Die große Migrationsbewegung von 2011-2016: Die Menschenschmuggelrouten durch Europa

• EuropeNews - 16 Januar 2017
Die große Migrationsbewegung von 2011-2016: Die Menschenschmuggelrouten durch Europa

Seit dem Höhepunkt der Migrationskrise im Herbst 205 habe ich nach einer umfassenden Karte gesucht, die alle wichtigen Routen der Migrantenschmuggler nach europa darstellt. Ich habe habe keine gefunden, also war ich gezwungen eine eigene zu machen. (Baron Bodissey)  

Das wichtigste in Bezug auf alle diese Informationen, die auf dieser Karte enthalten sind, ist, dass es sich hier um Menschenschmuggel handelt, das heißt, den illegalen Transport von Menschen gegen Bezahlung von einem Land zum anderen. Menschenschmuggel wird üblicherweise von einem Netzwerk organisierter krimineller Banden durchgeführt und kann sehr teuer sein.

 

 

Irgendwo zwischen zwei und zehn Millionen Menschen wurden nach Europa geschmuggelt seitdem im Jahr 2011 der „Arabische Frühling“ begann. Wir kennen die pro-Kopf Preise einer Passage nach Europa nicht, aber es sind schätzungsweise einige Tausend Dollar. Wenn wir einen niedrigen Preis ansetzen, dann wären es 2000 Dollar pro Kopf (es ist bekannt, dass es ein viel höherer Preis ist, als der für Migranten aus Zentralafrika oder Südasien), das bedeutet, dass die Gesamtausgaben für das Schmuggeln von Migranten nach Europa in den vergangenen Jahren irgendwo zwischen vier und zwanzig Milliarden Dollar liegen müssen. Hinzu kommen die Kosten für Kleidung, Schuhe, Zelte, Ausrüstung, und Taschengeld für jeden Migranten und dann kann man sehen, dass der Betrag, um all diese Menschen nach Europa zu bringen RIESIG ist.

 

Irgendjemand bezahlt das und in den meisten Fällen sind es nicht die Migranten. Der eine verdächtigt die Saudis und die Scheichs der Golfstaaten natürlich. Und auch die NGOs von George Soros sind bekannt dafür in die „humanitären“ Aktivitäten im Umkreis verwickelt zu sein, die den „Flüchtlingen“ Hilfe bringen, einschließlich der Boote, die direkt von der Küste Libyens kommen, die Migranten aufsammeln und sie an Italien liefern. Aber ich habe keine Beweise woher der größte Teil des Geldes kommt, der den Schmugglern bezahlt wird.

 

Die Informationen, die ich benutzte, um die Routen auf der Karte einzuzeichnen, kommen aus zahlreichen Nachrichten über die Routen der Migranten, die seit 2011 veröffentlicht wurden. Die einzige Ausnahme ist die hypothetische „Nordroute“, die im letzten Jahr von Führern organisierter Verbrecherbanden auf einem Gipfeltreffen in Kabul besprochen wurden (laut Bericht aus der Kronen Zeitung), die hier mit einem grünen Pfeil eingezeichnet wurden. Der Rest der eingezeichneten Routen basiert auf Berichten von Vorfällen, die in den Medien veröffentlicht wurden. Natürlich wurde die Ankunft per Flugzeug – eine ziemlich signifikante Anzahl – hier auf der Karte nicht erfasst.

 

Seit mehr als sechs Jahren sammele ich diese Daten, deshalb kann ich alles mit Links belegen. Aber sie sind alle in den Archiven von Gates of Vienna, entweder als Postings (die meisten in der Rubrik „Immigration“) oder in der Rubrik „Immigration“ des News Feeds.

  

Hier die neuesten Postings aus den letzten News:

 

 

Die Namen der Orte, die in den verschiedenen Nachrichten über Migration erscheinen wurden der Karte hinzugefügt, darunter Calais, Malmö, Ventimiglia, Lampedusa und die griechischen Inseln, die von den Menschenschmugglern aus Anatolien oft zum Abladen benutzt werden.

 

Die Fragezeichen auf der Karte zeigen einen Unsicherheitsfaktor in Bezug auf den Ursprung, oder die spätere Route der Migration, angezeigt durch Pfeile der selben Farbe.

 

Obwohl die oben stehende Karte nur den Zeitraum von 2011 bis zum Ende des letzten Jahres abdeckt, wurde die Route von Tunesien nach Lampedusa auch schon vorher von Menschenschmugglern benutzt. Seitdem unsere italienischen Tipgeber uns Artikel für den Newsfeed zusenden (das begann, so denke ich, etwa 2007) habe ich Geschichten gelesen, über die überforderten Behörden auf Lampedusa, über die Anzahl der Migranten, die dort angelandet sind.

 

Es gab auch Migrationsrouten aus Ceuta und Melilla (den beiden spanischen Enklaven, die an der marokkanischen Küste von Nordafrika liegen), über die Straße von Gibraltar und das westliche Mittelmehr nach Spanien. Die Boote der Menschenschmuggler kamen ursprünglich aus Anatolien und kamen auch gelegentlich bis nach Kreta und zu anderen griechischen Inseln vor dem Jahr 2015.

 

[Malta: Bootsladung mit Flüchtlingen]

 

Es gab einen enormen Anstieg der Migration Anfang 2011, zu Beginn des „Arabischen Frühlings“. Die erste Welle kam aus Tunesien nachdem die Regierung von Zine El Abidine Ben Ali gestürzt worden war und die Ennahda entstand. Später, nachdem Col. Muammar Ghaddafi in Libyen gestürzt und getötet worden war, nahm der Strom der Überfahrten aus Nordafrika zu.

 

Zu der Zeit gab es keine NGO Boote ,die die Passagiere aus den Menschenschmugglerbooten aufsammelten, sobald sie Libyen verlassen hatten. Die italienische Küstenwache rettete niemanden, wenn sich die Boote nicht wirklich in Seenot und auf italienischem Territorium befanden. Viele der Boote, die Migranten brachten, kamen mit eigener Kraft im Hafen von Lampedusa an. Es kamen auch Boote auf Sizilien an, an der Südküste Italiens, Maltas, Pantellerias und auf anderen kleineren Inseln.

 

Seitdem hat sich die Lage natürlich geändert. Die neuen Regeln verlangen, dass „Flüchtlinge“ so bald wie möglich nach der Abfahrt aufgesammelt werden, woraufhin sie mit EU Fähren, oder von NGOs zur italienischen Küste gebracht werden.

 

[Heerlager der Heiligen: Das Kulturbereicherer Thermometer]

 

Mehr als 60.000 Migranten landeten im Jahr 2011 in Italien. Es schien eine gewaltige Zahl zu der Zeit – eine wahre „Heerlager der Heiligen“ Situation. Dennoch, seitdem die Große Migration im Jahr 2015 ernst wurde, ist die Anzahl der Ankünfte pro Jahr um den Faktor sechs oder sieben im Vergleich zur Zahl von 2011 angestiegen.

 

Vor 2015 ging der Großteil des Migrantenzugs über das Mittelmeer hauptsächlich nach Italien, aber auch nach Malta, Kreta, Sardinien und Spanien. Die italienische Regierung wollte die Migranten loswerden, also registrierten sie sie, gaben ihnen ein wenig Taschengeld und ließen sie Fahrkarten für die Züge nach Norden kaufen, sobald dies praktisch möglich war. Die meisten Migranten gingen nach Frankreich über die Ventimiglia Grenze und gingen von dort aus weiter Richtung Norden. Einige blieben in Frankreich und andere wollten in das Land, in dem Milch und Honig fließt, nach Großbritannien, strandeten dann in der Zeltstadt dem „Dschungel“ vor den Toren von Calais. Viele wanderten weiter in die Niederlande und insbesondere nach Schweden, deren damaliger Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt eine Blanko-Einladung an die „syrischen Flüchtlinge“ ausgestellt hatte, ganz ähnlich wie dies die deutsche Kanzlerin drei bis vier Jahre später tat.

 

Viele aus dem Mittelmeerzug landeten in Deutschland, aber die meisten gingen woanders hin. Der Zug über das Mittelmeer ebbte ab zwischen 2012 und 2014 als sich die Situation in Tunesien stabilisierte, der Bürgerkrieg in Libyen weniger intensiv war (bis der Islamische Staat kam) und der Fokus des „Arabischen Frühlings“ sich nach Syrien bewegte. Die Mittelmeerroute von Syrien nach Italien war mühsam und teuer, sie beinhaltete einen Trek über Land durch Jordanien, Ägypten und Libyen bis man zur Seereise nach Lampedusa aufbrechen konnte. Die Alternative – über die Grenze in die Türkei und von dort zu den griechischen Inseln – wurde vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan verhindert, dessen Küstenwache die Schmugglerboote immer wieder aufbrachte und nach Anatolien zurückschleppte.

 

Aber alles änderte sich im Sommer 2015, als gewaltige Mengen von Migrantenbooten damit begannen die kurze Distanz zwischen der Türkei und Lesbos, Chios und Kos zu überbrücken um ihre menschliche Fracht am Rand der EU abzuladen.

 

Irgendwann Mitte 2015 traf die türkische Regierung eine politische Entscheidung – was tatsächlich bedeutet Präsident Erdogan – in Bezug auf die Migranten, die sich in Anatolien gesammelt hatten und die versuchten illegale Passagen über die Ägäis ins griechische Hoheitsgebiet zu buchen. Die türkische Polizei und die Küstenwache hörten einfach auf die Boote der Menschenschmuggler zu stoppen, und gestattete so in zunehmender Zahl ihre menschliche Fracht auf den griechischen Inseln abzuladen. Plötzlich war eine neue Schmuggelroute in die EU eröffnet worden.

 

Dieser Sinneswandel der Küstenwache konnte nie vollzogen werden ohne einen Politikwechsel der türkischen Regierung. Kein Schritt des Entscheidungsprozesses wurde öffentlich gemacht (zumindest gab es nichts in englischer Sprache was ich gefunden habe), über die Motive hinter diesem Politikwechsel kann man nur spekulieren. Hypothetische Gründe können an dieser Stelle nicht behandelt werden, weil deren Begründung zu lang geraten würde, siehe “Erdogan, Turkey, and the Refugee Racket” (Oktober 2015) oder “The Etiology of the European ‘Refugee’ Crisis” (Februar 2016), die man zur Analyse der wahrscheinlichsten Gründe heranziehen kann.

 

Unterm Strich wurde so eine Massenabwanderung von der anatolischen Küste zu den griechischen Inseln begünstigt. Nachdem sich die Neuigkeit verbreitet hatte, dass die Boote ungehindert durchkommen, entdeckten immer mehr Schmuggler das lukrative Geschäftsmodell für sich und verursachten so einen Preisverfall. Der Wettbewerb veranlasste die Schmuggler dazu die Kosten zu senken, also erwarben sie billige, schäbige chinesische aufblasbare Boote und unzureichende Schwimmwesten (wahrscheinlich auch Made in China), die sie ihren Kunden gaben. Die Boote mussten schließlich nur einige wenige Kilometer halten und es wurde zur typischen Praxis der Schmuggler sie in der Nähe des Strands aufzubohren so dass sie sanken und die Migranten in ihren schäbigen Rettungswesten sich selbst überließen.

 

Das vorhersehbare tägliche Spektakel auf den Wellen vor den Inseln Kos und Lesbos zog die Fotografen und Videografen an wie die Fliegen auf dem Kadaver. Als die Hysterie über das tote Baby im September überbordete, veranlasste dieser mediale Wahnsinn die deutsche Kanzlerin Angela Merkel ihre berühmt-berüchtigte Einladung an die gesamte Dritte Welt auszusprechen nach Deutschland zu kommen. Tausende mehr Migranten bezahlten die Kosten der Schmuggler (mit welchem Geld?) und machten ihre Überfahrt mit dem Ziel Deutschland vor Augen.

 

Die preiswerteste, direkteste Route von Griechenland nach Deutschland ging durch Mazedonien, Serbien, Ungarn und Österreich. Die gesamte Route von Kos nach Nickelsdorf wurde von den Medien begleitet, als ob es sich um einen spontanen Ausfluss verzweifelter Menschen handeln würde, eine neue Völkerwanderung von Flüchtlingen, die vor Hunger und Verfolgung auf der Suche nach einem besseren Leben flüchteten. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein.

 

[Illegale Migranten in Slovenien]

 

Das Spektakel der Flüchtlingskolonnen, die auf den Straßen des Balkans unterwegs waren, wurde von jenen erfunden, die dies finanziert haben (Wer?) und die den Menschenschmuggel organisierten, um die richtigen Emotionen bei den Bürgern in den Zielländern (hauptsächlich Deutschland, Österreich, Niederlande, Dänemark und Schweden) zu erzeugen, sowie wohlwollende Fernsehzuschauer in anderen westlichen Ländern. Der durchschnittliche Nachrichtenkonsument, der Fernsehen schaute, Zeitung las oder die Leitmedien überflog, sah Gruppen mit Familien und Kindern, die erschöpft aussahen und die bittend in die Kameras schauten. Sie waren den ganzen Weg von Baghdad und Kabul zu Fuß gekommen – wie könnte man ihnen den Eintritt verweigern?

 

Aber die Realität war eine andere. Kurz zusammengefasst war es so, dass die „Flüchtlinge“ nicht mehr als einige wenige Kilometer gegangen waren, seitdem sie Bodrum verlassen hatten, bis sie in München oder Berlin aus dem Zug traten. Sie mussten nur kurze Distanzen zurücklegen, um das, was man früher einmal als Grenzen bezeichnet hatte, zu überqueren – die eine zwischen Griechenland und Mazedonien, eine weitere zwischen Mazedonien und Serbien usw. Diese kurzen Fußmärsche wurden von den Videokameras aufgenommen und die Fotografen machten ihre Schnappschüsse. Dann mussten in den Hauptbahnhöfen der Hauptstädte auch die Transportmittel gewechselt werden, wie beispielsweise in Budapest, wo einige der bekanntesten Bilder aufgenommen wurde.

 

[Migranten stürmen einen Zug im Bahnhof von Budapest]

 

Die restliche Zeit saßen sie in klimatisierten Bussen und Zügen, in denen sie den Balkan durchquerten auf dem Weg ins verheißene Land. Es war eine teure Angelegenheit – wer hat dafür bezahlt?

 

Es gab eine lange Schlange von Bussen beiderseits der Grenzen, aber nur einige wenige Fotos und Videoclips davon kamen ans Licht. Sie passten nicht ins Narrativ also vermieden die Medien sie zu veröffentlichen.

 

Und die meisten Migranten reisten nicht als Familien, Die große Menge, schätzungsweise 80-95%, waren junge Männer, die alleine reisten. Die Medien bevorzugten jedoch Bilder von lächelnden jungen Müttern mit ihren ernsten Männern und weinenden Kindern, die zum Narrativ passten.

 

Alles ging so leicht und locker für die Menschenschmuggler und deren Sponsoren (Wer?) bis der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán die Schrauben anzog, indem er die Grenze zwischen Ungarn und Serbien schloss. Anders als die meisten EU Mitgliedstaaten befand sich Ungarn nicht im Würgegriff der Verschuldung bei der EZB, und so war es für Orbán möglich dem Rasen und Drohen aus Brüssel zu widerstehen. Stur hielt er an seiner Politik fest, umsichtig jedes Jota der EU Migrationsregelungen einzuhalten, so zum Beispiel das plötzliche Eindringen der EUGENDFOR in Ungarn oder anderer EU Expiditionsteams, die geschickt werden, um ihn zur Einhaltung von Regeln anzuhalten.

 

Dieser unerwartete Widerstand veranlasste die Menschenschmuggler und deren Finanziers (Wer?) ihre Pläne zu ändern und der Flüchtlingsstrom wurde hastig umgeleitet von Serbien durch Kroatien und Slovenien. Der neue Anlaufpunkt wurde Spielfeld auf der anderen Seite der Grenze von Sentilj, Slovenien. Von dort wurden die Migranten mit Bussen nach Bayern gefahren, wo sie dann entweder in München ausstiegen, oder nordostwärts nach Berlin, nordwestlich nach Amsterdam und Rotterdam oder nördlich nach Dänemark und Schweden weiterreisten.

 

Eine Merkwürdigkeit am Rande des Migranten Schmuggels war die Route die durch Nordrussland nach Nordnorwegen über den Polarkreis führte. Die Norweger untersagten über diese Route zu Fuß über die Grenze zu kommen, also verkaufte ein genialer russischer Unternehmer den Flüchtlingen billige leichte Fahrräder, so dass sie bis zur Grenze kommen konnten. Fotografen machten Schnappschüsse von den weggeworfenen Fahrrädern, die auf der norwegischen Seite in großen Halden an der Grenze lagen.

 

Die neue Route durch Kroatien und Slowenien konnte nur ein paar Monate aufrechterhalten werden. Die „Flüchtlinge“ ließen überall dort wo sie Pausen einlegten Dreck und Unrat zurück. An jedem provisorischen Camp bereicherten sie die Umgebung durch Diebstahl, Überfälle und Vergewaltigungen. Sie brannten ihre Quartiere nieder und ließen Dreck und Unrat zurück. Ein Land nach dem anderen auf der Route hatte genug von ihnen. Sie errichteten Stacheldrahtzäune an ihren Grenzen und installierten Tore an den Straßen und Bahnübergängen.

 

Als auch Österreich seine eigenen Sperren errichtete, war die „Balkan Route“ de facto geschlossen. Der offene Zug der Migranten über den Balkan wurde Anfang 2016 zu einem Rinnsal reduziert. Diejenigen, die auf der falschen Seite der Tore gestrandet waren – mehrere Tausend von ihnen – wurden in ärmlichen Camps an der Grenze zu Mazedonien auf griechischer Seite gesammelt. Als die griechische Regierung aufhörte die Migranten mit Fähren von den Inseln auf das Festland zu holen, wurden zusätzliche übelriechende Camps auf den Inseln errichtet und so die Zerstörung der Touristenindustrie vor Ort endgültig abgeschlossen.

 

Als Antwort darauf wurde die Route nach Lampedusa wieder eröffnet und die Flüchtlingsströme über das Mittelmeer nach Italien schwollen wieder an auf das Niveau der Vergangenheit und darüber hinaus. Aber diese Route ist vergleichsweise teuer. Um einen hohen Profit zu erzielen mussten die Menschenschmuggler ihre menschliche Fracht über den Bosporus oder das Schwarze Meer zum Balkan und von dort nach Deutschland bringen.

 

Seitdem gibt es einen Zufluss durch Bulgarien und Rumänien nach Serbien und Ungarn. Aber die neue Balkanroute ist sehr viel geheimer: Die Migranten werden in Anhänger gepackt und in LKWs oder Zügen versteckt. Es ist schwer die Anzahl der Geschmuggelten zu schätzen, denn die einzigen die wir sehen, sind diejenigen, die vom Zoll oder der Polizei aufgegriffen werden. Wir können annehmen, dass sehr viel mehr sicher in Deutschland und anderen europäischen Ländern wie Belgien, den Niederlanden ankommen. Gefälschte Frachtpapiere werden dem Zoll vorgelegt, die Inspektoren werden bestochen. Nur gelegentlich können wir gescheiterte Transporte entdecken – die „Schokoladeniraker“ in Rumänien, oder die Migranten, die in einen Kühlwagen gepackt wurden und die an der Grenze zwischen Deutschland und Belgien erwischt wurden.

 

Andere Migranten versuchen – mit wechselndem Erfolg – von Italien über die Schweiz und von dort aus nach Deutschland zu gelangen. Und es gibt auch eine Route über den Brenner Pass von Tirol nach Innsbruck im LKW oder Zug. Vor ein paar Monaten erfroren einige Migranten, als sie sich unter LKWs versteckt hatten, die am Pass angehalten hatten. Dieser Vorfall alarmierte die österreichischen Behörden, dass sie Frachtzüge gründlicher untersuchen müssen. Inspektionen werden jetzt rigoroser durchgeführt, aber niemand weiß wieviel blinde Passagiere es tatsächlich über die Alpen geschafft haben.

 

Die deutsche Regierung hat die Anzahl der illegalen Migranten (mehr als 100.000) geschätzt, die im Jahr 2016 gekommen sind, auf der Basis von jenen, die geschnappt wurden, aber niemand weiß wieviele man nicht geschnappt hat. Die Zuflussrate seit 2015 ist offensichtlich gefallen aber nicht in einer größeren Zahl – es sind immer noch mindestens mehrere Hunderttausend.

 

Kurz gesagt ist dies die gegenwärtige Lage der Großen Migration nach Europa. Die Karte oben über dem Artikel wird noch weiter abgeändert werden, abhängig wie sich die Lage entwickelt. Aber fast alle Ankömmlinge werden das Resultat von Menschenschmugglern sein und ihre Passage wird weiterhin Milliarden Dollar pro Jahr kosten.

 

Und fast alles wird von jemandem bezahlt, jedenfalls nicht von den Migranten selbst.