Der Trump Effekt – Die Neuprogrammierung des amerikanischen Geistes

• EuropeNews - 31 Juli 2017 - Von Mark Tapson
Der Trump Effekt – Die Neuprogrammierung des amerikanischen Geistes

Sechs Monate sind vergangen, seitdem Trump Präsident geworden ist und es scheint einigermaßen sicher zu behaupten, dass Amerika noch niemals zuvor ähnliche politische Erfahrungen gemacht hat wie die, die er ins Weiße Haus gebracht hat. Er hat einen Tobsuchtsanfall und Widerstand von den Linken ausgelöst gegen den rückblickend das Bush-ist-verrückt Syndrom fair und ausgewogen erscheint. Die Medien hängen sich an jedem seiner Tweets auf. Hollywood zehrt sich geradezu von innen auf in Panik und Ungläubigkeit. Die Kassandra Rufe der Klimawandelapologeten lösen sich gerade in Nichts auf. Auch die illegalen Ausländer merken den Widerstand. Sogar seine Partei hat Trump auf den Kopf gestellt. Die gesamte hysterische Verwirrung ist ein Resultat der Auswirkungen eines Mannes, Donald Trump, nicht einer Bewegung oder einer Partei. 

Quelle: Frontpage Magazine
Übersetzt von EuropeNews

Jetzt bietet ein neuer Dokumentarfilm bedenkenswerte neue Ansichten über Präsident Trumps aufregende Ankunft auf der politischen Bühne. Produzent, Regisseur und Herausgeber ist Agustin Blazquez, The Trump Effect: Deprogramming the American Mind , im Mittelpunkt steht Autor und Filmemacher Laurens Jarvik und seine Überlegungen zum Aufstieg Trumps und wie der bilderstürmerische Präsident die amerikanische Denkweise über sich selbst und den Rest der Welt ändert. In einer Diskussion, die sich über eine Stunde hinzieht, stellt Jarvik die Hauptthese auf, dass Trump die politisch korrekte Ideologie bloßstellt, die den amerikanischen Diskurs seit 9/11 dominiert hat und die wegweisend sein wird für eine wiedergefundene Freiheit und Wiedervereinigung eines Landes auf seinem Weg wieder eine Großmacht zu werden.

 

Laurence Jarvik ist Herausgeber und Chefredakteur von Penny-A-Page Press und Autor von PBS: Behind the Screen and Masterpiece Theater and the Politics of Quality. Er ist außerdem Regisseur von Who Shall Live and Who Shall Die, einer Dokumentation über die amerikanische Indifferenz gegenüber der Notlage der europäischen Juden während des Holocausts. Agustin Blazquez ist der kubanische Filmemacher einer siebenteiligen Dokumentation Covering Cuba und Gründer einer NGO und Stiftung namens UnCovering Cuba Educational Foundation.

 

Der Trump Effekt, so beginnt Jarvik, beschreibt die Umprogrammierung des amerikanischen Geistes und Trump ist der Chefprogrammierer. Seit dem traumatischen Terrorattentat vom 11. September 2001, so Jarvik, sind die Amerikaner irgendwie programmiert, indoktriniert, mit einer Art Fantasie Ideologie versorgt worden. Ob in den Medien, in der Politik, oder in den Schulen, und die Gehirnwäsche und Angst, die durch diesen PC Totalitarismus ausgeübt wurde, es ist so ähnlich als ob man von einem Kult aufgesogen wurde. Der Prozess sich aus diesem Klammergriff zu befreien ist dem Prozess ähnlich, bei dem der Angehörige eines Kults umprogrammiert wird.

 

Jarvik hegt die Hoffnung, dass Trump diesen Zauber brechen kann, in der Tat setzt er genau das gerade um. „Die Techniken die Trump benutzt sind dieselben Techniken wie die eines Programmierers,“ so sein Argument. „Zuerst muss man die Anführer des Kults diskreditieren … [Trump] hat dies mit den Clintons, den Bushes getan und tut es gerade mit Präsident Obama.“

 

Im zweiten Schritt zeigt er die Widersprüche auf zwischen dem, was sie sagen und dem was sie tun werden, sowohl auf politischer Ebene und auf einer Aktionsebene. Und wiederum tat er dies, und an dieser Stelle kommen die Tweets ins Spiel.“ Jarvik macht darauf aufmerksam, dass Trump Twitter regelmäßig benutzt, um die Öffentlichkeit mit Informationen zu bombardieren, sowie mit Angriffen auf die linke Heuchelei und auf politisches Versagen.“

 

Die dritte Stufe,“ so fährt Jarvik fort, die den Wendepunkt darstellen wird, ist, die Kultmitglieder, die umprogrammiert wurden, dahin zu kriegen, die Realität zu sehen. Der Kult erschafft eine Fantasiewelt, in der man lebt. Wenn die Anhänger des Kults erkennen, dass man einem Anführer nicht vertrauen kann, dann macht die Politik keinen Sinn mehr und dann wird aufgedeckt was die wirkliche Realität ist, die ehemalige Kultperson kann damit beginnen für sich selbst zu denken. Also führt Trump dieses Experiment der Umprogrammierung im ganzen Land tatsächlich aus.

 

In dieser Hinsicht, so Jarvik, „ist Trump weit davon entfernt ein zweiter Hitler zu sein“, was die Linken andauernd wiederholen, „er ist ein Befreier.“ Trumps Vertrauen in Twitter spielt dabei mit. Jarvik beobachtet, dass es so ähnlich ist, als ob Trump die Rolle erkannt hat, die die sozialen Medien im sogenannten arabischen Frühling gespielt haben und sich selbst gesagt hat, ‚Wir können genau hier in den Vereinigten Staaten eine Twitter Revolution haben‘. In dem Moment in dem Trump begannTwitter mit seinen rund um die Uhr geposteten Tweets zu dominieren, fühlte Twitter den Druck und begann Menschen zu zensieren und stellte so die autoritären Impulse der Linken bloß. Trump bewies, dass, wie die großen Kritiker des Totalitarismus wie George Orwell und Arthur Koestler in ihren Romanen demonstrieren, man nur einen einzigen Menschen braucht, der den Weg weist, wie man die Machtstrukturen in Frage stellen kann und andere, die davon inspiriert ihm nachfolgen. Das nächste was geschieht ist, dass eine Revolution im Gange ist.

 

Sehr viele Missverständnisse wurden rund um Trump aufgebaut, so Jarvik, und es war wichtig dass sie aufgeklärt wurden. Die Menschen müssen erkennen, dass „Trump an erster Stelle Realist ist, der einen nicht-ideologischen, praktischen Ansatz verfolgt, der auf einer Linie liegt mit seinem New Yorker Business Hintergrund.“ Als politischer Außenseiter war „Trump der richtige Mann zur richtigen Zeit, weil er durch keine Fesseln behindert wird, die andere [Politiker] haben“.

 

Jarvik verweist auf den interessanten Punkt, dass Trump im Grunde aus der Welt der Unterhaltung kommt, er die Linken ziemlich gut kennt, sie aber abgelehnt hat, wie ein Dissident die Partei. Dies macht ihn besonders verhasst und gefährlich. David Horowitz, der von den Linken am meisten verachtete Apostat, hat diese Erfahrung am eigenen Leib gemacht.

 

In Bezug auf Trump, der die Ketten der politischen Korrektheit sprengt, zitiert Jarvis ein aufschlussreiches Beispiel. „Nichts ist politisch inkorrekter als Schönheitswettbewerbe,“ weil sie die Feministinnen auf die Palme bringen. „Trump ist der Präsident, dem Schönheitswettbewerbe gehörten,“ sagt Jarvik und deshalb hat Trump auf eine Weise geholfen eine erneuerte Wertschätzung für die Schönheit wieder in unsere Kultur einzuführen, die sich in der Hässlichkeit der PC gesuhlt hatte.

 

Wenn man sieht, gibt es nichts, was die Trump Kritiker ihm entgegen schleudern, dass ihn zum entgleisen zu bringen scheint, und so betont Jarvik, dass Trump „ziemlich kugelsicher“ sein muss. Wenn man Reagan den „Teflon Präsidenten“ nannte,“ sagt er, „dann muss man Trump den „Kevlar Präsidenten“ nennen.“ Jarvik ist optimistisch, dass die Präsidentschaft von Trump die Nation einen Schritt weiterbringen wird und dass letztlich unsere politische Polarisierung aufgelöst werden kann.