Nassim Ben Iman Es gibt keine Gewaltfreiheit im Islam

Kieler Nachrichten - 20 November 2007 - Von Martin Geist

Kiel – „Hut ab vor so viel Mut“, schwärmten die einen. „Schande über diesen Hetzer“, wetterten die anderen. Nassim Ben Iman polarisierte bei seinem Vortrag in Kiel in einer Art und Weise, die selten geworden ist in diesen Zeiten, in denen jeder alles und jeden zu verstehen scheint. Einer wie Nassim provoziert jedoch offensichtlich schon durch seine bloße Existenz.

Der freundliche kleine Mann mit der leisen Stimme ist von arabischer Herkunft, lebt in Deutschland, war dort nach eigenen Worten zeitweilig „an einem Punkt, wo ich Terrorist werden wollte“, trat schließlich vom Islam zum Christentum über und lässt heute als einer der schärfsten Kritiker seiner früheren Religion Muslime ebenso wie häufig auch Christen regelmäßig zusammenzucken.

(...) „Es ist wichtig, einander die Hand zu reichen und Brücken zu schlagen“, betonte er, reklamierte aber gleichermaßen das Recht für sich, „auch kritische Fragen zu stellen.“ Auf der einen Seite die zahlreichen Muslime, die anständig, friedlich und tolerant leben. Auf der anderen Seite eine Religion, deren unmenschliche, unfriedliche und intolerante Elemente nicht zu leugnen sind. Auf diese Zuspitzung laufen Nassims Kernthesen hinaus. Und die haben viel mit persönlicher Erfahrung zu tun.

„Das Mindeste, was passiert, ist der Bruch innerhalb der Familie“, beschrieb er das Schicksal, das ihm widerfuhr, nachdem er Christ geworden war. Morddrohungen seien an der Tagesordnung, fügte der Mann hinzu, der aus Sicherheitsgründen Alter, Herkunft und Wohnort geheim hält und sich bei öffentlichen Auftritten wie in Kiel von Leibwächtern schützen lässt.

Was dabei selbst viele Muslime empört, die mit Gewalt rein gar nichts im Sinn haben, ist der Umstand, dass Nassim diese Bedrohungen nicht als Auswüchse religiösen Eifers betrachtet, sondern als logische Ableitungen aus dem Koran. Darin stehe schließlich klipp und klar, wie mit einem Abtrünnigen umzugehen sei: „Tötet ihn!“

„Ich wage zu behaupten, dass es keine Gewaltfreiheit und Religionsfreiheit im Islam gibt“, brachte Nassim Ben Iman seine Kritik auf den Punkt. Zudem zeichne sich diese Glaubensrichtung auch bezogen auf die einzelne Person durch Kälte und Unbarmherzigkeit aus, fordere mithin „nicht Hingabe, sondern Unterwerfung“.

Das Gegenstück eines liebenden und verzeihenden Gottes habe er persönlich erst im Christentum gefunden, verkündete der Referent, für den die darin formulierte Feindesliebe den entscheidenden moralischen Unterschied macht.

„Heuchler“, schallte es ob solcher Worte aus den muslimischen Reihen im Publikum. Über „Hetze gegen den Islam“ schimpfte ein Besucher und ging vorzeitig unter Protest. Und ein wohlmeinender Christ äußerte am Ende die Vermutung, dass die Studentenmission einen solch provokanten Gast nicht noch einmal einladen werde.

Nassim Ben Iman aber blieb standhaft und zitierte das im Grundgesetz verankerte Recht auf Religions- und Meinungsfreiheit: „Es muss einfach möglich sein, solche Dinge in Deutschland sagen zu dürfen.“

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