Brigitte Gabriel „Die friedliche Mehrheit ist irrelevant“

heplev - 04 November 2015
Brigitte Gabriel „Die friedliche Mehrheit ist irrelevant“

Warum? Weil sie nichts unternimmt und weil sie auf die Macht verzichtet. Brigitte Gabriel antwortet auf die Frage einer jungen Muslima (Jura-Studentin an der American University), die beklagt, dass die friedliche Mehrheit der Muslime in der Welt bzw. auch in den USA so wenig Aufmerksamkeit erhält und alle Muslime über einen Kamm geschoren werden („als schlecht bezeichnet werden“), weil sie doch eher für die Muslime steht als die Extremisten und Terroristen. Wie kann eine Ideologie mit Waffen besiegt werden (die Frage ist als rhetorische Frage gestellt, sie impliziert, dass das nicht geht)? Die Ideologie müsse ideologisch angegangen werden.

 

Brigitte Gabriel findet diese Frage sehr gut. Und sie antwortet erst einmal mit Geschichte:

Heute gibt es 1,2 Milliarden Muslime in der Welt. Natürlich sind nicht alle davon radikal. Die Mehrheit sind friedfertige Menschen. Die Radikalen werden auf 15 bis 25 Prozent dieser Muslime geschätzt (so alle Geheimdienste der Welt). Damit sind 75% der Muslime friedfertige Menschen. Sieht man sich aber die 15 bis 25 Prozent der muslimischen Weltbevölkerung an, dann haben wir 80 Millionen bis 300 Millionen Menschen, die sich der Vernichtung der westlichen Zivilisation verschrieben haben. Das sind so viele, wie die Bevölkerung der USA. Warum also sollten wir uns wegen 15 bis 25 Prozent Sorgen machen? Weil es die Radikalen sind, die töten. Weil es die Radikalen sind, die köpfen und massakrieren.

Wenn man sich die Geschichte ansieht, … dann waren die meisten Deutschen friedfertig. Aber die Nazis bestimmten die Agenda und als Ergebnis starben 60 Millionen Menschen. … Die friedliche Mehrheit war irrelevant.

Sieht man sich Russland an, dann waren auch die meisten Russen friedfertig. Dennoch waren die Russen in der Lage 20 Millionen Menschen zu töten. Die friedliche Mehrheit war irrelevant.

Sieht man sich China an, dann waren auch die meisten Chinesen friedfertig. Dennoch waren die Chinesen in der Lage 70 Millionen Menschen zu töten. Die friedliche Mehrheit war irrelevant.

Sieht man sich Japan vor dem Zweiten Weltkrieg an, dann waren auch die meisten Japaner friedfertig. Dennoch war Japan in der Lage sich seinen Weg durch Südostasien zu schlachten und dabei 12 Millionen Menschen zu töten, die meisten mit Bajonetten und Schaufeln. Die friedliche Mehrheit war irrelevant.

Am 11. September in den USA lebten es 2,3 Millionen arabische Muslime in den USA. Es waren 19 Hijacker nötig, 19 Radikale, um Amerika auf die Knie zu bringen, das World Trade Center zu zerstören, das Pentagon anzugreifen und fast 3.000 Menschen zu töten. Die friedliche Mehrheit war irrelevant.

Bei all unserem Reden von der Macht der Vernunft und moderaten und friedlichen Muslimen freut es mich, dass Sie hier sind. Aber wo sind die anderen, die sich äußern? …

Es ist an der Zeit die politische Korrektheit zu nehmen und auf den Müll zu werfen, wo sie hingehört.

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Schmankerl am Rande: Es handelte sich um eine Podiumsdiskussion zu Ermordung von 4 amerikanischen Botschaftsmitarbeitern im libyschen Benghazi, darunter der Botschafter selbst. Niemand hatte von Muslimen gesprochen, niemand hatte von Hass auf Muslime gesprochen, es ging darum, was die US-Regierung hier gemacht bzw. falsch gemacht hat. Die Studentin war die, die das Thema Muslime aufbrachte.

 
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