Ein profitables Geschäft im Mittelmeer: Zusammenarbeit von NGOs und Schleppern

• EuropeNews - 24 April 2017
Ein profitables Geschäft im Mittelmeer: Zusammenarbeit von NGOs und Schleppern

Vor ein paar Jahren wurden die meisten Flüchtlinge im Mittelmeer von den Küstenwachen Italiens, Maltas und Griechenlands gerettet. Nachdem es jahrelang heftige Beschwerden gab, gelang es Italien das Problem auf die EU abzuwälzen, so dass nun Schiffe aus vielen europäischen Ländern zum Rettungsdienst antraten.

Im Jahr 2015, als die große Flüchtlingskrise begann, änderte sich die Situation. Es kamen Schiffe, die von verschiedenen privaten NGOs und retteten die sog. Flüchtlinge. Sie waren berüchtigt dafür dass sie mit Menschenschmugglern zusammenarbeiteten, die an der Küste Libyens auf sie warteten, um die Flüchtlinge aufzunehmen.

 

Quellen: Il Giornale / Gates of Vienna / BBC
Übersetzt von EuropeNews

 

Die italienische Zeitung Il Giornale hat den Hintergrund und die Finanzierung verschiedener Rettungsorganisationen beleuchtet. Es werden Namen, Finanziers und Intrigen aufgelistet.

 

Von Soros bis Hillary Clinton bis hin zu den NGOs, Giuseppe De Lorenzo nennt Namen und Hintergründe. Derzeit beschäftigen sich drei Staatsanwälte mit den Anschuldigungen von Frontex und auch Matteo Renzi beklagt sich über die Menschenrechtsorganisationen, die “die Regeln nicht einhalten”.

  

Ärzte ohne Grenzen

Fangen wir mit der größten Organisation an und das ist ohne Zweifel Ärzte ohne Grenzen, die im Jahr 2016 drei Schiffe hatte: Dignity I, Bourbon Argos und Aquarius. Heute ist nur noch die Aquarius aktiv, sowie ein neues 75 Meter langes Schiff namens Prudence, mit 1000 Schlafplätzen – ein gigantisches Schiff.

 

Einer der Gründer ist Bernard Kouchner, ein Arzt, der aber mehr in der Politik als im OP aktiv war. Im Jahr 2007 wurde er von Nicolas Sarkozy zum Außenminister ernannt, die Regierung, die Mohammad Ghaddafi bombardierte und aus Libyen ein gesetzloses Land gemacht ha,t von wo aus nun die Migrantenboote starten.

 

Menschen, die mit DWB zu tun haben, kann man gleichzeitig als Ursache und Lösung der Migrationskrise beschreiben. Die Organisation gibt gewaltige Summen aus zur Rettung von Flüchtlingen, scheint aber keinerlei Geldprobleme zu haben. Im Jahr 2016 nahmen sie 38 Millionen € ein, dank 319.496 Spendern. 9,7 Millionen € an Geldgeschenken, davon wurden 1,5 Millionen zur Erhaltung der Bourbon Argos benutzt und 3,3 Millionen kamen von Firmen und Stiftungen. Herausragend dabei: Die Open Society Stiftung von George Soros. Open Society und DWB schieben auch munter Personal hin und her, ganz so, als ob es eine Familie wäre.

 

Save The Children

Zufälligerweise finanziert Soros auch noch eine weitere Organisation, die ziemlich aktiv ist bei der Rettung von Flüchtlingen: Save the Children. Die anerkannte internationale Organisation betreibt unter anderem ein 62 Meter langes Schiff, die Vos Hestia, das unter italienischer Flagge fährt und zwei Rettungsboote hat. Geld scheint kein Problem zu sein, im Jahr 2015 standen 80,5 Millionen € in den Bilanzen.

 

Proactiva Open Arms

Die spanische NGO Proactiva Open Arms betreibt das Schiff Golfo Azzuro, sowie in der Vergangenheit den Luxusliner Astral. Die Spanier spendeten 1,4 Millionen das zu 95% für Rettungsaktionen benutzt wurde. Die Golfo Azzurro kann 400 Menschen an Bord nehmen, ein Tag auf See kostet “nur” €5.000.

 

SOS Mediterranée

Die italienisch-französisch-deutsche NGO SOS Mediterranée wurde von dem ehemaligen Admiral Klaus Vogel gegründet und gibt doppelt so viel aus. Das Schiff Aquarius, das rund um die Uhr im Dienst ist, kostet pro Tag 11.000 €.

 

Sea Watch Foundation

Im Jahr 2014 kauften Harald Hoppner und ein Kompagnon für 60.000 € ein altes holländisches Fischerboot. Heute ist es top modernisiert. Es fahren zwei Schiffe unter holländischer und neuseeländischer Flagge und schon bald soll ein Flugzeug hinzukommen. Woher kommt das Geld? Das weiß man nicht.

 

Life Boat

Sowohl Sea Watch als auch ihre Schwesterorganisation Life Bost haben ein kurioses Detail gemeinsam. Hervorstechend unter den Partnern ist der FC St. Pauli, ein Hamburger Fußballverein. Die Crew des Schiffs Minden operiert von italienischen Häfen aus, Operationsbasis ist jedoch Malta. Sie gehen auf 10-tägige Missionen und fahren rund um die Uhr. Die täglichen Spritkosten belaufen sich auf 25€. Auf der Webseite Betterplace.org konnten sie 6000 € sammeln für Radar- und Satellitenkommunikation, 5.700 € für ein Rettungsboot und weitere 12.000 €. Zu wenig für solch ein Schiff obwohl Spender weitere 1.800 € gespendet haben.

 

Sea-Eye and Jugend Rettet

Etwas abseits der fünf deutschen NGOs sind die Organisationen Sea Eye und Jugend rettet. Erstere wurde 2015 von Michael Buschheuer gegründet, hat 200 Freiwillige und sagt auf ihrer Webseite, dass 1000 € pro Tag ausreichen. Letztere wurde von ein paar Jungen gegründet, die 100.000 € aufgebracht hatten um das Fischerboot Juventa zu kaufen. Pro Monat kosten die Seeeinsätze 40.000 € finanziert durch Privatspenden. Von Oktober bis heute wurden 166.232 € gesammelt-

 

MOAS

Die merkwürdigste Organisation heißt Migrant Offshore Aid Station, eine maltesische Organisation mit zwei Schiffen, Phoenix und Topaz Responder, mehreren Rettungsbooten und Drohnen. MOAS wurde 2013 von den italienischen Untermehrpaar Christopher und Regina Catrambone gegründet, die Dank der Tanghere Group, einer Versicherungsagentur, die sich auf „Nothilfe und Geheimdienstoperationen“ spezialisiert hat, zu Millionären wurden.

Unter ihren vielen und reichen Partnern sind Avaaz.org, die 500.000 € gespendet haben, die sich wiederum auf Moveon.org zurückverfolgen lässt, die wiederum zu dem omnipräsenten George Soros gehört. Aber das ist noch nicht alles. Christopher hat Hillary Clintons Wahlkampf unterstützt und befindet sich oft in Gesellschaft von wichtigen Leuten, sozusagen. Zum Beispiel Robert Young Pelton, dessen Firma Kampfmesser produziert. Seine Messer wurden schon in Konfliktzonen getestet, beispielsweise in Afghanistan, Somalia, Irak und Burma. Einer der Vorsitzenden von MOAS ist Ian Ruggier, ein ehemaliger maltesischer Offizieller, der bekannt wurde als er Migrantenproteste auf der Insel mit Gewalt niederschlug. Merkwürdig. Zuerst gibt es Willkommenskultur dann die eiserne Hand.