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Wie soll die NATO auf die innere Bedrohung Schwedens reagieren?

• EuropeNews 10 August 2017
Wie soll die NATO auf die innere Bedrohung Schwedens reagieren?

Dutzende Regionen innerhalb Schwedens sind in die Hände von Islamisten gefallen und tausende Jihadisten bewegen sich frei und unkontrolliert im ganzen Land. Schweden hat entweder nicht den Willen oder die Kapazität dieses Problem in den Griff zu bekommen. Die angrenzenden NATO Länder Dänemark und Norwegen befinden sich in unmittelbarer Gefahr.

 

Quelle: 10news.one
Übersetzt von EuropeNews

 

Schweden befindet sich am Rande des Zusammenbruchs. Dutzende Regionen befinden sich unter der Kontrolle von Islamisten, die Anwohner befinden sich in den Händen gewalttätiger Schariapatrouillen. Nach Angaben der schwedischen Polizei sind tausende Sympathisanten des Islamischen Staats auf freiem Fuß und bedrohen nicht nur die eingeborenen Schweden sondern auch die Nachbarländer Dänemark, Norwegen und Finnland – die beiden erstgenannten sind NATO Mitglieder.

 

Der schwedische Staat hat keine ernsthafte Entschlossenheit gezeigt das Problem in den Griff zu bekommen, auch haben sie keinerlei Kapazitäten dies zu tun, selbst wenn sie sich entschließen sollten zu handeln. Nach einem Jahrhundert des Pazifismus und einer quasi-Neutralität ist die Armee des traditionell feministischen Landes derart klein, dass sie wohl kaum dazu in der Lage wäre die Hauptstadt Stockholm zu verteidigen sollten die von den Islamisten kontrollierten Vorstädte sich zu einem Angriff entschließen. Etwa 80 Prozent der kommunalen Polizisten haben vor den Dienst zu quittieren, eine horrend hohe Anzahl, die die Hoffnungslosigkeit und den Stress widerspiegeln, der innerhalb ihrer Reihen herrscht.

 

Indem man hunderttausende von Migranten ins einstmals sichere und friedliche Schweden gelassen hat und dies immer noch tut, sowie angebliche Flüchtlinge insbesondere aus der islamischen Welt, ist das Land zu einer echten Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität ganz Skandinaviens geworden.

 

Ein beachtlicher Anteil der heute 10 Millionen Menschen, die in Schweden leben, kommt aus islamistischen Ländern, oder sind Nachkommen von Eltern aus diesen Gegenden. Der Dänische Sicherheits- und Geheimdienst (PET) warnte vor kurzem dass, „die terroristische Bedrohung Dänemarks aus dem Ausland komme, insbesondere aus den Nachbarstaaten Deutschland und Schweden. Wenn wir also die Terrorbedrohung bewerten, dann sollten wir die Entwicklungen in diesen Ländern beobachten. Unsere Bewertung ist, dass einige Flüchtlinge und Migranten, die in Europa und Dänemark ankommen, Kontakte zu islamistischen Gruppen haben, oder radikalisiert werden nachdem sie hier ankommen.“

 

Ab einem bestimmten Punkt wird die NATO keine andere Wahl haben als auf diese Bedrohung zu reagieren, die Schweden gegenüber seinen Mitgliedstaaten darstellt. Artikel 4 des Nordatlantik Pakts erlaubt es den Mitgliedern der militärischen Allianz eine Vollversammlung einzuberufen wenn, „die territoriale Integrität, politische Unabhängigkeit, oder Sicherheit einer der Parteien bedroht ist.“ Auf solchen Versammlungen kann die Allianz einen Konsens erzielen inwieweit man auf solche Bedrohungen reagieren soll, einschließlich der Aktivierung von Artikel 5, dem sogenannten Musketierschwur („Einer für Alle, Alle für Einen“).

 

Vor kurzem berief sich die Türkei auf Artikel 4 als Konsequenz der Bedrohung von islamistischen Militäreinheiten aus Syrien. Die NATO Versammlung erlaubte dem Land zu reagieren und mit Unterstützung der USA rückten türkische Streitkräfte nach Syrien vor, um die Grenzgebiete zu sichern.

 

Ohne adäquate Kontrolle des militanten Islamismus im benachbarten Schweden befinden sich die NATO Mitglieder Dänemark und Norwegen in einer ähnlichen Situation wie die Türkei. Die Frage ist, wie lange diese beiden skandinavischen Länder und die NATO passiv bleiben angesichts dieser Bedrohung?

 

Wenn Schweden sich selbst nicht aus eigener Kraft gegen die Bedrohung wehren kann, sollte die NATO dann in Schweden einmarschieren, entweder mit Truppen oder in Übereinstimmung mit dem schwedischen Staat? Nicht nur Menschenleben, sondern die generelle Stabilität Skandinaviens stehen auf dem Spiel. Attentate von in Schweden lebenden Terroristen, die in Dänemark und Norwegen stattfanden, könnten ein betroffenes Land dazu zwingen erhebliche Mengen an militärischer Macht zu entsenden, um sich selbst abzusichern. So wäre man nicht mehr dazu in der Lage seine eigenen internationalen Verpflichtungen innerhalb der NATO zu erfüllen. Das wiederum könnte die Fähigkeiten schwächen die strategisch wichtige Ostsee zu verteidigen, die zur Zeit eine gestiegene russische Präsenz aufweist.

 

Kann die NATO riskieren, dass ihre Mitgliedstaaten es hinnehmen, dass sich solch eine Situation entwickelt, insbesondere in diesen Zeiten? Schauen wir nach Frankreich: Nach der gewaltigen Einwanderung aus islamistischen Ländern war die französische Nation gezwungen die Hälfte ihrer Streitkräfte für innere Angelegenheiten einzusetzen.

 

Anfang des Jahres bat der schwedische Polizeikommissar Dan Eliasson im Fernsehen um Hilfe: „Helft uns, helft uns!“ sagte er und warnte, dass die schwedischen Polizeikräfte nicht mehr dazu in der Lage wären Recht und Gesetz aufrecht zu erhalten und dass man deshalb alle Kräfte im Lande benötige um ihnen zu helfen.

 

Das einstmals tolerante Schweden hat sich selbst in eine Situation manövriert, aus der es sich selbst nicht mehr befreien kann. Soll die Welt einfach zusehen und die Schweden ihre Suppe, die sie sich selber eingebrockt haben auslöffeln lassen? Zweifellos würden nicht nur Dänemark, Norwegen und die NATO, sondern auch die Schweden von einer Intervention innerhalb der schwedischen Grenzen profitieren

 

Genau so wie Israel die Hilfe der freien Welt braucht, so ist es jetzt an der Zeit zu überlegen, wie man die Schweden schützen kann. Wenn wir dies innerhalb einer Generation nicht schaffen, dann wird Europa es mit einem weiteren islamischen Staat zu tun haben, und dieses Mal auf ihrem eigenen Territorium. Der Moment in dem wir damit beginnen uns selbst aufzugeben ist der Moment an dem unsere Tage gezählt sind.

 

Europäische Städte absorbieren die Scharia

• EuropeNews 10 August 2017
Europäische Städte absorbieren die Scharia

Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan verbot Werbung, die "unrealistische Erwartungen an das Image von Frauenkörpern und -gesundheit" fördern. Nun plant Berlin, Bilder zu verbieten, in denen Frauen als "schön, aber schwach, hysterisch, dumm, verrückt, naiv oder durch ihre Emotionen beherrscht" dargestellt werden. Harald Martenstein vom Tagesspiegel sagte, dass die Politik "vom Taliban-Manifest übernommen worden sein könnte".

  • Die Ironie ist, dass diese Welle der Moral und der "Tugend" aus Städten kommt, die von ungehemmten Linken Politikern regiert werden, die sich seit Jahren für sexuelle Befreiung einsetzen. Es ist heute ein "feministisches" Argument, die Scharia-Politik zu befürworten.

  • Um den amerikanischen Schriftsteller Daniel Greenfield abzuwandeln, die Ironie der Frauen, die ihre eigene Unterdrückung feiern, ist sowohl herzzerreißend als auch bedrückend.

 


Originaltext: Europe's Cities Absorb Sharia Law
Übersetzung: Daniel Heiniger



Wenige Tage nachdem der Islamische Staat vor zwei Jahren die Stadt Sirte in Libyen erobert hatte, tauchten riesige Anschlagtafeln in der islamistischen Festung auf, die Frauen warnten, sie müssten sackartige Kleider tragen, die ihren ganzen Körper bedecken, und kein Parfüm. Diese "Scharia-Bestimmungen für den Hijab" beinhalten das Tragen von blickdichtem Material und eine Robe, das nicht der Kleidung der Ungläubigen ähnelt.

Zwei Jahre später übernehmen die drei bedeutendsten Städte Europas - London, Paris und Berlin - denselben Trend zur Scharia.

Paris sagte au revoir zu "sexistischen" Anzeigen auf öffentlichen Werbetafeln. Der Pariser Stadtrat kündigte sein Verbot an, nachdem die sozialistische Bürgermeisterin Anne Hidalgo sagte, dass der Schritt bedeute, dass Paris "den Weg" im Kampf gegen den Sexismus "anführe". Londons Bürgermeister Sadiq Khan verbot ebenfalls Werbung, die "unrealistische Erwartungen an das Image von Frauenkörpern und -gesundheit fördert". Nun plant Berlin, Bilder zu verbieten, in denen Frauen als "schön, aber schwach, hysterisch, dumm, verrückt, naiv oder durch ihre Emotionen beherrscht" dargestellt werden. Harald Martenstein vom Tagesspiegel sagte, dass die Politik "vom Taliban-Manifest übernommen worden sein könnte".

Die Ironie ist, dass diese Welle der Moral und der "Tugend" aus Städten kommt, die von ungehemmten Politikern regiert werden, die sich seit Jahren für sexuelle Befreiung einsetzten.

Es gibt einen Grund für diese groteske Kampagne, die diese Bilder verbietet. Diese Städte beherbergen bedeutende muslimische Bevölkerungsanteile; Und die Politiker - dieselben, die den obligatorischen Multikulturalismus hektisch verabschiedet hatten - wollen dem "Islam" gefallen. Es ist jetzt ein "feministisches" Argument, die Scharia-Politik zu vertreten, wie es auch Linda Sarsour tut. Das Ergebnis ist, dass heute nur wenige Feministinnen den Islam zu kritisieren wagen.

Es passiert überall. Niederländische Gemeinden raten ihren Mitarbeiterinnen, keine Mini-Röcke zu tragen. Es gibt Frauenstunden in schwedischen Schwimmbädern. Deutsche Schulen verschicken Briefe an Eltern, die Kinder zu bitten, das Tragen von "freizügiger Kleidung" zu vermeiden.

Der erste, der vorschlug, Plakate oder Werbung, die "Frauen oder Männer auf sexuelle Objekte reduziert" zu verbieten, war der deutsche Justizminister Heiko Maas, ein Sozialdemokrat.

Christian Lindner, Präsident der Freien Demokratischen Partei sagte, "Die Verschleierung von Frauen oder die Zähmung von Männern zu verlangen, ist etwas, was wir von radikalen islamischen religiösen Führern kennen, aber nicht vom deutschen Justizminister."

1969 wurde Deutschland von einer Debatte über die Einführung des "Sexualkundeatlas", eines "Atlas" der Sexualwissenschaft, überflutet. Jetzt besteht die Anstrengung darin, die deutsche Gesellschaft zu desexualisieren. Die Zeitung Die Welt kommentierte:

"Dank dem Justizminister Heiko Maas wissen wir endlich, warum an Silvester vor dem Kölner Hauptbahnhof etwa Tausend Frauen Opfer sexueller Gewalt wurden: wegen sexistischer Werbung. Zu viele erotisierte Models, zu viel nackte Haut auf unseren Werbetafeln, zu viele erotische Münder, zu viele Miniröcke in Modezeitschriften, zu viele wackelnde Hinterteile und mollige Brüste in Fernsehspots. Es ist ein weiterer Schritt in die Unterwerfung."

Statt Nippel und Hinterteile, schließt Die Welt: "Sollten wir den Gebrauch von Burka oder Schleier forcieren, wie es Frau Erdogan tut?"

Die gleichen deutschen Eliten, die das Verbot von "sexistischen" Plakaten vorschlagen, zensierten die groben Details der massenhaften sexuellen Übergriffe in Köln. Mittlerweile steht eine liberale Berliner Moschee, die Burkas verbot und ihre Türen auch für Schwule und unverschleierte Frauen öffnete, nun unter Polizeischutz nach Drohungen von muslimischen Hegemonisten.

Europas Eliten haben einen doppelten Standard entwickelt: Sie sind stolz darauf, Gastgeber einer Ausstellung eines in Urin eingelegten christlichen Kruzifixes zu sein, kapitulieren aber rasch vor muslimischen Forderungen, die Karikaturen des islamischen Propheten Mohammed zu zensieren. Die italienischen Behörden bemühten sich sehr darum, dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani den Anblick von Nacktheit bei antiken Skulpturen in den Kapitolinischen Museen von Rom zu ersparen.

Die westliche Öffentlichkeit scheint fasziniert zu sein von islamischen Schleiern. Ismail Sacranie, ein Gründer von Modestly Active, dem Hersteller, der Burkinis entwirft, sagte der New York Times, dass 35% ihrer Kunden nichtmuslimisch seien. Aheda Zanetti, eine in Australien lebende Libanesin, die den Burkini erfunden hat, behauptet, dass 40% ihres Umsatzes mit nichtmuslimischen Frauen sei. Die westliche Öffentlichkeit, die den Islam romantisiert, scheint die Pietäten der islamischen Scharia zu absorbieren. The Spectator nannte es "einen neuen Puritanismus" und "warum einige Feministinnen mit dem Islam gemeinsame Sache machen".

Um den amerikanischen Schriftsteller Daniel Greenfield abzuwandeln, ist die Ironie der Frauen, die ihre eigene Unterdrückung feiern, sowohl herzzerreißend als auch bedrückend.

Europa wird sich bald bei der Bürgermeisterin von Köln, Henriette Reker, entschuldigen müssen. Sie wurde kritisiert - verurteilt - für den Ratschlag an Frauen, "eine Armlänge Abstand" von Fremden zu halten, um sexuelle Belästigung zu vermeiden.

Wenn der Westen weiterhin den demokratischen Wert der individuellen Freiheit verrät, auf dem die westliche Zivilisation beruht, werden die islamischen Fundamentalisten, wie diejenigen, die libyschen Frauen die Burka aufgezwungen haben, sie auch westlichen Frauen aufzwingen. Sie könnten sogar mit jenen feministischen Eliten beginnen, die als erste die sexuelle Revolution geschaffen haben, um Frauen in den 1960er Jahren zu emanzipieren, und die jetzt in ein obskurantisches Kleidungsstück vernarrt sind, das Frauen in ein tragbares Gefängnis einsperrt.

 

Wenn der Westen den demokratischen Wert der individuellen Freiheit verrät, werden islamische Fundamentalisten, wie diejenigen, die libyschen Frauen die Burka aufgezwungen haben, das gleiche mit westlichen Frauen tun. (Foto von Alexander Hassenstein / Getty Images)

 

Giulio Meotti, Kulturredaktor für Il Foglio, ist italienischer Journalist und Autor.

Geschichte wird nicht umgeschrieben, Geschichte wird gelöscht

ScienceFiles 10 August 2017
Geschichte wird nicht umgeschrieben, Geschichte wird gelöscht

Wer erinnert sich noch an das Recht, vergessen zu werden, (Right to be forgotten). Wie so viele Einschränkungen der Meinungsfreiheit, so ist auch das Recht, vergessen zu werden, mittlerweile implementiert und zum Mittel geworden, Geschichte weitgehend unbemerkt zu löschen.

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Früher hieß es, die Geschichte wird von den Siegern geschrieben. Sofern es jemals gegolten hat, gilt es heute sicher nicht mehr. Geschichte wird heute nicht geschrieben, sondern gelöscht. Das, was übrigbleibt, das, was Suchmaschinen noch zu finden bereit sind, das ist die offizielle Geschichte des 21. Jahrhunderts. Nie war es so einfach, die Erzählung durchzusetzen, die man gerne zur Geschichte erklären will.

Welches Ausmaß allein die Löschaktion „Right to be forgotten“ zwischenzeitlich angenommen hat, wie hier Dokumente, Fakten und Informationen einfach aus der digitalen Welt verschwinden, kann man sich angesichts der Lappalie ausmalen, von der Retraction Watch berichtet.

Das British Medical Journal hat eine Rezension gelöscht. Nicht etwa einen Beitrag oder eine wissenschaftliche Diskussion, nein, eine Rezension und auch keine Rezension eines Buches, sondern eine Rezension eines Films. Der rezensierte Film ist ein Dokumentarfilm. Steven Eastwood hat Regie geführt. „Those who are Jesus“, so lautet der Titel des Dokumentarfilms. In dem Film geht es um drei Irre, die sich für Jesus halten. Die Dokumentation wurde bei Paradogs Film vertrieben und kostete £ 19,99 zuzüglich Versandkosten.

Man kann sich kaum etwas vorstellen, was auf den ersten Blick weniger brisant erscheint als dieser Film über Julien, einen Geschäftsmann, der nach seiner Scheidung auch intellektuell am Leben gescheitert ist, Rachel, die mit der linken Hand malt, weil ihre Eingebungen von links kommen und Sadar, dem Jesus von Leytonstone, der keine Message hat und den Mangel durch Lächeln ausgleicht. Alle drei haben eines gemeinsam: Sie halten sich für Jesus.

Die Rezension von Sean A. Spence, die in Band 325 (11. Dezember 2002) des British Medical Journal veröffentlicht wurde, sie ist leicht ironisch gehalten und unterhaltsam zu lesen. Sie ist sicher eines nicht: Ein Löschkandidat im Rahmen des Right to be forgotten.

 

Und doch wurde die Rezension gelöscht. Sie ist nicht mehr zugänglich und nach Recherchen von Retraction Watch sind auch der zugehörige Film und die spärlichen Hinweise, die es auf ihn gab, aus dem Internet verschwunden. Er ist ein Beispiel für die Zensur, die im Verborgenen wütet, für die Bereinigung von Inhalten, das Löschen von Geschichte, das man erst dann bemerkt, wenn man nach etwas sucht, von dem man weiß, dass es einmal da war, das aber nicht mehr da ist. Es scheint, dass wir derzeit nicht nur den Swing in den Totalitarismus live erleben, auch der Löschung von Geschichte kann man beiwohnen. Und wie immer, wenn sich der Totalitarismus durchsetzt, so lebt sein Erfolg vom vorauseilenden Gehorsam. Das British Medical Journal ist nämlich auch nach dem Right to be forgotten nicht gezwungen, die Review zu löschen. Das Recht bezieht sich ausschließlich auf Einträge in Suchmaschinen.

Der vorauseilende Gehorsam hat dann auch bei Jonathan Zittrain, George Bemis Professor of International Law an der Harvard Law School einige Irritationen ausgelöst. Retraction Watch zitiert ihn mit den folgenden Worten:

“It’s an article about a film and it’s the person writing the article’s judgement about the film. It’s hard to imagine how this would apply. It’s possible that if BMJ had said no, that would be the end of it. I’m having to hypothesize what the claim is. Maybe they were just nervous and said “who cares?” so they just took it down. … The right to be forgotten, as applied in Europe right now, has been all about search engines…”

Hannah Arendt hat unter anderem für diese Form des vorauseilenden Gehorsams den Begriff der Banalität des Bösen geprägt. Auch diese Banalität kann man wieder live erleben.

 

 

 

 

 

Nachrichtendienste: Neue große Asylwelle ist bereits im Anrollen!

Kronen Zeitung 07 August 2017
Der deutsche Bundesnachrichtendienst, das Bundeskriminalamt und der Verfassungsschutz warnen vor einer neuen großen Asylwelle: In einem Dossier des "Gemeinsamen Analyse- und Strategiezentrums" (GASIM) in Berlin, das der "Welt am Sonntag" vorliegt, wird erneut ein deutlicher Anstieg der illegalen Migration in der zweiten Jahreshälfte prognostiziert. Die meisten illegalen Migranten kommen weiter über die "geschlossene" Balkanroute.

Steil ansteigende Zahl illegaler Migranten – und die Politik schaut zu!

Blog von Vera Lengsfeld 07 August 2017
Dank fleißiger Schlepper-Hilfe unserer Gutmenschen-NGOs, die sich selbst gern als „Retter“ sehen, ist die Aufnahmekapazität Italiens bereits überschritten. Der Druck ist so groß geworden, dass die italienische Staatsanwaltschaft sogar Ermittlungen gegen die „Retter“ von „Jugend rettet“ und „Ärzte ohne Grenzen“ aufgenommen hat. Immer mehr „gerettete” junge Männer machen sich auf nach Norden. Sie kommen zu Fuß, aber auch in Fernreisebussen oder mit der Bahn. Thematisiert wird das von den Medien kaum, schließlich sollen die Schleusen erst nach der Bundestagswahl geöffnet werden. Vorsorglich werden schon einmal „Warnungen“ vor steil ansteigenden Migrantenzahlen veröffentlicht, um die Bevölkerung auf das Kommende einzustimmen.

Internes Papier erwartet neue Flüchtlingswelle - Deutsche Behörden rechnen mit erneutem Anstieg illegaler Zuwanderung

DIE FREIE WELT 07 August 2017
Die Zahl der Asylsuchenden in Deutschland wird in der zweiten Jahreshälfte 2017 wieder deutlich ansteigen, stellt ein interner Analysebericht mehrer Behörden fest. Hintergrund sei die illegale Migration über das Mittelmeer nach Italien.

Neue Taktik: NGO-Schlepperschiffe schalten im Mittelmeer ihre Ortung ab

unzensuriert.at 07 August 2017
Die Schlepper-NGOs im Mittelmeer geraten zunehmend in Bedrängnis. Nicht nur wurde ein verlangter Verhaltenskodex der EU von Seiten der NGOs abgelehnt, auch Ermittlungen der italienischen Staatsanwaltschaft gegen die deutsche NGO "Jugend rettet" wurden aufgrund des Verdachts der Kooperation mit Schleppern eingeleitet. Doch die NGOs ändern ihre Taktik.

De Maizière wollte angeblich Polizeibericht über Grenzkontrollen geheim halten

FOCUS Online 07 August 2017
Trotz Schließung der Balkan-Route stellt die Bundespolizei weiter eine „hohe Anzahl von Migranten“ entlang der Grenze nach Österreich fest. Die Migration und der Transit durch Deutschland halten an. Das geht aus dem internen Abschlussbericht der Bundespolizei zu den Grenzkontrollen vor dem G-20-Gipfel in Hamburg hervor.

Türkei: Erdogans neue Sittenpolizei

AudiaturOnline 07 August 2017
Ihre Zahl beträgt gerade einmal 17.000 in einer Bevölkerung von 80 Millionen (das sind 0,02 %). Sie sind gleichwertige türkische Bürger. Die meisten stammen aus Familien, die seit Jahrhunderten in dem Gebiet leben, das heute die moderne Türkei ist. Sie zahlen ihre Steuern an die türkische Regierung. Ihre Söhne dienen in der türkischen Armee. Ihre Muttersprache ist Türkisch. Fragt man sie, woher sie stammen, sagen sie, sie seien Türken – weil sie Türken sind. Dennoch sehen die Türken sie als „Israelis“ – nicht weil sie keine Türken wären, sondern weil sie türkische Juden sind.

Operation Gehirnwäsche: Google will "toxische Meinungen" bekämpfen!

YouTube 07 August 2017

Italien: Hat "Jugend Rettet" mit Schleppern zusammen gearbeitet?

YouTube 07 August 2017
Die italienische Küstenwache hat ein Schiff der deutschen Hilfsorganisation „Jugend rettet“ festgesetzt. Italienische Behörden verdächtigen die Besatzung des Schiffes, illegale Migration zu begünstigen.
Rom hatte jüngst den im Mittelmeer operierenden Nichtregierungsorganisationen (NGOs)einen Verhaltenscodex vorgelegt, unter anderem sieht dieser vor, dass bewaffnete Polizisten an Bord von Rettungsschiffen mitfahren und Flüchtlinge auf der See nicht von einem Schiff auf ein anderes transferiert werden dürfen. Sechs von neun Organisationen verweigerten die Unterschrift des Dokuments, sie haben rechtliche Bedenken und sehen ihre Arbeit erschwert. Die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ verwies zum Beispiel darauf, dass dadurch Menschen ertrinken könnten.
Martin Dolzer (MdHB, DIE LINKE), der sich intensiv mit Flüchtlingspolitik, sowie den Themen Europa und Frieden befasst, sieht für die Verwerfungen in Afrika Brüssel in der Verantwortung. Flüchtlingen müsse die legale Einreise nach Europa ermöglicht werden. Der Journalist Marcello Foa erkennt in den Handlungen der NGOs keine Rettungsaktionen, sondern Schlepper bei der Arbeit. 

Die Islamisierung der Geschichte

• EuropeNews 07 August 2017
Die Islamisierung der Geschichte

Die Diskussion über das Thema, ob der Islam von Fundamentalisten gekidnappt wurde – oder ob es die Religion selbst ist, die die Art Hass predigt, die zu Terrorismus führt – kocht seit dem Attentat von 9/11 in den USA hoch. Obwohl der Fall noch nicht geklärt wurde, so ist doch eines klar: In der muslimischen Welt ist die Dämonisierung der Juden und Christen alltäglich.

 

Quelle: Gatestone Institute
Übersetzt von EuropeNews

 

Nehmen wir beispielsweise die Türkei, wo seit Jahrzehnten öffentlich Antisemitismus durch herausragende Regierungsvertreter, das religiöse Establishment und die Medien, zur Schau gestellt wird. Im Juni diesen Jahres stimmte die Spitze des Direktorats für religiöse Angelegenheiten – die Diyanet – in den Chor mit ein.

 

In einer Rede in Gaziantep – ein Transkript wurde auf dem offiziellen Twitter Account der Diyanet veröffentlicht – kündigte Prof. Dr. Mehmet Görmez an, dass der Islam der Welt durch Allah verkündet wurde, um die „Verdrehungen“ des Juden- und Christentums zu korrigieren. Im Zentrum des Judentums, so Görmez, standen „materielle Güter, Geld und Wohlstand“. Das Christentum, so bekräftigte er, stand für das Gegenteil, allerdings auch für eine „falsche“ Interpretation des Göttlichen, „weil es ein Verständnis vermittelte, das die Welt herabwürdigte und Besitz und Wohlstand als beinahe verboten [haram] betrachtete.“

 

Die Diyanet wurde im Jahr 1924 von der Gründerregierung der Türkei gegründet, von der Republikanischen Bürgerpartei, nach der Abschaffung des Osmanischen Kalifats, als Nachfolger von Scheich ul-Islam, der vorherigen Autorität für religiöse Angelegenheiten. Sie hat viele Abteilungen, federführend der hohe Rat für religiöse Angelegenheiten, dessen Pflichten folgendes umfassen:

 

„Entscheidungen treffen, Meinungen teilen und Fragen stellen über religiöse Angelegenheiten, indem die grundlegenden Quellentexte und Methodologie, sowie die historische Erfahrung der islamischen Religion und die gegenwärtigen Forderungen und Bedürfnisse in Betracht gezogen werden.“

 

Nicht nur, dass keine andere Religion außer dem Islam, in der Türkei diese Macht und diesen Einfluss hat, er wird finanziert durch die Diaynet – deren Budget das der meisten Ministerien übersteigt. Andere Religionen sind entweder offiziell nicht anerkannt(wie im Fall der Aleviten und Jesiden) oder sie stehen an der Grenze zur völligen Eliminierung durch die Regierung – wie beim Judentum, der griechischen Orthodoxie und dem assyrischen (syrischen) und armenischen Christentum.

 

Die Türkei steht nicht alleine da mit dieser Praxis, die uns zu der Frage führt, warum „Muslime die Juden so sehr hassen“.

 

Laut Andrew Bostom, dem Autor des Buchs The Legacy of Islamic Antisemitism: From Sacred Texts to Solemn History, liegt die Antwort im Koran, dessen „zentrales antijüdischen Motiv... in Vers 2:61 zu finden ist und das in Vers 3:112 wiederholt wird.“

 

„Erniedrigung ist für sie vorgeschrieben, wo immer sie getroffen werden, außer sie wären in Sicherheit (auf Grund) ihrer Verbindung mit Allah oder mit den Menschen. Und sie ziehen sich den Zorn Allahs zu, und für sie ist die Armut vorgeschrieben, weil sie Allahs Zeichen verleugneten und die Propheten ungerechterweise ermordeten. Solches (geschieht), da sie widerspenstig und Übertreter waren.“ [Übers. M.A. Rassoul]

 

In einem Interview aus dem Jahr 2008 sagte Bostom:

 

„Hier werden die Juden beschuldigt den Propheten abgeschlachtet und gegen den Willen Allahs verstoßen zu haben und deshalb werden sie auf ewig verurteilt und verflucht. In Vers 2:61 heißt es 'Schande und Elend' 'kamen über sie'. Und dieser Vers ist verbunden mit Versen wie 5:60 und anderen Versen über die Juden, die in Affen und Schweine verwandelt werden sollen, was Teil des Fluchs ist. Vers 5:78 beschreibt den Fluch über die Juden durch David und Jesus, den Sohn von Maria. Es gibt einen Vers, der sich darauf bezieht, 5:64, der die Juden beschuldigt Krieg und Korruption zu verbreiten, eine Art historischer Vorläufer der Protokolle der Weisen von Zion. (Der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, zitierte diese Verse während einer Schmährede gegen die Juden Israels im Jahr 2007). Ganz allgemein ist die allgemeine Diskussion der Juden im Koran gekennzeichnet durch eine Litanei ihrer Sünden und Strafen als ob es Teil eines göttlichen Anklage-, Verurteilungs- und Strafprozesses sei.“

 

Moshe Sharon, emeritierter Professor für islamische und nahöstliche Studien an der Hebrew University erklärt über den Koran hinaus, dass die

 

„grundsätzliche Einstellung die ist, dass alle Geschichte faktisch islamische Geschichte ist …. dass alle wichtigen Figuren der Geschichte im Grunde Muslime sind – von Adam bis zu unserer heutigen Zeit. Also, wenn die Juden oder Christen etwas fordern und dies mit der Tatsache begründen, dass es einen König gab namens Solomon, oder einen König namens David, oder einen Propheten namens Moses oder Jesus, dann sagen sie etwas, das nicht wahr ist, oder sie wissen tatsächlich nicht, dass all diese Figuren im Grunde muslimische Figuren sind.“

 

Sharon fährt fort:

 

„In der Tat gibt es seit der Erschaffung der Welt nur eine Religion und das ist die Religion des Islam. Wenn also jemand sagt 'Sieh mal, da ist ein Ort, der mit Solomon im Zusammenhang steht und das ist der Ort wo der Tempel von Jerusalem stand' dann würde ein wahrer Muslim sagen: 'Ja, du hast absolut Recht. Aber vergiss nicht, dass Solomon ein Muslim war und David ein Muslim war. Und Abraham war ein Muslim. Und Isaak war ein Muslim und Jesus war ein Muslim. Das ist es was ich unter Islamisierung der Geschichte verstehe.“

 

Sharon sagt, dass durch diese Islamisierung der Geschichte es auch eine Islamisierung der Geographie gegeben hat in der Weise, dass

 

„Wenn irgendwo etwas mit diesen Menschen, oder mit diesen Propheten in Verbindung war, die alle Muslime waren, dann wurde dies zu muslimischem Territorium. Und deshalb sollte der Islam, auch wenn er nicht in diesem Gebiet war vor Mohammed, dort gewesen sein. Mit diesem Gebiet meine ich den Nahen Osten, oder andere Teile außerhalb des Nahen Ostens, die jetzt muslimisch sind. Also, alle Orte wie diese mussten befreit werden, nicht erobert. Sie mussten befreit werden. Also erschien der Islam zur Zeit Mohammeds – oder er erschien wieder in der Geschichte aus deren Sicht – als Befreier. Und deshalb gibt es keine islamische Besatzung. Wenn jemand ein Gebiet besetzt, dann wird es immer jemand anders sein, niemals die Muslime. Es gibt also keine islamische Besatzung. Es gibt nur islamische Befreiung.“

 

Die Kombination hasserfüllter Koranverse, wie Bostom dies herausstellt, sowie revisionistischer islamistischer Geschichte, wie Sharon dies beschreibt, hat ein Monster erschaffen in Form einer existentiellen Bedrohung für die jüdisch-christliche Welt. Um dem zu begegnen muss der Westen eine unapologetische Politik betreiben um die religiöse Freiheit sowohl der Nichtmuslime wie auch der nicht-extremistischen Muslime zu sichern, wo auch immer sie leben.

 

Aber um effektiv zu sein, muss diese Politik eine ehrliche und offene Diskussion der Geschichte und Doktrin des Islams beinhalten, sowie seiner gegenwärtigen Iteration, nicht als einer 'Religion des Friedens' – was, wie es im Islam heißt erst dann passiert wenn die gesamte Welt Allah angenommen und das islamische Rech, die Scharia, akzeptiert hat, – sondern als eine Religion des Krieges und des Terrors.

 

Der Untergang von Einigkeit, Recht und Freiheit

The European 04 August 2017
Einigkeit und Recht und Freiheit für das deutsche Vaterland? Davon sind wir heute so weit entfernt, wie in der DDR von „Deutschland einig Vaterland“. In der DDR wurde der Text der Nationalhymne stillschweigend entsorgt. In der nächsten Legislaturperiode könnte dem Lied der Deutschen dasselbe Schicksal ereilen.

Werbung für Islamisten: SPÖ zieht Konsequenzen

Neues Volksblatt 04 August 2017
Gerstorfer nach einschlägigen Postings eines Welser Genossen: In der SPÖ darf niemand agieren, der Verbindungen zum Islamismus hat!

Kommunen: Präventionsstelle gegen Salafismus kann starten

FOCUS Online 04 August 2017
Hildesheim (dpa/lni) - Nach anfänglichen Finanzierungsschwierigkeiten kann die Präventionsstelle gegen radikalen Islamismus in Hildesheim nun doch an den Start gehen. Dank eines kurzfristigen Zuschusses des Landes-Demokratiezentrums sei die Finanzierung für dieses Jahr und eine Teilförderung für 2018 und 2019 gesichert, teilte das Justizministerium am Donnerstag in Hannover mit.

Juncker will weiter EU-Beitritt der Türkei

UNSER MITTELEUROPA 04 August 2017
Beim gest­ri­gen Sommerinterview des NDR (Norddeutscher Rundfunk, Sitz in Hamburg) erklärte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, dass ein Abbruch der EU-Beitrittsgespräche mit der Türkei ein Fehler wäre.

Hier stapelt sich Berlins Asyl-Chaos

B.Z. Berlin 04 August 2017
Am Berliner Verwaltungsgericht stapeln sich derzeit 13.113 offene Asylverfahren. Jetzt schlägt der Senat Alarm, weil die Prozesse sich zu lange hinziehen.

Zentralrat der Muslime verwundert: Islamisten werden nicht abgeschoben, sondern als V-Männer engagiert

Epoch Times 04 August 2017
"Es leben Menschen unter uns, die eigentlich keine Berechtigung dazu haben, zudem unsere Gesellschaft gefährden, die aber nicht konsequent abgeschoben werden. Es dauert oft Jahre, bis Konsequenzen gezogen oder Strafen ausgesprochen werden. Hier muss der Staat handeln," fordert Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrates der Muslime in Deutschland.

Betrugsverdacht im Flüchtlingsheim

Heute.at 04 August 2017
Die Betreiberinnen der Georg-Danzer-Häuser für Flüchtlinge in Wien sollen Fördergelder missbraucht haben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt.

Kunst-Unfreiheit im Iran: 38 Jahre Zensur im Namen des Islam

Deutschlandfunk Kultur 04 August 2017
Der preisgekrönte iranische Filmemacher Jafar Panahi hat bis 2030 Berufsverbot. Ein prominentes Opfer, das zeigt: Die Kunstfreiheit endet im Iran seit 1979 da, wo religiöse Führer "Grundlagen des Islams" verletzt sehen. Kulturschaffende rebellieren leise.

Bürokratie kostet deutscher Wirtschaft 45 Milliarden Euro

WEB.DE - Nachrichten 02 August 2017
Berlin (dpa) - Bürokratische Belastungen aus dem Bundesrecht verursachen der Wirtschaft in Deutschland einem Medienbericht zufolge jährlich Kosten in Höhe von 45 Milliarden Euro.

Kommentar: Frauen in Afghanistan - Kein Name, keine Rechte

Deutsche Welle 02 August 2017
Frauen haben in Afghanistan keine Namen. Zumindest nicht in der Öffentlichkeit. Eine Social-Media-Kampagne stellt diese Tradition nun in Frage. Doch es muss mehr passieren, meint Waslat Hasrat-Nazimi.

Bevölkerung mit Migrationshintergrund um 8,5 % gestiegen

WIESBADEN – Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund erreichte 2016 zum fünften Mal in Folge einen neuen Höchststand. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis des Mikrozensus mitteilt, hatten im Jahr 2016 rund 18,6 Millionen Menschen in Deutschland einen Migrationshintergrund. Dies entsprach einem Zuwachs gegenüber dem Vorjahr von 8,5 %. Das ist der stärkste Zuwachs seit Beginn der Messung im Jahr 2005. Der hohe Anstieg ist vor allem auf die hohe Zuwanderung von Ausländerinnen und Ausländern einschließlich der Schutzsuchenden in den Jahren 2015 und 2016 zurückzuführen. 

Europa ist weiterhin die wichtigste Herkunftsregion der Bevölkerung mit Migrationshintergrund. Die Bedeutung anderer Erdteile ist in den letzten fünf Jahren jedoch gestiegen. Mittlerweile haben 2,3 Millionen Menschen in Deutschland ihre Wurzeln im Nahen und Mittleren Osten. Das ist ein Zuwachs gegenüber 2011 von fast 51 %. Afrika gewinnt ebenfalls an Bedeutung. Rund 740 000 Menschen sind afrikanischer Herkunft, das sind gut 46 % mehr als im Jahr 2011. Die Türkei ist noch immer mit Abstand das wichtigste Herkunftsland, hat aber seit 2011 an Relevanz verloren. 

48 % der Bevölkerung mit Migrationshintergrund sind Ausländerinnen beziehungsweise Ausländer und etwa 52 % sind Deutsche. Die überwiegende Mehrheit der ausländischen Bevölkerung ist zugewandert (85 %), bei den Deutschen mit Migrationshintergrund ist es etwas mehr als die Hälfte (53 %). Die meisten Deutschen mit Migrationshintergrund besitzen die deutsche Staatsangehörigkeit seit ihrer Geburt (42 %). Sie haben einen Migrationshintergrund, weil mindestens ein Elternteil ausländisch, eingebürgert oder (Spät-)Aussiedler ist. Weitere 33 % sind selbst als (Spät-)Aussiedler nach Deutschland zugewandert. Die übrigen 25 % sind eingebürgert. 

Mit Hilfe des Mikrozensus kann zudem die sogenannte „strukturelle Integration“ der Bevölkerung mit Migrationshintergrund beschrieben werden. Die Bevölkerung mit und ohne Migrationshintergrund unterscheidet sich zum Beispiel hinsichtlich ihres Bildungsstandes; dies zeigt der direkte Vergleich der Personen im Alter von 25 bis unter 35 Jahren. Personen mit Migrationshintergrund haben deutlich häufiger keinen Schulabschluss (9 %) als Personen ohne Migrationshintergrund (2 %) und haben zudem wesentlich häufiger keinen beruflichen Abschluss (32 % gegenüber 9 %). Andererseits erreichen beide Gruppen das Abitur (37 %) und auch akademische Abschlüsse (27 %) im gleichen Umfang. Innerhalb der Personen mit Migrationshintergrund haben Zuwanderer überproportional häufig keine schulischen (10 %) und beruflichen (33 %) Bildungsabschlüsse, allerdings auch überdurchschnittlich oft das Abitur (39 %) und akademische Abschlüsse (29%). 

Methodische Hinweise:

Eine Person hat einen Migrationshintergrund, wenn sie selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde. Im Einzelnen umfasst diese Definition zugewanderte und nicht zugewanderte Ausländerinnen und Ausländer, zugewanderte und nicht zugewanderte Eingebürgerte, (Spät-)Aussiedlerinnen und (Spät-)Aussiedler sowie die als Deutsche geborenen Kinder dieser Gruppen. 

Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund 1 % der Bevölkerung in Deutschland befragt wird. Um aus den erhobenen Daten Aussagen über die Gesamtbevölkerung ziehen zu können, müssen die Daten entsprechend hochgerechnet werden. 

Ab dem Berichtsjahr 2016 wurde die Stichprobe des Mikrozensus auf eine neue Grundlage umgestellt. Damit basiert die Stichprobe erstmalig auf den Daten des Zensus 2011. Durch diese Umstellung ist die Vergleichbarkeit der Ergebnisse des Mikrozensus 2016 mit den Vorjahren eingeschränkt. Ein weiterer Effekt, der die Ergebnisse in diesem Berichtsjahr beeinflusst, ist mit der ungewöhnlich starken Zuwanderung insbesondere durch Schutzsuchende verbunden. Bei der überwiegenden Mehrheit der Aufnahmeeinrichtungen handelte es sich nicht um Wohngebäude, was zur Folge hatte, dass die dort lebenden Menschen für den Mikrozensus nicht befragt wurden. Bei der Interpretation der Ergebnisse zur ausländischen Bevölkerung sollte deshalb berücksichtigt werden, dass diese auf Angaben der in Privathaushalten lebenden Befragten beruhen.


Bevölkerung 2016 nach Migrationsstatus
Migrationsstatus2016Veränderung gegenüber dem Vorjahr
AnzahlAnteil an der Gesamt-
bevölkerung
in 1 000in %in 1 000in %
Quelle: Mikrozensus 2016
Bevölkerung insgesamt 82 425 100,0 1 021 1,3
ohne Migrationshintergrund 63 848 77,5 – 438 – 0,7
mit Migrationshintergrund 18 576 22,5 1 458 8,5
Deutsche 9 615 11,7 269 2,9
zugewandert 5 144 6,2 121 2,4
in Deutschland geboren 4 471 5,4 148 3,4
Ausländerinnen und Ausländer 8 961 10,9 1 189 15,3
zugewandert 7 594 9,2 1 164 18,1
in Deutschland geboren 1 367 1,7 25 1,9

 

 

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