Video: Elisabeth Sabaditsch-Wolff in Berlin, 3 Okt. 2010

YouTube - 06 Oktober 2010

Mit Geert Wilders teilt Elisabeth Sabaditsch-Wolff den wenig erfreulichen Umstand, wegen vermeintlicher Volksverhetzung angeklagt zu sein.

Darüber tauschten sich die beiden nach der Berliner Rede von Wilders am vergangenen Samstag aus und verabredeten, sich gegenseitig über den Verlauf ihrer Verfahren zu informieren. Elisabeth Sabaditsch-Wolff ist für die BÜRGERBEWEGUNG PAX EUROPA Verteterin bei der OSZE, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, und als Islamkritikerin häufig zu Vorträgen unterwegs. Bei einer dieser Veranstaltungen hatte sich eine linksgerichtete Journalistin eingeschlichen, fertigte eine Tonaufzeichnung des Vortrags an und zeigte sie an. Die Staatsanwaltschaft apportierte das Stöckchen ganz brav und stellte Strafantrag.

Es ist dort wohl noch nicht bekannt, dass es der Koran ist, der hetzt -- und nicht derjenige, der daraus zitiert. Im Rahmen der BPE-Kundgebung am vergangenen Sonntag "Für Demokratie und Menschenrechte -- gegen freiheitsfeindliche Ideologien" führten wir in Berlin ein Interview mit Elisabeth Sabaditsch-Wolff. (...)


Video: Geert Wilders Rede in Berlin, 2 Okt. 2010

Berliner Abgeordnete René Stadtkewitz gründet neue Bürgerrechtspartei DIE FREIHEIT

Interview mit den Gründern der Bürgerpartei DIE FREIHEIT



Interview Volltext:

Teil 1:

F: Elisabeth Sabaditsch-Wolff, Geert Wilders hat es gestern gesagt, ab Montag steht er wieder vor Gericht, in den Niederlanden, Ihnen geht es ähnlich, auch Sie stehen unter Anklage, können Sie uns berichten was da der Hintergrund ist?

A: Der Hintergrund meiner Anklage ist, dass ich ja vor knapp einem Jahr für eine politische Partei in Österreich ein 3-teiliges Seminar gehalten habe, in dem ich mit Hilfe von Koranzitaten aufgezeigt habe, wie es derzeit in Europa aussieht. Ich habe wortwörtlich aus dem Koran zitiert. In zwei dieser Seminare hat sich eingeschlichen eine Journalistin eines linkslastigen Wochenmagazins aus Österreich, und hat danach gemeint sie müsse mich bei der Staatsanwaltschaft Wien anzeigen.

F: Und man hat gehört, dass die Presse schon informiert war über diese Anklage, bevor sie selbst informiert waren. Wie kann so was passieren?

A: Das ist korrekt. Das Wochenmagazin wusste es bevor ich oder mein Anwalt es wussten, wie das passieren konnte, ja das fragen wir uns auch. Wir sind nicht wirklich überrascht, allerdings möchte man meinen, dass in einem Rechtsstaat die Angeklagte vielleicht zuerst erfahren würde was – vor allem was gegen sie vorgebracht wird . Das war nicht der Fall, wir waren wirklich sehr sehr überrascht und eigentlich auch traurig wie der Rechtssaat sich vom Bürger abwendet und mittlerweile ist es so, der Stand der Dinge, dass zwar Anklage erhoben ist, ich bis dato aber nicht genau weiß wofür, was ich gesagt habe was dem Staatsanwalt was dem Staat nicht gefällt, Es wurde einmal, was mir gesagt wurde pauschal alles für schlecht befunden, alles für anklagungswürdig befunden keine konkreten Äußerungen, aber wie gesagt, das ist noch nicht rechtskräftig, daher weiß ich noch nicht ganz genau was passieren wird. Das angeklagt wird, das ich vor Gericht stehe, das ist allerdings fix.

F: Also man muss sich das einmal vor Augen halten: Sie zitieren aus dem Koran und dann wird Anklage wegen Volksverhetzung ... oder was war noch mal genau der Grund?

A: ...... ah das ist § 283 b soweit ich mich korrekt erinnere und das ist Verhetzung und Herabwürdigung religiöser Lehren.

F: Also man zitiert diese Lehren und dann wird man wegen Verhetzung angeklagt, das ist doch kompletter Irrsinn eigentlich oder?

A: Das ist kompletter Irrsinn, - aber so wie wir heute leben .. das ist kompletter Irrsinn und so wie ich immer sage: drei mal drei ist nicht immer neun und Teil unserer Arbeit ist es und wird auch in Zukunft sein, wieder herzustellen, dass drei mal drei neun ist und dafür müssen wir alle zusammen arbeiten und wenn das mein Teil ist, dass ich eben vor Gericht stehen muss dann werde ich das annehmen müssen und ich werde auch dafür sorgen, dass drei mal drei wieder neun ist.

F: Nun sind Sie ja nicht die erste Person, die in Österreich angeklagt wurde, es gab ja schon Susanne Winter. Meines Wissens wurde sie zu 20.000 € Geldstrafe verurteilt. Kann man die beiden Fälle miteinander vergleichen, oder hat Susanne Winter da in ihrer Rede möglicherweise übers Ziel hinausgeschossen?

A: Das traue ich mich jetzt nicht zu sagen, ob Susanne Winter da übers Ziel hinausgeschossen ist. Faktum ist aber, der Hauptunterschied zwischen Susanne Winter und meiner Person mit der ich mich übrigens auch nicht gerne vergleichen lasse, Susanne Winter ist eine Politikerin, ich bin eine Mutter, eine Feministin, eine Islamaufklärerin, und gleichzeitig auch eine Betroffene. Ich habe im Gegensatz zu Susanne Winter in diesen islamischen Ländern gelebt, im Irak, im Iran, in Kuwait in Libyen, und ich habe diese Dinge, den Koran, die Scharia die Lehren des Islam am eigenen Leib als Frau erleben müssen, und glaube mir daher auch ein Urteil bilden zu können, weil man mir ja immer vorwirft eine selbsternannte Islamexpertin .. ich habe mich nie dazu erklärt .. ich habe nie gesagt, dass ich eine selbsterklärte Islamexpertin bin, aber ich meine wenn sich jemand hinsetzt und den Koran, die Hadithen die Sunnah und die Scharia studiert, dass man sich schon ein gewisses Wissen aneignen kann und wie gesagt ich habs auch am eignen Leib verspürt, und gut – wenn man meint ich sei eine selbsternannte Islamexpertin – lassen wir mal das selbsternannte weg – ich kenn mich ein bisschen aus.

F: Haben Sie schon Signale von der Staatsanwaltschaft bekommen wie das jetzt beurteilt wird. Ich meine die Staatsanwaltschaft muss ja dem Verfahren jetzt praktisch nachgehen, dass es möglicherweise doch im Sande verläuft, oder haben Sie die Befürchtung, dass es dann jetzt doch endet für Sie?

A: Ich glaube der Staat muss das verfolgen, weil der Druck des multikulturellen Systems einfach zu groß ist. Die Frage ist, schafft der Staat das jetzt? Man merkt ja, wir haben das jetzt hier ja gesehen bei dieser Demonstration, dass die Leute, die Menschen umdenken, und es ist die Frage schafft der Staat es noch seinen Bürgern zu signalisieren: das was ihr macht finden wir nicht gut. Die Bürger, hoffe ich, man hat es auch heute gesehen, es werden immer mehr Bürger, die sagen schon langsam: das was ihr macht, das gefällt uns nicht, und das finde ich gut so, also ich glaube der Staat wird nicht anders können als mich vor Gericht zu stellen. Was dann herauskommt, da bin ich sehr gespannt.

F: Ich schätze, das wird für Sie auch mit Kosten verbunden sein, nun ist es ja so, dass die islamkritische Gemeinde solidarisch ist. Man hat es damals bei Susanne Winter gesehen, da gab es z.B. bei Politically Incorrect die Aktion 1 Euro für Susanne Winter. Was können jetzt Islamkritiker in Deutschland Österreich der Schweiz im ganzen europäischen Raum machen um Sie zu unterstützen, weil Sie sind ja praktisch exemplarisch für alle anderen vor Gericht jetzt?

A: Ja, das wollte ich Ihnen auch wirklich sagen, bevor ich erkläre wie man mir zu Hilfe kommen kann: es geht hier nicht um die Frau Sabaditsch-Wolff, es geht hier um alle Menschen, es geht hier um alle Frauen, alle Kinder, alle Mädchen, um die Freiheit. Also ich nehme diese ganze Sache nicht persönlich. Es betrifft mich natürlich persönlich, da ich die Kosten für meinen Anwalt, der übrigens einer der Besten seines Faches ist nicht alleine aufbringen kann und daher appelliere ich an die solidarische Gemeinschaft der Islamkritiker mir einen Euro, zwei Euro, fünf Euro, zukommen zu lassen. Das heißt nicht mir persönlich, sondern dieses Geld kommt auf ein Treuhandkonto in Österreich und die Kontodaten werden in Kürze auf Politically Incorrect zu finden sein, und ich ersuche wirklich alle mich zu unterstützen und auch die Sache zu unterstützen. Ich bedanke mich im Voraus für jegliche Unterstützung und möchte noch hinzufügen dass jegliches Geld, dass von diesem Treuhandkonto übrig bleiben sollte, natürlich nicht mir zu Gute kommen wird, sondern ich habe verfügt, dass dieses Geld der Bürgerbewegung PAX Europa zur Verfügung gestellt wird.

F: Wunderbar. Diese Aktion werden wir natürlich tatkräftig unterstützen. Wir haben hier auch ein kleines Sinnbild, das ist, glaube ich, Deutschlands erste Verkehrsampel, sie steht jetzt auf ‚Rot’. Kann man das vielleicht auch sinnbildlich auf unsere Sache übertragen, dass wir die Ampel für die Scharia auf ‚Rot’ stellen wollen?

A: Es hätte eigentlich nie auf ‚Grün’ gestellt werden sollen. Das wollen wir zurückdrehen und Gott sei Dank gibt es Ampeln die auch wieder von ‚grün’ über ‚gelb’ auf ‚rot’ springen, wenn’s vielleicht noch nicht ganz ‚rot’ ist diese Ampel. Zumindest ‚dunkelorange’ wollen wir es haben und dann am Ende des Tages ganz ‚rot’ – Nein zur Scharia.

F: Sie sind ja auch Mitglied bei der OSZE, der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa. Was erleben Sie da dort alles in Bezug auf Islam, Menschenrechte, Scharia usw usw...

A: Es ist die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa heftet sich ja genau die Menschenrechte auf ihre Fahnen und hat auch in den 70er und 80er Jahren wirklich dazu beigetragen, dass der Kommunismus zurückgedrängt wird. Das ist einer der Gründe warum ich auch so gerne bei der OSZE die Bürgerbewegung Pax Europa so gerne vertrete, weil diese Organisation, internationale Institution noch nicht so weit unterwandert ist wie zum Beispiel die UNO, und es ist mir doch möglich gewesen, und das war glaube ich doch ein großer Sieg für die islamkritische Szene, dass ich vor knapp einem Jahr in einem Plenum, in einer Plenarsitzung vor allen anwesenden Botschaftern als Vertreterin von Pax Europa die Sure 4:34 aus dem Koran zitieren durfte, die eben besagt, dass Frauen von ihren Ehemännern geschlagen werden durften. Natürlich war die Aufregung danach sehr sehr groß, es kamen dann also wirklich sehr sehr viele Frauen traurigerweise zu Wort, die versucht haben zu erklären, dass das alles nicht mit dem Islam zu tun hat. Das war mir aber klar – es ging hier mehr darum, dass das einmal in den Annalen der OSZE drinnen ist und wir werden weitersehen, die nächste Konferenz findet im Dezember statt, ich werde natürlich wieder dabei sein und ich werde auch wieder meine Suren auspacken.

Teil 2:

Was haben Sie da für ein Gefühl. Also ich mein, das ist ja eigentlich völlig irrational, dass aufgeklärte Frauen der westlichen Welt so die Augen vor dem Islam verschließen. Was sind das für Beweggründe aus ihrer Sicht?

A: Tja wenn ich das wüsste, es ist mir unbegreiflich, warum Frauen die Augen verschließen, vor allem auch die Mütter die Augen verschließen können, vor diesen wirklich grauenhaften Taten die die Frauen im Namen des Islam auch vollbringen müssen, gezwungenermaßen. Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, ich hab selber Familienmitglieder, die völlig anders denken als ich, und ich glaube es muss unser aller Ziel sein, dass wir auch diese Frauen aufklären, aufklären, aufklären mehr ist es nicht. Irgendwann wird’s sich hoffentlich in den Gehirnen festsetzen, dass es falsch ist, seine Mädchen zu verstümmeln, es ist falsch und ein Mädchen und eine Frau muss immer geachtet werden, nicht im islamischen Sinn sondern in unserem Sinn der Menschenrechte, der universellen Menschenrechte, nicht im Sinne der islamischen Menschenrechte.

F: Ist es auch so, dass in der OSZE bereits muslimische Mitglieder sitzen, die dort Druck ausüben?

A: Selbstverständlich. Es sind der Block der türkischen Vertreter, d.h. die türkischen Diplomaten und die Vertreter der türkischen NGO’s da gibt’s eine Gruppierung, die heiß COJEB, die haben regelmäßig eine junge Dame schwer mit Kopftuch bewaffnet dort sitzen, es ist auch die marokkanische Botschafterin dabei und ja – das ist so ein Block der versucht uns..... zuerst waren sie einmal überrrascht, dass es uns überhaupt gibt vor einem Jahr, da waren sie sehr verblüfft, mittlerweile sind sie ein bisschen- ja- unglücklich, dass wir da sind aber genau dieses unglückliche Gefühl spornt uns an, noch mehr aufzutreten, und das werden wir auch tun und ich werde auch weiterhin gemeinsam mit meinen Kollegen von den anderen Organisationen, nämlich islamkritischen Organisationen, meine Stimme erheben und der islamische Block muss wissen, dass es auch eine andere Seite gibt.

F: Elisabeth, Sie hatten ja auch gestern die Möglichkeit Geert Wilders zu treffen, nach der Veranstaltung, was können Sie über ihn erzählen?

A: Ja es hat mich wahnsinnig gefreut Geert Wilders persönlich kennenzulernen und es war uns in der kurzen stressigen Zeit möglich, uns über unsere vergleichbaren Verfahren auszutauschen, wir haben uns ausgemacht wir werden weiterhin in Kontakt bleiben, und uns gegenseitig erzählen und berichten was da vorgeht. Er steht ja morgen schon wieder vor Gericht, also er ist mir doch ein Stückchen voraus, aber ich freu mich natürlich wenn Geert Wilders mir auch berichtet, wie das so ist im Gerichtssaal.

F: Geert Wilders ist ja immer noch unglaublich diffamiert, es wird gehetzt über ihn Rechtsextremist, Ausländerfeind, Rechtspopulist, alles .... Wie haben Sie ihn jetzt als Menschen im persönlichen Umgang erlebt?

A: Also ich war schwer beeindruckt von ihm mit welcher , eigentlich, Gelassenheit er diese ganzen Anschuldigungen auf sich nimmt und ich muss sagen, er ist in gewisser Weise auch ein Vorbild für mich, weil ich auch versuche im Lichte dieser Anschuldigungen gelassen zu bleiben. Ich weiß sehr wohl wer ich bin und auch Geert Wilders weiß wer er ist, und er weiß selber, so wie ich, dass er weder ein Rechtspopulist noch ein menschenverachtender Hassprediger ist. Man hat mir ja auch in Österreich vorgeworfen ich sei eine Hasspredigerin, man muss versuchen das wieder zurückzuschicken an die Adressaten. Meine Freunde meine Mitstreiter wissen wofür ich stehe, wir wissen alle wofür Geert Wilders steht, und wenn Geert Wilders’ Islamkritik auch nur eine Beschneidung verhindert weil eine Frau aufwacht, dann war es das wert und das war es das auch für mich wert, absolut.

F: Geert Wilders hat ja jetzt auch die International Freedom Alliance ins Leben gerufen, was bekommen Sie da jetzt schon mit, was sich jetzt in Europa da so alles im Einzelnen tut?

A: Also –ich bin schwer beeindruckt, wenn wir bedenken was vor einem Jahr hier am Potsdamer Platz noch – war’s ein Drittel? – wenn überhaupt Menschen gestanden sind, wenn ich so die Zeitungen lese, wenn ich die Reaktionen von Menschen, die ich nicht kenne, die aber auf mich zukommen und sagen: „Recht hast du Mädel, mach weiter so, lass dich nicht unterkriegen !“ Also ich bin der Meinung, dass die Gründung der International Freedom Alliance einfach nur der erste richtige und wichtige Schritt in die richtige Richtung ist, und ich freue mich sehr, dass ich auch Teil dieser Bewegung bin, und ich freue mich auf die nächsten Jahre.

F: Wunderbar. Elisabeth Sabaditsch-Wolff wir drücken Ihnen die Daumen wir halten zusammen die Islamkritiker in Europa – toi toi toi für das Verfahren und für Ihre zukünftige Arbeit. Herzlichen Dank.

A: Ich danke schön für das Interview.

Elisabeth Sabaditsch-Wolff, 38, ist die Tochter eines pensionierten Diplomaten. Sie erlebte als Kind die Machtübernahme Khomeinis im Iran, lebte später im Irak und in Kuwait. Dort wurde sie 1990 mit weiteren Österreichern während der Invasion der Saddam-Truppen als Geisel festgehalten. Als Mitarbeiterin der österreichischen Botschaft lebte und arbeitete sie in Kuwait und Libyen. Von 1995 bis 1997 war sie im Kabinett des damaligen Vizekanzlers Wolfgang Schüssel. Sabaditsch-Wolff ist international für die „Bürgerbewegung Pax Europa“ des deutschen Islamkritiker Willi Schwend tätig.

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