Kanada

Korrupte Think-Tanks: Wie sich die Vereinigten Arabischen Emirate in die US-Außenpolitik einkaufen

RT Deutsch 02 August 2017
Korrupte Think-Tanks: Wie sich die Vereinigten Arabischen Emirate in die US-Außenpolitik einkaufen

Die US-Außenpolitik orientiert sich maßgeblich an den Analysen und Empfehlungen etablierter Think-Tanks. Wie geleakte Dokumente zeigen, werden US-Denkfabriken wiederum von finanziellen Zuwendungen ausländischer Regierungen beeinflusst – in diesem Fall von den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gelten als eines der repressivsten Regimes der Welt. Während die einheimische Opposition brutal unterdrückt wird, beteiligen sich die Emirate am Krieg gegen den Jemen und unterhalten dort mit US-Hilfe ein Netzwerk von Foltergefängnissen in den von ihnen kontrollierten Gebieten.

Dennoch wird das Emirat nur selten von den zum Washingtoner Establishment zählenden Think-Tanks kritisiert, die stattdessen dem US-Botschafter der Emirate, Yousef Al-Otaiba, häufig ein privilegiertes Forum bieten. Wie das sein kann, fragt sich The Intercept – und liefert die Antwort gleich mit: Wie geleakte E-Mails zeigen, erkauft sich das finanzstarke Emirat das Wohlwollen der einflussreichen US-Denkfabriken.

 

The Intercept spielte eine wichtige Rolle beim Snowden-Skandal. Angehörigen des US-Militärs ist es untersagt, die Webseite der Internetplattform zu besuchen – von Rechnern des US-Militärs ist sie nicht erreichbar.

 

Gekaufte Meinungsträger 

 

Zur Einflussnahme der VAE auf die Meinungsträger in Washington schreibt The Intercept:

Die Dokumente offenbaren einen Einblick, wie ein kleines, ölreiches Königreich einen solch übergroßen Einfluss auf die US-Außenpolitik erlangen kann. Sie zeigen, wie der Botschafter der Emirate von Veteranen der Obama-Regierung begünstigt wird – einschließlich Hillary Clintons Wunschkandidaten für das Amt des Verteidigungsministers – und im Gegenzug hohe Geldbeträge bezahlt.

So erhielt das den Demokraten nahestehende Center for New American Security (CNAS) einen Betrag in Höhe von 250.000 US-Dollar für die Anfertigung einer Studie, die die Empfehlung aussprach, die Exportbeschränkungen für US-Militärdrohnen in die Emirate zu lockern. Die nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Studie zirkulierte dann unter den politischen Entscheidungsträgern der USA und des VAE. 

„Danke für den Bericht“, schrieb Otaiba daraufhin an das CNAS. „Ich denke, er wird helfen, die Debatte in die richtige Richtung zu lenken. Einige der Drohnenhersteller stoßen in dieselbe Richtung, also könnte dieser Bericht deren Argumente untermauern.“

 

Mehr zum Thema: UN-Bericht: Vereinigte Arabische Emirate treiben Libyen mit massiven Waffenlieferungen ins Chaos

An sich seien Think-Tanks unabhängige Institutionen, die aber „oftmals von Waffenherstellern, Wall Street-Banken und selbst ausländischen Regierungen finanziert werden“, gibt The Intercept zu bedenken. Zwar mache das CNAS keinen Hehl daraus, dass es aus den VAE Gelder erhält. Doch wie auch andere Think-Tanks erwecke es den falschen Eindruck, dass seine Mitarbeiter unabhängig von den Wünschen der Spender agieren und ihre Analysen allein ihre persönliche Überzeugung widerspiegeln.

Die an die Öffentlichkeit gelangten Dokumente zeugen jedoch von einer „engen Beziehung zwischen dem CNAS und Otaiba“. Der Botschafter „zahlt für bestimmte Studien und diskutiert deren Inhalte mit den Autoren“, die er nicht im Zweifel darüber lässt, dass ihr Werk dazu genutzt werden soll, das Drohnenprogramm der VAE voranzutreiben.

 

m Juni veröffentlichte das CNAS eine inhaltlich ähnliche Studie, in der es heißt, dass „die Zurückhaltung beim Export von Drohnen den US-Interessen spürbar schadet“. Denn die angeprangerte Zurückhaltung führe dazu, dass manche Länder – die Vereinigten Arabischen Emirate werden explizit genannt – sich nach anderen Drohnen-Anbietern wie etwa China umschauen. Eine Sorge, die die US-Denkfabrik nicht zu Unrecht umtreibt.

Faktenerkundung der besonderen Art

Die finanziellen Zuwendungen an die Denkfabriken zielen vor allem auf den leichteren Zugang zu Rüstungsgütern und Überwachungstechnologie aus den USA ab. Um die Entscheidungsträger in Washington beeinflussen zu können, organisieren die Emirate auch regelmäßig First-Class-Reisen von Think-Tank-Mitarbeitern in das Königreich. Neben dem CNAS betrifft das auch Mitarbeiter des ebenfalls zum Dunstkreis der Demokraten zählenden Center for American Progress, aber auch Vertreter des neokonservativen American Enterprise Institute oder die Kriegsfalkin Kimberly Kagan, die das Institute for the Study of War leitet.

Offiziell werden die Reisen in die Emirate als „fact finding missions“ ausgegeben, sollen also der Erkundung von Fakten dienen. In internen E-Mails an den Botschafter Otaiba schreiben Mitarbeiter der VAE-Regierung jedoch, dass die Reisen in der Absicht organisiert werden, um unter den politischen Entscheidungsträgern der USA Sympathien für das Königreich zu wecken.

So heißt es in einem Schreiben, dass viele der anreisenden US-Experten „in hochrangigen Regierungspositionen gearbeitet haben und weiterhin die Entscheidungsträger informieren. Das Ziel der Reisen ist es, diese einflussreichen Politikanalysten über den Kurs der VAE hinsichtlich wichtiger regionaler Angelegenheiten zu unterrichten und die enge militärische Kooperation beider Länder zu unterstreichen.“

 

Muslimische Welt, wir müssen reden

AudiaturOnline 02 August 2017
Muslimische Welt, wir müssen reden

Meine Güte! Es gäbe so viel zu sagen über das, was in den vergangenen Tagen geschehen ist. Aber es würde den Rahmen dieses kleinen Artikels sprengen. Was ich zu sagen habe, mag schwer verdaulich sein, also bitte ich Sie, es mit einem aufgeschlossenen Geist zu lesen. Ich werde mich kurz fassen: Wir müssen die Konsequenzen unseres Tuns akzeptieren.

 

Gewalt, insbesondere Mord, hat Konsequenzen. Eine dieser Konsequenzen ist die Notwendigkeit, die Sicherheitsmassnahmen zu erhöhen. Wir haben uns jedoch wie trotzige Kinder verhalten, als es um die Metalldetektoren am Tempelberg ging. Metalldetektoren! Als ob wir diese nicht auch an der Kaaba und anderen heiligen Stätten des Islam hätten, weil auch dort schon Menschen getötet wurden. Sie sind dort, um Gewalt vorzubeugen und Leben zu retten.

Denken Sie einmal genau nach, worüber Sie sich da aufregen. Vergessen Sie die reflexartige Reaktion, die Sie jedes Mal überkommt, wann immer Israel auch nur einen Nieser in Richtung der Palästinenser von sich gibt, und denken Sie nach. Sie protestieren gegen die Tatsache, dass Muslime keine Waffen mit zur Moschee nehmen dürfen. Sie protestieren dagegen, dass Menschen andere Menschen nicht an unserer heiligen Stätte abschlachten dürfen. So tief sind wir also gesunken.

„Wo bleibt unser menschliches Mitgefühl?“

Wir müssen uns selbst wirklich genau unter der Lupe ansehen. Ich habe nicht erlebt, dass auch nur ein einziger Moslem die Ermordung zweier Israelis – zweier Menschen – bei der Al-Aqsa-Moschee verurteilt hätte – wohl aber gab es jede Menge Aufschreie gegen die in der Folge getroffenen Sicherheitsmassnahmen. Eine der beiden getöteten Personen hatte einen neugeborenen Neffen, der nun ohne seinen Onkel aufwachsen wird. 

Wo bleibt der Aufschrei wegen seines Tods? Wo bleibt unser menschliches Mitgefühl?

Das Ganze trieft nur so vor Heuchelei. Wir haben den Juden jahrzehntelang den Zutritt zum Tempelberg, der ihr heiligster Ort ist, verwehrt und dennoch haben wir die Dreistigkeit zu behaupten, die Juden hinderten uns an der freien Ausübung unserer Religion in der Al-Aqsa-Moschee? Die Juden haben der Waqf nicht gesagt, sie solle grundlegende Anti-Gewaltmassnahmen boykottieren. Die Juden haben nicht erklärt, dass Allah auf einmal keine Gebete der Gläubigen mehr akzeptiert, nur weil sie durch Metalldetektoren gegangen sind.

Selbst jetzt hat Israel unseren Forderungen nachgegeben und die Metalldetektoren abgebaut, und dennoch beharren wir immer noch auf unserem Boykott und rufen zu Tagen des Zorns auf, weil die Israelis es wagen, mitreden zu wollen, wenn es darum geht, ob das Leben Ihrer Bürger geschützt wird oder nicht. Das ist kleinkariert und unvernünftig. Lassen Sie uns doch einfach einmal eine Minute lang tief durchatmen und vernünftige Menschen sein. Es ist nicht nötig, dass das Blut Unschuldiger vergossen wird.

Einige haben gewaltlos protestiert. Andere weniger gewaltlos. Wieder andere ermordeten Juden nach dem Zufallsprinzip am Abendbrottisch, stachen auf der Strasse Menschen nieder, die sie irrtümlicherweise für Juden gehalten hatten oder verübten Anschläge auf Synagogen in der Türkei. Warum? „Für die Al-Aqsa“ – angeblich. Wie bitteschön, soll das helfen? Wie rechtfertigt der Protest gegen Metalldetektoren das Leid und den Tod unschuldiger Menschen? Auch für keine einzige dieser Taten habe ich eine Verurteilung gehört. Nur Anschuldigungen, die Juden hielten Muslime von der Ausübung ihres Glaubens ab.

Es sind aber nicht die Juden, die uns von der Ausübung unseres Glaubens abhalten. Wir selbst sind es.

„Sie öffnen den Regenschirm in Marokko, wenn es in Palästina regnet.“

Muslimische Welt, wir müssen unsere Prioritäten neu sortieren. Um es mit den Worten eines Freundes von mir, der Amazigh-Berber ist, zu sagen: Die Muslime scheren sich nicht grossartig um die vielen anderen Probleme, mit denen unser Volk weltweit konfrontiert ist, „aber sie öffnen den Regenschirm in Marokko, wenn es in Palästina regnet.“

Ich muss Ihnen eine Frage stellen: Wo waren Sie am Montag, als Dutzende Menschen bei Anschlägen in Pakistan getötet wurden? In Afghanistan? In Nigeria? In Syrien? Die Wahrscheinlichkeit ist gross, dass Sie noch nicht einmal von diesen Anschlägen gehört haben. Und wenn, dann dachten Sie vermutlich: „O, wie traurig“ und posteten dann weiter auf Twitter #PrayForAlAqsa. Die Medien und unsere Moscheen waren viel zu fokussiert auf die Metalldetektoren in Jerusalem. Unsere Proteste, all unser Denken und Fühlen dreht sich nur um die Palästinenser.

Wir haben sie auf ein Podest gestellt, sie zu Märtyrern gemacht, die ohne Fehl und Tadel sind. Aber wir nutzen sie aus. Unsere Regierungen nutzen sie aus und zwingen sie, unter elenden Bedingungen zu leben, wie etwa im Libanon. Ihre eigenen Regierungen nutzen sie aus, indem sie die für sie gedachten Finanzhilfen stehlen. Wir benutzen sie als politische Schachfiguren. Wir entschuldigen jede ihrer Gewalttaten, bevormunden sie, behandeln sie wie bedauernswerte Kinder und ermöglichen so den Kreislauf des Terrorismus. Und in unserer ausbeuterischen Obsession für die Palästinenser, haben wir kaum ein „Ya Allah“ für das Elend der Rohingya-Muslime, an denen in Burma Völkermord begangen wird, für die Muslime in China, denen es sogar verboten ist, den Ramadan zu feiern oder für die Menschenrechtsverletzungen, die Muslime durch ihre eigenen muslimischen Regierungen erleiden.

 

Wenn wir an Gerechtigkeit glauben, wenn wir an Frieden glauben, dann müssen wir die Palästinenser und uns selbst für unsere Taten in die Verantwortung nehmen. Wir müssen die Palästinenser wie Menschen behandeln, die Fehler begehen und von ihnen erwarten, dass sie für ihre schlechten Entscheidungen geradestehen – so wie wir es auch von jedem anderen erwarten würden. Wir müssen verlangen, dass die Palästinensische Autonomiebehörde aufhört, Terrorismus zu belohnen, indem sie den Terroristen Gehälter zahlt. Wir dürfen Terrorismus nicht als „Widerstand“ entschuldigen. Das Töten Unschuldiger ist kein „Widerstand“. Hören wir also auf, so zu tun. Wir müssen Führer, die zu Gewalt aufrufen, zur Rede stellen und dürfen nicht zulassen, dass unsere Imame zur Vernichtung von Juden aufrufen. Wieso haben wir das überhaupt erst zugelassen? Warum machen wir all diese geistigen Verrenkungen, um Gewalt gegen Juden zu rechtfertigen, wenn wir dies bei keinem anderen tun würden?

„Es ist an der Zeit, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen.“

Im Koran heisst es: „Gewiss, Allah ändert die Lage eines Volkes nicht, ehe sie (die Leute) nicht selbst das ändern, was in ihren Herzen ist.” (Koran 13:11). Der Hass in unseren Herzen, der sich in Gewalt manifestiert, hat die Situation der Palästinenser jahrzehntelang nicht verändert. Möglicherweise ist es vielmehr an der Zeit, etwas Neues auszuprobieren – mit den Israelis zusammenzuarbeiten, um zwei florierende Staaten aufzubauen, Seite an Seite, und miteinander auch jenseits unserer Glaubensunterschiede zu kooperieren.

Muslime, wir müssen unsere Angelegenheiten in den Griff bekommen. Wir sind an einem Punkt angelangt, der nicht mehr tragbar ist. Unsere Unfähigkeit Fehler zuzugeben, die Tatsache, dass wir die Palästinenser auf ein unantastbares Podest gestellt haben, unser Antisemitismus-Problem, unser Gewalt-Problem – all das wird unser Untergang sein. Es ist an der Zeit, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen, so schwierig das auch sein mag, und nach vorne zu gehen.

Nadiya Al-Noor ist eine junge Muslima und interreligiöse Aktivistin mit Schwerpunkt auf jüdische und muslimische Gemeinschaften und sie unterstützt aktiv den Friedensprozess zwischen Israel und den Palästinensern. Nadiya hat einen Hochschulabschluss in Öffentlicher Verwaltung an der Binghamton Universität in New York. Auf Englisch zuerst erschienen bei The Times of Israel

Kanadas Premier Trudeau belohnt Jihadisten Omar Khadr mit $10,500,000

• EuropeNews 12 Juli 2017
Kanadas Premier Trudeau belohnt Jihadisten Omar Khadr mit $10,500,000 Omar Khadr

Omar Khadr hatte gestanden einen amerikanischen Soldaten getötet und einen weiteren mit einer Handgranate geblendet zu haben, dann jedoch widerrief er sein Geständnis und sagte, es sei in Guantanamo durch Folter erzwungen worden. Also belohnte die kanadische Regierung unter Justin Trudeau ihn mit einem Scheck über 8 Millionen US Dollar. Natürlich ist nicht jeder glücklich darüber. Der konservative Parteiführer Andrew Scheer sagte: „Diese Zahlung ist ein Schlag ins Gesicht der Männer und Frauen in Uniform, die jeden Tag unglaublichen Gefahren ausgesetzt sind, um unsere Sicherheit zu garantieren.“

 

Quelle: Frontpage Magazine
Übersetzt von EuropeNews

 

Tabitha Speer, Witwe von Sgt. Christopher Speer, den Mann, den Khadr tötete und Layne Morris, Witwe des Mannes, den Khadr blendete, versuchten durch ein Eilverfahren die Zahlung zu verhindern, angesichts eines Gerichtsurteils aus Utah aus dem Jahr 2015, nach dem Khadr Speer und Morris 134 Millionen US Dollar zahlen sollte. Aber es war zu spät. Offensichtlich um solchen Initiativen zuvor zu kommen, zahlte die Regierung Trudeau klammheimlich Khadr die volle Summe so rasch nach der Ankündigung aus, dass man nichts mehr dagegen unternehmen konnte.

 

Andrew Scheer sagte zu recht, dass die Geldübergabe an Khadr bevor Speer und Morris ihr Eilverfahren durchbringen konnten, „nicht nur falsch, sondern abstoßend war…. eine Missachtung der Witwe eines Kriegshelden. Dies zeigt solch eine bösartige Haltung gegenüber den wahren Opfern des gesamten Prozesses.“

 

Um die Sache noch schlimmer zu machen veröffentlichten Kanadas Minister für öffentliche Sicherheit Ralph Goodale und Ministerin Chrystia Treeland eine widerlich unterwürfige Entschuldigung an den Killer: „Im Auftrag der kanadischen Regirung wollen wir uns bei Herrn Khadr für jedwede Rolle entschuldigen, die kanadische Offizielle möglicherweise in Bezug auf seine Behandlung im Ausland und dem daraus resultierenden Leid gespielt haben. Wir hoffen, dass dieser Ausdruck des Bedauerns und der ausgehandelte Vergleich mit der Regierung ihm helfen werden, ein neues und hoffnungsvolles Kapitel seines Lebens mit seinen kanadischen Mitbürgern aufzuschlagen.“

 

Die kanadische Regierung richtete keine Entschuldigung an Tabitha Speer oder Layne Morris, obwohl sie behaupteten, dass das, was die Familie Speer durchmachen musste „eine Tragödie“ gewesen sei. Der neue Millionär, der Teile seiner Kindheit als enger Freund der Familie Osama bin Ladens in seinem Geheimversteck in Pakistan verbrachte, schien ebenfalls ein kleines bisschen Bedauern für die Opfer zu haben. Er sagte, er sehe die Auszahlung als eine Art Rehabilitation: „ Ich denke, dass meine Reputation hier in Kanada ein wenig wieder hergestellt wurde und ich denke das ist für mich das Größte.“ Aber CBC hielt fest, dass er hinzufügte, dass „die Entschuldigung bzw die finanzielle Vereinbarung der Familie des Soldaten, den er getötet haben soll, Kummer bereitet habe.“

 

Ja, das ist wahre Scham. Aber wenn Omar Khadr die Tat wirklich bedauern würde, dann gibt es eine einfache Sache, die er tun könnte, um seine Trauer zu lindern: Er könnte sofort den vollen Betrag an Tabitha Speer und Layne Morris weitergeben. Dass er das nicht tut, zeigt das wahre Ausmaß seiner Trauer und seine Krokodilstränen, die er vergießt, um die so leichtgläubigen Medien des Establishments zu täuschen.

 

Wenn er also keine Großzügigkeit übrig hat für Speer und Morris, was wird Khadr mit seinem Zufallstreffer tun? Wird er, wie es die islamische Republik Iran mit Barack Obamas multi-Millionen Geschenkt getan hat, an jihadistische Terrorgruppen weiterleiten, um so die Arbeit Osama bin Ladens weiterzuführen, wofür er auch von ihm ausgebildet wurde und was er auch auf dem Schlachtfeld in Afghanistan tat, als er gefangen genommen wurde? Oder wird er seine Millionen in „Islamophobie“ Überwachungsgruppen stecken, die es dazu benutzen die Redefreiheit zu attackieren und Menschen einzuschüchtern, so dass sie so viel Angst bekommen vor sozialer Ausgrenzung und/oder gerichtlichem Nachspiel, dass sie nicht mehr über die Natur und das Ausmaß der Jihadbedrohung sprechen wollen?

 

Was auch immer Omar Khadr mit dem Geld macht, es ist unwahrscheinlich, dass er es in die Verteidigung von Freiheit und Menschenrechten stecken wird. Diese Verteidigung zu untergraben war das, was Omar Khadr immer schon getan hat seitdem er den Jihad auf Osama bin Ladens Schoß lernte. Seine Gerichtsverfahren haben einzig dem Zweck gedient alle Versuche zu unterminieren, sich dem weltweiten Jihad entgegenzustellen und deshalb nützt dies dem Jihad nicht weniger als es Granaten tun.

 

Laine Morris sagte über die Zahlung: „Ich denke dies ist nichts anderes als Verrat. Es ist etwas, das ein Verräter tun würde. Soweit es mich betrifft, sollte Premier Trudeau angeklagt werden.“ Eines steht jedenfalls unzweifelhaft fest: Trudeau hat dem Feind Hilfe und Trost gegeben.

 

 

 

 

 

Von IS bis Taliban: Terrorunterstützung in der islamischen Welt

Südkurier 08 Juni 2017
Immer wieder wird Ländern im Nahen Osten vorgeworfen, islamistische Organisationen zu unterstützen. Folgend ein Auflistung wichtiger Gruppierungen und ihrer Verbindungen ins Ausland.

Lauren Southern: Beim Versuch, illegalen Menschenschmuggel nach Italien zu stoppen, festgenommen + Video

Epoch Times 15 Mai 2017
Die Gruppe „Génération Identitaire“ setzt sich gegen die Flutung mit illegalen Migranten aus dem Nahen Osten und Nordafrika zur Wehr - Lauren Southern, eine Journalistin, wurde gestern deswegen von der italienischen Küstenwache festgenommen.

Stoppt endlich den Menschenschmuggel!

philosophia perennis 15 Mai 2017
Stoppt endlich den Menschenschmuggel!

Die prominente YouTube-Reporterin Lauren Southern ist dabei verhaftet worden, als sie mit Aktivisten der Identitären Bewegung versucht hat, vor der sizilianischen Küste ein deutsches Schlepperboot aufzuhalten. Ein Kommentar von Collin McMahon

In einem Livestream auf Periscope erklärte die Kanadierin Southern am 12.5.2017, dass die Identitäre Bewegung versuchen wollte die „Aquarius“, das Boot des deutschen NGOs SOS Mediteranee daran zu hindern, illegale Einwanderer nach Sizilien zu bringen.

Von ihrem viel kleineren Boot haben Southern mit drei französischen, deutschen und österreichischen IB-Aktivisten im Hafen von Catania Bengalos gezündet und ein Banner mit der Aufschrift „No Way for Human Trafficking“ (Stopp dem Menschenschmuggel entrollt.

„Wenn die Politiker die Schlepperboote nicht aufhalten, halten wir sie auf. Und wir werden immer mehr Boote werden“,

sagte Southern gegenüber Big League Politics.

„Die Einstellung den NGOs ist verantwortungslos und kriminell. Verantwortungslos, weil sie die Masseneinwanderung fördert, die soviele Probleme in Europa verursacht. Und kriminell, weil sie die illegalen Einwanderer ermutigt, erhebliche Risiken auf sich zu nehmen und das Meer in seeuntauglichen Booten zu überqueren, wodurch viele Menschen getötet werden,“

schrieb Génération Identitaire auf Facebook.

 

Der italienische Staatsanwalt Carmelo Zuccaro hat den deutschen „Hilfsorganisationen“ eine Zusammenarbeit mit libyschen Schleppern vorgeworfen.

„Wir haben Beweise dafür, dass es direkte Kontakte zwischen einigen NGOs und Schleppern in Libyen gibt“,

sagte Zuccaro der italienischen Tageszeitung „La Stampa“.

Southern und die IB-Aktivisten wurden von der italienischen Küstenwache in Gewahrsam genommen und sind nun wieder auf freiem Fuß. In den nächsten 48 Stunden werden sie erfahren, ob Anklage gegen sie erhoben wird. Gegen die illegalen Menschenschlepper wurde nichts unternommen.

Nach ihrer Entlassung rief Lauren Southern zusammen mit dem Ko-Chef der Identitäten Bewegung Österreich Martin Sellner die Internet-Aktivisten von 4chan/pol dazu auf, Schlepperboote zu identifizieren und ausfindig zu machen, damit sie am Menschenschmuggel gehindert werden können.

4chan-Aktivisten hatten es in den letzten Monaten bereits geschafft, die Anti-Trump Kunstaktion „He Will Not Divide Us“ von Schauspieler Shia LeBoeuf an so abgelegenen Verstecken wie Tennessee und Liverpool anhand von Kondensstreifen und Wetterbeobachtung zu finden und zu trollen. Ob sie auch Schlepperboote auf dem Mittlermeer finden können, bleibt abzuwarten.

 „Die Medien und die Politik schauen bei diesem Wahnsinn nur zu. Wir haben uns hingegen entschlossen, zu handeln. Es ist unsere Pflicht und unsere Aufgabe, hier aktiv einzuschreiten und unseren Teil dazu beizutragen, dass diese kriminellen Aktivitäten ein Ende finden.“,

so Sellner auf Facebook. Sellner und Southern kündigten den Start der Website an, um Infos über die Schlepperbanden zu sammeln.

 

Collin McMahon ist Autor („Lukas und Skotti“) und Übersetzer („Gregs Tagebuch“). Er schreibt gerade an einem Buch über Donald Trump.

 

 

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Weiterführende Informationen:

Periscope-Livestream Lauren Southern:
https://www.pscp.tv/Lauren_Southern/1yNGaqlpOOEGj

Video-Bericht Lauren Southern & Martin Sellner:
https://www.youtube.com/watch?v=uSBpHqv-OUo&t=313s

Video-Bericht Lauren Southern über Génération Identitaire:
https://www.youtube.com/watch?v=QbbSv0m8CGI

Video-Bericht Martin Sellner:
https://www.youtube.com/watch?v=SBlMOlBBD7s

Mehr über die Identitäre Bewegung: http://www.journalistenwatch.com/2017/04/20/identitaere-bewegung-ist-heimat-verfassungsfeindlich/

 

 

 

 

 

Foobar

FOCUS Online 14 Mai 2017
Foobar Wer sind die Opfer? Junge Menschen. Hauptsächlich junge Mädchen
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Muhammad und seine Frauen ein bedingtes Vorbild für Muslime

• EuropeNews 11 April 2017
Muhammad und seine Frauen ein bedingtes Vorbild für Muslime

Wenn vom Islam die Rede ist, wird auch häufig das Thema „Frauen im Islam“ erörtert. Das ist nicht lediglich das Ergebnis von aufsehener- regenden Büchern zum Islam (wie Salman Rushdies „Satanische Verse“) oder der Problematik einer „Parallelgesellschaft“ noch der äußerlich sichtbaren Unterschiede von Musliminnen und Nicht-Musliminnen.


Auch die Berichte von Menschenrechtsorganisationen über die Lage der Frauen in islamischen Ländern und die autobiographischen Erzählungen muslimischer Frauen geben der Debatte über die Anpassung von Musliminnen z. B. in der westlichen Kultur unter der Überschrift „Frauenrechte im Islam“ neue Nahrung. Frauen haben eine elementare Rolle im Leben des Propheten Muhammad gespielt, und zwar seit seiner frühen Kindheit.

Die Quellen besagen, daß er als Neugeborener von der Sklavin Zu’aiba und dann von der Amme Halima gestillt und betreut wurde. Danach übernahm ihn seine Mutter Amina, die jedoch starb, als er etwa sechs Jahre alt war. Mit ungefähr 25 Jahren (ca. 595 n. Chr.) heiratete er die wohlhabende, damals wohl rund 40jährige Khadidja, durch die er Wohlstand und Ansehen in seinem Stamm erwarb. Bis zu Khadidjas Tod (etwa 619 n. Chr.) ging er keine anderen Verbindungen ein. Nach ihrem Tod heiratete er eine große Anzahl weiterer Frauen. Muhammad befaßte sich häufig mit den Angelegenheiten des weiblichen Geschlechts: Im Koran und der Überlieferung finden sich zahlreiche Anweisungen für Frauen.

 

 

Institut für Islamfragen der Deutschen Evangelischen Allianz 

Von Daniel Hecker

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Der Islam und die Polygamie

Während die Bibel schon auf den ersten Seiten erläutert, dass eine Ehebeziehung sich auf einen Mann und eine Frau beschränkt, hält der Islam die Polygamie für legal. Die Bibel erklärt den Ehebund zu einer heiligen, ewigen, ausschließlichen Beziehung: „Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie (nur die zwei) werden zu einem Fleisch werden“ (1. Mose 2,24, s. auch Matthäus 19,5) – auch wenn schon in biblischen Zeiten gegen dieses Gebot verstoßen wurde.

 

  • Dagegen hat der Koran die vorislamische Polygamie weitergeführt und als rechtens begründet

Die Polygamie ist allerdings lediglich das Recht der Männer. In vorislamischer Zeit konnten nach Berichten der Überlieferung auch Frauen in unterschiedlichen polygamen Eheformen leben:

Eine Frau konnte mit mehreren Männern der Reihe nach Verkehr haben. Falls sie schwanger wurde, wurde nach der Geburt der Mann, dem das Kind am ähnlichsten sah, als Vater betrachtet. Er musste diese Entscheidung in jedem Fall akzeptieren (arab. nikah al-baghaya).

Nach Abschluss ihrer Periode konnte der Mann seine Frau zu einem anderen Mann schicken, von dem sie ein Kind empfangen wollte. Wenn sie schwanger wurde, konnte ihr Ehemann den Verkehr wieder mit ihr aufnehmen (arab. nikah alistibda’).

Eine Gruppe von weniger als zehn Männern konnte mit einer Frau verkehren. Falls die Frau schwanger wurde, wählte sie einen der Männer als Vater ihres Kindes aus. Der Mann musste ihre Entscheidung akzeptieren (arab. nikah aldjam’). 1

Diese vorislamischen Eheformen erlaubt der Islam nicht, aber die Polygamie wird nach mehrheitlicher Auffassung für Männer beibehalten. Die Anzahl der Ehefrauen wird im Koran auf vier beschränkt, die Anzahl der Sklavinnen als zusätzliche Konkubinen ist jedoch nicht begrenzt:

„So heiratet, was euch an Frauen gut ansteht, zwei, drei oder vier; und wenn ihr fürchtet, nicht gerecht zu sein, (heiratet) eine oder was im Besitz eurer Rechten (Sklavinnen) ist“ (Sure 4,3).

 

Wenn die vorislamische Form der Polygamie auch den Frauen erlaubte, mehrere Männer zu haben, konnte das nur zu einer begrenzten Zunahme der Zahl der Beduinen führen, da eine Frau in der Regel nur einmal im Jahr ein Kind zur Welt bringen kann, unabhängig von der Anzahl ihrer Ehemänner. Die Beschränkung der Vielehe auf den Mann diente dem Ziel, eine rasche Zunahme der Zahl der Anhänger / Kämpfer Muhammads herbeizuführen; was er sich sehr wünschte.

In der Überlieferung heißt es:

Ein Mann kam zu Muhammad und fragte ihn:

„Ich habe eine hübsche vornehme Frau, die aber unfruchtbar ist. Soll ich sie heiraten?“ Allahs Prophet antwortete: ‚Nein!’ Der Mann stellte dieselbe Frage wieder. Allahs Prophet antwortete: ‚Nein!’. Der Mann stellte dieselbe Frage zum dritten mal. Allahs Prophet antwortete: ‚Nein! Heiratet (ihr Moslems) eine liebe fruchtbare Frau. Ich möchte eure Anzahl (erheblich) vermehren“. 2

Auch im Koran heißt es:

„Vermögen und Söhne sind Schmuck des diesseitigen Lebens“ (18,46).


Neue Regelungen für Frauen in islamischer Zeit

Es war auf der Arabischen Halbinsel unter mehreren Beduinenstämmen, die weder Juden noch Christen waren, möglich, auch die eigene Mutter oder die eigene Tochter zu heiraten.3

Es war auch erlaubt, mit zwei Schwestern gleichzeitig die Ehe zu schließen.4

Der Koran berichtet, dass die vorislamischen Araber aus Furcht vor Verarmung neugeborene Mädchen lebendig begruben. Diese Gebräuche, die schon lange zuvor in der Bibel verboten worden waren (3. Mose 18; 5. Mose 5,17), wurden rund 600 Jahre nach Jesu Tod und Auferstehung auch im Islam verboten. Neue Regeln für das Verhalten der Frauen und veränderte gesetzliche Bestimmungen wurden erlassen:

  • Das Erbe einer Frau wurde auf die Hälfte des Erbes eines Mannes reduziert:

„Allah schreibt euch hinsichtlich eurer Kinder vor: Auf eines des männlichen Geschlechts kommt (bei der Erbteilung) gleichviel wie auf zwei des weiblichen Geschlechts“ (4,11).

In vorislamischer Zeit erbte die Frau gar nichts.

 

  • Das Zeugnis einer Frau wird auf die Hälfte des Zeugnisses eines Mannes festgelegt:

„Und lasset zwei Zeugen unter euren Männern es bezeugen. Und wenn es nicht zwei Männer sein können, dann sollen es ein Mann und zwei Frauen sein, solche, die euch als Zeugen genehm sind – (zwei Frauen) damit (für den Fall), daß die eine von ihnen sich irrt, die eine (die sich nicht irrt) die andere (die sich irrt, an den wahren Sachverhalt) erinnere“ (2,282).

Der Ehemann hat nach überwiegender Auffassung muslimischer Theologie das Recht, im Fall des Ungehorsams seine Ehefrau zu strafen, zu schlagen und zu Hause einzusperren:

„Die Männer stehen den Frauen in Verantwortung vor, weilAllah die einen vor den anderen ausgezeichnet hat und weil sie von ihrem Vermögen hingeben. Darum sind tugendhafte Frauen die Gehorsamen und diejenigen, die (ihrer Gatten) Geheimnisse mit Allahs Hilfe wahren. Und jene, deren Widerspenstigkeit (Hochmut und Gleichgültigkeit) ihr befürchtet: ermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!“(4,34).

Und:

„Und wenn einige eurer Frauen etwas Abscheuliches begehen, dann ruft vier von euch als Zeugen gegen sie auf; bezeugen sie es, dann schließt sie in die Häuser ein, bis der Tod sie ereilt oder Allah ihnen einen Ausweg gibt“ (4,15).

Viele Theologen vertreten zwar, dass der Mann seiner Frau durch seine Züchtigung keinen körperlichen Schaden zufügen dürfe, aber dass ein Mann das Recht hat, seine Frau im Fall ihrer „Widerspenstigkeit“ zu züchtigen, wird gesellschaftlich kaum hinterfragt. Bei echter Misshandlung erlauben viele islamische Länder der Frau zwar den Gang zum Gericht, aber sie muss diese Misshandlung zum einen hieb- und stichfest beweisen, zum anderen stellt für viele Frauen die Scheidung keinen gangbaren Weg dar, weil sie z. B. die damit verbundene Schande fürchten oder nach einer Scheidung mittellos zurückbleiben, ihre Kinder verlieren oder ihre Rechte nicht kennen.

 

  • Frauen werden im Koran als „Vergnügung“ oder „Lust“ für die Männer bezeichnet:

„Zum Genuß wird den Menschen die Freude gemacht an ihrem Trieb zu Frauen und Kindern ...“ (3,14).

 

  • Der Koran betont wie die islamische Überlieferung das Recht des Mannes auf Geschlechtsverkehr zu jedem Zeitpunkt:

„Eure Frauen sind ein Saatfeld für euch; darum bestellt euer Saatfeld, wo immer ihr wollt“ (2,223).

Das Wort „wo“ in diesem Vers wird in manchen Koranübersetzungen mit „wann“ wiedergegeben. Das arabische Wort im ursprünglichen Korantext lautet „anna“. Es kann beides bedeuten, „wo“ oder „wann“. Einig sind sich die Ausleger darin, dass eine Frau ihrem Mann sexuellen Gehorsam schuldig ist, wann immer er es wünscht (ausgenommen die Zeit der Menstruation, des Wochenbetts, der Tage des Fastenmonats und der Wallfahrt); andere Ausleger sind der Meinung, dass damit alle Arten von Verkehr dem Mann freigegeben sind.

 

  • Frauen werden mit dreimaligen Formel verstoßen

Eine Frau, die von ihrem Ehemann endgültig – d.h. mit einer dreimaligen Formel – verstoßen wurde, darf ihn erst wieder heiraten, wenn sie zunächst einen anderen Mann geheiratet, mit ihm die Ehe vollzogen hat und wieder von ihm verstoßen wurde:

„Und wenn er (der Ehemann) sie (seine Ehefrau) entläßt, dann ist sie ihm nicht mehr erlaubt, solange sie nicht einen anderen Mann geheiratet hat“ (2,230).

Diese koranische Vorschrift hat in vielen islamischen Ländern dazu geführt, dass manche Männer gegen Bezahlung rein formal eine Frau heiraten und sich sofort wieder von ihr scheiden lassen, damit diese Frau ihren vorigen Ehemann wieder heiraten darf. Diese Ehe wird umgangssprachlich „tadjhish“, genannt, die Heirat mit einem „djahsh“, einem „Esel“. Der Islam aber verbietet diese formale Ehe (ohne Ehevollzug)und setzt den Geschlechtsverkehr mit dem Zwischen-Ehemann als eine maßgebende Voraussetzung zur Richtigkeit dieser „Zwischenehe“.5

 

  • Der Islam hatte ein mehrseitiges Verhältnis zur Sklaverei

Obwohl Muslime nicht versklavt werden sollten, wurde der Sklavenhandel gerade auch von muslimischen Händlern betrieben und Sklaven als Handelsgut betrachtet. Gleichzeitig weist der Koran Muslime an, Sklaven und Sklavinnen freizukaufen, die jedoch zum Islam konvertiert sein mussten:

„Dann soll er Blutgeld an seine Erben zahlen und einen gläubigen (muslimischen) Sklaven befreien“ (4,92).6

 

  • Muslime durften verheiratete Frauen heiraten, wenn sie als Kriegsbeute an sie fielen; selbst wenn die Ehemänner dieser Frauen noch am Leben waren:

„Und (verboten sind euch) die ehrbaren Frauen, außer was ihr (an Ehefrauen als Sklavinnen) besitzt. (Dies ist) euch von Allah vorgeschrieben“ (4, 24).

Diese Vorschrift wird auch in der Überlieferung bestätigt.7


Muhammad – ein bedingtes Vorbild für Muslime

Der Koran weist Muslime an, Muhammad als Vorbild zu betrachten, ja, er ordnet an, sein Beispiel nachzuahmen:

„Wahrlich, ihr (Muslime) habt an dem Gesandten Allahs (Muhammad) ein schönes Vorbild für jeden, der auf Allah und den Letzten Tag hofft und Allahs häufig gedenkt“ (33,21).

 

Deshalb gelten Muslimen die Taten, Lehren und die Biographie Muhammads als „sunna“ (als nachzuahmende Gewohnheit) und seine rechtlichen Anweisungen als ebenso verbindlich wie der Koran.

Allerdings kann das Vorbild Muhammads nicht immer von Muslimen nachgeahmt werden, weil der Koran Muhammad einige Sonderrechte und Ausnahmen gewährt, die keinem anderen Muslim erlaubt bzw. für andere Muslime im Koran sogar verboten sind.

 

Auf dem Gebiet der Eheschließung hat Muhammad folgende Sonderrechte und Ausnahmen genossen:

  • Der Koran verbietet Muslimen,mehr als vier Ehefrauen zu haben (4,3)

Muhammad wurde eine unbeschränkte Anzahl von Ehefrauen erlaubt:

„O Prophet, Wir erlaubten dir deine Gattinnen, denen du ihre Brautgabe gegeben hast, und jene, die du von Rechts wegen aus (der Zahl) derer besitzt, die Allah dir als Kriegsbeute gegeben hat, und die Töchter deines Vaterbruders und die Töchter deiner Vaterschwestern und die Töchter deines Mutterbruders und die Töchter deiner Mutterschwestern, die mit dir ausgewandert sind, und jedwede gläubige Frau, die sich dem Propheten schenkt, vorausgesetzt, daß der Prophet sie zu heiraten wünscht; (dies gilt) nur für dich und nicht für die Gläubigen“ (31,50).

 

  • Der Koran verbietet Muslimen, andere Frauen zu begehren:

„Sprich zu den gläubigen Männern, daß sie ihre Blicke zu Boden schlagen und ihre Keuschheit wahren sollen. Das ist reiner für sie“ (24,30).

Dies ist auch eines der biblischen Zehn Gebote: „Und du sollst die Frau deines Nächsten nicht begehren“ (5. Mose 5,21). Jesus bestätigte diese Vorschrift: „Ich aber sage euch, dass jeder, der eine Frau ansieht, sie zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen. Wenn aber dein rechtes Auge dir Anlaß zur Sünde gibt, so reiß es aus und wirf es von dir! Denn es ist dir besser, dass eins deiner Glieder umkommt und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen wird“ (Matthäus 5,27-28).

 

Der Koran berichtet allerdings, daß Muhammad große Begierde zu der schönen, aber verheirateten Zainab empfand, der Ehefrau von Muhammads Adoptivsohn Zaid 8:

„Und da sagtest du (Muhammad) zu dem (Zaid), dem Allah Gnade erwiesen hatte und dem du Gnade erwiesen hattest: ‚Behalte deine Frau (Zainab) für dich und fürchte Allah.’ Und du (Muhammad) verbargst das (die Begierde zu Zainab), was du in dir hegtest, das, was Allah ans Licht bringen wollte, und du fürchtetest die Menschen, während Allah es ist, den du in Wirklichkeit fürchten sollst“ (33,37).

Muhammad hatte also seinen Wunsch, Zainab zur Frau zu nehmen, nicht öffentlich geäußert, wofür er von Allah getadelt wurde (nicht wegen seiner Begierde zu Zainab). Als Zaid von Muhammads Wunsch erfuhr, ließ er sich von Zainab scheiden und Muhammad heiratete Zainab.

Dies war eigentlich nach den arabischen Gesetzen (und auch nach islamischer Auffassung) verboten, denn die Ehe mit der Schwiegertochter ist der Ehe mit der Tochter gleichgestellt (33,38+33,50-51).

 

  • Der Koran verbietet Muslimen, Ehefrauen ohne Ehevertrag zu heiraten, ausgenommen sind eheähnliche Verhältnisse (70,30).

Dagegen erlaubt der Koran Muhammad, Ehefrauen auch ohne Ehevertrag zu haben:

„Prophet! Wir haben dir zur Ehe erlaubt: deine Gattinnen ... und jede gläubige Frau, wenn sie sich dem Propheten (Muhammad) schenkt und er sie heiraten will. Das gilt in Sonderheit für dich im Gegensatz zu den (anderen) Gläubigen“ (33,50).

Im Anschluss an diesen Koranvers zählt der Koranausleger al-Qurtubi mit Bezug auf einen weiteren Korankommentator, al-Zamahshari, die Namen der Frauen Muhammads auf, mit denen er sexuellen Umgang hatte, ohne einen Ehevertrag abgeschlossen zu haben: Maimuna, die Tochter des al-Harith, Zainab, die Tochter des Khuzaima Ibn al-Harith, Umm Sharik al-Azdiy’a, die Tochter von Djaber Ibn Hakim9 und Khaula, Tochter von Hakim Ibn Umay’ia10.

In seiner Auslegung von Sure 33,50 macht Ibn Kathir folgende Aussagen:

Wenn sich eine Frau mit einem muslimischen Mann verbinden möchte, darf er mit ihr erst dann Verkehr haben, wenn er ihr etwas geschenkt hat (damit ist die Brautgabe gemeint). Nur Allahs Prophet (Muhammad) durfte Verkehr mit Frauen auch ohne Brautgabe, ohne Vormund und Zeugen haben (die Anwesenheit eines Vormundes 11 und zweier Zeugen sind unbedingt notwendig zum Abschluss eines Ehevertrages). In der Überlieferung wird eine Ehe ohne Brautgabe oder Vormund als Hurerei bezeichnet.12 Mehrere Überlieferungen benennen Frauen, mit denen Muhammad auf diese informelle Weise Verkehr hatte.

Von ‘Aisha, für sunnitische Muslime als Muhammads „Lieblingsfrau“ die wichtigste Ehefrau Muhammads, wird berichtet, sie sei mit diesen informellen Eheabschlüssen nicht einverstanden gewesen und habe sich über Muhammads Verhältnis mit Frauen wie Khaula, Tochter des Hakim Bin Umay’ia mit den Worten beschwert:

„‘Schämt sich die Frau nicht, sich einem Mann zu schenken!’ Als der Koranvers offenbart wurde:‚Du (Muhammad) darfst die von ihnen (von den Frauen) entlassen, die du (zu entlassen) wünschst, und du darfst die behalten, die du (zu behalten) wünschst; und wenn du eine, die du entlassen hast, wieder aufnehmen willst, dann trifft dich kein Vorwurf. (Sure33,51), sagte ich (‘Aischa): ‚Oh, Allahs Prophet! Euer Gott wundert mich. Immer entsprechen seine Anordnungen Euren Wünschen.’“13

 

  • Der Islam erlaubt, Witwen zu heiraten, auch mehrere Ehefrauen Muhammads waren Witwen, wie z. B. seine erste Frau Khadidja.

Dagegen durften Muhammads Witwen nach seinem Tod nicht mehr heiraten:

„Und es geziemt euch (Muslimen) nicht, den Gesandten Allahs zu belästigen, noch (geziemt es euch), seine Frauen jemals nach ihm zu heiraten“ (33,53).

Die Überlieferung begründet dieses Verbot so, dass Muhammad seine diesseitigen Ehefrauen im Paradies als einige seiner paradiesischen Frauen besitzen wird. Ob dies auch für Muhammads Ehefrauen gilt, die er entließ (schied), oder die er nur formal heiratete, ohne mit ihnen die Ehe zu vollziehen, wird unter muslimischen Theologen kontrovers beurteilt. Die Überlieferung erwähnt, daß nur Muhammad zusätzliche vornehme Frauen im Paradies als Belohnung versprochen wurden.

Dazu gehören z. B. Asi’a, die Ehefrau des ägyptischen Pharaos, Kulthum, die Schwester des Mose und Maria, die leibliche Mutter Jesu Christi.14

Muhammads Frauen werden im Koran angewiesen, mit nichtverwandten Männern nur hinter einem „Vorhang“ zu sprechen oder mit verschleiertem Körper – Gesicht und Hände eingeschlossen:

„Und wenn ihr (Muslime) sie (Muhammads Frauen) um irgend etwas zu bitten habt, so bittet sie hinter einem Vorhang (ohne sie, bzw. ihr Gesicht, sehen zu können)“ (33,53).

 

Da diese Anweisung zur Verschleierung des ganzen Körpers, einschließlich des Gesichts und der Hände – so wurde sie überwiegend aufgefaßt – als Aufforderung formuliert wurde, wurde später von vielen muslimischen Theologen eine allgemeine Verschleierungspflicht für alle muslimischen Frauen daraus abgeleitet.15


Gerechtigkeit im Umgang mit Muhammads Frauen

Die koranische Erlaubnis zur Polygamie wird unter der Bedingung gegeben, dass mehrere Frauen „gerecht“ behandelt werden. Gerechtigkeit ist die entscheidende Bedingung für die Gültigkeit dieser polygamen Ehen:

„und wenn ihr fürchtet, nicht gerecht zu handeln, (heiratet) nur eine oder was im Besitz eurer rechten (Hand ist). So könnt ihr am ehesten Ungerechtigkeit vermeiden.“ (4,3).

 

Der Koran mahnt also zur Gerechtigkeit, stellt jedoch gleichzeitig fest, dass kein Mann in der Lage dazu ist:

„Und ihr könnt zwischen den Frauen keine Gerechtigkeit üben, so sehr ihr es auch wünschen möget. Aber neigt euch nicht gänzlich (einer) zu, so daß ihr die andere gleichsam in der Schwebe lasset. Und wenn ihr es wiedergutmacht und gottesfürchtig seid, so ist Allah allverzeihend, barmherzig“ (4,129).

 

Die islamische Überlieferung beteuert, dass Muhammad seine Frauen absolut gerecht behandelt habe. Mehrere Überlieferer berichten, dass Muhammad mit all seinen Frauen regelmäßig sexuellen Umgang hatte. Die wichtigste Überlieferungssammlung, Sahih al-Bukhari, berichtet:

„Der Prophet Allahs konnte innerhalb einer Stunde, nachts oder tagsüber, mit allen seinen Frauen – elf Frauen – sexuellen Umgang haben ... er hatte die Potenz von 30 Männern.“16

 

Gleichzeitig ist an zahlreichen Stellen davon die Rede, dass ‘Aisha deutlich vor den anderen Frauen bevorzugt wurde:

Sie soll Muhammads „Lieblingsfrau“ gewesen sein. 17

Der Erzengel Gabriel habe ihn nur bei ihr besucht, 18 um Muhammad eine Offenbarung zu überbringen.

Sie erhielt den Sauda Bint Sam’a „zustehenden“ Tag und die Nacht mit Muhammad 19.

Muhammad soll im Vergleich zu seinen übrigen Frauen doppelt so viele Nächte bei ‘Aisha verbracht haben. 20

Wenn er erkrankte, wollte er in ihrem Zelt genesen.21

Er starb nach der Überlieferung in ihrem Zelt, in ihrem Schoß. 22



Die Zahl der Frauen Muhammads

Die Zahl der Frauen Muhammads Muslimische Theologen sind sich über die Anzahl der Frauen Muhammads nicht einig. In den vertrauenswürdigsten Quellen des Islam stößt man auf widersprüchliche Zahlenangaben, die sich sogar bisweilen bei ein und demselben Verfasser unterscheiden.

So beziffert z. B. al- Bukhari, der von sunnitischen Muslimen als vertrauenswürdigster Sammler der Aussprüche Muhammads betrachtet wird, die Anzahl der Frauen Muhammads einmal mit neun23, ein anderes mal mit elf Frauen. 24

Al-Qurtubi gilt vielen muslimischen Gruppierungen als einer der kompetentesten Ausleger des Korans. In seiner Auslegung zu Sure 33,28 teilt er Muhammads Frauen in vier Gruppen ein:


1. Frauen, die Muhmmad geheiratet hat und mit denen er sexuellen Umgang hatte:

• Khadidja, Tochter von Khuwailidi bn Asad • Sauda, Tochter von Zama’a • ‘Aisha, Tochter von Abu Bakr • Hafsa, Tochter von ‘Umar • Umm Salma (Hind), Tochter von Abi ‘Umaya • Umm Habiba (Ramla), Tochter von Abu Sufyan • Zainab, Tochter von Dshahsh Bin R’ab • Zainab, Tochter von Khuzaima Bin al-Harith • Dshuwairiya, Tochter von Harith Bin Abi Dirar • Safiya, Tochter von Huiai bin Akhtab • Rehana, Tochter von Zaid Bin ‘Amr Bin Khunaka • Maimuna, Tochter von al-Harith


2. Frauen, mit denen sich Muhammad verlobt hatte, ohne dass es zur Eheschließung oder zum Verkehr kam:

• Fakhita (Umm Hane’), Tochter von Abi Talib • Daba’a, Tochter von Amer • Safiya, Tochter von Bashama Bin Nadla • Khaula, Tochter von Hakim Bin Umay’ia • Djamra, Tochter von al-Harith Bin ‘Auf al-Marri • Sauda al-Kurshiya • Eine Frau, deren Namen unbekannt ist


3. Frauen, mit denen Muhammad einen Ehevertrag geschlossen hat, ohne mit ihnen Verkehr gehabt zu haben:

• Al-Kilabiya, Tochter von al-Dah’ak • Asma’, Tochter von al-Ni’man Bin al-Djon • Katila, Tochter von Kais • Umm Sharik al-Azdiy’a, Tochter von Djaber Bin Hakim • Khaula, Tochter von al-Hasil Bin Habira • Sharaaf, Tochter von Khalifa • Laila, Tochter von al-Khatim • ‘Amra, Tochter von Ma’awia • Al-Djanda’yia, Tochter von Djandab Bin Damra • Al-Ghafar’yia


4. Nebenfrauen:

• Maria, die Koptin • Rihana • Eine schöne Frau, die bei einer Eroberung als Beute genommen wurde • Eine Frau, die Muhammad von Zainab, Tochter des Dshahsh, geschenkt wurde



Die berühmtesten Frauen Muhammads

Einige Frauen Muhammads stechen aus der Überlieferung hervor:

Khadidja, Tochter des Khuwailid: Mit 25 Jahren heiratete Muhammad sie als etwa 40jährige zweimalige Witwe. Sie war eine wohlhabende Frau und Muhammad wurde bei ihr Händler. Solange sie verheiratet waren, hat Muhammad keine andere Frau zu ihr hinzugeheiratet.

‘Aisha, die Tochter des Abu Bakr: Sie war die einzige Frau, die Muhammad als Kind heiratete. Seine anderen Eheschließungen waren hauptsächlich politisch motiviert, waren das Ergebnis von Raubzügen oder dienten der Witwenversorgung.

Es bestand ein Altersunter schied von rund 45 Jahren zwischen ihnen; zur Zeit der Eheschließung war ‘Aisha etwa sechs Jahre alt, Muhammad etwa 51.

Er vollzog die Ehe mit ihr, als sie neun Jahre alt war. ‘Aischa berichtet selbst einige Ereignisse in Bezug auf ihre Heirat mit Muhammad, nämlich, dass sie mit einer Schaukel spielte, als ihre Mutter sie zu Muhammad mitnahm.

‘Aischa wußte nicht, wohin ihre Mutter sie bringen wollte. Ihre Mutter und andere Frauen wuschen ihr das Gesicht und die Haare und übergaben sie Muhammad. ‘Aisha nahm ihr Spielzeug mit, als sie zu Muhammad ging.25 Als Muhammad die Ehe mit ihr vollzog, spielte sie noch mit ihren Puppen.26

Von ‘Aisha stammen mehrere Überlieferungen. Nach Muhammads Tod war ‘Aisha an einem Krieg gegen Ali b. Abi Talib, Muhammads leiblichem Vetter und Schwiegersohn beteiligt. Ali hat insbesondere für Schiiten große Bedeutung, da er am nächsten mit Muhammad verwandt war. Muhammad soll ihm das Paradies versprochen haben 27.

Safiya, die Tochter des Huiai bin Akhtab war eine bildhübsche Jüdin vornehmer Herkunft aus dem Stamm der Khaibar. Muhammds Kämpfer brachten viele Männer aus ihrem Stamm um, darunter auch ihren Bräutigam28. Noch am Tag dieser Schlacht soll Muhammad sie geheiratet und seine erste Nacht mit ihr verbracht haben.

Zur Zeit der Eheschließung war er rund 60 Jahre alt und sie siebzehn.

Muhammad hat die Stellung der Frau in islamischer Zeit verbessert, sie allerdings rechtlich dem Mann deutlich nachgeordnet. Die Sharia wird als unveränderliches göttliches Gesetz betrachtet, deren Bestandteil auch die Ehe- und Familiengesetze sind. Im 7. Jahrhundert n. Chr. waren viele der Regelungen sicher revolutionär und progressiv, heute aber sind sie mit dem westlichen Menschenrechtsverständnis nicht vereinbar.

 

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Muhammad und seine Frauen / Muhammad and his Wifes (PDF)
Von Daniel Hecker 

 

1 So die Überlieferung nach Sahih al-Bukhari 4732 und Abu Dawud 1934.

2 Sunan Abu Dauud 1754. Ähnliche Gebote sind in Sunan Abu Maja 1836 und Musnad Ibn Hanbal 3628 überliefert.

3 Diese Heirat wurde im Koran in Sure 4,22 verboten.

4 Auch diese Eheform wurde im Koran in Sure 81,8 untersagt.

5 Sunan al-Nisa’i 3362, Sunan Abu Dawud 1965, Sunan Ibn Maja 1923 u.a.

6 In anderen Koranversen zur Sklaverei wird das Wort „gläubig“ nicht in diesem Zusammenhang erwähnt. Trotzdem bestätigt die überwiegende Mehrheit der islamischen Quellen, dass der Sklave bzw. die Sklavin in diesem Fall ein Muslim sein müsse.

7 Musnad Ahmad ibn Hanbal 11266, 11370 und Maute’ Malik ibn Anas 992.

8 Zaid wurde „Muhammads Sohn“ genannt, weil Muhammad ihn gekauft und adoptiert hatte (s. die Berichte der Überlieferung in: Sahih al-Bukhari 3699, 4698, Sunan al-Thirmidhi 3131, 3133; Sunan an-Nisa’i 3171 und Sunan Abu Dawud 1764).

9 Muhamads Verhältnis zu Umm Sharik ohne Abschluss eines Ehevertrags wird von Ahmad Ibn Hanbal in seiner Überlieferung „Musnad“ mit der Nr. 26338 berichtet.

10 Khaulas Zusammenleben mit Muhammad ohne Ehevertrag wird in den Überlieferungssammlungen Sahih al-Bukhari No. 4721, Musnad Ahmad Ibn Hanbal 24091 und Sunan Ibn Maja 1990 berichtet.

11 Sunan al-Thirmidhi 1020 und Sunan Ibn Maja 1871.

12 Sunan Ibn Maja 1872, Musnad Ahmad Ibn Hanbal 18169.

13 Sahih al-Bukhari 4721, Sahih Muslim 2659, Sunan Ibn Maja 1990 und Musnad Ahmad Ibn Hanbal 24091.

14 Diese Auffassung erwähnt z. B. der Koranausleger Ibn Kathir zu Sure 66,5.

15 So z. B. ein Artikel über die Pflicht zur Gesichtverschleierung von dem prominenten islamischen Geistlichen Sheich Muhammad Ibn Ibrahim al- Sheich: http://www.kalemat.org/sections.php?so=va &aid=153 (18.06.2003).

16 Sahih al-Bukhari, 260; ebenso die Überlieferer Ahmad Ibn Hanbal 13156, al-Tirmidhi 1136 und al- Nisa’i 3147, die allerdings neun anstatt elf Frauen nennen.

17 Sahih al-Bukhari 2392 und 2393, Musnad Ahmad Ibn Hanbal 1806, 25304 und 2366.

18 Musnad Ahmad Ibn Hanbal 25304, Sahih al- Bukhari 3491.

19 Sahih al-Bukhari 4811 und Sunan al-Nisa’i. 3146.

20 Sahih Muslim 2657.

21 Sahih al-Bukhari 191, 2868 und 4088.

22 Sahih al-Bukhari 4816.

23 Sahih al-Bukhari 275.

24 Sahih al-Bukhari 260.

25 Sahih Muslem 2549.

26 Sinan al-Nisa’i 3325.

27 Ahmad bin Hanbal 1551.

28 Sahih al-Bukhari erwähnt in der Überlieferung 2081 die Tötung ihres Bräutigams.

Islamunterricht in Kanada – Aufgebrachte Eltern zerreißen Koran

Politikstube 05 April 2017
Kanadische Bürger verlieren die Beherrschung nachdem sie erfahren, dass ihre Kinder in Schulen den Koran lernen müssen, einschließlich aller Verse gegen Homosexuelle und Ungläubige. Sie fangen an bei der Sitzung den Koran zu zerreißen. Wenn die Menschen nicht anfangen aufzubegehren und die Aufmerksamkeit auf diese Angelegenheit lenken, werden auch wir (Kanada) wie bereits einige Länder in Europa vom Islam übernommen!

Islamische Projektion: Warum Muslime Ungläubige hassen

heplev 05 April 2017
Islamische Projektion: Warum Muslime Ungläubige hassen

Eine wenig bekannte Tatsache: Wenn Muslime religiöse Minderheiten in ihrer Mitte verfolgen, dann rechtfertigen sie das oft, indem sie die übelsten Aspeke des Islam auf “Ungläubige” projizieren. Ein sehr bekanntes Phänomen, „Projektion“, wird definiert als „Übertragung der eigenen Ideen, Gefühle oder Einstellungen auf andere Personen“.[1] Ein akademischer Artikel erklärt:

„Projektion erlaubt des dem Mörder seinen (inakzeptablen) Wunsch zu töten (foltern, vergewaltigen, stehlen, dominieren usw.) auf eine (bestimmte) Zielgruppe oder Person zu projizieren. Das dämonisiert das Ziel, wodurch es noch akzeptabler wird es zu töten.

Entsprechend würde jeder, der das neueste von ISIS zu Gewalt gegen Ägyptens Kopten aufrufende Video ansieht, glauben, dass die christliche Minderheit die muslimische Mehrheit unterdrückt – daher die Notwendigkeit des „heldenhaften“ ISIS „zurückzuschlagen“.

Gleichermaßen schlachtete ISIS 2016 21 ägyptische Christen an den Stränden Libyens ab und erstellte ein Video davon, der sein Tun als „Vergeltung“ an der koptischen Kirche darstellte, die ISIS bizarrerweise beschuldigt muslimische Frauen zum Übertritt zum Christentum zu zwingen – alles Dinge, die Muslime regelmäßig Christen in Ägypten antun.

(Offenbar war das Töten von fast 60 Christen in einer Kirche in Bagdad ein paar zuvor – was die Jihadisten dann ebenfalls als Vergeltung gegen die Zwangskonvertierung muslimischer Frauen darstellten – nicht genug.)

Wenn ein muslimischer Geistlicher sagte, „Wann immer sie [die USA] in ein muslimisches Land einmarschieren, dann schlagen sie an einem Sonntag zu. Immer“, dann projizierte er, was der von muslimischen Angriffen auf Ungläubige kennt.

Sehen Sie sich fast jeden Bericht muslimischer Mob-Anschläge gegen Christen und ihre Kirchen an, besonders in Ägypten; sie finden fast immer an Freitagen statt – und das ganz natürlich: Denn das ist der ein Tag in der Woche, an dem Muslime sich in Moscheen zum Gebet versammeln, nur um ohne Ausnahme Predigten zu hören, die sie gegen Ungläubige aufbringen.

Das beste Beispiel ist aber vielleicht Ayat Oraby – die Muslima mit dem lächelnden Gesicht und dem pinkfarben Hijab, eine Aktivistin mit vielen muslimischen Anhängern in den sozialen Medien.

In einem von ihr vor ein paar Monaten (um dieselbe Zeit, in der ein Kenner sagte, ägyptische Christen würden „alle zwei oder drei Tage“ Anschläge erleiden), erstellten Video versuchte diese muslimische Frau so viel Feindseligkeit wie möglich gegen die Kopten zu schüren; und sie machte das, indem sie sie beschuldigte Muslimen anzutun, was Muslime immer ihnen antun.

Nachdem sie die koptische Kirche einen „Haufen Gangster“ und „eine totale Mafia“ nannte, die „hinter den Kulissen [Ägypten] regieren“, beschuldigte sie sie „Waffen in Kirchen zu horten“ und „danach zu streben einen koptischen Kleinstaat zu schaffen“, als Bemühung weiter „einen Krieg gegen den Islam“ zu führen.

Derweil ist zurück in der wirklichen Welt – die aus rund 200 Staaten besteht – Ägypten auf Platz 21 der für Christen schlimmsten Länder, in denen sie leben; sie erfahren dort nach Angaben von Open Doors, einer internationalen Menschenrechtsorganisation, „sehr starke Verfolgung“. Die Entführung christlicher Frauen und Kinder und ihre Zwangskonvertierung zum Islam ist üblich; ganze christliche Dörfer und Kirchen werden regelmäßig aufgrund des Gerüchts in Brand gesetzt, dass ein Christ irgendwo in den sozialen Medien Mohammed gelästert hat oder das ein Christ mit einer Muslima ausgeht.

Doch viele Muslime, so diese Ayat Oraby, die sich selbst immer als Opfer sehen, sind gegenüber solchen Fakten blind; ihre Vorstellungen der Realität sind vom Islam geprägt. Und der Islam fordert zur ständigen Feindschaft gegenüber dem „anderen“ – dem Nichtmuslim, dem Ungläubigen – auf, der von den Muslimen unterlaufen und unterworfen werden muss.

Diese Art des Denkens geht direkt auf den Anfang zurück: die islamischen Eroberungen des 7. Jahrhunderts – diesen wundervoll „uneigennützigen Auftakt“ – werden ständig als nicht offensive Kriege, sondern als defensiv dargestellt. Muslime haben angeblich Arabien verlassen, ihren Weg durch den Nahen Osten, Ägypten, Nordafrika, Spanien und bis nach Frankreich hinein erobert und geplündert, um den Ungläubigen zuvorzukommen, die sich offenbar darauf vorbereiteten sich nach Arabien aufzumachen, um den aufkommenden Islam abzumurksen. Auf diese Weise wird die Disziplin der Geschichte in islamischen Schulen auf der ganzen Welt ständig verhöhnt.

Lassen Sie uns zu Ayat Oraby zurückkehren und ihre „projektiven“ Behauptungen betrachten. Sie beschuldigt Ägyptens Christen das Geschehen „hinter den Kulissen“ zu kontrollieren. Diese Behauptung ist ebenso ironisch wie alt. 2010 beschwerte sich der prominente ägyptische Geistliche Khlaid al-Jundi, in Ägypten hätten „Muslime weniger Rechte als Christen und nicht einmal das Recht Gottesdienste zu feiern wie die Christen“. In Wirklichkeit und wie durchaus bekannt ist, sehen sich christliche Kirchen immensen Einschränkungen ausgesetzt. Die Fakten sprechen eine deutliche Sprache: Es gibt in Ägypten 114.000 Moscheen, aber nur 2.000 Kirchen; das sind 57 Moscheen pro Kirche, obwohl die Christen mindestens 10 Prozent der Bevölkerung stellen.

Ist es darüber hinaus in einem Land, in dem der Islam uneingeschränkt herrscht – in dem die Scharia (die die Unterdrückung von Nichtmuslimen vorschreibt, wie in Sure 9,29) Teil der Verfassung ist; wo Kopten über Jahrhunderte dazu konditioniert wurden damit zufrieden zu sein, dass man sie in Ruhe lässt – vernünftig zu glauben, dass dieselben, geknechteten „Ungläubigen“, die zehn Prozent der Bevölkerung ausmachen, eine gewaltsame Machtübernahme Ägyptens planen?

Was Orabys Behauptung angeht ,dass Ägyptens Christen „in Kirchen Waffen horten“ und „danach streben eine koptischen Ministaat zu schaffen“, um weiter „Krieg gegen den Islam zu führen“, so ist dies eine weiterer ermüdender Vorwurf. Mohammed Salim al-Awwa, der ehemalige Generalsekretär der Internationalen Union muslimischer Gelehrter, erschien einst auf Al-Jazira und beschuldigte die Kopten in einer wilden Tirade „Waffen und Munition in ihren Kirchen und Klöstern zu horten“ – und sie sollten auch noch aus Israel, „dem Kern der koptischen Sache“ importiert sein und „sich darauf vorbereiten Krieg gegen die Muslime zu führen“. Er warten, wenn nichts unternommen würde, dann „wird das Land brennen“, stachelte Muslime an „der Macht der [koptischen] Kirche entgegenzuwirken“.

In Wirklichkeit sind alles, was brennt, koptische Kirchen, die von muslimischen Mobs und Terroristen angezündet werden – wie nach dem Sturz von Mohammed Morsi von der Muslimbruderschaft fast 70 Kirchen angegriffen und viele zerstört wurden. Darüber hinaus sind es Muslime, die Waffen schmuggeln und horten, auch in Moscheen, um ihre separatistischen Jihade zur Abspaltung von der Macht von „Ungläubigen“ zu schüren (z.B. wurden bei Trennungsversuchen von Russland in Tschetschenien oder in Mindanao von den Philippinen, während der Vergeltung der Muslimbruderschaft gegen die Regierung Sisi, regelmäßig gewaltige Waffenlager in Moscheen gefunden).

Der koptische Aktivist Mounir Bishai formulierte es einmal so: „Plötzlich sind wir [die Kopten] von Beschwerden zu Selbstverteidigung übergegangen, von der Forderung unserer Rechte zum Versuch die Öffentlichkeit zu überzeugen, dass wir anderen nicht ihre Rechte vorenthalten … heute werden wir beschuldigt Waffen anzusammeln … Wie können aus uns Verfolgten plötzlich Verfolgende werden, aus der schwachen Seite die starke und tyrannische, aus der angegriffenen die berüchtigten Angreifer und aus der armen die reichen Ausbeuter? Wie konnten diese Lügen sich so weit verbreiten, ohne dass wir irgendwie vorankommen oder unsere Situation sich auch nur ein klein wenig verbessert hat?“

Selbst im Bereich der Theologie neigen Muslime dazu islamische Vorstellungen von Jihad und „Märtyrertum“, dem Kampf bis zum Tod für den Islam, auf christliche Theologie zu projizieren. Zum Beispiel erklärte einmal die Al-Azhar Scholars Front, die aus Absolventen der Al-Azhar besteht, mitten in den Beschuldigungen, die Kopten würden Waffen horten, um Krieg gegen Muslime zu führen: „Das Christentum … beschreibt ständig seine offene und verdeckte Politik all seine Rivalen zu eliminieren oder [die Anhänger anderer Religionen] zu erniedrigen und ihnen jeden Grund zum Leben nehmen, damit sie gezwungen sind zum Christentum zu konvertieren.“

In Wirklichkeit ist das genau das, was der Islam tut: Über Jihad „all seine Rivalen zu eliminieen“ oder durch die Institution des Dhimmitums die Anhänger anderer Religionen „zu erniedrigen und ihnen jeden Grund zu leben zu nehmen, damit sie gezwungen sind zum Islam zu konvertieren“. Das ist sowohl historisch als auch dogmatisch nachweisbar.

Gleichermaßen wurde auch die Erklärung von Bischof Bishoy, dass Ägyptens Christen infolge ihrer zunehmenden Verfolgung den Punkt des Märtyrertums erreichen, weidlich als eine Erklärung des „Krieg bis zum Tod“ „islamisiert“, auch von Al-Awwa, der während seiner erwähnten Tirade auf Al-Jazira behauptete: „Vater Bishoy erklärte, sei würden den Punkt des Märtyrertums erreichen, was nur Krieg bedeuten kann. Er sagte: ‚Wenn man über unsere Kirchen redet, werden wir den Punkt des Märtyrertums erreichen.‘ Das bedeutet Krieg!“

Natürlich ist die Vorstellung, dass jemand ein Märtyrer ist, der Jihad – „heiligen Krieg“ – betreibt und dabei stirbt, ein Wesenszug des Islam (z.B. Sure 9,111). Selbst das verlässliche Hans Wehr Arabic-English Dictionary übersetzt Schahid („Märtyrer“) als „jemand, der in der Schlacht mit Ungläubigen getötet wird“. Andererseits hat christliches Märtyrertum immer bedeutet verfolgt und getötet zu werden, weil man dem Christenum nicht abschwört – und das ist genau die Definition, die seit Jahrhunderte auf Ägyptens Christen angewandt worden ist, die Definition, die Bischof Bishoy eindeutig meinte (s. diesen Artikel, um mehr über die wichtigen Unterschiede zwischen christlichen und muslimischen Vorstellungen zum Märtyrertum zu erfahren).


Rekapitulieren wir:

  • Christliche Mädchen werden regelmäßig von Muslimen entführt, missbraucht, gehirngewaschen und zum Übertritt gezwungen – und jetzt werden Christen beschuldigt genau dasselbe zu tun;

  • Muslime schmuggeln und horten regelmäßig Waffen, auch in ihren Moscheen – und jetzt werden Christen beschuldigt genau dasselbe zu tun.

  • Muslime versuchen ständig Ungläubigen-Staaten entweder wegzubrechen oder zu erobern – und jetzt werden Ägyptens Christen beschuldigt genau dasselbe zu tun.

  • Muslime streben entsprechend der Doktrin des Jihad und des Dhimmitums ständig den Ungläubigen zu eliminieren oder zu unterwerfen – und jetzt werden Christen dargestellt, als würden sie genau dasselbe tun.

  • Islamische Gewalt taucht regelmäßig an Freitagen auf und jetzt werden Christen (oder lediglich Westler) beschuldigt sonntags den Islam ins Ziel zu nehmen.

  • Islamisches Märtyrertum bedeutet andere und sich selbst zu töten, während man Jihad zur Stärkung des Islam zu führen – und jetzt wird christliches Märtyrertum, das immer bedeutete lieber den Tod zu akzeptieren als dem Glauben zu entsagen, als genau dasselbe definiert.

Dieser ausführliche Exkurs in islamische Projektionen auf das Christentum nutzt Ägypten als Beispiel und dient einem weiteren Zweck: Er legt nahe, wenn zivilisatorische Projektion trotz der Realität die muslimische Welt derart durchdringt, könnte das dann auch der Grund sein, warum die Menschen im Westen – von denen die meisten entweder erklären Christen zu sein oder zumindest von der christlichen Ethik und Gebräuchen beeinflusst sind – die Realitäten des Islam nicht akzeptieren können: Weil auch sie die Ideale ihres religiösen Erbes– eines, das Liebe, Toleranz und Vergebung den Feinden gegenüber predigt – auf Muslime und den Islam projizieren?

[1] Duden: Übertragung von Gefühlen u.Ä. auf andere

 

 

Sind Sie islamophob? Hier ein einfacher Test

Was gebildete Nicht-Muslime nicht am Islam mögen... eine Kurzfassung

Aussagen des Koran über Frauen

Frauen unter der Scharia: Strafrecht und Familienrecht im Islam

 

 

 

Was gebildete Nicht-Muslime nicht am Islam mögen... eine Kurzfassung

• EuropeNews 31 März 2017
Was gebildete Nicht-Muslime nicht am Islam mögen... eine Kurzfassung

DER KORAN ist das heiligste Buch des Islams. Einundsechzig Prozent des Korans behandelt Nicht-Muslime. Schriften, die erklären was ein Muslim tun sollten sind religiös.

Schriften, die erklären was ein Nicht-Muslim tun soll, oder wie ein Muslim mit Nicht-Muslimen umgehen solle sind politisch. (hier kann man mehr darüber nachlesen).

Deshalb ist der Islam, basierend auf dem heiligsten Buch des Islams, mehr politisch (61%) als religiös (39%).

Es gibt 245 Verse im Koran die man als „positive Verse“ über Nicht-Muslime ansehen kann.

Jeder einzelne dieser Verse wurde aber abrogiert durch spätere, negative Verse über Nicht-Muslime.

Es ist nicht ein positiver Vers über Nicht-Muslime übrig geblieben. 

Im Gegensatz dazu gibt es 527 Verse der Intoleranz gegenüber Nicht-Muslimen , und 109 Verse die insbesondere Gewalt gegenüber Nicht-Muslimen befürworten.

Keiner dieser Verse wurde abrogiert.

Meine Schlussfolgerung: Nicht-Muslime, die den Islam mögen, wissen nicht viel darüber.

 

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What Educated Non-Muslims Don't Like About Islam in a Nutshell Citizen Warrior 
Übersetzung von Liz/ EuropeNews

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  • Was lehrt die Religion des Friedens über die Gewalt?

Eine kurze zusammenfassende Antwort:

Der Koran enthält mindestens 109 Verse, die Muslime zum Krieg gegen Ungläubige aufrufen. Einige sind sehr plastisch, mit Befehlen zum Abhacken von Köpfen und Fingern und dem Töten von Ungläubigen wo immer man sie findet. Muslime, die sich diesem Kampf nicht anschließen werden „Heuchler“ genannt und gewarnt, dass Allah sie in die Hölle schicken wird, wenn sie sich dem Abschlachten nicht anschließen.

Anders als alle gewalttätigen Verse des Alten Testaments, haben die meisten Gewaltverse des Korans ein offenes Ende, was bedeutet, dass der historische Kontext nicht in den umgebenden Text eingebettet ist.

Sie [diese Verse] sind Teil des ewigen und unabänderlichen Wortes von Allah und genauso wichtig oder subjektiv wie alles andere im Koran.

Unglücklicherweise gibt es nur einige wenige Verse der Toleranz und des Friedens innerhalb der vielen, die dazu aufrufen Ungläubige zu bekämpfen und zu unterdrücken bis sie entweder die Erniedrigung akzeptieren, um Islam konvertieren oder getötet werden, um diese zu abrogieren oder eventuell auszugleichen.

Diese Neigung zur Gewalt – und Mohammeds eigens kriegerisches Erbe – haben eine Spur des Bluts und der Tränen durch die Weltgeschichte gezogen.

 

  • D e r   K o r a n:

[Redaktion: in der Übersetzung von M.A. Rassoul]

Koran (2:191-193) - "Und tötet sie, wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wo sie euch vertrieben haben; denn die Verführung (zum Unglauben) ist schlimmer als Töten. Und kämpft nicht gegen sie bei der heiligen Moschee, bis sie dort gegen euch kämpfen. Wenn sie aber gegen euch kämpfen, dann tötet sie. Solcherart ist der Lohn der Ungläubigen. Wenn sie aber aufhören, so ist Allah Allverzeihend, Barmherzig. Und kämpft gegen sie, bis es keine Verwirrung (mehr) gibt und die Religion Allah gehört. Wenn sie aber aufhören, so soll es keine Gewalttätigkeit geben außer gegen diejenigen, die Unrecht tun."
Es spricht vieles dafür, dass der textliche Kontext dieses speziellen Absatzes auf einen defensiven Krieg hinweist, auch wenn es im historischen Kontext anders war. Aber es gibt zwei Stellen in diesem Vers die Anlass zur Sorge geben. Die erste ist, dass das Töten von anderen erlaubt ist, wenn „Verführung“ vorliegt (eine Beschreibung die bestenfalls zweifelhaft ist). Die zweite ist, dass der Kampf fortdauern kann bis „die Religion Allah gehört“. Dieses Beispiel von Mohammed klingt nicht beruhigend.

Koran (2:244) - "Und kämpft auf dem Weg Allahs und wisset, daß Allah Allhörend und Allwissend ist.."

Koran (2:216) - "Zu kämpfen ist euch vorgeschrieben, auch wenn es euch widerwärtig ist. Doch es mag sein, daß euch etwas widerwärtig ist, was gut für euch ist, und es mag sein, daß euch etwas lieb ist, was übel für euch ist. Und Allah weiß es, doch ihr wisset es nicht."

Dieser Vers unterstreicht nicht nur, dass Gewalt eine Kunst sein kann, sondern er widerspricht dem Mythos, dass Kampf nur als Selbstverteidigung gedacht gewesen war, denn das Publikum zu dieser Zeit wurde offensichtlich nicht angegriffen. Aus den Hadith wissen wir, dass Mohammed tatsächlich versucht hat sein Volk mit seinen Versen dazu zu motivieren Karawanen auszurauben.

Koran (3:56) - "Was aber die Ungläubigen anbelangt, so werde Ich sie schwer im Diesseits und im Jenseits bestrafen; und sie werden keine Helfer finden."

Koran (3:151) - "Wir werden in die Herzen der Ungläubigen Schrecken werfen; deshalb, weil sie Allah Götter (zur Seite) setzten, wozu Er keine Ermächtnis niedersandte; und ihre Wohnstätte wird das Feuer sein, und schlimm ist die Herberge der Ungerechten! ".

Hier wird direkt von Polytheisten gesprochen, aber es werden auch die Christen miteingeschlossen, weil sie an die Dreieinigkeit glauben (d.h. was Mohammed fälschlicherweise als ‚Gefährten die sich für Allah zusammenschließen’ deutet).

Koran (4:74) - "Laßt also für Allahs Sache diejenigen kämpfen, die das irdische Leben um den Preis des jenseitigen Lebens verkaufen. Und wer für Allahs Sache kämpft, alsdann getötet wird oder siegt, dem

werden Wir einen gewaltigen Lohn geben. "

Die Märtyrer des Islams sind anders als die frühen Christen, die widerspruchslos zur Schlachtbank geführt wurden. Diese Muslime wurden im Kampf getötet, in ihrem Versuch sich den Tod und die Zerstörung für die Sache Allahs aufzuerlegen. Hier ist die theologische Basis der heutigen Selbstmordattentäter.

Koran (4:76) - " Die da glauben, kämpfen für Allahs Sache, …"

Koran (4:89) - "Sie wünschen, daß ihr ungläubig werdet, wie sie ungläubig sind, so daß ihr alle gleich werdet. Nehmt euch daher keine Beschützer von ihnen, solange sie nicht auf Allahs Weg wandern. Und wenn sie sich abwenden, dann ergreift sie und tötet sie, wo immer ihr sie auffindet; und nehmt euch keinen von ihnen zum Beschützer oder zum Helfer,"

Koran (4:95) - "Diejenigen unter den Gläubigen, die daheim bleiben - ausgenommen die Gebrechlichen -, und die, welche für Allahs Sache ihr Gut und Blut im Kampf einsetzen, sind nicht gleich. Allah hat die mit ihrem Gut und Blut Kämpfenden über die, die daheim bleiben, im Rang um eine Stufe erhöht. Jeden von beiden aber hat Allah Gutes verheißen; doch die Kämpfenden hat Allah vor den Daheimbleibenden durch großen Lohn ausgezeichnet, -"

In diesem Absatz werden die „friedliebenden“ Muslime kritisiert, die sich der Gewalt nicht anschließen, ihnen wird gesagt, dass sie in Allahs Augen viel weniger wert sind. Es zerstört auch den modernen Mythos, dass „Dschihad“ im Koran nicht Heiliger Krieg bedeutet, sondern eher ein spirituelles Streben. Nicht nur wird das arabische Wort in dieser Textpassage benutzt, sondern es wird klar, dass man sich nicht auf irgendetwas Spirituelles bezieht, weil die physisch Behinderten als Ausnahme betrachtet werden. (Die Hadith zeigt den Zusammenhang auf in der Antwort eines blinden Mannes, der protestiert, weil er nicht dazu in der Lage ist am Dschihad teilzunehmen und dies wird in anderen Übersetzungen des Verses auch dargestellt).

Koran (4:104) - "Und lasset nicht nach, die Schar (der Ungläubigen) aufzuspüren. Leidet ihr, so leiden sie gerade so, wie ihr leidet..." Ist es wirklich ein Akt der Selbstverteidigung wenn man einen verletzten und sich zurückziehenden Feind weiterverfolgt?

Koran (5:33) - "Der Lohn derer, die gegen Allah und Seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, daß sie getötet oder gekreuzigt werden oder daß ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder daß sie aus dem Lande vertrieben werden. Das wird für sie eine Schmach in dieser Welt sein, und im Jenseits wird ihnen eine schwere Strafe zuteil. "

Koran (8:12) - "... In die Herzen der Ungläubigen werde Ich Schrecken werfen. Trefft (sie) oberhalb des Nackens und schlagt ihnen jeden Finger ab!" Kein vernünftiger Mensch würde dies als Mittel eines spirituellen Strebens ansehen.

Koran (8:15) - "O ihr, die ihr glaubt, wenn ihr auf die Ungläubigen stoßt, die im Heerzug vorrücken, so kehrt ihnen nicht den Rücken. (16) Und derjenige, der ihnen an solch einem Tage den Rücken kehrt, es sei denn, er schwenke zur Schlacht oder zum Anschluß an einen Trupp ab, der lädt wahrlich Allahs Zorn auf sich, und seine Herberge soll Dschahannam sein; und schlimm ist das Ende! "


Koran (8:39) - "Und kämpft gegen sie, damit keine Verführung mehr stattfinden kann und (kämpft,) bis sämtliche Verehrung auf Allah allein gerichtet ist. Stehen sie jedoch (vom Unglauben) ab, dann, wahrlich, sieht Allah sehr wohl, was sie tun."

Aus dem historischen Kontext wissen wir, dass die „Verführung“ die hier angesprochen wird, einfach eine Weigerung der Mekkaner ist Mohammed zu erlauben ihre Stadt zu betreten und die Hadsch auszuführen.

Andere Muslime durften dorthin reisen, aber eben nicht als bewaffnete Truppe, denn Mohammed hatte Mekka den Krieg erklärt bevor er hinausgeworfen wurde. Die Mekkaner handelten als Verteidiger ihrer Religion, denn es war Mohammeds Absicht ihre Götzen zu zerstören und den Islam mit Gewalt einzuführen (was er später dann tat). Daher ist der kritische Teil des Verses zu kämpfen „bis die Religion Allahs ist“. Nach Ibn Ishaq (324) rechtfertigte Mohammed seine Gewalt weiterhin indem er erklärte dass „Allah keine Konkurrenten haben darf“.

Koran (8:57) - "Darum, wenn du sie im Kriege anpackst, verscheuche mit ihnen diejenigen, die hinter ihnen sind, auf daß sie ermahnt seien."

Koran (8:59-60) - "Laß die Ungläubigen nicht meinen, sie hätten (Uns) übertroffen. Wahrlich, sie können nicht siegen. Und rüstet gegen sie auf, soviel ihr an Streitmacht und Schlachtrossen aufbieten könnt, damit ihr Allahs Feind und euren Feind - und andere außer ihnen, die ihr nicht kennt - abschreckt; Allah kennt sie (alle). Und was ihr auch für Allahs Sache aufwendet, es wird euch voll zurückgezahlt werden, und es soll euch kein Unrecht geschehen. "

Koran (9:5) - "Und wenn die heiligen Monate abgelaufen sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, und ergreift sie und belagert sie und lauert ihnen aus jedem Hinterhalt auf. Wenn sie aber bereuen und das Gebet verrichten und die Zakah entrichten, dann gebt ihnen den Weg frei. Wahrlich, Allah ist Allvergebend, Barmherzig ; "
Nach diesen Versen ist es man am sichersten vor muslimischer Gewalt, wenn man zum Islam konvertiert. Das Gebet (salat) und die Armensteuer (zakat) sind Bestandteile der Fünf Säulen der Religion.

Koran (9:14) - "Bekämpft sie; so wird Allah sie durch eure Hand bestrafen und demütigen..."

Koran (9:20) - "Diejenigen, die glauben und auswandern und mit ihrem Gut und ihrem Blut für Allahs Sache kämpfen, nehmen den höchsten Rang bei Allah ein; und sie sind es, die gewinnen werden." Das „glauben“ hier ist der Dschihad.

Koran (9:29) - "Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Allah und an den Jüngsten Tag glauben, und die das nicht für verboten erklären, was Allah und Sein Gesandter für verboten erklärt haben, und die nicht dem wahren Glauben folgen - von denen, die die Schrift erhalten haben, bis sie eigenhändig den Tribut in voller Unterwerfung entrichten. "
„Jene, die die Schrift erhalten haben“ bezieht sich auf Christen und Juden. Dies war eine der letzten „Offenbarungen“ von Allah und setzte eine hartnäckige militärische Ausdehnung in Gang, in der Mohammeds Gefährten es schafften zwei Drittel der christlichen Welt in genau den nächsten 100 Jahren zu erobern. Der Islam hat als Ziel alle anderen Völker und Glauben zu dominieren.

Koran (9:30) - "Und die Juden sagen, Esra sei Allahs Sohn, und die Christen sagen, der Messias sei Allahs Sohn. Das ist das Wort aus ihrem Mund. Sie ahmen die Rede derer nach, die vordem ungläubig waren. Allahs Fluch über sie! Wie sind sie (doch) irregeleitet! "

Koran (9:38-39) - "O ihr, die ihr glaubt, was ist mit euch, daß ihr euch schwer zur Erde sinken lasset, wenn euch gesagt wird: ""Zieht aus auf Allahs Weg""? Würdet ihr euch denn mit dem diesseitigen Leben statt mit jenem im Jenseits zufrieden geben? Doch der Genuß des irdischen Lebens ist gar gering, verglichen mit dem des Jenseits. Wenn ihr nicht auszieht, wird Er euch mit schmerzlicher Strafe bestrafen und wird an eurer Stelle ein anderes Volk erwählen, und ihr werdet Ihm gewiß keinen Schaden zufügen. Und Allah hat Macht über alle Dinge. "

Dies ist eine Warnung an diejenigen, die sich weigern zu kämpfen, dass sie mit der Hölle bestraft werden.

Koran (9:41) - "Zieht aus, leicht und schwer, und kämpft mit eurem Gut und mit eurem Blut für Allahs Sache! Das ist besser für euch, wenn ihr es nur wüßtet!" Siehe auch den nachfolgenden Vers. (9:42) - "Hätte es sich um einen nahen Gewinn und um eine kurze Reise gehandelt, wären sie dir gewiß gefolgt, doch die schwere Reise schien ihnen zu lang. Und doch werden sie bei Allah schwören: ""Hätten wir es vermocht, wären wir sicherlich mit euch ausgezogen."" Sie fügen sich selbst Schaden zu; und Allah weiß, daß sie Lügner sind." "

Dies widerspricht dem Mythos, dass Muslime nur in Selbstverteidigungsabsicht kämpfen, denn die Wortwahl impliziert, dass Schlachten weit weg von der Heimat geführt werden (in anderen Ländern und auf christlichem Boden, in diesem Fall nach Angaben von Historikern).

Koran (9:73) - "O Prophet, kämpfe gegen die Ungläubigen und die Heuchler. Und sei streng mit ihnen. Ihre Herberge ist Dschahannam, und schlimm ist das Ende."
Man entmenschlicht jene, die den Islam ablehnen, indem man die Muslime daran erinnert, dass sie nur Feuerholz für die Hölle sind, dies macht es leichter sie abzuschlachten. Es erklärt auch, warum heute fromme Muslime so wenig Respekt für jene haben, die nicht ihrem Glauben nachgehen. Koran (9:88) - "Jedoch der Gesandte und die Gläubigen mit ihm, die mit ihrem Gut und mit ihrem Blut kämpfen, sind es, denen Gutes zuteil werden soll; und sie sind es, die Erfolg haben werden."

Koran (9:111) - "Allah hat von den Gläubigen ihr Leben und ihr Gut für das Paradies erkauft: Sie kämpfen für Allahs Sache, sie töten und werden getötet; eine Verheißung - bindend für Ihn - in der Thora und im Evangelium und im Koran. Und wer hält seine Verheißung getreuer als Allah? So freut euch eures Handels, den ihr mit Ihm abgeschlossen habt; denn dies ist wahrlich die große Glückseligkeit."

Koran (9:123) - "O ihr, die ihr glaubt, kämpft gegen jene, die euch nahe sind unter den Ungläubigen, und lasset sie euch hart vorfinden; und wisset, daß Allah mit den Gottesfürchtigen ist."

Koran (18:65-81) - Diese Parabel legt den theologischen Grundstock für die Ehrenmorde, bei denen ein Familienmitglied getötet wird, weil es Schande auf die Familie gebracht hat, entweder durch Apostasie oder eine angenommene moralische Indiskretion. Die Geschichten die man weder in einer jüdischen noch in einer christlichen Quelle finden kann erzählt von Moses, der einen Mann mit „speziellem Wissen“ trifft, der Dinge tut, die scheinbar keinen Sinn machen, oberflächlich betrachtet, die aber dann durch eine spätere Rechtfertigung erklärt werden.

Eine solche Aktion ist der Mord an einem Jugendlichen ohne erkennbaren Grund (74). Aber der weise Mann erklärt später dass man fürchtete, der Junge würde seiner Familie „Kummer bereiten“ durch „Ungehorsam und Undankbarkeit“. Er wurde getötet so dass Allah ihnen einen ‚besseren’ bieten konnte.

Koran (21:44) - "Nein, Wir ließen diese und ihre Väter leben, bis das Leben ihnen lang wurde. Sehen sie denn nicht, daß Wir über das Land kommen und es an seinen Enden schmälern? Können sie denn siegen?"

Koran (25:52) - "So gehorche nicht den Ungläubigen, sondern eifere mit ihm (dem Koran) in großem Eifer gegen sie..." „Eifern gegen sie“ ist der Dschihad – offensichtlich nicht in einem persönlichen Kontext. Es ist auch wichtig herauszustellen, dass dies ein mekkanischer Vers ist.

Koran (33:60-62) - "Wenn die Heuchler und diejenigen, in deren Herzen Krankheit ist, und die, welche Gerüchte in der Stadt verbreiten, nicht (von ihrem Tun) ablassen, dann werden Wir dich sicher gegen sie anspornen, dann werden sie nur noch für kurze Zeit in ihr deine Nachbarn sein. Verflucht seien sie! Wo immer sie gefunden werden, sollen sie ergriffen und rücksichtslos hingerichtet werden. So geschah der Wille Allahs im Falle derer, die vordem hingingen; und du wirst in Allahs Willen nie einen Wandel finden. "

Diese Textpassage sanktioniert das Abschlachten auch (übersetzt als „gnadenlos“ und „schrecklicher Mord“ in anderen Übersetzungen) gegen drei Gruppen: Heuchler (Muslime die sich weigern „den Kampf in der Art Allahs zu führen (3:167) und daher nicht so handeln wie es Muslime tun sollten), jene mit „erkrankten Herzen“

(dies umfasst Juden und Christen 5:51-52) und „Unheilverkünder“ oder „Anstifter“ die diejenigen umfassen, die sich einfach gegen den Islam aussprechen, nach den Biographien Mohammeds. Es ist wichtig festzuhalten, dass die Opfer von den Muslimen aussortiert werden, was im Prinzip das ist was die heutigen Terroristen tun,. Wenn sich diese Textpassage nur auf die Stadt Medina beziehen soll, dann ist es unklar warum Allahs ewige Worte an die muslimischen Generationen gerichtet sind. Koran (47:3-4) - "Dies (ist deshalb so), weil jene, die ungläubig sind, dem Trügerischen folgen, und weil diejenigen, die gläubig sind, der Wahrheit ihres Herrn folgen. So beschreibt Allah den Menschen ihre Lage. Wenn ihr auf die stoßt, die ungläubig sind, so haut (ihnen) auf den Nacken; und wenn ihr sie schließlich siegreich niedergekämpft habt, ..."

Diejenigen, die Allah zurückweisen, müssen in einem Kampf unterworfen werden. Der Vers setzt sich fort und sagt, dass der einzige Grund, dass Allah die schmutzige Arbeit nicht selber macht der ist, um den Glauben seiner Muslime zu testen. Diejenigen, die töten haben den Test bestanden.

"Und hätte Allah es gewollt, hätte Er sie Selbst vertilgen können, aber Er wollte die einen von euch durch die anderen prüfen. Und diejenigen, die auf Allahs Weg gefallen sind - nie wird Er ihre Werke zunichte machen. "

Koran (47:35) - "So lasset (im Kampf) nicht nach und ruft nicht zum Waffenstillstand auf, wo ihr doch die Oberhand habt. Und Allah ist mit euch, und Er wird euch eure Taten nicht schmälern.,"
Dieser sehr wichtige Vers bestätigt dass die Religion des Friedens der breiten Gesellschaft keinen Frieden garantiert bis die islamische Herrschaft eingerichtet wurde.

Koran (48:17) - "Kein Tadel trifft den Blinden, noch trifft ein Tadel den Gehbehinderten, noch trifft ein Tadel den Kranken. Und den, der Allah und Seinem Gesandten gehorcht, wird Er in Gärten führen, durch die Bäche fließen; doch den, der (Ihm) den Rücken kehrt, wird Er mit schmerzlicher Strafe bestrafen."
Apologeten heutzutage behaupten, dass Dschihad ‚spirituelles Streben’ bedeute. Wenn das so ist warum sind dann die Blinden, Lahmen und Kranken ausgenommen?

Koran (48:29) - "Muhammad ist der Gesandte Allahs. Und die, die mit ihm sind, sind hart gegen die Ungläubigen, doch barmherzig zueinander."
Im Islam geht es nicht darum alle gleich zu behandeln. Es gibt zwei deutlich verschiedene Ebenen die angewendet werden, die auf dem religiösen Status beruhen.

Koran (61:4) - "Wahrlich, Allah liebt diejenigen, die für Seine Sache kämpfen, (in eine Schlachtordnung) gereiht, als wären sie ein festgefügtes Mauerwerk. " Die Religion des Friedens, fürwahr! Gefolgt von (61:9): "Er ist es, Der Seinen Gesandten mit der Führung und der wahren Religion geschickt hat, auf daß Er sie über alle Religionen siegen lasse, auch wenn die Götzendiener es verwünschen."

Koran (61:10-12) - "O ihr, die ihr glaubt, soll Ich euch (den Weg) zu einem Handel weisen, der euch vor qualvoller Strafe retten wird? Ihr sollt an Allah und an Seinen Gesandten glauben und euch für Allahs Sache mit eurem Gut und eurem Blut eifrig einsetzen. Das ist besser für euch, wenn ihr es nur wüßtet. Er wird euch eure Sünden vergeben und euch in Gärten führen, durch die Bäche fließen, und in gute Wohnungen in den Gärten von Eden. Das ist die große Glückseligkeit."
Dieser Vers wurde in einer Schlacht offenbart. Er benutzt das arabische Wort Dschihad.

Koran (66:9) - "O Prophet! Bekämpfe die Ungläubigen und die Heuchler, und sei streng gegen sie. Ihre Herberge wird Dschahannam sein, und dies ist ein schlimmes Ende! "
Der Stamm des Wortes „Dschihad“ wird auch hier wieder benutzt. Der Kontext ist ganz klar der Heilige Krieg und die Reichweite der Gewalt ist so weit ausgedehnt, dass „Heuchler“ mit einbezogen werden – jene die sich selbst Muslime nennen aber nicht wie sie handeln.

 

  • A u s   d e n   H a d i t h:

Bukhari (52:177) - Allahs Apostel sagte, „Die Stunde wird nicht feststehen bis du gegen die Juden kämpfen wirst und der Stein hinter dem sich ein Jude versteckt wird sagen: „Oh Muslim! Da versteckt sich ein Jude hinter mir, töte ihn.“

Bukhari (52:256) - Der Prophet ... wurde gefragt, ob es erlaubt sei die heidnischen Krieger in der Nacht anzugreifen auf die Gefahr hin, dass Kinder und Frauen der Gefahr ausgesetzt werden. Der Prophet antwortete, „Sie (i.e. Frauen und Kinder) sind von ihnen (i.e. den Heiden).“

In diesem Befehl legt Mohammed fest, dass es erlaubt ist Nicht-Kombattanten des Krieges zu töten, wenn man sich in dem Prozess des Tötens eines vermeintlichen Feindes befindet. Dies bietet die Rechtfertigung für viele islamische terroristische Bombenattentate.

Bukhari (52:220) - Allahs Apostel sagte ... ‚Ich wurde durch Terror siegreich!

Abu Dawud (14:2526) - Der Prophet (Friede sei mit ihm) sagte: Drei Dinge sind die Wurzel des Glaubens: zurückzuschrecken vor (dem Töten) eines Menschen der ausruft, „Es gibt keinen Gott außer Allah“ und ihn nicht zum Ungläubigen zu erklären was er auch immer für Sünden beichtet, und ihn nicht vom Islam zu exkommunizieren für seine taten; und der Dschihad wird immer weiter praktiziert seit dem Tag als Allah mich als Propheten sandte bis zu dem Tag an dem das letzte Mitglied meiner Gemeinschaft den Kampf gegen den Dajjal (Antichrist) kämpfen wird.

Abu Dawud (14:2527) - Der Prophet sagte: Auf dem Weg Allahs zu streben (Dschihad) ist vorherrschend für dich, unter jedem Herrscher, ob er fromm ist oder nicht. Muslim (1:33) - Der Bote Allahs sagte: Mir wurde befohlen gegen Menschen zu kämpfen bis sie schwören dass es keinen Gott gibt außer Allah, dass Mohammed der Bote Allahs ist.

Bukhari (8:387) - Allahs Apostel sagte: „Mir wurde befohlen die Menschen zu bekämpfen bis sie sagen: ‚Niemand hat das Recht angebetet zu werden außer Allah.’

Muslim (1:149) - „Abu Dharr berichtete: Ich sagte: Bote Allahs, welche der Taten ist die beste? Er (der Heilige Prophet) antwortete: Der Glaube an Allah und den Dschihad in Seiner Sache...“

Muslim (20:4645) - "... Er (der Bote Allahs) tat es und sagte: Es gibt eine andere Tat die die Position eines Mannes im Paradies erhebt auf einen Grad von einhundert (höher), und die Erhöhung zwischen einem Grad und dem anderen ist gleich zur Höhe des Himmels von der Erde. Er (Abu Sa’id) sagte: Was ist die Tat? Er antwortete: Dschihad ist der Weg Allahs! Dschihad ist der Weg Allahs!“

Muslim (20:4696) - "Der Bote Allahs (Friede sei mit ihm) sagte: ‚Einer der starb aber den Weg zu Allah nicht gefunden hat, oder keinen Wunsch (oder Bestimmung) ausgedrückt hat für den Dschihad starb den Tod des Heuchlers.’“

Muslim (19:4321-4323) - Drei separate Hadith in denen Mohammed die Schultern zuckt, dass unschuldige Kinder von seinen Männern im Kampf gegen Ungläubige getötet werden im Verlauf eines Überfalls. Seine Antwort: „Sie sind von ihnen (er meint den Feind).“

Tabari 7:97 Am Morgen nach dem Mord an Ashraf erklärte der Prophet, „Töte jeden Juden der unter deine Macht fällt.“ Ashraf war ein Dichter, getötet von Mohammeds Männern, denn er hatte den Islam beleidigt.

Hier erweitert Mohammed die Bandbreite seines Befehls zu töten. Ein unschuldiger jüdischer Geschäftsmann wurde dann von seinem muslimischen Partner abgeschlachtet, einfach weil er kein Muslim war.

Tabari 9:69 „Die Ungläubigen zu töten ist für uns nur eine kleine Angelegenheit“ Die Worte Mohammeds, des Propheten des Islam.

Ibn Ishaq: 327 - „Allah sagte, ‚Ein Prophet muss abschlachten bevor er Gefangene macht. Ein abgeschlachteter Feind wird aus dem Land vertrieben. Mohammed, du erfühlst das Verlangen dieser Welt, seine Güter und was die freigekauften Gefangenen erbringen. Aber Allah wünscht sie zu töten, um seine Religion zu manifestieren.’“

Ibn Ishaq: 990 - Damit nicht jemand denkt, dass das Abhacken von Jemandes Kopf während er schreit ‚Allah ist mächtig!’ eine moderne Sitte ist, gibt es hier einen Beweis eben dieser Praxis unter Mohammed, der dem zuzustimmen scheint.


Ibn Ishaq: 992 - „Kämpft gegen jeden in der Art Allahs und töte jene die nicht an Allah glauben.“ Mohammeds Anweisungen an seine Männer vor einem militärischen Überfall.
Zusätzliche Bemerkungen:


Abgesehen davon, dass Muslime nicht jeden Nicht-Muslim unter ihrer Herrschaft getötet haben, gibt es darüber hinaus wenig, was als Beweis herangezogen werden kann, dass ihre Religion friedlich und tolerant ist.


Dort wo der Islam dominiert (wie im Mittleren Osten und in Pakistan) erleiden die Minderheiten eine brutale Unterdrückung mit wenig Möglichkeit zum Widerstand.


Dort wo der Islam in der Minderheit ist (wie in Thailand, den Philippinen und in Europa) gibt es konstante Terrordrohungen, wenn muslimischen Wünschen nicht nachgegeben wird.


Die Gründe sind offensichtlich und beginnen mit dem Koran. Wenige Verse nur des heiligsten Textes des Islams kann man so drehen, dass sie in die gegenwärtigen Tugenden der religiösen Toleranz und der universellen Bruderschaft hineinpassen.


Jene, die dies tun, sind die früheren „mekkanischen „ Verse, die offensichtlich abrogiert wurden von späteren Versen. Dies ist der Grund warum muslimische Apologeten von „Risiken“ sprechen wenn man versucht den Koran ohne ihre „Hilfe“ zu interpretieren – sogar während man gleichzeitig behauptet dies sei ein perfektes Buch.


Weit entfernt davon nur ein historisches oder theologisches Konstrukt zu sein, haben die gewalttätigen Verse eine Schlüsselrolle in den aktuellen Völkermorden und Massakern gespielt. Dies beinhaltet das brutale Abschlachten von zehn Millionen Hindus fünf Jahrhunderte lang um das Jahr 1000 n. Chr. mit Mahmud von Ghaznis blutiger Eroberung einschließlich des Massakers jener, die ihre Tempel vor der Zerstörung verteidigten.


Der Buddhismus wurde auf dem indischen Subkontinent beinahe völlig ausgelöscht. Das Judentum und das Christentum erlitten das selbe Schicksal (allerdings etwa langsamer) in Gegenden, die von muslimischen Armeen erobert wurden, einschließlich des Mittleren Ostens, Nord Afrikas und Teilen Europas, mit der heutigen Türkei.


Der Zorastrismus, die antike Religion des stolzen persischen Volkes wurde von den Muslimen verachtet und überlebt nur knapp im modernen Iran.


Die Gewalt ist so tiefsitzend in der Religion, dass der Islam niemals aufeghört hat Krieg zu führen, weder mit anderen Religionen noch mit sich selbst.


Mohammed war ein Kriegsführer, er belagerte Städte, massakrierte die Bevölkerung, vergewaltigte deren Frauen, versklavte deren Kinder und nahm sich was einst ihr Hab und Gut was für sich selbst. Bei verschiedenen Gelegenheiten wies er Angebote von besiegten Bewohnern sich zu ergeben zurück und tötete die, die er als Gefangene nehmen konnte.


Er inspirierte seine Nachfolger zu kämpfen sogar dann, wenn sie nicht glaubten, dass es richtig war zu kämpfen, er versprach ihnen Sklaven und Beute, wenn sie es taten und bedrohte sie mit der Hölle, wenn sie es nicht taten.


Mohammed erlaubte seinen Männern traumatisierte Frauen zu vergewaltigen, die man in der Schlacht gefangen genommen hatte.


Es ist wichtig zu betonen, dass die muslimischen Armeen aggressive Kampagnen führten und es waren die Gefährten Mohammeds, die die dramatischsten militärischen Gewinne verzeichneten in den Jahrzehnten nach seinem Tod.


Das Prinzip das damals schon früh in Kraft gesetzt wurde war, dass die Zivilbevölkerung einer Stadt getötet werden musste (d.h. die Männer getötet, Frauen und Kinder als Sklaven genommen) wenn sie sich verteidigten.


Obwohl moderne Muslimapologeten oft behaupten, dass der Islam sich nur verteidigt hätte, ist dies nicht nur ein Oxymoron, sondern es steht ganz einfach im Widerspruch zu den Aufzeichnungen der muslimsichen Historiker und anderer, die auf die Zeit Mohammeds zurückgehen.


Wir müssen das Beispiel der jüdischen Quraysch bedenken, die innerhalb von fünf Jahren komplett ausgelöscht wurden, nachdem Mohammed in Medina angekommen war. Ihre Anführer entschieden sich dazu sich neutral zu verhalten als ihre Städte von der mekkanischen Armee belagert wurden und sie ergaben sich Mohammed sogar friedlich, nachdem die Mekkaner zurückgekehrt waren.


Trotzdem ließ der Prophet des Islams jedes männliche Mitglied der Gemeinschaft von Quraysch enthaupten und jede Frau und jedes Kind wurde versklavt, einige Gefangene wurden sogar von ihm selbst vergewaltigt (was muslimische Apologeten noch am selben Tag als „Heirat“ bezeichneten).


Mohammeds Versagen bestand darin, keine klare Nachfolgelinie bestimmt zu haben in dem andauernden internen Krieg der seinem Tod folgte. Jene, die ihn am besten kannten kämpften zunächst um die entlegenen Stämme daran zu hindern auszuscheren, und zu ihrer bevorzugten Religion zurückzukehren (die Ridda oder ‚Apostatenkriege’).


Dann innerhalb der inneren Gemeinschaft bekämpften die frühen mekkanischen Konvertiten die späteren. Es entwickelte sich eine Feindschaft zwischen jenen Immigranten, die mit Mohammed nach Mekka gereist waren und den Ansar in Medina, die geholfen hatten sie anzusiedeln.


Schließlich gab es einen gewalttätigen Kampf innerhalb Mohammeds eigener Familie, zwischen seiner Lieblingsfrau und seiner Lieblingstochter – eine zerklüftete Spaltung die geblieben ist, denn immer noch gehen sich Schiiten und Sunniten gegenseitig an die Kehle.


Die merkwürdigste und unwahrste Sache die man über den Islam sagen kann ist, dass es eine Religion des Friedesn sei. Wenn man jeden Maßstab nach dem der Westen beurteilt und verurteilt wird (Sklaverei, Imperialismus, Intoleranz, Frauenrechte, Sexualität, Kriegsführung.... ) genau gleich an den Islam anlegt, dann wäre das Urteil vernichtend.


Der Islam gibt das Erobern niemals auf, sei es als Religion, Kultur, Sprache oder Leben. Auch entschuldigt er sich niemals oder unternimmt irgendeine Anstrengung eines moralischen Fortschritts.
Er ist am wenigsten offen gegenüber einem Dialog und er ist am egonzentrischsten.


Er ist überzeugt von seiner eigenen Perfektion, und vermeidet brutal jegliche Selbstbetrachtung und unterdrückt jede Kritik.


Das ist es was die Gewaltverse so gefährlich macht. Ihnen wird das Gewicht eines heiligen Gebots gegeben. Wenn muslimische Terroristen sie wörtlich nehmen, wie alles andere im Koran und verstehen, dass der Islam ohne den Dschihad unvollständig ist, bieten Moderate wenig an dem zu widersprechen – außerhalb jeder Meinung. Tatsächlich, was haben sie in der Hand?


Wenn man vom Frieden spricht und von Liebe dann kann man die Dummen für sich gewinnen, aber wenn jeder zwölfte Vers des heiligsten Buchs des Islams entweder von Allahs Hass gegenüber Nicht-Muslimen erzählt und ihren Tod fordert, Konversion erzwingt, oder Unterwerfung, dann ist es kein Wunder dass die Sympathie für den Terrorismus so tief geht, wie es dies in einer großen Gemeinschaft tut – sogar wenn die meisten Muslime selbst es vorziehen, ihre Religion nicht auf diese Art zu interpretieren.


Tatsächlich sind sich viele Muslime nicht bewusst, dass der Koran weit entfernt ist von den Versen, die die universelle Nicht-Gewalt predigen. Dies liegt daran, dass ihr Verständnis des Islams von anderen kommt, die es ihnen beigebracht habe.


Im Westen ist es typisch für Muslime, dass sie beginnen zu glauben, dass ihre Religion wie das Christentum ist – das Predigen des Neuen Testaments mit Tugenden wie Frieden, Liebe und Toleranz – denn den Muslimen wird beigebracht, dass der Islam in jeder Hinsicht überlegen sein soll.


Sie sind irgendwie überrascht und peinlich berührt, wenn sie erfahren, dass Beweise des Korans und der blutigen Geschichte des Islams ziemlich im Gegensatz dazu stehen.

Andere akzeptieren einfach die Gewalt. Im Jahr 1991 wurde ein palästinensisches Paar in Amerika dafür verurteilt ihre Tochter erstochen zu haben weil sie zu westlich war. Ein Freund der Familie verteidigte sie, missbilligte die Jury weil sie die „Kultur“ nicht verstehen würden, behaupteten dass der Vater einfach nur „der Religion“ folgen würde und sagten, das Paar musste „ihre Tochter disziplinieren oder sie hätten allen Respekt verloren.“ (Quelle)

Die westlichen Liberalen ihrerseits würden gut daran tun, die kritische Denkweise nicht auf dem Altar der Political Correctness zu opfern, oder nach Gründen zu suchen andere Religionen auf das Niveau des Islams herunterzuziehen, nur um die existentielle Wahrheit zu vermeiden, dass es beides, sowohl verschieden als auch gefährlich ist.

Es gibt einfach zu viele Muslime die den Koran wörtlich nehmen ... und zu viele andere die sich zu wenig um die Gewalt kümmern, die im Namen des Islams begangen werden.

  

 

 

 

 

 

 

Aussagen des Koran über Frauen

• EuropeNews 31 März 2017
Aussagen des Koran über Frauen In der islamischen Welt wird die ungebrochene Gültigkeit der Schariagebote insbesondere in der Ehe- und Familiengesetzgebung weder von maßgeblichen theologischen Autoritäten noch von der Bevölkerung grundsätzlich in Frage gestellt.

Vorrang des Mannes vor Frau? - Frauen in der islamischen Gesellschaft? Im Koran finden sich Passagen, die besagen, dass Männer den Frauen überlegen seien:

 

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... Keine ungläubigen Frauen heiraten / Frauen während der Menstruation unrein / Frauen sind immer für den Mann bereit / Scheidung, Rücknahmerecht des Mannes, Der Mann steht eine Stufe über der Frau / Mann darf zweimal bei derselben Frau Scheidung aussprechen / Rückkehrregelung nach Scheidung / Das Zeugnis eines Mannes ist soviel wert, wie das von zwei Frauen / Polygamie – 4 Frauen sind erlaubt / Strafe für Unzucht / Verbot, Frauen gegen ihren Willen zu erben / Genußehe - Prostitution / Gewalt gegen Frauen - Schlagt die Widerspenstigen / Geißelung bei Unzucht / Der Schleier soll den Kleiderausschnitt bedecken / Wer nicht heiratet soll keusch bleiben / Frauen sollen Überwurf herunterziehen / erlaubte Tötung bei Ehebruch, Mord, Glaubensabfall / Steinigung von Frauen bei Unzucht / ...

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Der Koran erwähnt an mehreren Stellen, dass die Frau sich in Bezug auf ihre Menschlichkeit nicht vom Mann unterscheidet:

Sie ist aus dem Mann geschaffen. Der Sinn ihrer Erschaffung ist die sexuelle Befriedigung des Mannes (Sure 7,189) und die Hervorbringung vieler (männlicher) Nachkommen (Sure 16,72).

In der Belohnung ihrer Frömmigkeit ist sie dem Mann gleichgestellt (Sure 33,35), ebenso in ihren religiösen Rechten und Pflichten.

Beide sind Stellvertreter Allahs auf Erden und für ihr Tun verantwortlich: „Ich werde keine Handlung unbelohnt lassen, die einer von euch begeht, gleichviel ob es sich um Mann oder Frau handelt“ (Sure 3,195).

Der Koran lässt aber auch an der Unterordnung und Benachteiligung der Frau keine Zweifel:

 

A u s s a g e n   d e s   K o r a n   ü b e r   F r a u e n:

Quelle: Übersetzung nach Khoury u.a., Islam Lexikon, 1991, S. 771 ff

 

  • Keine ungläubigen Frauen heiraten

... " Und heiratet nicht polytheistische Frauen, bis sie gläubig geworden sind. Wahrlich, eine gläubige Sklavin ist besser als eine polytheistische Frau, auch wenn sie euch gefallen sollte. Und laßt die Polytheisten nicht zur Heirat ZU, bis sie gläubig geworden sind. Wahrlich, ein gläubiger Sklave ist besser als ein Polytheist, auch wenn er euch gefallen sollte. Jene rufen zum Feuer. Gott aber ruft zum Paradies und zur Vergebung mit seiner Erlaubnis. Und Er macht den Menschen seine Zeichen deutlich, auf daß sie es bedenken " ... 2.221 Sure Sure

 

  • Frauen während der Menstruation unrein

... " Und sie fragen dich nach der Menstruation. Sprich: Sie ist ein Leiden. So haltet euch von den Frauen während der Menstruation fern und nähert euch ihnen nicht, bis sie wieder rein sind. Wenn sie sich nun gereinigt haben, dann geht zu ihnen, wie Gott es euch befohlen hat. Gott liebt die Bußfertigen, und Er liebt die, die sich reinigen " ... 2.222 Sure

 

  • Frauen sind immer für den Mann bereit

... " Eure Frauen sind für euch ein Saatfeld. Geht zu eurem Saatfeld, wo immer ihr wollt. Und schickt für euch (etwas Gutes) voraus. Und fürchtet Gott und wißt, daß ihr Ihm begegnen werdet. Und verkünde den Gläubigen frohe Botschaft. " ... 2.223 Sure

 

  • Scheidung, Rücknahmerecht des Mannes, Der Mann steht eine Stufe über der Frau

... " Die entlassenen Frauen haben drei Perioden lang zu warten. Es ist ihnen nicht erlaubt, zu verschweigen, was Gott in ihrem Schoß erschaffen hat, so sie an Gott und den Jüngsten Tag glauben. Ihre Gatten haben eher das Recht, sie wahrend dieser Zeit zurückzunehmen. wenn sie eine Aussöhnung anstreben. Und sie haben Anspruch auf dasselbe. was ihnen obliegt. und dies auf rechtliche Weise. Die Männer stehen eine Stufe über ihnen. Und Gott ist mächtig und weise. " ... 2,228 Sure

 

  • Mann darf zweimal bei derselben Frau Scheidung aussprechen

... " Die Entlassung darf zweimal erfolgen. Dann müssen sie 2 entweder in rechtlicher Weise behalten oder im Guten freigegeben werden. Und es ist euch nicht erlaubt, etwas von dem, was ihr ihnen zukommen ließet, zu nehmen, es sei denn, beide fürchten, die Bestimmungen Gottes nicht einzuhalten. Und wenn ihr fürchtet, daß die beiden die Bestimmungen Gottes nicht einhalten werden, so besteht für sie beide kein Vergehen in bezug auf das, womit sie sich loskauft. Dies sind die Bestimmungen Gottes, übertretet sie nicht. Diejenigen, die Gottes Bestimmungen übertreten, das sind die, die Unrecht tun. " ... 2,229 Sure

 

  • Rückkehrregelung nach Scheidung

... " Wenn er sie entläßt, so ist sie ihm nicht mehr erlaubt, ehe sie nicht einen anderen Gatten geheiratet hat. Wenn dieser sie entläßt, dann ist es für sie kein Vergehen, wieder zueinander zurückzukehren, wenn sie meinen, die Bestimmungen Gottes einhalten zu können. Dies sind die Bestimmungen Gottes. Er macht sie deutlich für Leute, die Bescheid wissen. " ... 2,230 Sure

 

  • Versorgung der Frauen nach Scheidung

... " Und den entlassenen Frauen steht eine Versorgung in rechtlicher Weise zu. Das gilt als Rechtspflicht für die Gottesfürchtigen. " ... 2,241 Sure

 

  • Das Zeugnis eines Mannes ist soviel wert, wie das von zwei Frauen

... " O ihr, die ihr glaubt, wenn es unter euch um eine Schuld auf eine bestimmte Frist geht, dann schreibt es auf. Ein Schreiber soll ( es ) in eurem Beisein der Gerechtigkeit gemäß aufschreiben. Kein Schreiber soll sich weigern, zu schreiben, wie Gott ihn gelehrt hat. Er soll schreiben, und der, gegen den das Recht besteht , soll ( es ) diktieren, und er soll Gott, seinen Herrn, fürchten und nichts davon abziehen. Und wenn derjenige, gegen den das Recht besteht, schwachsinnig oder hilflos ist oder nicht selbst zu diktieren vermag, so soll sein Sachwalter der Gerechtigkeit gemäß diktieren. Und laßt zwei Zeugen aus den Reihen eurer Männer ( es ) bezeugen. Wenn es aber keine zwei Männer gibt, dann sollen es ein Mann und zwei Frauen sein aus den Reihen der Zeugen, mit denen ihr einverstanden seid, sodaß, wenn eine der beiden sich irrt, die eine von ihnen die andere erinnern kann. Die Zeugen sollen sich nicht weigern, wenn sie dazu aufgerufen werden. Und unterlaßt nicht aus Verdruß, es aufzuschreiben, ob es klein oder groß ist, (um es festzulegen) bis zu seiner Frist. Das ist für euch gerechter bei Gott und richtiger für das Zeugnis und bewirkt eher, daß ihr keine Zweifel hegt. Es sei denn, es handelt sich um eine an Ort und Stelle vorhandene Ware, die ihr untereinander aushändigt, dann ist es für euch kein Vergehen, wenn ihr sie nicht aufschreibt. Und nehmt Zeugen, wenn ihr miteinander Kaufgeschäfte abschließt. Kein Schreiber und kein Zeuge soll einem Schaden ausgesetzt werden. Wenn ihr (es) aber tut, so ist das ein Frevel von euch. Und fürchtet Gott. Gott lehrt euch, und Gott weiß alle Dinge. " ... 2,282 Sure

 

  • Polygamie – 4 Frauen sind erlaubt

... " Und wenn ihr fürchtet, gegenüber den Waisen nicht gerecht zu sein, dann hei- ratet, was euch an Frauen beliebt, zwei, drei oder vier. Wenn ihr aber fürchtet, (sie) nicht gleich zu behandeln, dann nur eine, oder was eure rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt. Das bewirkt es eher, daß ihr euch vor Ungerechtigkeit bewahrt. " ... 4,3 Sure

 

  • Strafe für Unzucht

... " Gegen diejenigen von euren Frauen, die Schändliches begehen, müsst ihr vier von euch zeugen lassen. Wenn sie es bezeugen, dann haltet sie in den Häusern fest, bis der Tod sie abberuft oder Gott ihnen einen Ausweg ver. scharrt. " ... 4.15 Sure
... " Und wenn zwei von euch es begehen, dann fügt ihnen beiden Leid zu. Wenn sie bereuen und Besserung zeigen, dann lasst von ihnen ab. Gott schenkt Zuwendung und ist barmherzig. " ... 4.16 Sure

 

  • Verbot, Frauen gegen ihren Willen zu erben

... " O ihr. die ihr glaubt. es ist euch nicht erlaubt. die Frauen wider ihren Willen zu erben. Und setzt ihnen nicht zu, um etwas von dem zu nehmen. was ihr ihnen zukommen ließet. es sei denn, sie begehen eine eindeutige schändliche Tat. Und geht mit ihnen in rechtlicher Weise um. Wenn sie euch zuwider sind, so ist euch vielleicht etwas zuwider, während Gott viel Gutes in es hineinlegt. " ... 4.19 Sure

 

  • Verbot, Frauen des Vaters und nahe Verwandte zu heiraten

..." Und heiratet nicht solche Frauen, die (vorher) eure Väter geheiratet haben, abgesehen von dem, was bereits geschehen ist. Das ist etwas Schändliches und Abscheuliches und ein übler Weg. " ... 4,22 Sure

... " Verboten ist auch, zu heiraten eure Mutter, eure Tochter, eure Schwestern, eure Tanten väterlicherseits und eure Tanten mütterlicherseits, die Tochter des Bruders und die Tochter der Schwester, eure Mutter, die euch gestillt haben, und eure Milchschwestern, die Mutter eurer Frauen, eure Stieftochter, die sich in eurem Schutz befinden und von euren Frauen stammen, zu denen ihr eingegangen seid - wenn ihr zu ihnen noch nicht eingegangen seid, dann ist es für euch kein Vergehen -, und die Ehefrauen eurer Sohne, die aus euren Lenden stammen. (Verboten ist) auch, daß ihr zwei Schwestern zur Frau zusammen habt, abgesehen von dem, was bereits geschehen ist. Gott ist voller Vergebung und barmherzig. " ... 4,23 Sure

 

  • Genußehe - Prostitution

... " Und (verboten ist, zu heiraten) 5 die unter Schutz Gestellten unter den Frauen, ausgenommen das, was eure rechte Hand (an Sklavinnen) besitzt. Das ist die Vorschrift Gottes für euch. Erlaubt ist euch, was jenseits dieser (Gruppe) liegt, daJ5 ihr euch mit eurem Vermögen (Frauen) sucht in der Absicht, (sie) unter Schutz zu stellen und nicht Unzucht zu treiben. Denen unter ihnen, die ihr genossen habt, sollt ihr - das ist eine Rechtspflicht - ihren Lohn geben". Es besteht für euch kein Vergehen, wenn ihr, nachdem die Rechtspflicht festgesetzt ist, darüber hinaus etwas in gegenseitigem Einvernehmen vereinbart. Gott weiß Bescheid und ist weise." ... 4.24* Sure

(* Diese Stelle wird van einigen Richtungen zur Rechtfertigung der sogenannten Mut'a-Ehe (Genußehe), einer Art Ehe auf Zeit, heran- gezogen. Nach: Khoury, Der Koran)
Vorrang des Mannes vor Frau - Gewalt gegen Frauen - Schlagt die Widerspenstigen

... " Die Männer haben Vollmacht und Verantwortung gegenüber den Frauen, weil Gott die einen vor den anderen bevorzugt hat und weil sie von ihrem Vermögen (für die Frauen) ausgeben. Die rechtschaffenen Frauen sind demütig ergeben und bewahren das, was geheimgehalten werden soll, da Gott es geheimhält. Ermahnt diejenigen, von denen ihr Widerspenstigkeit befürchtet, und entfernt euch von ihnen in den Schlafgemächern und schlagt sie ,. Wenn sie euch gehorchen, dann wendet nichts Weiteres gegen sie an. Gott ist erhaben und groß. " ... 4,34 Sure

 

  • Geißelung bei Unzucht

... " Wenn eine Frau und ein Mann Unzucht begehen, dann geißelt jeden von ihnen mit hundert Hieben. Habt kein Mitleid mit ihnen angesichts (der Rechtsbestimmungen) der Religion Gottes, so ihr an Gott und den Jüngsten Tag glaubt. Und bei der Vollstreckung der Pein an ihnen soll eine Gruppe von den Gläubigen zugegen sein. 3 Der Mann, der Unzucht begangen hat, darf nur eine Frau, die Unzucht begangen hat, oder eine Polytheistin heiraten. Die Frau, die Unzucht begangen hat, darf nur ein Mann, der Unzucht begangen hat, oder ein Polytheist heiraten. Den Gläubigen ist dies verboten. " ... 24.2

... " Diejenigen, die den unter Schutz gestellten Frauen Untreue vorwerfen und hierauf nicht vier Zeugen beibringen, die sollt ihr mit achtzig Hieben geißeln. Nehmt von ihnen nie mehr eine Zeugenaussage an - das sind die (wahren) Frevler. "... 24.4 Sure

 

  • Hat ein Mann keine Zeugen bei Untreue, reicht es aus, vier mal bei Gott den Tatbestand zu schwören

 ... " Im Falle derer, die ihren Gattinnen Untreue vorwerfen, aber keine Zeugen haben außer sich selbst, besteht die Zeugenaussage eines solchen Mannes darin, daß er viermal bei Gott bezeugt, er gehöre zu denen, die die Wahrheit sagen, 7 und zum fünften Mal (bezeugt), der Zorn Gottes komme über ihn, wenn er ein Lügner sein sollte. " ... 24.6-7 Sure

 

  • Der Schleier soll den Kleiderausschnitt bedecken

... " Und sprich zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham bewahren, ihren Schmuck nicht offen zeigen, mit Ausnahme dessen, was sonst sichtbar ist. Sie sollen ihren Schleier auf den Kleiderausschnitt schlagen und ihren Schmuck nicht offen zeigen, es sei denn ihren Ehegatten, ihren Vätern, den Vätern ihrer Ehegatten, ihren Söhnen, den Söhnen ihrer Ehegatten, ihren Brüdern, den Söhnen ihrer Brüder und den Söhnen ihrer Schwestern, ihren Frauen, denen, die ihre rechte Hand besitzt, den männlichen Gefolgsleuten, die keinen Trieb mehr haben, den Kindern, die die Blöße der Frauen nicht beachten. Sie sollen ihre Füße nicht aneinanderschlagen, damit man gewahr wird, was für einen Schmuck sie verborgen tragen. Bekehrt euch allesamt zu Gott, ihr Gläubigen, auf daß es euch wohl ergehe. " ... 24.31 Sure

 

  • Wer nicht heiratet soll keusch bleiben

... " Diejenigen, die keine Möglichkeit zum Heiraten finden, sollen keusch bleiben, bis Gott sie durch seine Huld reich macht. " ... 24.33 Sure

 

  • Frauen sollen Überwurf herunterziehen

... " O Prophet, sag deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen etwas von ihrem Überwurf über sich herunterziehen. Das bewirkt eher, daß sie erkannt werden und daß sie nicht belästigt werden. Und Gott ist voller Vergebung und barmherzig. " ... 33,59 Sure

 

  • erlaubte Tötung bei Ehebruch, Mord, Glaubensabfall

... " Das Blut eines Muslims darf nur in drei Fallen legitimerweise vergossen werden: wenn es um einen älteren Ehebrecher geht, als Strafe für einen Mord und bei demjenigen, der von seiner Religion abfällt und seine Gemeinschaft verlässt. " ... Hadith (Bukhari; Muslim Khoury, Der Koran, S. 549)

 

  • Steinigung von Frauen bei Unzucht

... " Eine Frau kam zum Propheten. Sie war infolge eines Ehebruchs schwanger. Sie sagte: a Gesandter Gottes, ich habe eine gesetzliche Strafe verdient, so verhänge sie über mich.
Der Gesandte Gottes rief ihren Sachwalter zu sich und sagte: Sei gut zu ihr. Und sobald sie ihre Niederkunft gehabt hat, bringe sie zu mir. Er tat so. Da befahl der Prophet, und ihre Kleider wurden um sie festgebunden. Dann befahl er, und sie wurde gesteinigt. Dann hielt er das Gebet für sie. " ... Hadith (Muslim Khoury, Der Koran, S. 550)

 

Diesen Beitrag soll helfen, Unsicherheit und Angst muslimischen Frauen gegenüber abzubauen, indem Verständnis geweckt wird für die Abhängigkeiten, in denen sie leben.

Wenn wir dann denken, dass die Ehre der ganzen Familie von dem Verhalten ihrer Frauen abhängt, können wir vieles besser verstehen.

 

 

 

Literaturhinweis


Bilquis Sheikh. Allah mein Vater. Aussaat-Verlag: Wuppertal, 1996 Suleman Taufiq. Frauen in der Arabischen Welt. dtv: München, 1988
Farideh Akasche-Boehme. Die islamische Frau ist anders. Gütersloher Verlagshaus: Gütersloh, 1997
Christine Pollock. Kulturschock Islam. Reise Know-How. Verlag
Peter Rump, Bielefeld, 1996
Willi Höpfner. Die Frau bei den Kopten und Moslems in Ägypten. Breklumer Verlag: Wiesbaden, 1982
Riffat Hassan. „Are Women and Men Equal before Allah?“. Focus Women 16 (1996), Heft 1
Nadia H. Youssef. „Women’s Status and Fertility in Muslim Countries of the Middle East and Asia,“ prepared for the Symposium on Women’s Status and Fertility around the World, sponsored by the American Psychological Association, August 1974, New Orleans, Louisiana

 

 

 

Frauen unter der Scharia: Strafrecht und Familienrecht im Islam

• EuropeNews 31 März 2017
Frauen unter der Scharia: Strafrecht und Familienrecht im Islam Prof. Dr. Christine Schirrmacher ist promovierte Islamwissenschaftlerin, Professorin für Islamkunde an der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Leuven/Belgien und wissenschaftliche Leiterin des Instituts für Islamfragen der Deutschen Evangelischen Allianz www.islaminstitut.de

Eigentlich könnte man doch annehmen, dass sich die islamische und die westliche Welt durch die Migration einer großen Anzahl von Muslimen, durch die mediale Vernetzung sowie durch die voranschreitende Globalisierung heute viel näher gekommen sind als je zuvor in der Geschichte und daher auch viel Wissen über "den anderen" besitzen. 

Bei Themen allerdings wie der Menschenrechts- oder Frauenfrage wird immer deutlicher, wieviel Verständnislosigkeit und Nichtwissen den Diskurs immer noch prägen und wie wenig die Grundlagen des jeweils anderen Rechts- und Kulturverständnisses bekannt sind.

Konkret bedeutet das im Westen weithin fehlendes Wissen über den Islam, z. B. über das islamische Strafrecht und seine Kategorisierung der Verbrechen oder das geforderte Beweisverfahren. 

Wenig Wissen existiert aber auch über das spezifisch islamische Menschenrechtsverständnis mit seiner Überordnung der Scharia über alle von Menschen geforderten Rechte.

Gering zu nennen ist auch die westliche Kenntnis der rechtlichen Stellung der Frau im Islam, die in viel geringerem Maß durch eine individuelle Lebensgestaltung und in viel größerem Maße von den schariarechtlichen Vorgaben zum Eherecht geprägt ist, als das im Westen vielen vorstellbar erscheint. 

 

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  • Inhalt: 

• Was meint der Begriff "Scharia?" • Quellen der Scharia: Koran, Überlieferung, Theologie • Die Scharia - Utopie oder praktikables Rechtssystem? • Das Zentrum der Scharia: Das Ehe und Familienrecht • Gleichberechtigung oder Gehorsam? • Beispiele für die rechtliche Bevorzugung des Mannes • Das islamische Strafrecht • Grenzvergehen (hadd-Vergehen) • Verbrechen mit Wiedervergeltung (qisas-Vergehen) • Ermessensvergehen (ta'zir-Strafen) • Die Scharia - gerecht und gut? • Zusammenfassung • Fußnoten

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Das Ehe- und Familienrecht gilt als Kern des islamischen Gesetzes, der Scharia. Mit wenigen Ausnahmen ist die Scharia heute in allen islamischen Ländern, aber auch in Teilen von Afrika und Südostasien, eine wesentliche oder sogar die einzige Grundlage des Personenstandsrechts und damit der Rechtsprechung in Zivilprozessen. 

Eine säkulare, von religiösen Normen abgekoppelte Rechtsprechung in Ehe- und Familienangelegenheiten existiert also in der islamischen Welt weithin nicht. Einzig die Türkei schaffte die Scharia im Zuge der Gründung der Türkischen Republik als Gesetzesgrundlage ab und richtete die Ehe- und Familiengesetzgebung 1926 am Schweizerischen Zivilgesetzbuch aus. Das schließt nicht aus, dass vor allem im ländlichen Bereich gewisse Parallelstrukturen bestehen blieben und die nach türkischem Recht prinzipiell verbotene Mehrehe als "Imamehe" de facto bis heute geschlossen wird. 

In den übrigen Teilen der islamischen Welt wird die ungebrochene Gültigkeit der Schariagebote insbesondere in der Ehe- und Familiengesetzgebung weder von maßgeblichen theologischen Autoritäten noch von der Bevölkerung grundsätzlich in Frage gestellt. 

Aufgrund der Tatsache, dass in den islamischen Kernländern keine Aufklärung im europäischen Sinn stattgefunden hat und keine von religiösen oder staatlichen Lehrinstitutionen formulierte Religionskritik existiert, werden im Hinblick auf die Scharia im wesentlichen Auslegungsfragen diskutiert, aber nicht die Gültigkeit dieses nach muslimischer Auffassung ewigen, göttlichen Gesetzes an sich hinterfragt. 

Im Gegenteil, in der Gegenwart, in der in vielen Ländern eine voranschreitende Islamisierung zu beobachten ist, werden bestehende Gesetze wieder vermehrt an der Scharia ausgerichtet.

Zwar haben einzelne Länder in den vergangenen Jahrzehnten Gesetzesmodifikationen vorgenommen und damit eine gewisse Verbesserung der rechtlichen Situation der Frau erreicht. Gleichzeitig werden die mit Rücksicht auf die Schariabestimmungen eingeleiteten Reformen so lange nur sehr begrenzt wirksam bleiben, wie der sakrosankte Charakter der Scharia nicht hinterfragt wird. 

Bei gleichzeitiger Beurteilung der Scharia als einziges System auf Erden, das Mann und Frau Freiheit, Gerechtigkeit und Würde schenkt, orientieren sich auch diejenigen Staaten an den entsprechenden Koran- und Überlieferungstexten sowie deren Auslegung durch maßgebliche Theologen, die Abstriche an ihrer "strengen" Auslegung machen. Obwohl das Ehe- und Familienrecht den Bewegungs- und Entscheidungsspielraum für Frauen z.T. sehr eng definiert, gestaltet sich ihre Situation in den einzelnen Ländern durchaus unterschiedlich. 

Einige Länder haben die Position der Frau vor allem im Scheidungs- und Kindschaftssorgerecht in den letzten Jahren verbessert und das Mindestheiratsalter hinaufgesetzt. Andere Länder - insbesondere auf der Arabischen Halbinsel - verfügen noch über kein kodifiziertes Familiengesetzbuch, sodass für Frauen eine gerichtliche Klage in Ehe- und Familienangelegenheiten fast aussichtslos sein dürfte.

Bei der Begründung für die Beschränkung der Frauenrechte in islamischen Ländern geht es jedoch nicht nur um das Thema Religion. Auch tief verwurzelte kulturelle Traditionen, eng verflochten mit religiösen Werten, machen es Frauen schwer, unter verschiedenen Lebensperspektiven für ihren beruflichen wie privaten Alltag frei zu wählen. So macht nicht selten dort, wo der Islam theoretisch Freiräume gewährt, die gesellschaftliche Realität deren Einforderung unmöglich: 

Zwar empfiehlt die islamische Überlieferung Männern wie Frauen den Erwerb von Wissen und Bildung, aber die allgemein anerkannten nahöstlichen Vorstellungen von ehrbarem Verhalten für Frauen verwehren in der Praxis den höheren Schul- oder Universitätsbesuch, sofern z. B. mit dem Unterricht lange Wege oder der intensive Kontakt zu nichtverwandten männlichen Lehrern, Dozenten oder Mitstudenten verbunden ist, der als unehrenhaft beurteilt wird. Das kulturell-religiös begründete Prinzip der Geschlechtersegregation und die unbedingte Notwendigkeit zur Wahrung des guten Rufes für die junge Frau wiegen nach Auffassung vieler Familien weitaus schwerer als der Nutzen des Bildungserwerbs. 

Zudem wird das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen in aller Regel Familien- und Gesellschaftsinteressen nachgeordnet. Dennoch haben sich die Bildungs- und Berufschancen für Frauen in islamischen Ländern in den letzten Jahrzehnten verbessert, allerdings vor allem im städtischen Bereich.

Während nach westlicher Auffassung die Unterdrückung der Frau im Islam vor allen Dingen an Äußerlichkeiten wie dem Kopftuch festgemacht wird, finden die wirklichen Benachteiligungen an ganz anderer Stelle statt: Während das Kopftuch nach überwiegender Meinung weder einen Universitätsbesuch noch eine Berufstätigkeit verbietet und gerade junge Musliminnen mit Kopftuch nicht selten sehr gebildete und selbstbewusste Advokatinnen ihres Glaubens sind, finden die eigentlichen Benachteiligungen muslimischer Frauen im rechtlichen Bereich statt. 

Zwar haben in den letzten Jahrzehnten etliche islamische Länder gesetzliche Veränderungen im Familienrecht vorgenommen, die eine Besserstellung der Frau bewirken. So geht die Tendenz vielerorts zu einer Heraufsetzung des Mindestheiratsalters (anstelle der früher weitverbreiteten Verheiratung der Tochter mit Eintritt der Pubertät) sowie zu der vermehrten staatlichen Registrierung der Eheschließung (anstelle des herkömmlichen, nicht öffentlichen Vertragsschlusses zwischen zwei Familien). 

Die Tendenz geht auch zu einer Beschränkung der Polygamie durch die Erfordernis einer richterlichen Genehmigung einer Zweitehe (anstelle der zuvor dem Einzelnen überlassenen zweiten oder dritten Eheschließung) und zur Auflage eines Versöhnungsversuches vor der Gewährung der gerichtlichen Scheidung (anstelle des traditionellen Scheidungsverfahrens, des formlosen dreimaligen Aussprechens der Scheidungsformel "Ich verstoße dich" durch den Ehemann).

Auch die Erweiterung der gerichtlich anerkannten Scheidungsgründe bei Klageerhebung durch die Frau (anstelle der nach traditioneller Auffassung für die Frau kaum möglichen Scheidung) ist in vielen Ländern auszumachen sowie eine prinzipielle Verbesserung der Kindschaftssorgeregelung, die die Mutter nach einer Scheidung nicht mehr grundsätzlich von der Erziehung und dem Kontakt zu ihren Kindern ausschließt (anstelle der alleinigen Wahrnehmung der Erziehung durch den Vater ab dem Alter von sieben Jahren für Jungen bzw. neun Jahren für Mädchen). 

In anderen islamischen Staaten ist aber auch eine umgekehrte Entwicklung zu beobachten: In der Rückbesinnung auf den Islam und seine Rechtsprinzipien wird eine "Reinigung" der Gesetzgebung von europäischen Rechtselementen aus der Kolonialvergangenheit sowie die vermeintlich "vollständige Einführung der Scharia" proklamiert. In den letzten Jahren sind in Ländern wie Nigeria, dem Iran oder dem Sudan Schauprozesse - insbesondere wegen Ehebruchs - als öffentliche Demonstration der Wiedereinführung der Scharia geführt worden. 

Selbstverständlich spielen hier nicht nur religiöse, sondern auch vielschichtige gesellschaftliche wie politische Gründe eine Rolle. Nicht immer ging es offensichtlich darum, einen schariakonformen Prozess zu führen - der z. B. den männlichen Teil hätte ebenso schuldig sprechen müssen wie den weiblichen - sondern eher darum, an einer Angehörigen einer rechtlosen Minderheit oder unterprivilegierten Schicht vor der Weltöffentlichkeit ein Exempel zu statuieren.

 

  • Was meint der Begriff "Scharia?"

Die islamische Theologie betrachtet die Scharia als vollkommene Ordnung göttlicher Autorität, die jeder Gesellschaft Frieden bringt, von Gott selbst geschaffen und deshalb nicht veränderbar. Kritik der Scharia bedeutet, menschliche Erwägungen über Gottes Gesetz zu stellen, das doch - als Endziel der islamischen Da'wah (der Einladung zum Islam) - über alle Menschen der Erde aufgerichtet werden soll. 

Die Scharia steht für das Gesetz Gottes, so wie es im Koran und der islamischen Überlieferung niedergelegt und von maßgeblichen Theologen interpretiert wird. Die Scharia regelt gleichermaßen die "vertikalen" wie "horizontalen" Beziehungen jedes Menschen: sie gibt Anweisungen für das Verhalten in Familie und Gesellschaft (dazu gehört das Ehe- wie das Strafrecht), aber sie reglementiert auch die Gottesverehrung (vor allem die Praktizierung der "Fünf Säulen" Bekenntnis, Gebet, Fasten, Almosen und Wallfahrt).

Der Ablauf des täglichen rituellen Gebets ist also ebensowenig in das Belieben des Einzelnen gestellt wie die Klauseln eines Ehevertrags. Aufgrund der Durchdringung aller Lebensbereiche mit den Geboten der Scharia gibt es aus muslimischer Sicht keinen "säkularen", von der Religion abgetrennten Bereich, sondern nur eine Vielzahl detaillierter Empfehlungen und Vorschriften zum Leben im Diesseits zur Vorbereitung auf das Paradies im Jenseits. 

Trotz dieses Generalanspruchs der Scharia, alle Lebensbereiche eines Menschen regeln zu wollen, handelt es sich dabei nicht um ein kodifiziertes Gesetzbuch, das etwa mit dem "Bürgerlichen Gesetzbuch" vergleichbar wäre. Die Scharia ist gleichermaßen konkret wie interpretierbar, ebenso erstarrt wie flexibel. Konkret in dem Sinne, dass insbesondere gesetzliche Regelungen zum Ehe- und Familienrecht schon im Koran und der Überlieferung recht eindeutig definiert und von maßgeblichen Theologen und Juristen der Frühzeit des Islam wegweisend ausgelegt wurden. 

Interpretierbar bleibt die Scharia jedoch gleichzeitig dadurch, dass sie nur durch Auslegung und Anwendung konkret umzusetzen ist und daher Spielraum für eine gewisse Bandbreite an Auffassungen bietet, solange diese mit der Scharia selbst begründet werden. Die Scharia ist zu keiner Zeit und an keinem Ort je vollständig zur Anwendung gekommen. Sie ist also immer ein idealtypisches Gesetz geblieben, ja, es stellt sich die Frage, ob sie in einer Gesellschaft - und umso mehr gilt dies für das 21. Jahrhundert - überhaupt in ihrer Gesamtheit umsetzbar wäre. Das wird schon anhand der offensichtlichen Schwierigkeiten deutlich, die Scharia zu kodifizieren.

 

  • Quellen der Scharia: Koran, Überlieferung, Theologie

Die Bestimmungen der Scharia basieren auf drei Quellen: dem Koran, der Überlieferung sowie deren normativer Auslegung durch frühislamische Juristen und Theologen, die in Einzelfragen differieren und in die Bildung von vier sunnitischen und mindestens einer schiitischen "Rechtsschule" mündeten. 

Während der Koran, die erste Quelle der Scharia, zu einigen Teilbereichen wie dem Vermögens- oder Kapitalrecht nur vergleichsweise dürftige Angaben macht, nimmt er zu anderen Themen - insbesondere zum Ehe- und Familienrecht - weitaus häufiger und konkreter Stellung - davon unberührt bleibt die Spannbreite an Interpretationen.

Außer dem Koran behandelt die Überlieferung, der "hadith" (arab. Überlieferung, Tradition, Bericht), die zweite Quelle der Scharia, Berichte über Muhammad und seine Prophetengefährten - neben Detailanweisungen zur Religionsausübung auch eine Reihe von Rechtsfragen. Während muslimische Gläubige im nichtrechtlichen Bereich der Überlieferung lediglich aufgefordert sind, Muhammads "Gewohnheit" (arab. "sunna") soweit wie möglich nachzuahmen, ist die Befolgung der rechtlichen Bestimmungen der Überlieferung unbedingte Pflicht. 

Wenn also die Überlieferung berichtet, Muhammad habe einen Bart getragen, dann gilt es als "sunna" (nachzuahmende Gewohnheit) für männliche Muslime, ebenfalls einen Bart zu tragen, um Muhammads Vorbild nachzueifern, denn man zeigt damit seine "Liebe zum Propheten"1. 

Wer es aber nicht tut, macht sich keiner Straftat und keiner Sünde schuldig. Anders jedoch bei Rechtsfragen: Wo die Überlieferung Detailanweisungen zum Ehe- und Familiengesetz gibt (dass der Rechtsvertreter gemeinsamer Kinder z. B. immer der Vater sein muss oder Ehebrecher gesteinigt werden sollen), sind diese verbindlicher Natur. Weil die Überlieferung berichtet, dass Muhammad Abtrünnige vom Islam zum Tod verurteilte (der Koran selbst enthält keinen derartigen Bericht), ist die Forderung der Scharia nach der Todesstrafe für Abgefallene unter Theologen weitestgehend unstrittig wobei in der Praxis Apostasiefälle allerdings nur selten vor Gericht kommen. 

Wer den gesetzlichen Regelungen der Überlieferung nicht Folge leistet, begeht sowohl eine Sünde als auch eine Straftat (z. B. indem er zwei Schwestern heiratet und damit eine nach der Scharia verbotene Eheschließung vollzieht). Wenn also der Koran nach überwiegender Auffassung die Polygamie ebenso gestattet (Sure 4,3) wie die Züchtigung der Ehefrau (4,34), dann gelten diese Aussagen als göttliche Anweisungen von ewiger Gültigkeit, die nach Auffassung einer zunehmenden Anzahl von Muslimen ihren Niederschlag in der heutigen Gesetzgebung muslimischer Länder finden sollten. 

Auch, da der Koran festlegt, dass erst die gleichlautenden Zeugenaussagen zweier Frauen die Aussage eines Mannes aufwiegt (Sure 2,282), wurde dieses Prinzip in den Gesetzeskodifikationen einiger islamischer Länder festgehalten und vor Gericht in die Praxis umgesetzt. (Bei Strafrechtsprozessen sollten Frauen nach überwiegender Meinung muslimischer Juristen überhaupt nicht aussagen dürfen, da Frauen für Entscheidungen, die u. U. über Leben und Tod des Angeklagten entscheiden, generell ungeeignet seien.)

Koran und Überlieferung werden in ihren knappen Anweisungen jedoch erst durch die Auslegungen muslimischer Theologen anwendbar. Dieser Auslegung ist jedoch nicht Tür und Tor geöffnet. In erster Linie gelten hier die Abhandlungen maßgeblicher Theologen und Juristen aus frühislamischer Zeit als wegweisend bis in die Moderne. 

Durch die rasch voranschreitenden, weitläufigen Eroberungen der ersten Jahrzehnte nach Muhammads Tod entstand schon sehr bald die Notwendigkeit, in den neueroberten islamischen Gebieten ein Rechtssystem zu etablieren und viele konkrete Fragen des Ehe- und Familienrechts anhand der Vorgaben des Korans und der Überlieferung zu lösen. 

Aus Gelehrtenzirkeln der ersten Jahrzehnte entstanden "Rechtsschulen"2 (Auslegungstraditionen), von denen sich im sunnitischen Islam bis zum 10. Jahrhundert n. Chr. vier Schulen (Hanafiten, Hanbaliten, Schafiiten, Malikiten) dauerhaft durchsetzen konnten. Die Auffassungen dieser vier Rechtsschulen unterscheiden sich in manchen Rechtsfragen, ganz abgesehen von den Unterschieden, die sich in der Beurteilung rechtlicher Fragen zwischen sunnitischen und schiitischen Gelehrten3 ergeben. 

Da die Interpretation der rechtlichen Anweisungen aus Koran und Scharia und ihre Umsetzung in konkrete gesetzliche Bestimmungen z. T. erheblich differieren, existiert keine einheitliche, in Rechtstexte gegossene "Scharia". Es existiert ein gewisser Grundkorpus an Gesetzen, die aus den Texten des Korans und der Überlieferung abgeleitet werden, sowie eine Reihe unterschiedlicher Auslegungen mehrerer Rechtsschulen und die daraus in den einzelnen Ländern gezogenen, sehr unterschiedlichen Schlussfolgerungen für die konkrete Gesetzgebung vor Ort.

Trotz der fehlenden Kodifikation der Scharia und einer gewissen Bandbreite an Auslegungen ist die Scharia jedoch auf der anderen Seite keine verschwommene Größe, ein nicht fassbarer Korpus unklarer Vorschriften, in den man alles hinein interpretieren könnte. Gerade im Ehe-, Familien- und auch im Strafrecht enthalten Koran und Überlieferung vergleichsweise eindeutig formulierte Anweisungen, die die Auslegungsmöglichkeiten eingrenzen. 

Die Theologie der islamischen Frühzeit hat diese Ausführungen in umfangreichen Kommentaren systematisiert, sodass die traditionelle Theologie in wesentlichen Rechtsfragen diesen Auslegungen als richtungsweisende Vorgaben folgen kann. 

Dadurch, dass die Scharia nie in konkrete Gesetze gegossen wurde und sich ihre Einzelausführungen zu vielen Fragen nur in den Werken frühislamischer Juristen finden, ist die Scharia als solche für den Laien nicht zugänglich. Er benötigt den arabischkundigen Spezialisten (den Juristen, Richter oder Mufti, den "Rechtsgutachtenerteiler"), der ihm zu einer konkreten Sachfrage die Auffassung der Scharia nach den Normen seiner Rechtsschule übermitteln kann. 

 

  • Die Scharia - Utopie oder praktikables Rechtssystem?

Im Mittelpunkt der Scharia steht das Ehe- und Familienrecht. Zu diesem Bereich finden sich im Koran und in der Überlieferung die meisten und detailliertesten Aussagen - dies sicher ein Spiegel konkreter Rechtsfälle, die an Muhammad und nach seinem Tod an seine Nachfolger herangetragen wurden. Aus diesem Grund ist der Einfluss normativer religiöser Texte auf das gesellschaftliche Leben und damit auf den Bereich der Ehe und Familie groß. 

Bis ins 19. Jahrhundert kannten die islamischen Länder keine Gesetzeskodifikationen. Das osmanische Familiengesetzbuch vom 25.10.1917 war das erste auf der Scharia gründende Gesetzbuch zum Familienrecht der islamischen Welt4. Die meisten anderen islamischen Länder schufen erst im Laufe des 20. Jahrhunderts Gesetzeskodifikationen5.

Die Scharia, so wie sie heute aufgefasst wird, wurzelt in der Regelung einiger Rechtsfragen einer arabischen Stammesgesellschaft des 7. und 8. Jahrhunderts, die durch Theologen und Juristen bis zum 10. Jahrhundert normativ ausgelegt wurden und in der Etablierung von Rechtsschulen mündeten. 

Eine Fortentwicklung des islamischen Rechts durch selbständige Rechtsfindung (arab. ijtihad) ist zwar häufig gefordert worden, jedoch nie allgemeingültig und anerkannt durchgesetzt worden; in gewissem Rahmen jedoch zu allen Zeiten unter Vorgabe der Auslegung des unantastbaren göttlichen Rechts vollzogen worden.

Daher ist dort, wo heute einzelne Staaten - wie Sudan (1983), Iran (1979/1982-3), Pakistan (1979) oder Teile Nigerias (ab 2000), Jemen und Libyen (jeweils 1994) - eine "Rückkehr zur Scharia" verkündeten, vor allem eine verschärfte Ausrichtung am koranischen Ehe- und Familienrecht gemeint. Eine "Reinform" der Scharia existiert nirgends. 

In den meisten islamischen Ländern kommt daher heute ein Konglomerat zur Anwendung aus koranischen Geboten, Elementen der islamischen Überlieferung, dem arabischen Gewohnheitsrecht (das zu Teilen im Koran aufgegriffen wird), vorislamischen persischen, römischen oder sassanidischen Rechtselementen6, sowie Elementen europäischer Rechtskodifikationen, die insbesondere während der Kolonialzeit in die islamische Welt Eingang fanden. Es besteht also kein Zweifel daran, dass zur Frühzeit des Islam keine lückenlose, alle Rechtsbereiche umfassende "Scharia" existierte. 

Die Scharia entwickelte sich in ihren Anfängen aus der konkreten Notwendigkeit gesetzlicher Regelungen zu Lebzeiten Muhammads, der in seinen letzten Lebensjahren in Medina 622-632 n. Chr. nicht nur religiöser Führer seiner Gemeinde war, sondern auch Militärführer und Richter. Fortgeführt wurde dieses rudimentäre Rechtssystem in der islamischen Überlieferung und in den normativen Auslegungen islamischer Juristen erläutert und angewandt.

 

  • Das Zentrum der Scharia: Das Ehe und Familienrecht

Zwar ist in der Theorie der Korpus an Schariabestimmungen zum Thema Ehe und Familie für alle islamischen Länder relativ einheitlich - abzüglich differierender Auffassungen der einzelnen Rechtsschulen - in der Praxis werden diese Schariabestimmungen jedoch von Land zu Land sehr unterschiedlich gehandhabt und haben daher auf die rechtlich-gesellschaftliche Situation muslimischer Frauen sehr unterschiedliche Auswirkungen. 

Dazu kommen die vor Ort gelebten kulturellen Normen, die teilweise im Islam wurzeln, teilweise als vorislamische kulturelle Werte vom Islam aufgegriffen wurden und nun untrennbar mit ihm verwoben sind. Auch der Grad der Frömmigkeit einzelner Familien ist von großer Bedeutung, sowie die Frage, ob eine Frau und ihre Angehörigen im ländlichen oder städtischen Bereich leben. 

Ein städtisches, günstigstenfalls wohlhabendes, Bildung und Fortschritt gegenüber aufgeschlossenes Familienumfeld bietet einer Frau ganz andere Entfaltungs- und Bewegungsmöglichkeiten als ein ländliches, traditionelles, ökonomisch wenig entwickeltes Umfeld, das einer Frau häufig keine Wahlmög-lichkeiten in Bezug auf ihre Heirat oder Berufstätigkeit lässt. 

 

  • Gleichberechtigung oder Gehorsam?

Über der muslimischen Apologetik zum Rollenverständnis von Mann und Frau steht die Prämisse, dass nur die Scharia Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern und der Frau wahre Würde und Ehre verleihen kann. Die Gleichberechtigung der Frau gehe - so die muslimische Apologetik - aus dem koranischen Schöpfungsbericht ebenso hervor (Sure 39,6; 49,13) wie aus der Verpflichtung von Mann und Frau zur Erfüllung der Gebote des Islam (vor allem der "Fünf Säulen"), in der die Frau dem Mann in nichts nachstehe. 

Ja, Männer und Frauen seien "aus einem einzigen Wesen" erschaffen worden (4,1), einander zu "Beschützern" oder "Freunden" (9,72), und beiden werde gleichermaßen das Paradies verheißen, wenn sie "Gott demütig ergeben" seien (Sure 33,35) und "glauben und das Rechte tun" (Sure 16,97). Die vorislamische Praxis, neugeborene Mädchen lebendig zu begraben, verurteilt der Koran (17,31). Muhammad habe, so die muslimische Apologetik, die Lage der Frau verbessert und ihr wahre Würde und Ansehen verliehen.

Ungeachtet des Schöpfungsberichtes, der Mann und Frau zunächst unbestritten auf eine Stufe stellt, begründet der Koran an anderer Stelle - und umso mehr die islamische Überlieferung - eine eindeutige Überordnung des Mannes über die Frau und ihre rechtliche Benachteiligung. 

Als Koranvers von großer rechtlicher wie gesellschaftlicher Tragweite ist hier z. B. Sure 4,34 zu nennen: "Die Männer stehen über den Frauen, weil Gott sie vor diesen ausgezeichnet hat und wegen der Ausgaben, die sie von ihrem Vermögen gemacht haben. Und die rechtschaffenen Frauen sind demütig ergeben (oder: gehorsam)...". Und ähnlich Sure 2,228: "Die Männer stehen eine Stufe über ihnen." Muslimische Theologen kommentieren diese Verse in aller Regel traditionell: "Männer und Frauen haben als Menschen nicht denselben Wert"7.

Der berühmte Koranausleger Ibn Kathir erläutert Sure 4,34 mit den Worten: "Männer sind Frauen überlegen, und ein Mann ist besser als eine Frau."8 Insbesondere aus Sure 4,34 werden zwei Grundkomponenten des islamischen Eherechts abgeleitet, die als Garanten von Gerechtigkeit und Stabilität im Familienleben betrachtet werden: Die Überordnung des Mannes über die Frau, begründet damit, dass Gott den Mann über die Frau gestellt hat (Sure 2,228), sowie damit, dass der Mann "Ausgaben" für die Frau hat (4,34). 

Diese "Ausgaben" beziehen sich nach weitgehend übereinstimmender Auffassung auf die Pflicht des Mannes zum Unterhalt seiner Frau, während sie ihm "demütig ergeben" oder "gehorsam" zu sein hat (4,34). Dieser Gehorsam wird in erster Linie auf den Bereich der Sexualität bezogen, denn der Mann erwirbt mit Abschluss des Ehevertrages und Aufnahme der Unterhaltszahlungen das Recht auf den Körper seiner Frau (vgl. Sure 2,223; 2,187)

Unter Bezug auf Sure 4,34 subsumiert z. B. T. Akinola Aguda die gängige Ansicht muslimischer Theologen: "Nach diesem Vers soll eine Ehefrau ihrem Mann immer zur Verfügung stehen, wenn er es wünscht."9 Die beiden Säulen des islamischen Eherechts lauten also "Unterhalt" und "(sexueller) Gehorsam". 

Mit der Eheschließung erwirbt die Ehefrau nach einhelliger Auffassung der muslimischen Theologie das Recht auf Unterhalt, das sich auf den täglichen Lebensunterhalt (Nahrung, Kleidung, eine angemessene Wohnung) bezieht, nach Meinung der malikitischen Rechtsschule auch auf die medizinische Versorgung der Ehefrau im Krankheitsfall. 

Wenn also der Ehemann seine Unterhaltspflicht versäumt, erhält seine Frau sozusagen als Folge das Recht zum Ungehorsam: Ist sie ungehorsam (indem sie z. B. gegen seinen Willen das Haus verlässt und berufstätig ist), kann der Ehemann seine Unterhaltszahlungen einstellen. Diese Grundlage des islamischen Eherechts von Überordnung und Unterordnung zieht eine Reihe von Folgerungen nach sich, die sich auf das gesamte islamische Ehe-, Scheidungs- und Kindschaftssorgerecht auswirken. 

 

  • Beispiele für die rechtliche Bevorzugung des Mannes

1. Die Überlegenheit des Mannes, die auch die Überlieferung wieder und wiederherausstellt, wird in einigen Koranversen zum Zeugenrecht näher ausgeführt. Nach Sure 2,282 kann die Zeugenaussage eines Mannes nur von zwei Frauen aufgewogen werden, denn "eine Frau allein kann sich irren" (2,282). Viele muslimische Theologen bescheinigen Frauen von ihrer ‚natürlichen Anlage her' emotional eine größere Labilität, Irrationalität und beschränkte Einsicht in intellektuelle Angelegenheiten.

"Frauen stehen unter der Herrschaft ihrer Gefühle, wohingegen Männer ihrem Verstand folgen"10. Eine Unterdrückung der Frau sei dies nicht - so die muslimische Apologetik; der Islam fordere lediglich nicht mehr von der Frau als sie aufgrund ihrer biologischen Gegebenheiten zu leisten imstande sei. "Die geistige Überlegenheit des Mannes über die Frau ... ist einfach von der Natur so vorgegeben."11

2. Unter den Ungleichheiten des Eherechts ist auch der bekannte "Züchtigungsvers" des Korans zu benennen, der dem Ehemann ein Erziehungsrecht an seiner Frau zugesteht: "Und wenn ihr fürchtet, dass (irgendwelche) Frauen sich auflehnen, dann vermahnt sie, meidet sie im Ehebett und schlagt sie!" (Sure 4,34). Zwar ruft die Überlieferung Männer gleichzeitig dazu auf, ihre Frauen gut zu behandeln und zahlreiche Theologen betonen, dass eine Frau niemals heftig oder ins Gesicht geschlagen werden dürfe, zumindest nicht so, dass sie eine Verletzung davontrüge. Die islamische Apologetik betont, Schläge seien nur ein letztes Erziehungsmittel, wenn auf andere Weise kein ‚Frieden' in eine Familie zu bringen sei. 

Da der Mann rationaler sei und das Oberhaupt der Familie, obliege es ihm, die Ordnung zu wahren und Rebellion und Unfrieden - notfalls mit Druckmitteln - zu beenden. Von Muhammad ist überliefert: "Der Prophet sagte: Schlagt nicht die Mägde Gottes. Da kam Umar [der zweite Kalif, regierte 634-644 n. Chr.] und sagte: ‚O Gesandter Gottes, die Frauen rebellieren gegen ihre Gatten'. So erlaubte er, sie zu schlagen."12 

3. Auch das auf Koran und Überlieferung gründende Scheidungsrecht gesteht dem Mann größere Rechte zu: Die traditionelle Verstoßungsformel "Ich verstoße Dich" reicht heute in vielen Ländern nicht mehr aus, dennoch ist die Scheidung für den Mann bis heute erheblich einfacher als für die Frau, die ihrerseits für eine Scheidung immer einen Gerichtsprozess anstrengen und stichhaltige Gründe vorbringen sowie Beweise für ein Fehlverhalten des Mannes vorlegen muss, um eine Scheidung erwirken zu können. Gleichzeitig wird eine Scheidung sie jedoch häufig sozial stigmatisieren und wirtschaftlich in verzweifelter Lage zurücklassen. Auch die "widerrufliche" Scheidung ist dem Mann allein erlaubt, indem er die Scheidungsformel nur einmal ausspricht und seine Frau wochen- und monatelang in einem Schwebezustand zwischen Scheidung und Ehe hält. 

Die Entscheidung, ob der Ehemann spätestens vor Ablauf des vollendeten dritten Monats die Scheidung zurücknimmt und die Ehe fortsetzt oder den letzten Tag der Zurücknahmemöglichkeit einfach verstreichen lässt und die Frau als verstoßen gilt, liegt allein bei ihm, und niemand kann ihn dafür zur Rechenschaft ziehen. In den letzten Jahrzehnten haben allerdings etliche Länder die Scheidung für den Mann erschwert, z. B. indem das Gericht der tatsächlichen Scheidung ein oder zwei Versöhnungsversuche vorschaltet und einen Vermittler beruft.

4. Die rechtliche Bevorzugung des Mannes im islamischen Eherecht wird auch im Kindschaftssorgerecht deutlich, da nach traditioneller Auffassung nach einer Scheidung die gemeinsamen Kinder eines Paares immer dem Mann gehören, in dessen Familie sie nach dem Ende der Kleinkinderzeit aufwachsen. Sieht das klassische islamische Recht eine vorübergehende Personensorge für Jungen bis sieben, für Mädchen bis neun Jahre durch die Mutter vor, haben heute viele islamische Länder diese Fristen angehoben und erlauben der Mutter die Fürsorge bis zum Alter von 15 Jahren für Jungen und bis 18 für Mädchen, nicht selten auch bis zur Eheschließung. 

Allerdings werden in einer Gesellschaft, die Männern so eindeutig den rechtlichen Vorrang einräumt, nicht selten Mittel und Wege gefunden, Müttern dieses Recht zu entziehen. 

5. Wird im traditionellen Rahmen geheiratet, wie es für die Mehrzahl der Eheschließungen noch heute üblich ist, wird auch heute die Mehrzahl der Frauen von ihrem Vormund "verheiratet", häufig, indem sie selbst kein Mitspracherecht bei der Wahl des Ehepartners hat. Traditionell gilt eine Eheschließung für Mädchen ab etwa 9 Jahren für möglich - gemäß des Vorbildes Muhammads, der seine Lieblingsfrau Aisha mit rund 9 Jahren zur Frau genommen haben soll - heute haben jedoch etliche Länder zumindest gesetzlich das Mindestheiratsalter für Mädchen wie Jungen auf meist 16 bzw. 18 Jahre heraufgesetzt. 

Im städtischen Bereich leidet die Großfamilie unter Auflösungserscheinungen, die soziale Kontrolle wird weniger eng und "Liebesheiraten" häufiger. Dennoch: nur eine Minderzahl muslimischer Frauen sind in der Lage, eine eigene Wahl hinsichtlich ihrer allgemeinen Lebensperspektive wie auch im Blick auf den Ehemann zu treffen, die Mehrzahl wird von ihrer Familie verheiratet, indem ihre Eltern für sie verhandeln und entscheiden. 

Die Frau unterzeichnet in aller Regel nicht selbst ihren Ehevertrag, ja ist selbst nicht unbedingt anwesend - d.h. ist im rechtlichen Sinn nicht für sich selbst handlungsberechtigt - sondern wird von ihrem Vater oder einem anderen männlichen Familienmitglied vertreten. Der Ehevertrag - und darin besonders die Höhe der Brautgabe - wird in aller Regel nicht von ihr selbst ausgehandelt , sondern von ihrer Familie.

6. Eine Benachteiligung der Frau ist aus nichtmuslimischer Sicht selbstverständlich auch die Polygamie, die dem Mann - ausgenommen in Tunesien und der Türkei - prinzipiell immer die Möglichkeit zu einer Zweitehe eröffnet (4,3), die Frau zur Zweit- oder Drittfrau degradieren kann, während umgekehrt eine Mehrehe für Frauen selbstverständlich nicht zulässig ist. Von Schiiten wird zudem die "Zeitehe" (oder "Genuß"-Ehe) praktiziert, eine Art Nebenehe, die über die erlaubten vier Frauen hinaus für einen begrenzten Zeitraum - z. B. für eine Reise - auch ohne Wissen der Ehefrau(en) geschlossen werden kann.

7. Deutlich benachteiligt ist die Ehefrau auch im Erbrecht, wenn das - im übrigen überaus komplizierte muslimische Erbrecht - der Frau immer nur die Hälfte von dem zubilligt, was ein männliches Familienmitglied an ihrer Stelle erhalten hätte.

8. Und schließlich weisen auch Familie, Gesellschaft und nahöstlichmuslimische Kultur der Frau einen nachgeordneten Platz zu, wenn sie empfiehlt oder sogar anordnet, dass eine Frau Sitte und Anstand zu wahren und sich bevorzugt im Haus aufzuhalten habe, um nicht durch ihr Verlassen des Hauses und ihren Umgang mit nichtverwandten Männern Anlass zu Unmoral zu geben. Sie hat sich zu verhüllen, sie ist für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Moral wie das Ansehen der eigenen Familie verantwortlich, und ihr Verhalten wird streng anhand dieser Normen kontrolliert. 

Zwar sehen Koran und Überlieferung in der Theorie für den Mann wie für die Frau dieselben Strafen für Unzucht bzw. Ehebruch vor (Auspeitschen, Steinigung). In der Praxis jedoch wird Männern vor und in der Ehe ein weitaus größerer Bewegungsspielraum und z.T. gelegentliche moralische Verstöße zugestanden, da die Frau allein als die Bewahrerin der Familienehre gilt und ihr Verhalten die Familie entehrt, nicht das des Mannes. 

Dabei verträgt sich diese rechtlich und gesellschaftlich durchgängig sichtbare Höherordnung des Mannes aus muslimischer Sicht durchaus mit dem Gleichheitsgrundsatz, den islamische Menschenrechtserklärungen für Frau und Mann formulieren, denn die Frau sei zwar gleichwertig, aber nicht gleichartig geschaffen. 

Die Unterschiedlichkeit von Mann und Frau komme in der unterschiedlichen Aufgabenverteilung zum Ausdruck, die schon durch Schwangerschaft und Geburt vorgegeben sei. Die islamischen Ehegesetze dienten daher keinesfalls der Unterdrückung, sondern eigentlich dem Schutz der Frau - so die muslimische Apologetik. Selbstverständlich fordern islamische Frauenbewegungen seit Jahrzehnten vermehrte Rechte ein. 

Aber dennoch: Frauenrechtlerinnen sind in aller Regel davon überzeugt, dass der Islam - wenn er nur richtig verstanden und gelebt würde - der Frau volle Rechte gewähre und sie in einer "wahrhaft islamischen" Gesellschaft glücklich und zufrieden leben könne. Daher fordern Frauenrechtlerinnen in der Regel nicht die Aufhebung des islamischen Gesetzes oder eine Säkularisierung des Islam, sondern lediglich die Rückkehr zum "wahren" Islam, wie ihn Muhammad verkündigt habe. 

 

  • Das islamische Strafrecht

Neben dem Ehe- und Familienrecht ist das islamische Strafrecht eines der Themen, bei dem sich im Vergleich zu westlichen Menschenrechtsvorstellungen und westlicher Gesetzgebung die größten Differenzen ergeben. Das islamische Strafrecht basiert nach überwiegender Meinung auf einer Dreiteilung in Grenz-, Ermessens- und Wiedervergeltungsvergehen. Vergleichsweise wenige Verbrechen und das dafür vorgesehene Strafmaß werden im Koran konkret benannt. 

In einigen Fragen bricht der Koran mit dem arabischen Gewohnheitsrecht, in einigen Fragen modifiziert er es, wenn er z. B. bei Mord und Totschlag eine begrenzte Vergeltung erlaubt. Hinzu kommt ein großes Spektrum an Vergehen, deren Ahndung weitgehend im Ermessen der betreffenden Rechtsorgane liegt. Teilweise sind die zu erwartenden Strafen nicht im voraus definiert und abzuschätzen. Grenzvergehen (hadd-Vergehen)

Mit "Grenzvergehen" werden diejenigen vergleichsweise wenigen Verbrechen bezeichnet, die der Koran oder die Überlieferung als Kapitalverbrechen benennen und mit einem im Koran bzw. der Überlieferung definierten Strafmaß belegen. "Grenz"vergehen sind es, weil sie nicht menschliches Recht, sondern das Recht Gottes verletzen13, indem eine Grenze überschritten wird. 

Ein Gerichtsverfahren wegen eines Grenzvergehens darf daher nicht durch eine außergerichtliche Einigung abgewendet, noch darf die Strafe verschärft oder vermindert werden, sondern es muss genau die im Koran bzw. der Überlieferung vorgesehene Strafe vollstreckt werden.

 

  • Zu den Grenz- bzw. Kapitalverbrechen gehören:

1. Ehebruch und Unzucht (arab. zina'), außerehelicher, ohne Zwang ausgeübter Geschlechtsverkehr von mündigen, geistig gesunden Verheirateten oder Unverheirateten. Der Koran bedroht den unzüchtigen Unverheirateten nach Sure 24,2-3 mit 100 Peitschenhieben, die Überlieferung fordert die Todesstrafe für Verheiratete. War die Frau unverheiratet, der Mann aber verheiratet, soll die Frau im Haus eingesperrt werden, "bis der Tod sie abberuft oder Gott ihr einen Ausweg schafft" (4,15). Ist der Mann unverheiratet, die Frau aber verheiratet, soll er für ein Jahr verbannt werden; die Frau erhält 100 Peitschenhiebe.

2. Die Verleumdung wegen Unzucht (arab. qadhf) erfordert nach Sure 24,2-3 80 Peitschenhiebe. Diese vermutlich zum Schutz vor ungerechtfertigter Anzeige gedachte Regelung kann sich auch gegen das Opfer einer Vergewaltigung wenden, wenn eine Frau diese zwar zur Anzeige bringt, aber keine vier männlichen Zeugen noch ein Geständnis erbringen kann. Dann droht ihr eine Gegenklage der Verleumdung wegen Unzucht, und sie wird ein zweites Mal zum Opfer.

3. Schwerer Diebstahl (arab. sariqa): Sure 5,33+38 fordert ebenso wie die Überlieferung beim ersten Mal die Amputation der rechten Hand und im Wiederholungsfall des linken Fußes. Die islamische Rechtswissenschaft hat mehrere Möglichkeiten gefunden, diese harte Strafe zu umgehen, indem sie einen Diebstahl nur unter gewissen Bedingungen als echten Diebstahl gelten lässt (was z. B. bei Taschendiebstahl oder einem Diebstahl aus Not heraus nicht gegeben ist). Die hanbalitische Rechtsschule anerkennt zudem den "Rechtskniff" (die Rechtsumgehung), dass der Beschuldigte schwört, das gestohlene Gut gehöre ihm, damit er der Amputation entgehen kann.14

4. Schwerer Straßen- und Raubmord (arab. qat' at-tariq) Wegelagerei (ohne dass Raub oder Mord hinzukommen) soll nach Auffassung mancher Rechtsgelehrter mit Gefängnis oder Verbannung bestraft werden. Wegelagerei in Verbindung mit Raub fordert die Amputation der rechten Hand und des linken Fußes. Kommt zur Wegelagerei die Tötung eines Menschen hinzu, wird über den Täter die Todesstrafe verhängt. Raub in Verbindung mit Totschlag erfordert die Hinrichtung und Kreuzigung des Täters.

5. Der Genuss von Wein (arab. shurb al-hamr) bzw. aller berauschender Getränke. Vielfach werden auch jede Art von Drogen darunter gefasst. Die Überlieferung fordert 40 (andere Überlieferungen: 80) Schläge zur Bestrafung von Weingenuss. Die Überlieferung - nicht jedoch der Koran - benennt unter den Kapitalverbrechen zudem Homosexualität und Vergewaltigung, allerdings wird das Strafmaß dafür unter muslimischen Theologen kontrovers diskutiert. 
Einige Juristen fordern in diesen Fällen die Todesstrafe, andere reihen die Homosexualität unter "Ermessensvergehen" ein. Auch der Abfall vom Islam verlangt nach überwiegender Auffassung aller vier Rechtsschulen die Todesstrafe, obwohl der Koran demjenigen, der dem Islam den Rücken kehrt, nur eine Strafe im Jenseits androht. Für das Diesseits fordert lediglich die Überlieferung die Todesstrafe.

 

Die Voraussetzung für eine Verurteilung wegen eines Kapitalverbrechens ist entweder ein Geständnis bzw. die Aussage zweier glaubwürdiger männlicher Augenzeugen, bei Ehebruch und Unzucht sind sogar vier männliche Augenzeugen erforderlich. Ein Geständnis muss freiwillig erfolgen und der Geständige mündig und geistig gesund sein und vorsätzlich gehandelt haben15. 

Wenn allerdings kein Beweisverfahren für ein Kapitalverbrechen geführt werden kann, kann ein Verdächtiger dennoch bestraft werden, z. B. mit einer Strafe, die im Ermessen des Richters liegt. Geständnisse können bis zur Vollstreckung der Strafe zurückgezogen oder auch bei Unglaubwürdigkeit vom Richter zurückgewiesen werden, und Kapitalverbrechen verjähren überaus rasch. Indizienprozesse (etwa anlässlich einer Schwangerschaft einer unverheirateten Frau) sind unüblich, aber in Einzelfällen möglich. 

All das schränkt die Verhandlung von Kapitalverbrechen vor Gericht ein wie auch die Tatsache, dass die meisten Kapitalvergehen - insbesondere Fälle von Ehebruch und Unzucht - kaum vor Gericht gebracht werden dürften, sondern insbesondere eine Frau von ihrer eigenen Familie mit Schlägen, Einsperren oder Tod bestraft werden wird. 

 

  • Verbrechen mit Wiedervergeltung (qisas-Vergehen)

Die zweite Kategorie der Verbrechen sind nach der Einteilung der Scharia Vergehen mit Wiedervergeltung (arab. qisas) gegen Leib und Leben eines Menschen. Mord oder Totschlag verletzen also nach Auffassung der Scharia nicht göttliches, sondern nur menschliches Recht, während Ehebruch und Alkoholgenuss unter die Grenzvergehen fallen, die Gottes Recht verletzen16. 

Die Verbrechen mit Wiedervergeltung erfordern die Zufügung derselben Verletzung bzw. die Tötung des Schuldigen, die - falls der Berechtigte darauf verzichtet - in Zahlung von Blutgeld umgewandelt werden kann, sowie eine religiöse Bußleistung wie z. B. zusätzliches Fasten (2,178-179). Im juristischen Sinne schuldig ist nur der Volljährige, der im vollen Besitz seiner geistigen Kräfte ist.

Wiedervergeltung bedeutet die Zufügung derselben Verletzung bzw. die Tötung des Mörders oder Totschlägers unter Aufsicht des Richters. Sofern ein Mensch vorsätzlich zu Tode gebracht wurde, kann die Familie des Getöteten die Tötung des Schuldigen verlangen. Allerdings kann nur der nächste männliche Verwandte diese Forderung aussprechen, der die Tötung des Schuldigen unter Aufsicht des Richters durchführen darf. 

Dabei gilt streng das Prinzip der Gleichheit: eine Frau für eine Frau, ein Sklave für einen Sklaven. "O ihr Gläubigen! Euch ist Wiedervergeltung für die Getöteten vorgeschrieben: Der Freie für den Freien, der Sklave für den Sklaven, und die Frau für die Frau!" (Sure 2,178). Kann diese Gleichheit nicht hergestellt werden, darf keine Wiedervergeltung geübt werden. 

Die Familie des Opfers kann auf die Tötung des Schuldigen verzichten und stattdessen die Zahlung eines Blutpreises (arab. diya) fordern. Im Iran beträgt der Blutpreis für einen muslimischen Mann derzeit 100 fehlerlose Kamele, 200 Kühe oder 1.000 Hammel, 200 jemenitische Gewänder und 1.000 Dinar oder 10.000 Silberdirham17. 

Für eine Frau beträgt er in der Regel die Hälfte, ebenso ist er für einen Nichtmuslim meist geringer. Wurde einem Opfer nur eine Verletzung zugefügt, kann dem Täter dieselbe Verletzung zugefügt werden, aber nur vom Opfer selbst. Auch hier kann eine Entschädigung bezahlt werden, wenn das Opfer auf Vergeltung verzichtet. 

 

  • Ermessensvergehen (ta'zir-Strafen)

Alle anderen Fälle, die nicht zu den Kapitalverbrechen und Verbrechen mit Wiedervergeltung gehören, sind bei der Bestrafung in das Ermessen des Richters gestellt. Aufruhr, falsches Zeugnis, Beleidigung, Bestechung, Urkundenfälschung, Unterschlagung, Verkehrsverstöße, Betrug, Erpressung, Kidnapping u. a., sowie Kapitalvergehen, die z. B. durch einen Mangel an Beweisen nicht als Kapitalverbrechen bestraft werden können, gehören zu den Ermessensvergehen. 

Der Richter kann harte Strafen verhängen wie lange Gefängnisstrafen (auf eine bestimmte Zahl von Jahren begrenzte und unbegrenzte Haft), Verbannung, Auspeitschung (die Ansichten unter muslimischen Theologen variieren von 20 bis 99 Peitschenhieben18) oder Geldstrafen. 

Der Richter kann den Täter seines Amtes entheben oder seinen Besitz beschlagnahmen (die Hanafiten lehnen diese letzte Strafmaßnahme ab, die Malikiten erkennen sie als rechtmäßig an19). Auch eine bloße Ermahnung oder ein Tadel kann als Ermessensstrafe gelten. Der Richter kann den Schuldigen öffentlich bloßstellen und vor ihm als einer nicht vertrauenswürdigen Person warnen20. 

In schweren Fällen kann der Richter für Ermessensvergehen sogar die Todesstrafe verhängen, und zwar nach verbreiteter Auffassung vor allem bei Gewohnheitstätern ohne Aussicht auf Besserung: Homosexuelle, Verkünder von Häresien, die die islamische Gemeinschaft spalten, Mörder, sofern ihre Tat nicht durch Vergeltung gerächt wird, Rauschgifthändler oder Spione. Allerdings ist die Berechtigung der Verhängung der Todesstrafe unter den Rechtsgelehrten strittig, denn einige Theologen sind der Auffassung, dass eine Ermessensstrafe nie den Umfang einer Kapitalstrafe erreichen dürfe. 

Die Bandbreite an Straftatbeständen, die in den Ermessensbereich des Richters fallen, ist immens groß. Vor allem dort, wo noch kein kodifiziertes Strafgesetzbuch vorliegt (wie wohl derzeit noch in Bahrain, Qatar, Oman, VAE) ist die Bestrafung für ein Vergehen, das weder unter die Grenz-, noch unter die Wiedervergeltungsverbrechen fällt, damit weitgehend offen. Das Entstehen rechtsstaatlicher Strukturen scheint unmöglich, da von Seiten des Staates keine vorherige Festlegung des Strafmaßes für bestimmte Vergehen existiert. 

 

  • Die Scharia - gerecht und gut?

Das islamische Strafrecht wird also durch mehrere Besonderheiten gekennzeichnet: Zum einen durch seine immens harten Strafen wie Auspeitschung, Amputation, Steinigung und Kreuzigung für Kapitalverbrechen. Gleichzeitig ist ein Prozess nur sehr schwer, bzw. im Fall des Ehebruchs bzw. der Unzucht, der vier männliche Augenzeugen erfordert, so gut wie unmöglich. 

Dieser Umstand und die nahöstlich-muslimische Auffassung von Ehre und Schande, die die Frau als Trägerin der Ehre z. T. harten Sanktionen aussetzt, macht die private Ahndung eines vermeintlichen oder tatsächlichen Verbrechens wahrscheinlicher, da nach überwiegender Auffassung durch eine familiäre Bestrafung kein wirkliches Unrecht begangen, sondern der richterlichen Gerechtigkeit nur vorgegriffen wurde. 

Nach Auffassung der muslimischen Apologetik ist das islamische Strafrecht letztlich der Menschheit dienlicher als das Strafrecht westlicher Länder mit seiner Konzentration auf Gefängnis- (und in geringerem Maß: Geld-) strafen, da es in weitaus größerem Maß der Abschreckung diene. Zudem falle ein Straftäter der Gesellschaft nicht durch lange Gefängnisstrafen zur Last 21. 

Unberücksichtigt bleibt dabei allerdings, dass Gefängnisstrafen islamischer Länder oft sehr hoch sein oder aufgrund des Fehlens rechtstaatlicher Strukturen sogar unbestimmt verlängert werden können, sowie die Tatsache, dass ein Amputierter ebenfalls der Gesellschaft zur Last fallen wird. 

Hat man vor 30, 40 Jahren noch angenommen, dass die Autorität der Scharia im Zuge der Globalisierung an Bedeutung verlieren und auch die islamische Welt von einer im Westen weit vorangeschrittenen Säkularisierung ergriffen werden würde, wurde spätestens in den 70er Jahren deutlich, dass eine umgekehrte Entwicklung, eine Rückbesinnung und Neuorientierung auf das islamische Recht einsetzte, wobei sich allerdings die Umsetzung der erstrebten Islamisierung in wohlabgewogenen Detailgesetzen und der Schaffung eines lückenlosen Rechtskodex - dessen Grundlage allein die Scharia wäre - als überaus schwierig erwies. 

Enttäuscht von westlicher Politik und deren Verfolgung eigennütziger Interessen, konfrontiert mit mancherlei landesinternen Problemen wie einer hohen Arbeitslosigkeit, Überbevölkerung, Bildungsmisere, einer weithin fehlenden Infrastruktur und Unterentwicklung, suchte die islamische Welt Neuorientierung in der Rückbesinnung auf den Islam, während Islamisten die vollständige Durchsetzung des Islam in der Gesellschaft und die Rückkehr zum "Goldenen Zeitalter des Islam" zu Zeiten Muhammads und der ersten vier Kalifen forderten, um der islamischen Welt die Stärke und Überlegenheit vergangener Jahrhunderte zurückzugeben.

Dort, wo die Scharia - zumindest teilweise - in die Praxis umgesetzt wurde, muss sie ihr Versprechen, den Menschen Würde, Freiheit und Gerechtigkeit zu bringen, erst noch einlösen. Minderheiten und Frauen sind die Leidtragenden auf dem Weg zu einer vermeintlich vollständigen Islamisierung der Gesellschaft. 

Auch in Deutschland ist für die Auseinandersetzung mit dem Islam eine vertiefte Beschäftigung mit dem islamischen Recht unbedingt erforderlich, damit auch Nichtmuslime in der Diskussion über Menschen- und Frauenrechte nach islamischem Verständnis kompetente Gesprächspartner sein und den bisher vereinzelt erhobenen Forderungen, der Scharia langfristig auch in Europa zur Geltung zu verhelfen, mit Sachkenntnis entgegentreten können. 

 

  • Zusammenfassung

"Die Scharia" wird häufig als Synonym für das islamische Strafrecht verstanden. Das Strafrecht mit seinen rigiden Körperstrafen (Auspeitschung, Hand- und Fußamputation, Steinigung) ist zwar ein Bestandteil der Scharia, aber auch das Erb- und Vermögensrecht sowie die detaillierten Anweisungen zur Religionsausübung (vor allem der "Fünf Säulen" des Islam) gehören ebenso dazu. 

Kernbestandteil der Scharia ist jedoch das Ehe- und Familienrecht. Während die muslimische Apologetik die gleichwertige Erschaffung von Mann und Frau vor Gott hervorhebt und die "Geschlechtergerechtigkeit" zwischen beiden zum Schlüssel für ein friedliches Miteinander erklärt, müssen Frauen gleichzeitig zahlreiche rechtliche Benachteiligungen in Kauf nehmen, die den Mann ihr deutlich vorordnet.

 

 

  • Fußnoten

1. Ahmad Hasan, The Principles of Islamic Jurisprudence. Vol. 1. Islamic Research Institute International Islamic University: Islamabad, 1983, S. 85

2. W. Montgomery Watt; Alford T. Welch. Der Islam I. Mohammed und die Frühzeit, Islamisches Recht, Religiöses Leben. Die Religionen der Menschheit. Bd. 25,1. W. Kohlhammer: Stuttgart, S. 240

3. Zur Entwicklung des zwölferschiitischen Rechts s. Harald Löschner, Die Dogmatischen Grundlagen des Shi'itischen Rechts. Erlanger Juristische Abhandlungen Bd. 9, Köln, 1971

4. Hans-Georg Ebert, Wider die Schließung des "Tores des igtihad": Zur Reform der shari'a am Beispiel des Familien- und Erbrechts. in: Orient 43 (2002), S. 365-381, her S. 368

5. Einen Überblick über die Ehe- und Familiengesetzgebung einiger arabischer Länder Nordafrikas und des Mittleren Ostens vermittelt Dawoud Sudqi El Alami, The Marriage Contract in Islamic Law in the Shari'ah and Personal Status Laws of Egypt and Morocco. Arab and Islamic Laws Series, London: 1992.

6. O. Spies; E. Pritsch, Klassisches Islamisches Recht. 1. Wesen des Islamischen Rechts. in: Handbuch der Orientalistik. Abt. 1. Erg.bd. 3. Orientalisches Recht. Leiden, 1964, S. 223

7. P. Newton, M. Rafiqul Haqq, The Place of Women in Pure Islam, Caney, 19943, S. 2

8. Ibn Kathir, zitiert nach ebd.

9. Akinola T. Aguda (Hg.), The Marriage Laws of Nigeria. National workshop. Papers presented, held at the Nigerian Insitute of Advanced Legal Studies, [Lagos/Nigeria] 1981, S. 40

10. Murtada Mutahhari, The Rights of Women in Islam, Tehran, 1981, S. 182 mit Bezug auf eine nichtmuslimische Psychologin

11. Ebd.

12. Zitiert nach Adel-Theodor Khoury (Übers.), So sprach der Prophet. Worte aus der islamischen Überlieferung, Gütersloh, 1988, S. 268

13. B. Carra de Vaux, J. Schacht, hadd. in: Encyclopaedia of Islam. Vol. 3, Leiden, 1986, S. 20

14. Adel El Baradie, Gottes-Recht und Menschenrecht. Grundlagenprobleme der islamischen Strafrechtslehre, Baden-Baden, S. 115

15. Silvia Tellenbach, Strafgesetze der Islamischen Republik Iran. Berlin 1996, S. 47

16. Konrad Dilger, Tendenzen der Rechtsentwicklung. in: Werner Ende, Udo Steinbach, Der Islam in der Gegenwart. München, 19964, S. 206

17. Silvia Tellenbach, Strafgesetze der Islamischen Republik Iran. Berlin 1996, S. 96-97

18. Mohammed S. El-Awa, Punishment in Islamic Law: A Comparative Study, Indiana/USA, 1993, S. 107

19. Ebd. 103-104

20. Ebd. S. 102-103

21. So referiert Nagaty Sanad, The Theory of Crime and Criminal Responsibility in Islamic Law: Shari'a, Chicago, Illinois/USA, 1991, S. 56-57

 

 

 

Kanada verabschiedet ein "Blasphemiegesetz", um alle Islamkritiker zum Schweigen zu bringen

Inselpresse 27 März 2017
Obwohl in Umfragen 71% aller Kanadier dagegen waren hat Kanadas Parlament mit starker Unterstützung von Justin Trudeaus liberaler Regierung diese Woche mit 201 zu 91 Stimmen einen Antrag verabschiedet, von dem Kritiker meinen, dass dem Islam damit besondere Rechte zugestanden werden. Vorgebracht von der muslimischen liberalen Abgeordneten Iqra Khalid [aus Pakistan, d.Ü.] ruft Antrag M-103 die Regierung dazu auf, "Islamophobie zu verurteilen", sowie einen "umfassenden Regierungsansatz zu entwickeln, mit dem systemischer Rassismus und religiöse Diskriminierung inklusive Islamophobie eliminiert werden." Der Begriff "Islamophobie" wird in dem Antrag an keiner Stelle definiert.

Imam in Montreal meint, Juden sind bösartige, menschliche Dämonen und müssen ermordet werden

YouTube 27 März 2017

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