mehr möglich. Seine Freunde, Verbindungen und Trainer kann man finden, bestrafen oder töten. Obwohl dies effektive Maßnahmen gegen kriminelle Netzwerke wären, ist es das in Bezug auf Netzwerke, die sich als Soldaten sehen, die in Worten und Taten ihren Willen unter Beweis stellen für ihre Sache zu sterben, eher weniger effektiv.

 

Und dieser Wille ist ein Markenzeichen der Dschihadisten, wie jenen, die für den Islamischen Staat kämpfen. Hunderte Selbstmordattentate, wenn nicht tausende, sind die tödlichste Waffe des Islamischen Staats in seinem Krieg im Nahen Osten. Es ist eine wohlbekannte Tatsache, dass tausende mehr ein Training absolviert haben und auf dem Schlachtfeld motiviert wurden, aber dann in die westlichen Länder zurückgekehrt sind, die ihnen die Staatsbürgerschaft und ihnen Pässe gegeben haben.

 

Das Risiko ist weiter erhöht wurden durch die Erklärung des Islamischen Staats einer „totalen Konfrontation“ von Beginn des 'heiligen' Monats Ramadan an – das ist der 27. Mai 2017. Was ursprünglich mal ein Plan von Al-Qaeda war, ist nun zu einem Aufruf für die islamischen Schläferzellen geworden ihre Gastländer anzugreifen.

 

Da sich der Islamische Staat als Kalifat betrachtet, bedeutet dies, dass islamische Tradition und Gesetze einen permanenten Kriegszustand mit Nichtmuslimen einfordern, um Islam und Scharia zu verbreiten. Das findet in einer Reihe von Attentaten gegen zivile Ziele im Westen seinen Ausdruck und es werden noch mehr werden. Der nächste logische Schritt ist der Gebrauch von militärischer Gewalt, um in den Gastländern islamische Enklaven zu etablieren.

 

Ein Beispiel wie militärische Macht ausgeübt wird, um islamische Enklaven zu schaffen, kann man auf den Philippinen sehen, dessen Präsident Duterte vor kurzem in Moskau war und regelrecht um Waffen bettelte, um die konstitutionelle Ordnung wiederherzustellen. Zweifellos wird Russland zu seinen Bedingungen gerne die Rolle übernehmen als Hauptlieferant für Waffen für die philippinische Armee, die bisher von den USA ausgefüllt wurde.

 

Was sagt der Islamische Staat?

 

Der Islamische Staat hat für das Attentat in Manchester die Verantwortung übernommen, indem er diese Aussage veröffentlichte (Betonung im Original):

 

Dank Allahs Gnade und Unterstützung hat es ein Soldat des Khilafah geschafft ein Explosionsvorrichtung inmitten einer Versammlung der Kreuzritter in der britischen Stadt Manchester zu platzieren als Revanche für Allahs Religion, in dem Bestreben die Mushrikin zu terrorisieren und in Antwort auf die Verfehlungen gegen das Land der Muslime. Die Explosionsvorrichtung detonierte in der schamlosen Konzertarena mit dem Resultat, dass 30 Kreuzritter getötet und 70 verletzt wurden. Und als nächstes werden noch schlimmere Dinge gegen die Anbeter des Kreuzes und ihre Alliierten geschehen, mit Erlaubnis von Allah- Und aller Lob geht an Allah, den Herrn der Schöpfung.

 

Hier bekräftigt der Islamische Staat, dass es das Kalifat ist, dass einer seiner Soldaten das Attentat ausgeführt hat, dass es ein islamischer Racheakt war und dass die Intention in der Tat ist, ihre Feinde zu terrorisieren.

 

Eine Schlüsselrechtfertigung für den Islamischen Staat für den Angriff auf die Manchester Arena war, dass die Zuschauer des Konzerts mutmaßliche 'Kreuzritter' waren. Das ist natürlich ein Bezug auf die bekannte europäische Gegenoffensive gegen den Islam, die acht Jahrhunderte zuvor stattgefunden hat. Im Rahmen dieses Gegenschlags gegen den islamischen Dschihad haben die europäischen Armeen Jerusalem erobert und einige christliche Königreiche errichtet, die etwa 150 Jahre lang existierten.

 

Die Kreuzzüge haben die islamische Selbstwahrnehmung eine immer weiter expandierende Kraft zu sein ernsthaft beschädigt und von den heutigen Islamisten ist dies weder vergeben noch vergessen. Die Präsenz der britischen Streitkräfte in dem andauernden Kampf gegen den Islamischen Staat wird so zu einem Grund, um zivile Ziele in Großbritannien anzugreifen, wahrscheinlich um das Blatt auf den Schlachtfeldern im Nahen Osten zu wenden.

 

Und eine Umkehr der Entwicklung auf dem Schlachtfeld ist etwas, das der Islamische Staat dringend benötigt. Seine Streitkräfte werden vom kurdischen, syrischen, irakischen, russischen und amerikanischen Militär dezimiert und die meisten finanziellen und militärischen Versorgungswege wurden abgeschnitten. Wenn diese Schlacht seinen Lauf nehmen kann, dann wird das Kalifat im Nahen Osten nicht mehr lange andauern. Von daher ist es eine Notwendigkeit zu solch verzweifelten Maßnahmen wie der Bombardierung eines Konzerts, oder false flag Aktionen mit Chemiewaffen zu greifen.

 

Ein weiterer Kritikpunkt des Islamischen Staats betrifft den Verlust von Leben von Zivilisten durch amerikanische Luftangriffe auf Mossul und anderswo. Das ist ein sensibles Problem, weil es größeren intrinsischen Wert hat. Islamisten wie die Hamas sind dafür bekannt Zivilisten als „lebendige Schutzschilde“ zu benutze, und sie so in Gefahr zu bringen, um so große zivile Verluste zu kreieren und diese dann propagandamäßig auszuschlachten. Wenn die USA sich also über die 'brutalen' russischen Luftschläge beschwert, dennoch kritisiert wird von den Vereinten Nationen wegen exzessiven Gebrauchs der Luftwaffe in Mossul, dann ist dies wie ein Nadelstich nicht zuletzt wegen des Eindrucks von Heuchelei, den man unweigerlich bekommt.

 

Man muss schon ziemlich hartgesotten sein um auf Linie zu bleiben angesichts einer solchen Kritik und das versucht der Islamische Staat auszunutzen. Um dies zu tun muss man das Leid der Zivilisten – insbesondere der Nichtmuslime – die von Islamischen Staat und anderen Islamisten regiert werden, verstehen und darüber schreiben. Sobald die Möglichkeit bestand vor dem Terrorregime zu flüchten, unter dem sie seit mehr als vier Jahren leiden, taten sie es, mehrere Tausend flohen.

 

Man muss auch einmal das Wort 'schamlos' näher betrachten. Das kann man auf die Sängerin Ariana Grande beziehen, deren Vorstellung unter dem islamischen Recht (Scharia) verboten wäre, oder auf das Publikum, das aus vielen Frauen bestand, die dort ohne Begleitung teilnahmen. Das Wort ist eine Botschaft an alle Frauen überall, Muslime und Nichtmuslime: „Dieses Verhalten verletzt islamisches Recht und wir werden handeln, um das zu unterbinden.“

 

Das schlimmste kommt noch

 

Der Islamische Staat sagte diese letzte Botschaft vor dem pflichtgemäßen Lob für Allah:

 

Und als nächstes werden noch schlimmere Dinge gegen die Anbeter des Kreuzes und ihre Alliierten geschehen,

 

Deshalb war ihr Kriegsakt in Manchester bei weitem nicht der letzte seiner Art – sie haben uns explizit gesagt, dass sie ihre terroristische Aktivitäten weiter steigern werden. An diesem Punkt angekommen, scheint das Festhalten an den letzten Städten in Syrien und dem Irak nutzlos zu sein – und ihre Ziele sind sicherlich nicht darauf beschränkt: Basierend auf der klassischen islamischen Ideologie ist ihr Ziel die islamische Herrschaft und die Scharia weltweit zu verbreiten und alle Formen von Demokratie und Menschenrechten im Verlauf dieses Prozesses zu eliminieren.

 

Der Islamische Staat hat wiederholt erklärt, dass er sich im Krieg mit dem Westen befindet und das führt er auch aus. Motivation und Training der islamischen Krieger treiben sie dazu die „Sache Allahs“ (Dschihad) als wichtiger zu betrachten als ihr eigenes Leben. Diesen Willen für ihre Ideologie zu sterben macht es so schwierig den Terrorismus zu beenden – auch wenn ein beträchtlicher Teil der Terrorpläne vereitelt wurden, gelingen doch zu viele, mit tödlichem Ergebnis wie wir es in 2016 schon so oft gesehen haben.

 

An diesem Punkt scheint die Parole 'weiter im Text' nicht mehr zu funktionieren. Den Dschihad mit Kerzen, Blumen und Teddybären zu bekämpfen wird die islamischen Krieger nicht dazu veranlassen uns nicht mehr anzugreifen. Die passende Antwort auf ihre Kriegserklärung wäre Krieg gegen die Urheber zu führen mit einer Intensität, die sie zwingen würde, entweder die Niederlage anzuerkennen, oder sie werden eliminiert.

 

Wir haben während des Zweiten Weltkriegs einen Krieg gegen die Nationalsozialisten geführt und wir können dasselbe mit dem Islamischen Staat tun. Wie auch damals so ist es auch heute unabdingbar die Ideologie zu verstehen, die den Feind antreibt und dann zu handeln. Und es wird langsam dringend: Der Islamische Staat hat erklärt, dass man mit dem Beginn des islamischen Ramadans eine „totale Konfrontation“ starten werde und er hat alle aufgerufen loyal zu sein und jede Art von Attentat auszuführen. Das ist der heutige Stand.

 

Deshalb müssen wir dringend handeln und alles bekämpfen, was uns als Risiko eines Terroranschlags erscheint. Der Islamische Staat hat offen gesagt dass er unter den Flüchtlingen Krieger nach Europa geschmuggelt habe. Deshalb müssen wir die Einwanderung aus islamischen Ländern stoppen, zumindest bis der Islamische Staat besiegt wurde. Und wir müssen jeden verfolgen, der den Islamischen Staat in unseren Ländern unterstützt, so wie die Deutschen und Japaner während des zweiten Weltkriegs in unseren Ländern kontrolliert, oder sogar eingesperrt wurden. Für den Islamischen Staat zu arbeiten bedeutet für den Feind zu arbeiten und das ist wird weder von der Rede- noch von Religionsfreiheit gedeckt.

 

Dennoch sind Militäraktionen nur ein Aspekt des Kampfes und es ist nicht der größte. Langfristig ist der Krieg der Kulturen gefährlicher: Indem man es gestattet, dass sich die Scharia in unseren Gesellschaften festsetzen kann, befinden wir uns schon in einem Prozess unsere Freiheiten, die wir uns ganz selbstverständlich nehmen, zu verlieren. Dabei geht es um Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und gleiche Rechte für Frauen. Das passiert während unsere klassischen Innenstädte schon damit angefangen haben auszudrücken, dass sie belagert werden, indem sie überall Betonblöcke aufstellen und Soldaten eingesetzt werden. Dystopische Prophezeiungen über unsere Zukunft mit dem Islam werden wahr, jetzt.

 

Wir müssen dringend handeln

 

Nach mehr als 15 Jahren der Trauer, Blumen und Sympathieerklärungen ist klar, dass dies den Dschihad gegen uns nicht aufhalten wird. Wir müssen in diesem Krieg, der uns aufgezwungen wurde, die Oberhand gewinnen. Dafür benötigt man eine uneingeschränkte Analyse des Feindes, seine Ziele und Methoden und wir müssen dieses Wissen einsetzen, um den Feind zu schlagen wo er am schwächsten ist. Wenn wir die politischen Aspekte des Islams studieren, dann wird es leicht werden die politischen Ziele von den religiösen zu trennen und entsprechend zu handeln – auch trotz des Risikos kurzzeitiger Unruhen und eines Ansteigens von Terrorattentaten.

 

Das bedeutet alle und jede Forderung nach Förderung der Scharia abzulehnen, Einzelpersonen zu inhaftieren, oder zu deportieren wegen Verrats und Organisationen, die diesem Zweck dienen aufzulösen. Das kann man sehr leicht tun: Wie wir beim Prozess gegen die amerikanische Holy Land Foundation gesehen haben, können gut geführte Ermittlungen zu Verurteilungen führen wegen einer stattlichen Anzahl von Vergehen und Kapitalverbrechen, auch der schweren Art.

 

Zuletzt, es ist höchste Zeit ,dass die NATO die Kriegserklärung annimmt, die wir erhalten haben und seine volle Kraft ihres teueren Waffenarsenals gegen die Islamischen Staat richtet.

 

Quellen:

 

https://www.nytimes.com/2017/03/24/world/middleeast/us-iraq-mosul-investigation-airstrike-civilian-deaths.html

 

http://www.dailymail.co.uk/news/article-4010690/Around-1-500-European-jihadists-return-Mideast-report.html

 

http://news.abs-cbn.com/news/05/23/17/philippines-needs-modern-weapons-vs-isis-duterte-tells-putin

 

www.ambrosekane.com/2015/08/18/stephen-coughlins-red-pill-presentation-a-must-watch/

 

http://www.telegraph.co.uk/news/0/manchester-terror-attack-everything-know-far/

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Operation_Temperer

 

https://www.thereligionofpeace.com/

 

http://www.telegraph.co.uk/news/2017/05/26/islamic-state-calls-all-out-war-west-start-ramadan-manchester/

 

https://www.gatestoneinstitute.org/10430/terrorism-candles-teddy-bears

 

https://en.wikipedia.org/wiki/Islamic_State_of_Iraq_and_the_Levant

 

http://www.zerohedge.com/news/2017-05-23/islamic-state-claims-responsibility-manchester-bombing

 

https://www.nytimes.com/2017/05/26/opinion/coptic-christians-islamic-states-favorite-prey.html

 

http://www.independent.co.uk/news/world/americas/us-air-strike-mosul-200-civilians-killed-isis-northern-iraq-pentagon-central-command-islamic-state-a7651451.html

 

https://www.centerforsecuritypolicy.org/2013/05/25/an-explanatory-memorandum-from-the-archives-of-the-muslim-brotherhood-in-america/

 

http://www.reuters.com/article/britain-security-manchester-islamic-stat-idUSL8N1IP096

 

https://clarionproject.org/holy-land-foundation-terror-financing-trial-documents-50/

 

http://media.clarionproject.org/misc/pdf/List+of+Unindicted+HLF+Co-conspirators.pdf

 

https://clarionproject.org/muslim_brotherhood_explanatory_memorandum/