Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst ist das Kalifat

• EuropeNews - 16 Juni 2017 - Von Alexander Maistrovoy
Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst ist das Kalifat

Die Welt unserer Quisling Anhänger, barbarische Kolonisatoren und eine unterworfene, oder im besten Fall, eingeschüchterte murmelnde Herde – das ist das Europa des 21. Jahrhunderts.

 

Auf einem Parteitag sagt der Parteivorsitzende zum Publikum:
„Ihr alle werdet Morgen gehenkt werden. Irgendwelche Fragen?“
Schweigen.
Der Parteivorsitzende;
„Ich wiederhole die Frage. Ihr alle werdet Morgen gehenkt. Möchte jemand etwas sagen?“
Eine leise Stimme aus dem Publikum sagt:
„Sollen wir unser eigenes Seil und Seife mitbringen oder wird das gestellt?“

 

Das ist eine sowjetische Anekdote aus den 1970er Jahren.

Im Jahr 1975 war er 40 Jahre alt und schon damals war er sehr bekannt: Seine Auftritte waren populär, er war Mitglied des Herausgebergremiums eines berühmten literarischen Magazins. Ihm stand jeder Weg offen, aber er wählte einen anderen Weg.

 

Nachdem der Prager Frühling niedergeschlagen war, attackierte er die Behörden, schrieb einen offenen und wütenden Brief an den Präsidenten der Tschechoslowakei, die von den sowjetischen Truppen besetzt war. Er wurde verhaftet, angeklagt wegen Angriffs auf einen Beamten und ins Gefängnis geworfen. Später wurde er freigelassen, mit der Anklage das kommunistische Regime stürzen zu wollen, vier Jahre und fünf Monate lang lang eingekerkert, freigelassen und im Jahr 1989 wiederum inhaftiert.

 

 

Quelle: Jihadwatch
Übersetzt von EuropeNews

 

Er verbrachte viele Jahre im Gefängnis und verwandelte sich in einen nicht zu brechenden Anführer seines Volks – den zukünftigen Präsidenten der tschechischen Republik. Sein Name ist Vaclav Havel. Wie Thomas Masryk, den Gründer der Tschechischen Republik, war er die Verkörperung der besten Eigenschaften eines Staatsmannes: Verstand, innere Kraft, Stärke und Anstand.

 

Der Westen stellt sich heute als düsteres Bild einer drohenden Dunkelheit und Tyrannei dar, etwas, das die zivilisierte Welt seit Jahrzehnten nicht mehr gesehen hat. Es ist die Welt einer aggressiven patriarchalischen und primitiven Religion, die im Herzen des Kontinents Wurzeln geschlagen hat. Darin die Träger dunkler Vorurteile, von Intoleranz und Barbarentum, die aus den entlegensten Ecken Asiens und Afrikas kommen, um zu morden, vergewaltigen und alle jene zu verhöhnen und zu verachten, die ihnen ihre Türen vertrauensvoll und fahrlässig geöffnet haben. Das ist die Welt, in die die Elite sich in Anhänger der Quislinge verwandelt haben, die Führer der Kolonisierung und die Regierungen der Nationen haben sich die Rolle von Vichy (mehr oder weniger begierig) zu eigen gemacht.

 

Aber wir beobachten ein auffälliges Phänomen: Massen an Menschen, die dazu verurteilt sind zu unausweichlichem Leid, halten still, oder verhalten sich zumindest passiv und drücken bei Wahlen anonym ihren Dissens aus – obwohl sie beinahe keine Chance haben zu gewinnen, weil das ganze staatliche System darauf abzielt ihre Gehirne zu waschen und die Menschen in Westeuropa und Kanada ihrer Individualität und ihrer Selbstsicherheit beraubt werden, wie die Menschen in Amerika.

Natürlich gibt es auch jene, die es wagen ihre Stimme gegen die einwandernden Despoten zu erheben, aber es sind nur wenige, überraschend wenige für eine Gesellschaft, die noch relativ offen ist. Das bezieht sich auf Intellektuelle und auf das Durchschnittsvolk.

 

Ich spreche hier nicht von den sogenannten 'nützlichen Idioten' – Sektierer geblendet von ideologischen Klischees, die dazu bereit sind die Kadaver ihrer Mitstreiter dazu zu benutzen, um sich ihren Weg zum Vorhof der Hölle zu ebnen. Ich spreche nicht über die, die Zuwendungen und Privilegien erhalten – sie haben sich diese zynische und dreckige Rolle ausgesucht. Ich spreche von den tausenden Professoren, Lehrern, Juristen, Schriftstellern und Schauspielern, Filmemachern, Journalisten. Ich spreche von den Priestern und Rabbis, Menschenrechtsaktivisten, Feministen, Aktivisten der LGBT Community – diejenigen, die die ersten Opfer der kommenden Theokratie sein werden. Ihnen wird kein leichter Tod beschert sein.

 

Warum sind diejenigen, deren Verwandte, Freunde und Nachbarn in die Luft gesprengt, vergewaltigt, erniedrigt und terrorisiert werden so ruhig? Haben sie schon jetzt ihren Sinn für Sicherheit und Ruhe in ihrer eigenen Wohnung verloren? Wir sehen sentimentale Szenen mit weinenden Menschen, Spielzeug, Kerzen und Kränzen an den Orten von Massakern, wo man stattdessen Massendemonstrationen, Proteste und Mahnwachen brauchen würde. Wir sehen die Gegner von Marine Le Pen und Geert Wilders an prominenter Stelle, und die Protagonisten des Women's March, aber wir sehen keine Gegner der politisch korrekten Tyrannei. Warum unterwerfen sich Menschen und halten ihren Mördern den Hals hin und sind gehorsam wie Schafe?

 

Was ist es – Selbstzensur, Konformismus, die Hoffnung, dass sie das Schicksal ein Opfer zu werden vermeiden wollen? Sie können dem nicht entkommen. Nach dem Terroranschlag in Manchester drückten Popstar Katy Perry, der Bürgermeister von London Sadiq Khan und ein Mitglied des französischen Senats, Nathalie Goulet, die Meinung der westlichen Eliten aus, als sie sagten, dass die Europäer sich an Terrorattentate gewöhnen müssten. Und sie werden sie zwingen sich daran zu gewöhnen. Letztlich werden sie sich in ihr Schicksal des sogenannten Dhimmi-seins ergeben – Halbsklaven, menschliches Vieh, deren Leben von den Dienern des blutrünstigen Kults genommen werden kann.

 

Fürchten sie sich davor als Rassisten, Faschisten, Islamophobe bezeichnet zu werden? Haben sie Angst davor ihre Jobs zu verlieren, keine Karriere mehr zu machen, keine Einladungen zu Menschenrechtskonferenzen und interkonfessionelle Dialoge zu bekommen? Haben sie Angst davor ein Bußgeld zu bezahlen wegen Diffamierung?

 

Ich habe diesen Artikel nicht zufällig mit Vaclav Havel begonnen. Seit Jahrzehnten erlebt die Welt den verzweifelten Kampf der Osteuropäer für ihre Rechte und Würde gegen Tyrannei. Die Ungarische Revolution von 1956, der Prager Frühling, die polnische Solidarnosch Bewegung, die rumänische Revolution gegen die Diktatur von Ceauçescu, der Mut der Litauer, die sich im Januar 1991 gegen die „Umarmung“ des sowjetischen Systems gewehrt haben, wobei Dutzende ihr Leben verloren haben – Menschenmassen angeführt von der intellektuellen Klasse gingen auf die Straße und als Gegner standen sie dieses Mal nicht Gerichten, Kommentaren auf Facebook oder anonymen Drohungen auf Twitter gegenüber, sondern Gewehrkugeln, Panzern und Staatssicherheit. Sie hatten weder Anwälte noch Rechte. Sie wussten, dass man sie jahrelang ins Gefängnis stecken würde, wie Havel, oder dass sie sogar sterben konnten (Havels Freund, der Philosoph Jan Patocka starb während eines Verhörs)

 

Dennoch, die Osteuropäer wurden immer stärker aufgrund dieser Erfahrungen, bereit die Demokratie und ihre Freiheit zu verteidigen. Sie wurden immun gegen universalistische Utopien und aus ihnen gingen mutige und bestimmte Führer hervor.

 

Es gab eine mächtige Dissidentenbewegung in der Zitadelle der Sowjettyrannei. Viele Menschen verschwanden in Gefängnissen, Camps und Psychiatrien. Sie teilten ihre Zellen mit Kriminellen, die man ermutigte, sie zu mobben und sexuelle Gewalt auszuüben (carte blanche). Die meisten sowjetischen Dissidenten waren Wissenschaftler und Schriftsteller angeführt von dem Akademiker Andrey Sacharov – sie waren der Stolz der Nation. Während des Sowjet Putsches im August 1991 töteten bewaffnete Truppentransporter in Moskau drei Menschen, aber die Wiederherstellung des Sowjetregimes wurde verhindert.

 

In der heutigen Zeit haben die Ukrainer ihre korrupten Herrscher gestürzt und in Moskau gehen die Leute auf die Straße um gegen Autokratie zu protestieren. In Israel, nach den bösartigen Osloer Akkorden und den anschließenden mörderischen terroristischen Massenangriffen, gingen zehn Tausende Menschen immer wieder auf die Straße und verlangten einen Stopp für die inhumanen politischen Experimente am lebenden Organismus der Gesellschaft. Menschen blockierten die Straßen und organisierten Märsche zur Residenz des Ministerpräsidenten. Etwa acht Jahre zuvor war die israelische Regierung durch Massenproteste gezwungen – trotz wütender Proteste von linken Organisationen und Medien – einen Zaun an der Grenze zu Ägypten zu bauen, um das Land gegen die Horden afrikanischer Migranten zu schützen.

 

Es ist ein Symbol, dass Pegida, das im restlichen Westeuropa keine Anhänger finden konnte, auf dem Territorium der ehemaligen DDR entstand.

 

Demokratie bedeutet nicht nur alle vier Jahre zur Wahl zu gehen. Zuallererst handelt es sich um eine bürgerliche Aktivität und sie erfordert Mut – es ist keine Laune eines weinenden Kindes in einem Kindergarten. Eine wichtige Aufgabe eines demokratischen Staates ist der Schutz seiner Bürger. Wenn ein Staat und die Eliten den Sozialvertrag nicht einhalten, und was noch schlimmer ist, ihre eigenen Bürger opfern, kulturell und physisch, im Namen einer dubiosen Ideologie, eines utopischen Konzepts und persönlicher Interessen, dann haben die Menschen das Recht den Sozialvertrag aufzukündigen. Sie haben das volle Recht totalitäre Strukturen zu verhindern (und die Elite des Westens hat einen ausgeklügelten kulturellen Totalitarismus implantiert), um sie zu Laborratten ihres Social Engineerings zu machen.

 

In dem Essay „Politics and Conscience“ [Politik und Gewissen“ aus dem Jahr 1984 schrieb Havel: „Ich empfehle ein antipolitische Politik, das heißt eine Politik, die nicht als Methode zur Macht und Manipulation dient, kein kybernetisches System, um Menschen zu managen und keine Fertigkeit eines Pragmatisten, sondern einer der Wege, um ein sinnvolles Leben zu führen, dieses Leben zu schützen und ihm zu dienen. Ich empfehle eine Politik, die man als praktische Ethik bezeichnen kann, der Wahrheit zu dienen, Menschen, die sich um ihre Mitmenschen kümmern, messbar an menschlichen Maßstäben.“

 

Die westliche Elite hat ein System erschaffen, das Menschen manipuliert und dabei vergessen, dass sie es mit echten Menschen zu tun hat, mit ihrem Leben und ihren Gefühlen.

 

Havel nannte die kommunistischen Regime Absurdistan (das Land des Absurden). Heute ist Absurdistan der Westen und der größte Teil Westeuropas, in dem Freiheit vernichtet wurde unter dem Deckmantel seines Schutzes, wo das Recht der Migranten zu morden und zu vergewaltigen über dem Recht der gesetzestreuen Bürger steht ein normales und sicheres Leben zu führen und wo demokratische Institutionen dazu benutzt werden die schlimmstmögliche Art der Theokratie einzuführen.

 

Heute haben die Menschen noch die Möglichkeit den Despotismus zu verhindern. Aber die Zensur wird strenger, die Strafen werden schärfer die Kolonisierung verbreitet sich schnell wie Krebszellen und das Zeitfenster, in dem dies noch möglich ist, schließt sich gerade. Ein Gespenst geht um in Europa: Das Gespenst ist das Kalifat.

 

Alexander Maistrovoy ist Autor von Agony of Hercules, or a Farewell to Democracy