Myanmar: Seit 1947 töten Rohingya Muslime Buddhisten

• EuropeNews - 12 September 2017
Myanmar: Seit 1947 töten Rohingya Muslime Buddhisten

Es entspricht einer völlig falschen Wahrnehmung, wenn man über die Gewalt in Burma spricht, die viele Tote und Verletzte auf beiden Seiten, bei den Rohingya Muslimen und bei den Buddhisten, gefordert hat. Deshalb ist eine faire Beurteilung dieser Angelegenheit wichtig, um auch ein Licht auf die Grauzonen zu werfen und sie für diejenigen ins Licht zu rücken, die von dem Thema keine Ahnung haben.

 

Quelle: Vedic Upasana Peeth
Übersetzt von EuropeNews

 

Die Rohingyas sind eine muslimische Minderheit, die aus Bangladesh auswanderte und in Myanmar lebt. Die Gemeinschaft vermehrte sich in großer Zahl in einer relativ kurzen Zeit ohne jede Familienplanung, oder wirtschaftliche Überlegungen, wegen ihrer begrenzten Ressourcen, dadurch wurde die eingeborene Bevölkerung in diesem Gebiet zur Minderheit, ihnen wurde ihr Land weggenommen und es wurde stattdessen der angewachsenen Bevölkerung der Rohingya gegeben.

 

Die Rohingya bezeichnen sich selbst als Eingeborene des Staates Rakhine, während die burmesischen Historiker sagen, dass sie aus Bengalen nach Burma eingewandert sind und zwar hauptsächlich in der Zeit der britischen Herrschaft in Burma und in geringerem Maße nach der Unabhängigkeit Burmas im Jahr 1948 und dem Befreiungskrieg in Bangladesh im Jahr 1971.

 

Unter General Ne Wins Regierung im Jahr 1982 erließen die Burmesen ein nationales Gesetz, das den Rohingya die Staatsbürgerschaft verweigerte und so dem Wunsch der großen Mehrheit der Burmesen (96%) entsprach. Die Entscheidung wurde auch deshalb gefällt, weil die Rohingyas mehrere Jahrzehnte gegen die Regierung rebelliert hatten, unterstützt durch Kräfte von außen, hauptsächlich separatistische Bewegungen und extremistische Gruppen unter anderem durch Al-Qaeda.

 

Die Aufstände der Rohingya im westlichen Myanmar waren Aufstände im nördlichen Teil des Staats Rakhine (auch bekannt unter der Bezeichnung Arakan), die von Aufständischen ausgeführt wurden, die zur ethnischen Minderheit der Rohingya gehörten. Die meisten Zusammenstöße passierten im Distrikt Maungaw, der an Bangladesh grenzt.

 

Örtliche Mujahideen Gruppen rebellierten von 1947 bis 1961 gegen Regierungskräfte, um zu versuchen, die mehrheitlich von Rohingya bewohnte Mayu Halbinsel im nördlichen Teil des Staates Rakhine von Myanmar abzuspalten, um es dann an Ost-Pakistan (dem heutigen Bangladesh) anzuschließen. In den späten 1950er Jahren verloren sie eine Menge Unterstützer und ergaben sich den Regierungstruppen.

 

Die modernen Aufstände der Rohingya im nördlichen Rakhine begannen im Jahr 2001 obwohl Shwe Maung, der Abgeordnete der Rohingya Mehrheit, Beschuldigungen zurückwies, dass neue islamistische Rebellengruppen damit begonnen hätten an der Grenze zu Bangladesh zu operieren.

 

Der letzte Vorfall von dem berichtet wurde geschah im Oktober 2016, als Zusammenstöße an der Grenze von Myanmar nach Bangladesh ausbrachen, mit Rohingya Rebellen, die verdächtigt wurden Verbindungen zu ausländischen Islamisten zu haben.

 

Obwohl die Rohingya einige Generationen in Burma ansässig sind stellen sie ungefähr 4% der Bevölkerung von Myanmar. Andererseits gab es ständigÜbergriffe wie brutale Vergewaltigung und Mord an einer Buddhistin in Rakhine durch muslimische Männer, gefolgt von Mord an muslimischen Rohingyas (als Vergeltung), was Aufstände zwischen den Buddhisten in Rakhine und den Muslimen der Rohingya auslöste. Es war kein einseitiges Massaker, sondern ein örtlich begrenzter Aufstand mit Opfern auf beiden Seiten.

 

Die Angelegenheit wurde ernster als die Rohingya auch Mönche töteten. Meistens wurden sie geköpft. Mindestens 19 solcher Morde an Mönchen wurden innerhalb von ein paar Monaten gemeldet, als sich die Mönche auf die Seite der eingeborenen Bevölkerung stellten, die gegen die Rohingyas kämpften.

 

Die Frage, die wir uns alle stellen müssen ist, warum töten Muslime Christen? Warum töten Muslime andere Muslime so ziemlich überall auf der Welt? Keiner der Buddhisten, die wir kennen, wollte oder will Muslime töten zumindest nicht aus religiösen Gründen. Aber in Myanmar gibt es ziemlich wenig Toleranz in Bezug auf Proselytismus, das bedeutet es gibt keine Probleme mit anderen Religionen, solange man bei seiner Religion bleibt und nicht versucht andere zu bekehren. Die Christen haben dies vor langer Zeit lernen müssen, obwohl sie es auch weiterhin tun, ohne aber aggressiv zu sein, die Hindus hatten niemals solche Ambitionen und die Buddhisten tun es gar nicht, aber die Muslime …naja …

 

Andererseits sind die Gemeinschaften der Rohingyas sehr konservativ was interreligiöse Ehen angeht, sie bestrafen und manchmal töten auch ihre Frauen, wenn sie jemanden heiraten, der nicht der Gemeinschaft der Rohingya angehört. Aber sie heiraten gerne buddhistische Frauen und konvertieren sie zum Islam. Das gefällt einigen konservativen Gruppen der buddhistischen Mehrheit nicht so gut, aus offensichtlichen Gründen.

 

Die Christen und die Hindus, die zweit- und viertgrößte Gemeinschaft innerhalb der Bevölkerung integriert sich sehr schön, obwohl sich viele christliche Ethnien gegen die buddhistischen Banar (Kachin, Chin, Karen, usw) stellen, so sind die Dispute eher historisch, oder territorial bedingt, oder es geht um Ressourcen, aber niemals ist es religiös bedingt. Auch das Beleidigen einer Religion, JEDER Religion aus welchem Grund auch immer, ist in Myanmar illegal und man würde innerhalb von wenigen Stunden im Gefängnis landen. Und das wird aktiv umgesetzt wahrscheinlich aus gutem Grund.

 

Die Rohingya Muslime wurden am Anfang, so sagen die Historiker, als Gäste Willkommen geheißen. Es gab wenige, oder keine Probleme am Anfang. Probleme wie Rebellionen passierten später, aber es wurde eine Übereinkunft erzielt und sie wurden in den 60er Jahren entwaffnet. Obwohl es zwischen den beiden Gemeinschaften kleinere Konflikte gab, geschah nichts Ernsthaftes bis sich vor fünf Jahren die Muslime in größerer Zahl sammelten und auf die Straßen gingen und die in der Minderheit befindlichen Eingeborenen in ihrem Gebiet töteten. Darum begannen die burmesischen Buddhisten ihrerseits mit Gegenangriffen gegen die Muslime, die ihre Brüder und Schwestern auf dem Gebiet der Rohingya töteten.

 

Deshalb ist es wichtig zu verstehen dass die Buddhisten nicht die Muslime töten sondern die Eingeborenen kämpfen gegen die Rebellen, die buchstäblich darauf aus sind im Staat Rakhine eine ethnische Säuberung durchzuführen. Wenn es die Schuld der Buddhisten wäre, dann müssten sie auch die Christen angreifen. Sie müssten die Christen zumindest irgendwie diskriminieren, es ist immerhin die zweitgrößte religiöse Gemeinschaft in Burma. Aber das ist niemals passiert.

 

Man muss also festhalten, dass man die Unruhen nicht als Religionskriege bezeichnen kann. Es ist ein politischer Krieg, in dem Eingeborene versuchen ihr Leben vor Angreifern zu schützen, die zu einer eingewanderten Gemeinschaft gehören. Diese versucht nicht nur in verstörender Anzahl zu wachsen, sondern versucht auch noch, die Eingeborenen mit Gewalt zu ihrem Glauben zu konvertieren durch direkte und indirekte Mittel. Schlimmer noch, sie fordern die Männer der Rohingyas dazu auf Buddhistinnen zu heiraten aber sie verbieten es den Rohingya Frauen Buddhisten zu heiraten. Es ist ein Aufstand, den die Rohingyas begonnen haben, indem sie Buddhisten angegriffen haben und das Gegenteil ist einfach unwahr, obwohl man es weltweit so glaubt. Es sind die Rohingyas, die Menschen töten und Allahu Akhbar rufen und kein einziger Buddhist, denn Buddhisten können aus ihrem Glauben heraus keinen Mord rechtfertigen. Aber ihr Überleben hat nun Priorität und das veranlasst sie sich zu wehren.

 

Seit mehr als einem halben Jahrhundert erleben die Buddhisten in Burma wie die Rohingya anscheinend grundlos gegen sie kämpfen, außer dass sie eine separate islamische Region in Burma erschaffen wollen mit finanzieller Unterstützung, die von extremistischen Organisationen und aus dem Nahen Osten stammt und mit zusätzlicher Hilfe aus dem benachbarten Pakistan und Bangladesh. Es ist die letzte Möglichkeit, die sie haben, trotz der offensichtlichen Probleme, die sich daraus ergeben. Für die Buddhisten ist es einfach die Frage, ob sie willens sind durch die Hände der muslimischen Separatisten zu sterben, oder ob sie versuchen wollen weiterzuleben, indem sie dafür kämpfen.