EU/Türkei

Gülen-Bewegung: Wie Erdogan Einfluss auf Schulen nimmt

DIE WELT 31 Juli 2017
Nach den Massenfestnahmen von Gülen-Anhängern und anderen Regierungskritikern flohen zahlreiche Türken ins Ausland, nach denen die Behörden fahnden. Deutschland hat einer Auslieferung bislang nicht stattgegeben.

Türkische Mittelmeerküste: Mann schießt in Strandclubs um sich

YouTube 31 Juli 2017
In Bodrum an der türkischen Mittelmeerküste hat ein Bewaffneter auf Gäste und Personal zweier Strand-Nachtclubs gefeuert. Ein 18-jähriger Mitarbeiter des Lokals wurde mehrmals getroffen und starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Vier Menschen - zwei Mitarbeiter, zwei Gäste - wurden schwer verletzt.

Iraks Kurden wollen über Unabhängigkeit abstimmen

heise online 28 Juli 2017
Eine sehr große Mehrheit der Kurden befürwortet eine Unabhängigkeit Kurdistans - Anfang Juni 2017 trafen sich die kurdischen Parteien in der regionalen Hauptstadt Erbil und beschlossen, am 25. September

Türkische Religionsbehörde Diyanet - Abrechnung mit Gülen

Neue Zürcher Zeitung 28 Juli 2017
Der Chef des türkischen Religionsamts soll sich nicht mehr mit Staatschef Erdogan verstehen. Kurz vor seinem Rückzug stellt er aber noch eine Untersuchung über die Gülen-Bewegung vor.

Immer noch fließen EU-Milliarden in die Türkei

DIE FREIE WELT 27 Juli 2017
Wieder einmal täuscht und enttäuscht die Merkel-Regierung, wenn es um die durch ihren Spezi Erdogan und seinen Häschern begangene Menschenrechtsverletzungen geht. Denn obwohl man vollmundig ankündigt, den Geldhahn Richtung Ankara zuzudrehen, fließen die Euro weiterhin ungebremst in Erdogans Staatssäckel.

Kern: EU könnte Beitritt der Türkei ökonomisch nie verdauen

Unsertirol24 27 Juli 2017
Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) hält einen Beitritt der Türkei zur Europäischen Union aus wirtschaftspolitischen Gründen für ausgeschlossen. “Europa könnte rein ökonomisch nie im Leben den Beitritt der Türkei verdauen. Wie sollte das funktionieren?”, sagte Kern der “Frankfurter Allgemeinen Zeitung”.

Erdoğan ruft alle Muslime zum Besuch der Al-Aqsa Moschee auf

Staatspräsident und Vorsitzender der Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei AKP, Recep Tayyip Erdoğan, hat alle Muslime zum Besuch der Al-Aqsa Moschee aufgerufen.

Proteste begleiten Brüsseler EU-Türkei-Treffen

YouTube 26 Juli 2017
Die Demonstrationen vor dem Kommissionsgebäude richteten sich vor allem gegen die jüngsten Festnahmen von Menschenrechtlern und Journalisten in der Türkei.

Türkischen Parlamentariern wird verboten, über "Kurdistan" und "Völkermord an den Armeniern" zu sprechen

Voltaire Netzwerk 26 Juli 2017
Die große türkische Nationalversammlung verabschiedete ein neues Gesetz am 20. Juli 2017, das den Abgeordneten verbietet, die glorreiche Geschichte des Landes zu beleidigen, indem sie Worte wie "Armenischer Genozid", "Kurdistan" und "Kurdischen Regionen" benutzen.

Machtkampf zwischen Gülen und Erdogan: Ein Jahr nach dem Putschversuch in der Türkei

YouTube 26 Juli 2017
Der gescheiterte Putschversuch in der Türkei jährt sich zum ersten Mal. In westlichen Medien wird das einschneidende Ereignis einseitig als Machtgriff Erdogans und als großen Schritt zur Diktatur umschrieben. RT Deutsch-Redakteur Ali Özkök dekonstruiert die Hintergründe. Es geht um einen andauernden internen Machtkampf zwischen Präsident Erdogan und dem im US-Exil lebenden Islam-Prediger Fethullah Gülen, der internationale Ausmaße erreicht und mit allen Mitteln geführt wird.

Stimmungsmache: Türkische Zeitung nennt Merkel „schlimmer als Hitler“

DIE WELT 26 Juli 2017
Regierungsnahe türkische Medien machen weiter Stimmung gegen Deutschland. Die Schlagzeile der islamistischen Zeitung „Yeni Akit“ lautete: „Schlimmer als Hitler“. Dazu zeigte das Blatt ein Foto von Kanzlerin Merkel mit Hakenkreuz.

Christenverfolgung in der Türkei - Massenhafte Enteignung von Kirchen und Klöstern

Aramäer sind die Urchristen: Sie sprechen bis heute die Sprache Jesu Christi. Anfang des 20. Jahrhunderts lebten 300.000 Aramäer in der Türkei, heute nur noch wenige Tausend, denn sie wurden vertrieben, leben in der ganzen Welt verstreut.

Analyse: Haben Türken Deutschland wieder aufgebaut?

philosophia perennis 24 Juli 2017
Analyse: Haben Türken Deutschland wieder aufgebaut? Wer behauptet, die Türken hätten Deutschland nach dem Krieg wieder aufgebaut, verbreitet nachweisbar Fake-News

(Ifis) „Türken haben schließlich Deutschland wieder aufgebaut“: Auf diesen Satz, der in den letzten Tagen eine eigentümliche Karriere hinlegte, stieß ich vor Jahren durch einen deutsch-türkischen Freund zum ersten Mal.

Es war einfach seine These zu widerlegen, aber trotzdem hält sich dieses Vorurteil.

Wie also sehen die Fakten aus?

Zunächst kann man ganz klar sagen: Türkische Gastarbeiter kamen, als der Wiederaufbau nach dem Krieg bereits vorbei war.

 

Die Jahre 0

Selbst in der Dresdner Innenstadt, die komplett zerstört war, war die sogenannte Enttrümmerung 1957 abgeschlossen. Die Phase der Demontage endete weitgehend mit dem Petersberger Abkommen von 1949.

Die SPD, damals noch im Bestreben, sich als einzige Partei, die deutsche Interessen vertritt, darzustellen, stemmte sich dagegen. Der SPD-Vorsitzende Kurt Schumacher schmähte in diesem Zusammenhang Kanzler Adenauer als „Bundeskanzler der Alliierten“.

 

Wie sah Deutschlands Stunde 0 aus?

Gesamtwert der Demontagen waren ca. 10,4 Mrd. DM (50/50 West/Ost) zu Preisen von 1950 (1 US $ = 4,20DM). Der Marschallplan betrug bis 1954 2,4 Mrd. $,  wovon 1 Mrd. $ zurückgezahlt wurde. Also ca. 1,4 Mrd. $. Die Besatzungskosten in Höhe von ca. 2,4 Mrd. $, 10 Mrd. DM pro Jahr mussten ebenfalls von Deutschland (West) erbracht werden.
Die Industrieproduktion lag bei 1/3 derjenigen von 1938. Die Lebensmittelproduktion lag bei 51% des Stands von 1938, offiziell gab es 1947 zwischen 1.040 und 1.550 kcal./Tag.

 

Das deutsche Wirtschaftswunder: Ludwig Erhardt

Die Währung wurde nominal um 93% geschrumpft, die Erfolgsgeschichte der DM begann. Mit der stabilen Währung im Hintergrund strich Erhardt bereits 1948 die Rationierung von Lebensmitteln. Wer Geld hatte, konnte sich etwas leisten. Und, wie Erhardt glaubte: „Die Menschen werden hart arbeiten um diese DM zu bekommen.“
Er behielt Recht. Und senkte die Steuern, so dass der Durchschnittsverdiener nur etwa 18% zahlte. Mehrwertsteuer und Nebensteuern kannte man damals noch nicht.

Innerhalb eines halben Jahres wuchs die Produktion um rund 50%. 1958 lag sie bei 400% der Produktion von 1948 vor der Währungsreform. In der Sowjetisch Besetzten Zone stagnierte die Entwicklung währenddessen. Das westdeutsche Bruttosozialprodukt wuchs weiter. Nimmt man 1950 als Basis, dann war es preisbereinigt 1960  2,2 mal so hoch; 1970  3,6 mal so hoch: Die zweitstärkste Wirtschaftsmacht weltweit war entstanden.

 

Welche Rolle spielten die türkischen Gastarbeiter beim deutschen Wirtschaftswunder?

Kurz gesagt: keine, sie kamen als die Party fast vorbei war.

 

 

Erst 1961, als 6 Jahre nach dem ersten Anwerbe-Abkommen mit Italien, wurde der Zugang für türkische Arbeitnehmer geöffnet. Hintergrund war die seit Mitte der 50-er Jahre bestehende Vollbeschäftigung. Die Arbeitslosenquote erreichte den absoluten historischen Tiefstand im Jahr 1962 mit 0,4%.

 

Im Jahr 1961 lebten 6.800 Türken in Deutschland. Vermutlich würde sich selbst der Sultan schwer tun, zu erklären wie diese Menschen Deutschland wiederaufgebaut haben.

 

In den ersten 10 Jahren kamen dann im Schnitt etwas über 60.000 Türken pro Jahr an. Also 0,2% der damals ca. 27 Millionen Erwerbstätigen, nach 10 Jahren also rund 2%. Das heißt, dass man nicht einmal behaupten kann, dass eine nennenswerte Unterstützung des Wirtschaftswachstums erfolgte.

 

Zum Vergleich:

Der Produktivitätszuwachs, also die Steigerung der Leistung pro Arbeitsstunde, stieg in Deutschland in diesen Jahren um rund 50%. Dieser Faktor war also rund 25x gewichtiger für das deutsche Wirtschaftswachstum, als die Steigerung der Erwerbstätigen um rund 2% durch türkische Gastarbeiter.

 

Wer behauptet also Türken hätten Deutschland wieder aufgebaut?

Claudia Roth glänzte bereits 2004 mit dieser Behauptung, lange bevor der Begriff „Fakenews“ erfunden war. Begeistert wurde dieser sachlich falsche, aber politisch höchst willkommene Spruch aufgenommen und ist auch nach fast 15 Jahren immer noch quicklebendig.

 

Zuletzt entblödete sich Sigmar Gabriel mit der Behauptung:

„sie (die Türken) haben das Land aufgebaut“,

…im Juli 2017. Dass diese falsche Behauptung die Arbeit der Nachkriegsgeneration herabwürdigt, scheint Gabriel nicht zu stören und den Medien nicht aufzufallen.

 

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Quellen:

 



 

 

Billig und illegal – In türkischen Ausbeuterbetrieben nähen syrische Kinder für große Textilunternehmen

Netzfrauen 24 Juli 2017
Made in Turkey – In türkischen Ausbeuterbetrieben nähen syrische Kinder, um zu überleben. Die Kinder haben sehr erschreckende Erlebnisse hinter sich. Sie flohen vor dem Bürgerkrieg und der Terrorgruppe IS, die in ihrer Heimat wüten. Jetzt arbeiten einige dieser syrischen Kinder

Wie die Türken nach Deutschland kamen und anschließend die Deutsche Mark in die Türkei

philosophia perennis 24 Juli 2017
Wie die Türken nach Deutschland kamen und anschließend die Deutsche Mark in die Türkei

In wenigen Jahrzehnten wird man dann wohl verkünden: die Afrikaner, vor allem aber die Muslime aus dem Nahen Osten hätten Deutschland aufgebaut. Die deutschen Kinder werden das so in den Schulen lernen. Anderes werden sie niemals erfahren. Bücher, in denen anderes stünde, wird es nicht mehr geben. Und die, die sich noch erinnern können, dass in Wahrheit alles ganz anders war, werden sich nicht trauen zu widersprechen, bis sie schließlich ausgestorben sind.

„Wer die Vergangenheit beherrscht, beherrscht die Zukunft. Wer die Gegenwart beherrscht, beherrscht die Vergangenheit.“ – George Orwell: 1984.

 Von Jürgen Fritz Blog

 

Seit Jahren wird immer wieder insinuiert, so jüngst vom deutschen Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD), es wären nicht die Deutschen gewesen, die unser Land nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wieder aufgebaut hätten, sondern die Türken. Mit diesen Lügengeschichten respektive der Verbreitung von historischen Unwahrheiten soll hier ein für alle Mal aufgeräumt werden.

Die Türken bitten Deutschland um ein Anwerbeabkommen

Wir schreiben das Jahr 1960. Der Zweite Weltkrieg liegt 15 Jahre hinter uns. Die Wirtschaft der 1949 gegründeten Bundesrepublik floriert seit den 1950er Jahren in einem Ausmaß, welches sich 1945 kein Mensch hätte vorstellen können. Wir nennen dies heute das „Wirtschaftswunder“. Nun bittet die Türkei Deutschland um ein Anwerbeabkommen. Nicht umgekehrt! Die Türken (offiziell zu ca. 98 Prozent Muslime) wollen nicht hinter den verhassten Griechen zurückstehen, mit welchen Deutschland im März 1960 ein entsprechendes Abkommen geschlossen hat. Ein Tag zuvor war eines mit Spanien geschlossen worden und bereits (weiterlesen…)
































 

Prozess gegen "Cumhuriyet"-Mitarbeiter beginnt

Abendzeitung München 24 Juli 2017
Istanbul - Der Prozess gegen 17 derzeitige und frühere Mitarbeiter der regierungskritischen türkischen Zeitung "Cumhuriyet" wegen Terrorvorwürfen beginnt heute in Istanbul.

Polizei nimmt Dutzende Demonstranten fest

ZEIT ONLINE 24 Juli 2017
Türkische Behörden haben in Ankara mindestens 61 Demonstanten festgenommen. Sie protestierten laut einem Bericht gegen die Haft einer Professorin und eines Lehrers.

Erdogan zieht Terrorliste mit deutschen Firmen zurück

DerWesten 24 Juli 2017
Berlin Die Türkei übergab dem Bundeskriminalamt eine Liste mit terrorverdächtigen Personen und Unternehmen. Nun nimmt die Regierung Abstand.

Türkei: Prozess gegen Journalisten wegen Terrorunterstützung

YouTube 24 Juli 2017
17 Journalisten der regierungskritischen türkischen Zeitung "Cumhuriyet" wird in Istanbul der Prozess gemacht. Die Anklage bleibt im vagen, sie lautet auf Unterstützung einer terroristischen Organisation. Es stehen Haftstrafen zwischen siebeneinhalb und 43 Jahren im Raum. Opposition und internationale Presseorganisationen sprechen von einem Schauprozess.

Türkei: Erdogans Besessenheit, Jerusalem einzunehmen

Gatestone Institute 24 Juli 2017
Türkei: Erdogans Besessenheit, Jerusalem einzunehmen

Vor weniger als einem Jahr vereinbarten die Türkei und Israel, die seit sechs Jahren stagnierte diplomatische Situation zu beenden und "normalisierten" ihre Beziehungen ganz offiziell. Sie ernannten die beiden bekannten Berufsdiplomaten Kemal Ökem und Eitan Na'eh zu Botschaftern in Israel beziehungsweise der Türkei. Seither kämpfen beide intensiv um die Normalisierung der offiziell normalisierten Beziehungen.


Originaltext: Turkey: Erdogan's Obsession to Take Jerusalem
Übersetzung: Audiatur Online

 

Einige Beobachter, darunter auch Ihr bescheidener Korrespondent, mahnten allerdings bereits 2016:

"Erdogan hat zwar pragmatisch zugestimmt, Israel die Hand zu reichen, seine ideologische Feindseligkeit gegenüber dem jüdischen Staat und seine ideologische Liebesbeziehung zur Hamas sind jedoch nicht verschwunden; der türkisch-israelische 'Frieden' wird daher nicht leicht zu wahren sein."

Nur ein halbes Jahr nach der "normalisierten Charta" versprach Erdogan im Mai, seine Regierung werde mit dem palästinensischen Volk zusammenarbeiten, um die "Judaisierung Jerusalems" zu verhindern. Das ist viel eher der Erdogan, wie wir ihn kennen. Das Versprechen des türkischen Präsidenten unterschied sich nicht allzu sehr von einem Aufruf zum Kampf gegen die "Katholisierung des Vatikans".

Es gehört zu den grundlegenden Fakten der Geschichte, dass die vor-islamische Periode Jerusalems von 3300–1000 v. Chr. bereits im Buch Genesis erwähnt wird – das Zeitalter von Abraham, Isaak und Jakob – als die Vorfahren Erdogans vermutlich noch Jäger und Sammler in den Steppen Zentralasiens waren. Die Jahre 1000–732 v. Chr. kennzeichnen die Zeit der alten Königreiche von Israel und Juda. Einfach ausgedrückt: die jüdische Geschichte Jerusalems lässt sich auf Tausende Jahre vor der Entstehung des Islam zurückdatieren.

Dennoch besteht laut Erdogan die Notwendigkeit, "vor der Judaisierung Jerusalems zu schützen". Erdogan wiederholte in seiner Rede im Mai ausserdem einen früheren Aufruf an Moslems aus der ganzen Welt, die auf dem Tempelberg in Jerusalem befindliche "al-Aqsa-Moschee zu besuchen". "Als muslimische Gemeinschaft müssen wir die al-Aqsa-Moschee oft besuchen", sagte er. "Jeder Tag, den sich Jerusalem unter Besatzung befindet, ist eine Beleidigung für uns."

 

Jerusalem (Foto: Lior Mizrahi/Getty Images)

 

2016 besuchten insgesamt 26.000 Türken (aus einer Gesamtbevölkerung von 80 Millionen) die al-Aqsa-Moschee. Erdogan sagte ausserdem, er wolle "Hunderttausende Moslems" in seinem Kampf "Jerusalem [mit Moslems] zu überfluten und die Besatzer aus dem Land zu vertreiben" an der heiligen Stätte der Muslime versammelt sehen.

Während der Versöhnung mit Israel hatte Ankara zugesichert, seine Unterstützung für die Hamas zu beenden und verwies sogar den höchsten damals in der Türkei lebenden Hamas-Offiziellen Saleh al-Arouri des Landes. Letzten Endes gab es aber dennoch Berichte, dass Erdogan nicht wirklich willens war, seinen Teil der Abmachung zu erfüllen. Der Journalist Yoav Zitun schrieb auf der Nachrichten-Website Ynetnews:

Die Präsenz der Hamas in der Türkei besteht weiterhin, auch nach der Abreise von Saleh al-Arouri, der die Hamas in der Türkei anführte, bevor er aufgrund israelischer Forderungen bei den Versöhnungsverhandlungen das Land verlassen musste.

Seine Nachfolger rekrutieren palästinensische Studenten, damit diese in islamischen Ländern im Allgemeinen, speziell jedoch in der Türkei, studieren. Die Studenten werden dann zum Militärtraining in den Libanon oder nach Syrien geschickt und kehren von dort ins Westjordanland zurück, um Anschläge auf Israel zu verüben.

Zitun nennt Details zu einigen interessanten Fällen:

So verhafteten beispielsweise vor zwei Monaten die IDF und der Schin Bet einen Palästinenser, der einige Jahre lang im türkischen Teil Zyperns gelebt hatte. Im August 2015 wurde Qazmar in Jordanien von der Hamas rekrutiert; er erhielt militärisches Training und man vermittelte ihm Fachwissen über Sprengstoff. Bei einem Treffen mit Hamas-Agenten im vergangenen Januar in Istanbul erhielt er die Anweisung, mithilfe verschlüsselter Speicherkarten Terroristen im Westjordanland zu rekrutieren.

Ein weiterer Fall, über den viel berichtet wurde, betrifft Muhammad Murtaja, den ehemaligen Leiter einer humanitären Hilfsorganisation der türkischen Regierung im Gazastreifen. Wie der Shin Bet nach seiner Verhaftung mitteilte, wurde Murtaja beschuldigt, Millionen von Dollars, die aus Ankara stammten, an Hamas-Agenten weitergeleitet zu haben.

Türkisches Geld, das in die Hände von Männern fliesst, die sich der Vernichtung Israels verschrieben haben, ist Teil einer Ideologie, nicht aber von humanitärer Hilfe.

In dem Bestreben, sich selbst als den internationalen Retter der islamischen Sache zu etablieren, hat die Türkei seit 2004 Millionen Dollars in 63 unterschiedliche Projekte investiert, die darauf abzielen, "das muslimische Erbe und den muslimischen Charakter Jerusalems zu verteidigen und zu stärken." Das Geld wird häufig durch eine Regierungsbehörde geschleust: das Türkische Präsidium für Internationale Kooperation und Koordination (TIKA).

In diesen Bestrebungen, "das muslimische Erbe und den muslimischen Charakter Jerusalems zu verteidigen und zu stärken", hat sich die Türkei auch mit Scheich Raed Salah, dem Anführer des nördlichen Zweigs der islamischen Bewegung in Israel und mit Scheich Akram Sabri, einem ehemaligen Mufti von Jerusalem, zusammengetan. Beide Männer lehnen das Existenzrecht Israels ab.

Wie ein amerikanischer Freund vorsichtig fragte: "Sollte die Türkei nicht Millionen zur Unterstützung des Wiederaufbaus im Gazastreifen investieren?"

Anscheinend nicht, wenn islamische Ideologie mit im Spiel ist.

Burak Bekdil, Journalist in der Türkei, wurde im Januar 2017 nach 29 Jahren von der wichtigsten Zeitung des Landes entlassen, nachdem er für Gatestone über das aktuelle Geschehen in der Türkei berichtet hatte. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Middle East Forum.



Verfassungsschutz besorgt über Aktivitäten des türkischen Geheimdienstes

24matins 24 Juli 2017

Diplomaten werfen Ankara Missbrauch deutscher Häftlinge als Geiseln vor

24matins 20 Juli 2017
Deutsche Diplomaten sind laut einem Zeitungsbericht der Überzeugung, dass die türkische Regierung inhaftierte Deutsche als Geiseln benutzt. Konkret wolle Ankara so erreichen, dass Deutschland türkische Staatsbürger ausliefert, schreibt die "Bild".

Erdogan reist in zerstrittene Golf-Staaten Saudi-Arabien und Katar

Tiroler Tageszeitung 19 Juli 2017
Ankara (APA/Reuters) - Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan wird nach offiziellen Angaben am Wochenende zu einer Reise in die zerstrittenen Golf-Staaten Saudi-Arabien und Katar

Ankaras Vorgehen gegen Menschenrechtler überschattet Vorbereitungen der EU von Spitzentreffen

YouTube 19 Juli 2017
Vor dem Hintergrund wachsender Spannungen mit Ankara hat EU-Chefdiplomatin Federica Mogherini am Dienstag in Brüssel den türkischen Europaminister empfangen.

Spitzel-Verdächtiger bei AKP-Feier in Wien-Liesing

Kurier 18 Juli 2017
Als die AKP-nahe Lobby-Organisation UETD (Union der Europäisch-Türkischen Demokraten) Sonntagabend in ein Liesinger Veranstaltungszentrum lud, um dort im Sinne Ankaras des türkischen Putsches

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