Hamas verweigert Gewaltverzicht gegenüber Israel

Dolomiten - 14 Dezember 2007

Die den Gaza-Streifen beherrschende radikale Palästinenserorganisation Hamas ist weiterhin nicht zu einem Gewaltverzicht gegenüber Israel bereit. Die „islamische Widerstandsbewegung“ sieht sich nach den Worten ihres Politbürochefs Khaled Mashaal in der Lage, noch eine „dritte oder vierte Intifada“ (Volksaufstand) ...

....(nach jenen von 1987 und 2000, Anm.) gegen die israelische Okkupation zu beginnen, „bis der Morgen des Sieges dämmert“.

Mit einer Massenkundgebung in Gaza hat die Organisation am Samstag den 20. Jahrestag ihrer Gründung gefeiert. Zehntausende schwenkten grüne Hamas-Fahnen. Auf Transparenten war zu lesen: „Wir werden Israel nicht anerkennen“. Von seinem syrischen Exil aus unterstrich Mashaal in einer Fernsehbotschaft, der palästinensische Präsident Mahmoud Abbas habe kein Mandat des Volkes für Verhandlungen mit Israel.

Der führende Hamas-Politiker Mushir al-Masri hob in einer Rede hervor, die Hamas sei eher bereit, ihre Söhne zu opfern, als ihre Prinzipien aufzugeben. Der von Abbas abgesetzte Ministerpräsident Ismail Haniyeh schloss eine Anerkennung Israels durch seine Organisation neuerlich kategorisch aus. Nach Schätzungen nahmen annähernd 250.000 Menschen an der Demonstration teil. In der Menge waren auch Dutzende von Angehörigen des bewaffneten Flügels der Hamas, „Brigaden Ezzedin al-Kassam“, zu sehen, die nachgemachte Kassam-Raketen mit sich trugen. Auch etwa 50 weibliche Hamas-Kämpferinnen beteiligten sich an dem Aufmarsch, zumeist in lange Roben und Armeewesten gekleidet. (...)

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Kategorien: Naher Osten