Islamkritiker bedroht - Solidarität mit Heinz Gess!

20 Januar 2010
Islamkritiker bedroht - Solidarität mit Heinz Gess!

Georg-Weerth-Gesellschaft Köln 20 Januar 2010

Seit Ende November 2009 ist ein weiterer Islamkritiker durch die "Bestrafung im Namen der Muslime aus aller Welt" bedroht.

Heinz Gess, Professor an der Fachhochschule Bielefeld und Betreiber der Internetseite kritiknetz.de, hatte in einem Essay in Anlehnung an die Religionskritik Sigmund Freuds den Islam als "universelle Zwangsneurose" bezeichnet. Diese Bezeichnung wurde in dem Internetforum islam-deutschland.info in einem Artikel über den Vorsitzenden der Islamischen Religionsgemeinschaft, Abdurrahim Vural, aufgegriffen.

Vural ist der selbsterklärte "geistige Vater des Reformkurses - innerhalb - der Milli-Görüs-Bewegung" und scheint dies tatsächlich ernst zu meinen; so betreibt er neben einer unermüdlichen Propaganda für Islamunterricht an deutschen Schulen vor allem ebenso unermüdliche Aufklärungsarbeit über radikalislamische Machenschaften, insbesondere über jene von Milli Görüs, und bezeichnet diese als "Terrororganisation".

Nun scheinen Herrn Vural seine Illusionen über Euro-Islam und Milli Görüs-Reform sowie seine schier endlosen Rechtsstreitigkeiten zu Kopf gestiegen zu sein.

Denn auf seine Entdeckung des Essays von Heinz Gess folgten eine Pressemitteilung und ein Brief an die Präsidentin der FH Bielefeld, in denen Gess Volksverhetzung vorgeworfen wird und die in den folgenden Forderungen kulminieren:

"Dummheit und blinder Hass gegenüber dem Islam müssen bestraft werden!" und "Ich fordere im Namen der Muslime aus aller Welt eine Aufklärung sowie die Bestrafung von Prof. Gess."

Es tut nichts zur Sache, dass Herr Vural damit wohl weniger muslimische Selbstjustiz meint, wie sie vor kurzem am dänischen Mohammed-Karikaturisten Kurt Westergaard zu vollstrecken versucht wurde, als vielmehr seiner langen Liste von Strafprozessen einen weiteren hinzufügen bzw. die Leitung der FH Bielefeld zu disziplinarischen Maßnahmen gegenüber Heinz Gess bewegen will.

Die FH-Leitung ist Herrn Vural dann auch in einem repräsentativen Anfall vorauseilenden Gehorsams beigesprungen und hat Heinz Gess zu einer Distanzierung aufgefordert, die dieser verständlicherweise ablehnt.

Dieses Verhalten der FH-Leitung ist genauso inakzeptabel wie es voraussehbar war – Kritik am Islam ist nicht erlaubt und wer sich nicht an die Spielregeln hält, ist selber schuld, muss mit "Bestrafung" rechnen und darf keine Unterstützung erhoffen.

Aber selbst wenn Herr Vural nicht die Strafe Gottes, sondern jene deutscher Gerichte und FH-Leitungen heraufbeschwört, so ist sein öffentlicher Aufruf zur Bestrafung – ganz unabhängig von den Unannehmlichkeiten schwachsinniger Vorwürfe gegen Heinz Gess – ein Grund zur Besorgnis:

Der öffentliche Aufruf, jemanden im Namen des Islam zu bestrafen, ist eigentlich nicht misszuverstehen und es steht zu befürchten, dass spätestens das absehbare Scheitern von Herrn Vurals gerichtlicher Beschäftigungstherapie dazu führen wird, dass der prototypische beleidigte Moslem das Heft bzw. Schwert selbst in die Hand nimmt.

Wir fordern die Leitung der FH Bielefeld auf, der öffentlichen Bedrohung eines ihrer Mitarbeiter entschieden entgegenzutreten!


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Analyse: Islamkritik als Schlachtgesang der Gehässigen

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