Türkischer Religionsbotschafter: Islamisierungsziel Deutschland?

Bürger für München - 15 August 2010 - Von Sendlinger Depesche

Sendet eine ‚Neue Hohe Pforte’ Prof. Ali Dere in die Provinz Europa?

Islamische ‚Richtlinien-Verkündigung’ zu Köln: der deutschsprachige, 1994 an der Universität in Göttingen promovierte Prof. Dr. Ali Dere will als neuer "türkischer Botschafter für religiöse Angelegenheiten" aktuell vier ehrgeizige "Türkisch-Islamische Programme" in Deutschland durchsetzen!

Die Meldung in der türkischen Zeitung ‚Sabah’ klingt harmlos: "Der neue türkische Botschaftsrat für religiöse Angelegenheiten, Prof. Ali Dere, hat bei einer Pressekonferenz in Köln die Richtlinien und Ziele seiner Tätigkeit bekanntgegeben. So werde er während seiner Dienstzeit in Deutschland seine Kräfte in einem vier Punkte-Programm bündeln." 2)

Es ist notwendig, aufzumerken! Nicht nur, weil Prof. Ali Dere Deutsch spricht, nachdem er an der Universität Göttingen Orientalistik studierte. Sondern auch, weil er in Ankara als zuständiger Abteilungsleiter für Außenbeziehungen des Präsidiums für religiöser Angelegenheit (Diyanet) war und somit zuständig für die Entsendung von Imamen nach Westeuropa! 3) Und weil er jetzt "aus dem türkischen Führungskader an die Front" versetzt wurde!

Der Religionsbotschafter Prof. Ali Dere hatte schon einmal in Deutschland die Türkei als "ein Land mit überwiegend muslimischer Bevölkerung und einem säkularen Staatssystem" interpretiert. Doch sein in Köln nun verkündetes, aktuelles "Vier-Punkte-Programm für Deutschland" - öffentlich im Internet verbreitet - hat es in sich:

1.) Er "werde sich insbesondere für den flächendeckenden Islamischen Unterricht in den Schulen einsetzen".

2.) "Als zweitwichtigstes Ziel erklärte er, die Ausbildung der Imame in Deutschland etablieren zu wollen".

3) "Außerdem werde er sich für eine Verbesserung der religiösen Bedürfnisse der Türken in Deutschland stark machen".

4.) "Als viertwichtigsten Punkt lege er Wert darauf, dass Islam als offizielle Religion in Deutschland anerkannt werde." 4)

Prof. Ali Dere: "Die Moslems in Deutschland haben grundsätzliche Probleme, die wir sehr gut analysieren und lösen werden. Dabei sind wir von allen Richtungen für den Dialog offen."

Undiplomatisch interpretiert könnte das bedeuten, dass man den "tumben teutschen Michel’ im Dialog ‚diskutieren‘ lassen könne, während man in "politischen Hinterzimmern" gefällige Fakten schafft!

Denn bereits einst hatte der SPIEGEL dem türkische Religionsbotschafter Prof. Ali Dere bescheinigt, er "kennt sich aus in dem Land, für das er muslimische Prediger aussucht. (…) Schließlich haben die Imame in Deutschland "einen völlig anderen Job als in der Türkei", sagt er. Um die Imame an die einzelnen Moscheegemeinden weiterzuleiten, führe das Amt eine Karteikarte über jede Moschee in Deutschland mit ihren Eigenschaften, so Dere. Mit "jede Moschee" meint der gelehrte Theologe die 870 von 2.500 Moscheegemeinden, die DITIB angehören." 5)

Soll nun Deutschland, mit der DITIB-Zentrale Köln als einer der Brückenköpfe eines visionär angedachten ‚Neuen islamisch-osmanisch-türkischen Reiches’, in einer ‚Islam-Offensive’ weiter ‚aufbereitet’ werden? Schließlich meint Prof. Ali Dere eloquent: "… ein plurales Zusammenleben kann nicht allein ein Nebeneinander von verschiedenen Lebensweisen meinen. Dass verschiedene Lebensweisen – wenn sie zeitgleich und nebeneinander existieren – ineinander übergehen müssen, steht außer Frage. Pluralismus bedeutet also nicht die Akzeptanz anderer Lebensweisen neben meiner Lebenswelt, sondern ihre Anwesenheit in meiner Lebenswelt." 6)

Was soll das heißen? Denn für ‚tumbe Teutschmichel’, sicherlich auch für viele deutsche Politiker ist es doch unvorstellbar, dass beispielsweise ein deutscher Außenpolitiker oder auch christlicher Kardinal aus Köln mitten in Ankara oder Istanbul seine staatlich verankerten Richtlinien und Ziele mit einem ‚Vier-Punkte-Programm für die Türkei‘ verkünden würde:

1.) Flächendeckender christlicher Unterricht an türkischen Schulen und türkischen Universitäten!

2.) Ausbildungen orthodoxer, katholischer Priester und evangelischer Pfarrer in der Türkei, vor allem Eröffnung des ‚Orthodoxen Priesterseminars von Chalki’ durch den Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I. 7)

3.) Verbesserung der religiösen Bedürfnisse der Christen in der Türkei!

4.) Anerkennung des Christentums als ‚offizielle Religion’ in der Türkei!

Unmöglich? Unmöglich!

Was aber hat der türkische Regierungsgesandte Prof. Ali Dere wahrhaftig, hier und jetzt in Deutschland verkündet?

Sollte er nicht, bevor er in Deutschland seine Forderungen wiederholt oder gar diesbezügliche Maßnahmen ergreift, als Zeichen seines guten Willens und in Anerkennung der Werte Europas sich in der Türkei und Europa öffentlich für ein "Vier-Punkte-Programm" des Christentums in der Türkei aussprechen?

Schließlich könnten ihm wache Deutsche analog seiner eigenen Wortwahl auch sagen: "Die Christen in der Türkei haben grundsätzliche Probleme 8), die wir sehr gut analysieren und lösen werden. Dabei sind wir von allen Richtungen für den Dialog offen."

Wenn Prof. Ali Dere diese Forderungen eines christlichen ‚Vier-Punkte-Christen-Programms’ für die Türkei nicht akzeptiert, er sie nicht als Gegenwert zu seinem "Vier-Punkte-Programm" alsbald anbietet und er sie nicht zeitgleich mit gleicher Kraft nachweislich verfolgt, seien alle seine Forderungen in Deutschland schlicht ‚Null und nichtig!’

Informationen:

 

1. Wikipedia: Die Hohe Pforte (ursprünglich osm. ????? ???????, Pasa ?apusi, später osm. ????? ????, Bab-i-?Ali, türk. Pasa kapisi und türk. Bâb-i Âli, arabisch ?????? ???????, DMG al-babu l-?ali) war ursprünglich im arabischen Sprachraum die allgemeine Bezeichnung der Eingangspforte zu Städten und königlichen Palästen. Später wurde sie insbesondere auf den Sultanspalast in Istanbul bezogen und zum Synonym für den Sitz der osmanischen Regierung. Die Bezeichnung rührt daher, dass an den Toren von Städten oder Herrscherpalästen nach alter orientalischer Sitte die Empfangszeremonien für ausländische Botschafter und Gesandte abgehalten wurden. Die Wache an der Hohen Pforte wurde im Osmanischen Reich durch die kapikulu gestellt, eine spezielle Infanterieeinheit der osmanischen Armee. Von 1718 bis 1922 wurde der Begriff zur Bezeichnung des Sitzes des osmanischen Großwesirs beziehungsweise der osmanischen Regierung (Diwan) verwendet, im Gegensatz zum Hof des Sultans (yildiz kösk). So sagte man von ausländischen Botschaftern in Konstantinopel, sie seien "an der Hohen Pforte" akkreditiert.

 

2./3. Türkische Zeitung SABAH, 12. August 2010 Botschaftsrat stellt Vier-Punkte-Programm vor

Botschaftsrat stellt Vier-Punkte-Programm vor Der neue türkische Botschaftsrat für religiöse Angelegenheiten, Prof. Ali Dere, hat bei einer Pressekonferenz in Köln die Richtlinien und Ziele seiner Tätigkeit bekanntgegeben. So werde er während seiner Dienstzeit in Deutschland seine Kräfte in einem vier Punkte-Programm bündeln. 12. August 2010; Quelle:  http://www.sabah.de/de/botschaftsrat-stellt-vier-punkte-programm-vor.html

 

4. SPIEGEL-ONLINE vom 22.Juli 2006, 10:35 Uhr, ‚Integration. Wenn der Imam zweimal klingelt’

 

5. Wikipedia: Der Deutsche Michel ist eine in der frühen Neuzeit entstandene nationale Personifikation der Deutschen, die heute fast nur noch in der Karikatur Verwendung findet. Sein auffallendstes Attribut ist seine Schlaf- bzw. Zipfelmütze. Die frühesten bildhaften Darstellungen des Michels datieren auf die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts. Seine bildliche Ausformung bezieht sich auf literarische Vorläufer bzw. ein volkstümliches Verständnis der Figur. Den eigentlichen Höhepunkt seiner Popularität erreichte der Michel bereits in den 1840er Jahren. Eigenschaften und Wesen der Figur sind bis heute ein Politikum.

 

6. Ali Dere "Wie viel Islam verträgt der Pluralismus? Ein Spannungsverhältnis aus muslimischer Sicht", Herder-Korrespondenz 4/2007, S. 193-196

 


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